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Diskutiere im Thema Bundestagswahl: was bewirkt das bei ADHSlern im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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  1. #51
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 64

    AW: Bundestagswahl: was bewirkt das bei ADHSlern

    Ich gehe nicht wählen, weil ich ein System, bei dem man sein gesamtes Mitbestimmungsrecht an eine Partei delegiert, die ohnehin nur das kleinste Übel (aber dennoch ein Übel) darstellt und nicht etwa die eigenen Interessen vertritt, nicht für unterstützenswert halte. Alle vier Jahre ein Kreuz machen, ist in meinen Augen keine erstrebenswerte Form politischer Partizipation - man erteilt eigentlich nur den Auftrag, sich beherrschen zu lassen.
    Ich habe also gar keine Wahl, da mich niemand fragt, ob ich dem Prinzip als solchem zustimme.

    (Menschen, die argumentieren, dass man wählen muss, um den Faschismus zu verhindern, sollten sich klar machen, was das für eine traurige Aussage über unsere "Demokratie" ist, wenn es der einzige Grund ist, der einen zur Stimmabgabe motiviert.
    Auch in sich ist das Argument widersprüchlich. Wenn man nicht wählt, wählt man eben nicht. Die NPD kann nur gewinnen, wenn viele Leute die NPD wählen und da kann man besser als mit seinem Stimmzettel gegenhalten, z.B. durch Aufklärungsarbeit.
    Einzig die Aussage "Um der NPD zu schaden, sollte man eine andere Partei wählen" wäre richtig. Dies würde ich tun, wenn die reelle Gefahr einer faschistischen Regierung bestünde.)


    Ach und zur Debatte davor: Unser gegenwärtiges System ist Produkt der Französischen Revolution. Wer dieses für erhaltenswert hält, kann nicht gleichzeitig behaupten, dass Revolutionen nur Unheil bringen.
    Geändert von Wintersaat (21.09.2013 um 20:06 Uhr)

  2. #52
    Spasslernen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 60
    Forum-Beiträge: 1.331

    Daumen hoch AW: Bundestagswahl: was bewirkt das bei ADHSlern

    , ´ne Zeit nahe Konzentrationsübung zusätzlich, massig Möglichkeiten, leider nur eine Stimme für ´nen Kandidaturanwärter, dafür ´ne zweite für ´ne Partei meiner Wahl ...

    zum Bleistift .... CSU kann nur in Bayern gewählt werden, wer gern ´nen Kreuz bei ´ner Partei mit ´nem C im Namen Unterstützungs würdig findet, gibts nich soviele Möglichkeiten

    bundesweit, bei 296 verschiedenen Wahlkreisen können wir mit Erst- und Zweitstimme mindestens 592 Repre ..dings bums da wählen und alle jene, die die Fraktion

    der Nichtwähler unterstützen ... wählen indirekt mit, des konstrukt morjen nach der Stimmauszählung, nächste Chance wäre dann wahrscheinlich in vier Jahren

  3. #53
    Spasslernen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 60
    Forum-Beiträge: 1.331

    Daumen hoch AW: Bundestagswahl: was bewirkt das bei ADHSlern

    Hey Wintersaat, wer nicht wählen geht unterstützt gerade Parteien, die nicht so viele Wähler haben, weil der Anteil der Nichtwähler sich leider nicht positiv auswirkt,

    die Annahme war bislang immer annähernd 100% unabhängig davon, wie hoch der Nichtwähleranteil ist.

  4. #54
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 40

    AW: Bundestagswahl: was bewirkt das bei ADHSlern

    Das könntest du erst bestimmen, wenn du mich gefragt hättest, was ich unter einem generellen "Reset" verstehe.
    Im Kontext gelesen, würde der Beginn ab dem Punkte Null, ein Rücksschritt bedeuten, ergo : menschenverachtend.

  5. #55
    Comicus Divinius

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.200

    AW: Bundestagswahl: was bewirkt das bei ADHSlern

    Hm da schweigt sie plötzlich....1984 hättest du deinen Platz im Ministerium für Liebe sicher, Antics....
    Ministerium für Liebe (Minilieb): Dieses mysteriöse und gefürchtete Ministerium unterhält die Gedankenpolizei, die Abweichler aufspürt und dorthin bringt. Dort werden sie solange gefoltert, bis sie „umgedreht”, also wieder voll und ganz auf Parteilinie sind. Einige werden danach freigelassen, um noch einige Zeit in Ozeanien zu leben, bevor sie erschossen werden. Andere werden sofort erschossen.
    Geändert von Tetrian (22.09.2013 um 11:07 Uhr)

  6. #56
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 5.009

    AW: Bundestagswahl: was bewirkt das bei ADHSlern

    Tetrian schreibt:
    Hm da schweigt sie plötzlich....1984 hättest du deinen Platz im Ministerium für Liebe sicher, Antics....

    Hallo Tetrian!

    Was soll das denn jetzt?


    LG Emely

  7. #57
    Comicus Divinius

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.200

    AW: Bundestagswahl: was bewirkt das bei ADHSlern

    Weil sie mich erst in eine Politische Schmuddelecke stellt, dann es völlig ignoriert und dann den nächsten attaktiert und das mit einer Jakobnischen Korrektheit" Das darf nicht sein, das ist falsch, das ist Menschenverachtend", für mich ist das schlicht Totalitär so ein Verhalten und Unpluraltitisch. .

  8. #58
    Comicus Divinius

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.200

    AW: Bundestagswahl: was bewirkt das bei ADHSlern

    So um für Ausgewogenheit zu sorgen, vielleicht etwas lachen und einen Schlusskommentar für die Wahlen:
    Für die Kurzentschlossenen, noch eine winzige Wahlkampfhilfe. Man sollte Folgende Parteien wählen wenn:
    Linke: Wenn man mehr Rente, Lohn oder Geld möchte und man glaubt die Linkspartei hätte einen Goldesen im Keller stehen und man die DDR schon nicht so schlimm findet, immerhin gibt es auch Hübsche Kommunist_innen
    SPD: Wenn man eine Soziale Ader hat und einem Wischiwaschi Wahlkampf egal ist und man keine Lust auf Merkel hat
    CDU: Wenn man eine Soziale Ader hat, einem Wischi Waschi Wahlkampfegal ist und man Merkel behalten möchte, da ohne sie Europa, ja vermutlich schon die ganze Welt zusammen gebrochen wäre
    Grün: Wenn man klare Postionen schätzt und einen Verbote und Heuchelei nicht abstoßen, weil man es sich leisten kann
    FDP: Wenn einem egal ist, das eine Freiheitliche Libertäre Partei, durch die Hotelsteuer genau das tut, gegen das sie predigt, eine Gruppe vor einer anderen fördert
    AfD: Wenn man die CDU zu links findet aber keine Lust hat, mit Hackenkreuzen herum zu laufen
    Piraten: Wenn man glaubt Politisch völlig zerstrittene Parteien die sich nicht mal über die Farbe von Scheiße einig sind würden beim Wähler ankommen. Wenn einem gleichgültig ist, das Ökonomie für die Piraten so Neuland ist, für wie Merkel das Internet.
    Violetten: Wenn man regelmäßig mit Engeln und Kobolden zu denieren pflegt
    Republikaner: Wenn einem die CDU viel zu links ist aber man keine Lust hat, eine Glatze zu tragen oder Springerstiefel
    Marxisten: Wenn man 120 Jahre Menschheitsgeschichte verschlafen hat.
    NPD: Das vermutlich“ Der Ausländer“(der natürlich eine Homogene Gruppe darstellt) sogar für das Schlechte Wetter verantwortlich ist
    Tier, Mensch, Umwelt: Wenn man zukünftig nicht mehr vor Mitbürgern sondern von Mitwesen sprechen will und auch Mäusen und Kakerlaken Politische Teilhabe ermöglichen will.
    Geändert von Tetrian (22.09.2013 um 16:39 Uhr)

  9. #59
    Holdibaldi

    Gast

    AW: Bundestagswahl: was bewirkt das bei ADHSlern

    Hi Wintersaat,

    Wintersaat schreibt:
    Ich gehe nicht wählen, weil ich ein System, bei dem man sein gesamtes Mitbestimmungsrecht an eine Partei delegiert, die ohnehin nur das kleinste Übel (aber dennoch ein Übel) darstellt und nicht etwa die eigenen Interessen vertritt, nicht für unterstützenswert halte. Alle vier Jahre ein Kreuz machen, ist in meinen Augen keine erstrebenswerte Form politischer Partizipation - man erteilt eigentlich nur den Auftrag, sich beherrschen zu lassen.
    Aber wie sollte den das von dir so genannte "gesamte Mitbestimmungsrecht" ansonsten aussehen?`Ein Volksentscheid für alle Fälle? Diese Idee fand ich einmal attraktiv, bis mir klar wurde, dass die meisten Bürger/innen gar nicht kompetent sind und auch nicht das Interesse und die Möglichkeiten haben, sich in spezielle Bereiche einzuarbeiten, um halbwegs sinnvoll über Wohl und Wehe entscheiden zu können. Hinzu kommt, dass dann das, was ich schätze - nämlich globaler Zusammenwuchs der Völker zu einer Menschheit - vermutlich deutlich zögerlicher verliefe (siehe Schweiz), weil die Menschen doch oftmals noch sehr an nationalen Identifikationsmustern kleben und das vermeintlich Neue und Fremde eher scheuen. Aber mein Hauptbedenken ist das erstgenannte.

    Die Vorstellung, dass eine Partei die Interessen jedes einzelnen Wählers umsetzen könne und müsse, halte ich zudem für utopisch und wenig zielführend. Politik fußt ja gerade auf einem ständigen Finden und Schließen von Kompromissen in allen Lebensbereichen des Miteinanders. Das ist mein persönliches Hauptinteresse und meine Erwartungshaltung, die ich der parlamentarischen repräsentativen Demokratie gegenüber hege. Und dort treiben Menschen ihr (Un)Wesen, machen also auch Fehler und huldigen menschlichen Schwächen, wie wir sie alle haben. Das Gute daran: Es gibt dort aber ebenso sehr viele sehr gewissenhafte und astreine Typen, denen ich gerne mein Vertrauen schenke. Man muss sich ein eigenes Bild machen und vielleicht die Politik vor Ort (Lokalpolitik) wahrnehmen. Hier kann man viel eher eine persönliche Verbindung herstellen als zu den großen Mediengesichtern, die wir täglich im TV zu sehen bekommen.

    Wintersaat schreibt:
    Ach und zur Debatte davor: Unser gegenwärtiges System ist Produkt der Französischen Revolution. Wer dieses für erhaltenswert hält, kann nicht gleichzeitig behaupten, dass Revolutionen nur Unheil bringen.
    Die Demokratie musste über Jahrhunderte gegen Feudalismus und Monarchie erkämpft werden, mit Gewalt und guten Argumenten. Die Franz. Revolution ist bestimmt nicht das einzige historische Phänomen, das hier zu benennen wäre. Fakt ist - und mehr will ich auch nicht behaupten -, dass Revolutionen in der Regel gewaltvoll verlaufen und mit Leid vieler Menschen verbunden sind. Man muss sich darüber klar sein, wenn man eine solche in Kauf nimmt.

    Leiden wir heute so sehr, dass wir unser "Heil" in Anarchie und Chaos ("Ab mit dem Kopf!") suchen sollten?

    Holdi

  10. #60
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 51

    AW: Bundestagswahl: was bewirkt das bei ADHSlern

    Ich habe mich in den letzten Wochen verstärkt gefragt, was in unserem Lande noch vom Volke ausgeht und insbesondere, ob Artikel 20 Absatz 2 des Grundgesetzes überhaupt so umgesetzt wird, wie er gemeint ist:

    "Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt."

    Es fehlt in Deutschland meines Erachtens am Willen (der Politiker), Volksabstimmungen oder -entscheide zu forcieren. Wenn man versucht, sich bzgl. der Voraussetzungen für Volksbegehren etc. schlau zu machen, erkennt man sehr schnell, dass direkte Entscheidungen durch das Volk nicht gewollt sind. Auf Bundesebene ist es schlicht unmöglich, von Volkes Seite aus eine Volksabstimmung zu initiieren. Die beiden einzigen Dinge, für die das Grundgesetz in jedem Fall eine Volksabstimmung fordert, sind eine Neugliederung der Bundesrepublik und wenn an Stelle des Grundgesetzes eine Verfassung treten soll. Es scheint, als ob Politiker der Meinung sind, dass Entscheidungen, die das Volk betreffen, von diesem nicht getroffen werden können, weil das Volk dafür nicht geeignet oder zu dumm (?) ist. Das Volk soll aber entscheiden, wer diese Entscheidungen vier Jahre lang treffen soll... das ist doch irreal.

    Wir "dürfen" wählen... toll... aber kann und darf das alles sein, was vom "Volke ausgeht"? Das ist so, als wenn man ein Restaurant auswählen darf, aber das was man zu essen bekommt, bestimmt die Küche. Und wenn man sich beschwert, heißt es "In vier Jahren dürfen Sie ein anderes Restaurant wählen. Bis dahin wird gegessen, was auf den Tisch kommt..."

    Irgendwie unbefriedigend, oder?

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