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Diskutiere im Thema hilft der Umgang mit Pferden, Adhs positiv zu beinflussen im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 14

    hilft der Umgang mit Pferden, Adhs positiv zu beinflussen

    Hallo, da ich noch nicht so lange weis, das ich ADHS habe,frage ich mich ,ob der jahrelange Umgang mit meinem Pferd,den verlauf meiner Erkrankung positiv beeinflußt hat.Wer weis etwas dazu?

  2. #2
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.859

    AW: hilft der Umgang mit Pferden, Adhs positiv zu beinflussen

    Mit Sicherheit. Du hast Deinen Körper und Deine Psyche sozialer gemacht. Mit der Zeit gelernt, nicht nur Deine Probleme zu sehen, sondern auch die der Anderen und die des Pferdes. Du hast Umsicht gelernt, womit ADHSler massiv Schwierigkeiten haben: erst gucken, was macht das Pferd, dann gucken, was macht der Rest der Welt (das ist lebensnotwendig). Du hast gelernt, erst zu gucken, wie die Ohren des Pferdes liegen, wenn Du die Bohrmaschine anstellst, etc.

  3. #3
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 241

    AW: hilft der Umgang mit Pferden, Adhs positiv zu beinflussen

    Mir scheint, dass Steintor ebenfalls positive Erfahrungen mit Pferden gemacht hat

  4. #4
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.859

    AW: hilft der Umgang mit Pferden, Adhs positiv zu beinflussen

    Mit dem Großen muss ich mich immer erst auf der Weide kabbeln, wenn wir ins treffen.

    Leider verliere ich immer.

    Pferde sind ganz schön stark.

  5. #5
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 214

    AW: hilft der Umgang mit Pferden, Adhs positiv zu beinflussen

    Ich denke, durch den regelmäßigen Umgang mit Tieren, und das Übernehmen der Verantwortung, profitiert jeder. ADHSler sicher noch mehr als andere.
    Eine Bekannte hat für ihre ebenfalls betroffene Tochter ein Pony angeschafft, dem Mädel tut das gut.


    Gruß
    Mary, via Tapatalk

  6. #6
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 241

    AW: hilft der Umgang mit Pferden, Adhs positiv zu beinflussen

    Pferde sind ganz schön stark.
    Stimmt, nicht nur körperlich sind sie uns überlegen.

    Wer weis etwas dazu?
    Nun ja, wissen ist ja relativ. Ich kann da "nur" aus meiner Erfahrung sprechen. Nächsten Monaten werden es 30 Jahre, in denen mich die unterschiedlichsten Pferde begleitet haben.
    Ich selbst kann ohne Pferde nicht leben. Das meine ich noch nicht einmal im übertrieben romantischem Sinne. Ich hatte es mal ein halbes Jahr versucht, aber es geht nicht. Ich laufe dann völlig neben der Spur.

    Steintor und mamada haben ja schon einige Punkte aufgezählt.
    Für mich sind die Pferde auch immer ein Anzeiger für meine eigene Person. Ich habe kein stimmiges Selbstbild. Durch die Interaktion mit den Pferden erkenne ich mich dann aber.
    Diese Reflektion wird ja auch gern in Kommunikationsseminare mit dem Pferd für (meist) Führungspersönlichkeiten genutzt. Wer das noch nicht gemacht hat: Ich kann das nur empfehlen. Man lernt sehr viel über sich.

    Desweiteren schult es natürlich die Aufmerksamkeit. Pferde sind immer! aufmerksam. Sobald die eigene Aufmerksamkeit schwindet, übernehmen die Pferde die Führung. Bei den Pferden gibt es ein Führen und ein Geführt werden. Die Positionen sind klar aufgeteilt, muß auch. Denn in Notfallsituationen kann dies nicht erst entschieden werden. Das Pferd vertraut dem Führenden sein Leben an, da kann es auch "erwarten", dass dieser in jeder Situation Herr der Lage und aufmerksam ist. Vielen ist dies gar nicht so wirklich bewußt.
    Es sind ja schon kleine Situationen, die die Positionen tauschen. Man reitet und sieht etwas Tolles, gedanklich bleibt man dann ein klein wenig "dran kleben". Im nächsten Moment springt das Pferd zur Seite. Wenn man sattelfest ist, bleibt man oben. Was ist passiert? Das Pferd merkt das man nicht mehr bei der Sache (Reiten) ist (weil unaufmerksam), fühlt sich damit im Stich gelassen (wobei das jetzt seeeehr menschlich ausgedrückt ist), übernimmt die Führung und da es etwas "Erschreckendes" gesehen hat, reagiert es entsprechend.

    Ich freu mich, dass mein 8-jähriger Sohn etwas Interesse entwickelt hat. Er ist von den ersten Wochen an immer dabei gewesen (habe 3 Pferde) und hat entsprechend wenig Angst vor ihnen. Meine 20-jährige Stute, die selbst schon einige Fohlen hatte, übernimmt bei ihm eine mütterliche Rolle und erzieht ihn ebenfalls. Das sieht dann so aus, dass, wenn Junior sie führt, sie auf Schulterhöhe von ihm ihren Kopf hat und mitläuft. Sie läßt sich dann auch von nix aus der Umgebung erschüttern (und sie erschrickt sich wirklich schon mal gern ). Das war ein Bild für die Götter, wenn ein Knirps von 4 Jahren mit zusammengeknüddeltem Strick ein Warmblutstute führte, die im Schlurfschritt neben ihm herlief.
    Nun ist Junior älter und durch sein sich deutlich zeigendes Adhs hibbeliger, unaufmerksamer. Die Stute reagiert entsprechend. Sie nimmt Junior nicht ernst, ignoriert ihn dann geflissentlich, bis er sich wieder gesammelt hat.
    Das Gute an Pferden ist auch, es sind klare/direkte Ansagen, kein Hintenrum, kein Verstellen. Einfach ehrlich.
    Wobei ich hier von nicht traumatisierten Tieren ausgehe, von denen es leider Gottes reichlich gibt.

  7. #7
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 214

    AW: hilft der Umgang mit Pferden, Adhs positiv zu beinflussen

    Das hast du sehr schön beschrieben.

    Wenn ich mit meiner Großen (9) ausreite, fängt ihr uraltes Pflegepony an zu fressen bei schwindender Aufmerksamkeit.
    Mich begleitet seit 17 Jahren eine Vollblutstute. Bei ihr muss ich immer ganz "da" sein, sonst rächt sich das. Bei meinen Kindern ist sie megaumgänglich. Generell kommen wir drei mit sensiblen Pferden besser klar.

    Ich habe ein superschönes Foto von meiner 2-jährigen, wie sie mit Stuti grasen geht. <3


    Gruß
    Mary *via Smartphone*

  8. #8
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 2.410

    AW: hilft der Umgang mit Pferden, Adhs positiv zu beinflussen

    Aber auch bei traumatisierten Pferde funktioniert das: wenn man klar kommuniziert und die Führungsdrolle übernimmt, läufts, wenn man unkonzentriert ist oder mit den Gedanken wo anders ist, wird dann echt gefährlich. Manchmal braucht man da scheinbar auch den Kick...

    Wir hatten im Stall eine Stute, die selbst die Leitstute war. Sie war unterm Sattel in der Dressur super, solange man wirklich mit jeder Faser seines Körpers und seiner Gedanken bei ihr und bei dem was man reiten wollte, war. Ich habe dieses Pferd geliebt, weil sie eine großartige Lehrmeisterin war, nicht nur, was das korrekte Reiten anging...eine Freundin, die von Kindheit an ritt, aber auch (unbehandeltes) ADHS hat, hat diese Stute verflucht, denn sie hat jedes Mal beim Putzen einen Tritt bekommen, wenn sie nicht mit den Gedanken bei der Stute war. Wenn sie beim Reiten abgelenkt war, hat Madam dann ordentlich gebuckelt. Die beiden sind nie grün miteinander geworden, denn da lag es dann immer am dämlichen Pferd.

    Aber das Reiten selbst wirkt auch irgendwie auf das Gehirn. Dadurch hat therapeutisches Reiten auch für Mesnchen mit so starken Behinderungen, dass sie nur geführt werden können, trotzdem eine große Wirkung. Auch oder gerade im Bereich Entspannung. Ver- und Anspannung werden weniger, Spasmen bessern sich...Allerdings habe ich mich da nicht mit beschäftigt, sondern dies einfach nur so gesehen. Die Wirkmechanismen kann ich darum nicht wieder geben.

    Meine "Viecher" sind dann eher die traumatisierten gewesen, mit denen ich wirklich kleinstschrittig an der Vertrauensbildung zum Menschen arbeiten musste. Erfordert natürlich immens viel Konzentration, gibt aber auch wahnsinnig viel zurück , wenn man die ersten Erfolge sieht. Seit 2008 komm ich leider zeitmäßig gar nicht mehr zum Reiten. Unter 4 Stunden bin ich mit misten etc. nie aus dem Stall gekommen. Nach dem mein letzter Pflegefall wegen Cushing dann erlöst werden musste, hab ich dann kein Neues gesucht, weil absehbar war, dass ich die Zeit nicht mehr haben würde. Aber vermissen tue ich es irgendwie trotzdem.

  9. #9
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 14

    AW: hilft der Umgang mit Pferden, Adhs positiv zu beinflussen

    High Rioja,ich stimme dir zu mit dem was du sagst.Meine Dicke zeigt mir sehr genau ob ich aufmerksam bin oder nicht.Sie ist jetzt 10 Jahre in der Familie und meine Frau sagt,sie liebt mich sehr.Das sehe ich oft mals nicht.Mit 1.75 Stockmaß ist sie zwar ein etwas groß geradenes Kuscheltier,aber es geht einem das herz auf, legt sie die Nüstern auf dein Gesicht.Die wärme welche sie austrahlt geht mir ins Herz und gibt mir Ruhe und Kraft.Beim Reiten,was zur zeit aus Rückentechnischen Gründen nicht geht,istes auch so.Gegenseitiges Vertrauen,den anderen so nehmen wie er ist und Achtsamkeit damit deinem Partner Pferd nichts passiert,hilft mir in meiner Mitte zu bleiben.Sie ist jetzt 24 und wird von mir und meiner Frau selbst versorgt.Ich denke auch diese Verpflichtung, die tägliche Arbeit hat durchweg positive Auswirkungen.Bei Traumatiserten Pferden dauert es nur länger,war bei meiner so.Sie hat eine gute Abstammung aus dem Springsport und wurde demensprechend Verheitzt.Mit viel Gedult und Respekt ist sie unser bester Freund geworden.

    - - - Aktualisiert - - -

    Stimme ich dir voll und ganz zu

  10. #10
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 241

    AW: hilft der Umgang mit Pferden, Adhs positiv zu beinflussen

    Aber auch bei traumatisierten Pferde funktioniert das: wenn man klar kommuniziert und die Führungsdrolle übernimmt, läufts, wenn man unkonzentriert ist oder mit den Gedanken wo anders ist, wird dann echt gefährlich. Manchmal braucht man da scheinbar auch den Kick...
    Im Großen und Ganzen stimmt es, aber bei diesen Pferden wird es immer wieder Situationen, in denen sie in ihr altes Schema, zurückfallen. Viele haben ein gestörtes Sozialverhalten, sie brauchen da selbst Hilfe, als das man mit ihnen vorbehaltlos agieren kann. Es funktioniert aber auch nur, wenn sie aus dem schädigenden Umfeld herausgeholt werden.
    Ich bin viele Jahre bei einem Pferdehändler tätig gewesen, der meist solche traumatisierten Pferde aufgekauft hat (weil billig), dann eine zeitlang bei sich stehen hatte und (teurer) wieder verkauft hat. Meist hieß es dann "Rioja, schau mal. Du machst das schon". Mal von den Pferden abgesehen, die nach außen agierten, war es schwierig zu Pferden durchzudringen, die mit der Welt schon abgeschlossen hatten. Die wollen gar keinen Kontakt mehr und haben das Vertrauen schon restlos verloren. Da ist erstmal nix mit Führungsrolle Es waren die lehrreichsten Jahre überhaupt, aber auch die mit den meisten Knochenbrüchen...

    Witzigerweise scheinen wir uns da aber sehr zu ähneln und eher einen Draht zu den sensibleren Tieren aufzubauen. Wobei ich sagen muß, dass die sensibleren den Kontakt zu mir gesucht hatten. Bei allen anderen "verhungere" ich eher. Ich bin in meiner Art nicht sehr präsent und führe daher auch nicht über Dominanz. Was ich versuche, ist den Pferden Sicherheit und Konstanz zu bieten.(Man beachte das Wort "versuche" ... ) Dies zeigt sich auch im zwischenmenschlichen Bereich. Ich bin keine Führungskraft, die den Ton angibt. Ich bin eher im Hintergrund. Leute sind aber gern mit mir zusammen und schätzen meinen Rat, oder die Hilfe, die ich anbieten kann.

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