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Diskutiere im Thema Trotz viel Schlaf nicht aus dem Bett im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 41
    Forum-Beiträge: 179

    Frage Trotz viel Schlaf nicht aus dem Bett

    Hallo Zusammen,

    ich weiss nicht ob ihr das auch kennt und ob ihr vielleicht sogar einen Weg gefunden habt damit umzugehen.

    Da ich morgens eigentlich schon immer schwer aus dem Bett komme und dazu neige meist zu verschlafen,
    habe ich in den letzten Wochen versucht, jeden Tag um die gleiche Uhrzeit ins Bett zu gehen.
    Meist so zwischen 23 und 24 Uhr.

    Ich muss eigentlich erst zwischen 9 und 10 Uhr morgen aufstehen,
    aber wenn der Wecker klingelt kann ich mich einfach nicht aufraffen, fühle mich absolut unfit und körperlich total schlapp und müde.
    Also drehe mich dann doch nochmal um und schlafe dann prompt nochmal tief und fest ein. Bis ich dann wirklich so fit bin und aus dem Bett
    komme, können nochmal ein paar Stunden vergehen, so daß ich mich manchmal erst nach 12 oder gar 13 Stunden schlafen fit genug fühle
    um aufzustehen.

    Das kann doch nicht sein?!?! Ich habe noch nie gehört das ein Mensch soviel schlaf braucht!
    Das ganze bringt mich natürlich auch immer wieder in echte Probleme und wenn ich erst um 12 Uhr aufstehe,
    fühle ich mich mir selbst gegenüber schonmal total scheisse, weil ich wieder den ganzen Tag meiner Zeit hinterherlaufen muss.

    Kennt ihr das auch? Habt Ihr Tricks gefunden wie es besser geht?

  2. #2
    Prinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 37
    Forum-Beiträge: 826

    AW: Trotz viel Schlaf nicht aus dem Bett

    Ich kenne das auch von mir. Was geholfen hat, war ein kontinuierlicher Schlafrhythmus.

    Also wirklich brav um 22 Uhr ins Bett und den Wecker auf 6 Uhr gestellt und mich dann auch gezwungen aufzustehen. Die erste Woche war Quälerei, die zweite Woche ging schon deutlich besser und ab Woche drei lief es ganz von alleine.

    Ich habe für mich festgestellt, dass ich mich quasi wieder müde geschlafen habe. Schlief nachts zwischen 8 und 10 Stunden und wenn es eben ging tagsüber nochmal 2 Stunden. Jetzt schlafe ich Nachts so um die 8 Stunden und Mittags nochmal max. eine.

    Nimmst Du Medis? Bei mir sorgt auch das Medikinet dafür das ich Nachts irgendwie tiefer schlafe.

    Wie ist Dein Tag denn sonst so? Bist Du sonst ausgelastet? Wie Rhythmisch ist Dein Tag?

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 41
    Forum-Beiträge: 179

    AW: Trotz viel Schlaf nicht aus dem Bett

    Hallo Just,

    ich nehme zur Zeit keine Medis. Ich habe vor ca. 2 Jahren für einige Monate Medikinet Adult genommen,
    aber hatte damals irgendwie nicht das Gefühl, das es mir etwas gebracht hat.

    Das mit dem kontinuierlichen Schlafrhythmus hatte mir Zeitweise auch immer wieder ganz gut geholfen.
    Wobei ich da in der Vergangenheit immer wieder das Problem hatte, das irgendwann ein Abend kam,
    wo ich dann gar nicht müde wurde und bis früh am Morgen wach war und schon war es dahin mit dem Rhythmus
    und ich musste von vorne beginnen.

    Aber zur Zeit klappt eben auch das mit dem Rhythmus irgendwie überhaupt nicht.
    Ich gehe jeden Tag z.B. vor 24 Uhr ins Bett und kann meist auch gut einschlafen.
    Aber egal wann der Wecker am Morgen klingelt ob nach 8, 9 oder gar 10 Stunden,
    ich werde zwar wach und merke auch den inneren Schweinehunde der mich im Bett halten
    möchte, aber viel schlimmer ist, das ich mich körperlich einfach so müde und schwach fühle,
    das gar nichts geht. Nach weiteren 2-3 Stunden schlaf werde ich dann meist von selbst wieder
    wach und kann auch Problemlos aufstehen. Das sind dann aber teilweise 14 Stunden Schlaf gewesen!

    Mein Tag könnte sehr Rhytmisch sein, wenn ich pünktlich aus dem Bett komme, aber so laufe ich den ganzen Tag
    meiner Zeit hinterher und ein Großteil meines Tagesrhythmus ist entsprechend im Arsch. Ausserdem beginnt
    man den Tag schon mit so einer inneren Wut und Frustration weil man wieder verpennt hat und das spüre ich
    dann meist auch den ganzen Tag über. Der Tag ist eben mal wieder fast versaut! Denn ich will ja nicht bis spät
    in die Nacht arbeiten, sondern auch meine Zeit für mich zum entspannen haben und ausserdem ja auch wieder
    pünklich ins Bett gehen.

    Ansonsten kümmere ich mich in letzter Zeit um eine gute Auslastung wenn du das auf körperliche Aktivitäten beziehst.
    Das heisst ich gehe so alle 2 Tage Joggen, was meinem emotionalen/seelischen Wohlbefinden und meiner inneren Ruhe sehr gut tut!

  4. #4
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 25

    AW: Trotz viel Schlaf nicht aus dem Bett

    Also mir hat am Morgen immer die Morgenshows im Radio geholfen hab den ans Bett gestellt und laut genug angestellt.
    Bin kurz aufgestanden und habe die Fenster aufgemacht und möglichst so das Durchzug entsteht.
    habe lauwarmes Wasser getrunken ein grosse Glas. Das macht das man bald mal aufs Klo muss.


    Nach all diesen Massnahmen bin ich nochmals ins Bett um mich zu strecken und auf den Tag einzustellen.
    Meist konnte ich eh nicht mehr lange Schlafen weil ich dann mal auf die Toilette musste. Danach sofort schnell Duschen
    und dann konnte ich endgültig nicht mehr ins Bett.War dann eigentlich auch nicht mehr müde.

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 135

    AW: Trotz viel Schlaf nicht aus dem Bett

    Hallo Markus,
    acht Stunden Schlaf sind nicht nur ausreichend, sondern auch eine
    Art von Obergrenze für die Schlafdauer.
    Wer länger schläft, erzeugt bei sich eine Art von Dauermüdigkeit,
    und das persönliche Leistungsvermögen nimmt ab.
    Was das Aufstehen betrifft, so hatte ich früher mal eine Phase,
    in der ich am Morgen auch nicht aus dem Bett kam, zumal ich damals
    keinen Job hatte.
    Ich habe mir dann eine recht brutale Methode ausgedacht:
    Der Wecker steht ca. drei Meter vom Bett entfernt und wird intervallmäßig
    so laut, dass es schlicht nicht mehr auszuhalten ist.
    Damals hat es funktioniert, heute brauch ich es nicht mehr
    Wie auch immer, versuch bitte, deinen Schlaf auf acht bis neun Stunden
    am Tag zu begrenzen, Du wirst sehen, es geht Dir dann besser.

    Viel Erfolg
    deroptimist

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 155

    AW: Trotz viel Schlaf nicht aus dem Bett

    deroptimist schreibt:
    Hallo Markus,
    acht Stunden Schlaf sind nicht nur ausreichend, sondern auch eine
    Art von Obergrenze für die Schlafdauer.
    Wer länger schläft, erzeugt bei sich eine Art von Dauermüdigkeit,
    und das persönliche Leistungsvermögen nimmt ab.
    Wer sagt das? Jeder Körper hat andere Bedürfnisse und wenn jemand eben 10 Stunden schlafen muss, dann ist das halt so. Andere brauchen 8 Stunden und wieder andere reichen nur 5 Stunden Schlaf.

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 41
    Forum-Beiträge: 179

    AW: Trotz viel Schlaf nicht aus dem Bett

    @optimist: also der Tipp mit dem überlauten Wecker funktioniert leider bei mir wirklich nicht. Habe das mehrfach ausprobiert. Der Wecker war so laut, das sogar meine Exfrau die 3 Zimmer weiter unter der Dusche stand davon mehr als nur genervt war und ich bin 3 Meter neben dem Wecker einfach liegen geblieben und oft auch dabei wieder eingeschlafen.

    Es gab bisher eigentlich nur 2 Dinge die geholfen haben:

    1. Aufstehen durch Freude
    Wenn ich am morgen einen Termin oder etwas vorhabe das MIR persönlich sehr wichtig ist, dann komme eigentlich immer gut und schnell aus dem, egal wann und egal nach wieviel Schlaf. z.B. Der Abflugtermin in den Urlaub, ein privates Date zum Frühstück oder eine Freizeitaktivität die mir sehr viel spass macht. Dabei müssen diese Termine nicht wichtig. Meine Vermutung ist, das beim Aufwachen dann sowas wie Vorfreude mein Inneres System ankurbelt und Munter macht. Handelt es sich aber zum Beispiel um einen wirklich wichtigen Termin vielleicht sogar mit entsprechender Tragweite wie mit einem Kunden, Bank, Therapeuten usw. Dann ist das nicht "Kick" genug um mein System schnell anzukurbeln, auch wenn ich genau weiß, das ein verschlafen schwerwiegende folgen haben kann oder wird. Es scheint also der Spassfaktor die entscheidende Rolle zu spielen.

    2. Aufstehen durch feste Zeiten
    Eine weitere Möglichkeit die ja bereits mehrfach angesprochen wurde und auch immer mal wieder hilft, ist der gleichmäßige Tagesrhythmus mit festen Zeiten zum schlafen und aufstehen. Hier ist es aber so, das es einige Tage dauern kann, bis der Rhythmus wirkt. Und dieser kann aber ganz schnell durch Kleinigkeiten sofort wieder kaputt gemacht werden. Einmal am Abend verzettelt und ne Stunde später ins Bett oder zum Beispiel am Wochenende mal später ins Bett oder etwas später aufstehen und schon kann ich wieder bei Null mit dem Rhythmus anfangen. Manchmal kommt es da aber auch vor, das ich an einem Tag ohne erkennbaren Grund nicht müde werde, nicht einschlafen kann und Zack ist der Rhythmus wieder verschwunden. Mir ist auch aufgefallen, das ich (wie wohl die meisten) irgendwann am Abend mal an so einen müden Punkt komme. Wenn ich diesen dann nicht wirklich SOFORT nutze und mich schlafen lege, habe ich diesen müden Punkt meistens ungewollt innerhalb von vielleicht nicht mal 30min überstanden und bin dann Putzmunter. Ein einschlafen ist dann nicht mehr möglich und ich habe den nächsten Müden Punkt dann teilweise erst wieder nach 4-6 Stunden.

    Schlafdauer
    Zum Thema Dauer des Schlafes muss ich fleurette recht geben. Jeder Mensch hat mit Sicherheit seine eigene Ideale Schlafdauer, die sich auch mit dem alter wieder stark verändern kann. Die Sache mit der Dauermüdigkeit durch zu viel schlafen die derOptimist geschrieben hat, ist meiner Meinung aber auch richtig, denn je länger man schläft um so schwerer und anstrengender scheint es zu sein, das Kreislauf und inneres System schnell und ordentlich Hochfahren. Aber ich bin mir sicher das ein Schlaf von 13-14 Stunden für einen sonst körperlich Gesunden Menschen zu viel ist.

    Ursprung?
    Was uns alles wieder zu der Frage bringt woher das Problem eigentlich Ursprünglich kommt? Ich möchte nochmal betonen das ich kein Arzt, Neurolge oder Therapeut bin. Daher sind das jetzt nur Vermutung auf Basis persönlicher Erfahrungen. Wie wir alle ja schon mit Sicherheit mal gelesen haben, geht man bei AD(H)S ganz grob formuliert aktuell davon aus, das es irgend eine Art "Signalstörung" im Gehirn ist. Und die Sache mit der Motivationen und Umsetzung kennen wir ja. Aber das Gehirn steuert natürlich auch irgendwie unseren Kreislauf und Biorhythmus. Ich könnte mir also vorstellen, daß wenn wir morgens wachwerden und unser Gehirn die Motivation zum aufstehen nicht aufbauen, es vielleicht auch nicht in der Lage ist alle anderen "Systeme" entsprechend zum aufstehen zu aktivieren.
    aber wie gesagt nur eine Vermutung.

    Aufstehen mit Medikinet?
    Ich habe einmal von dem "Trick" gehört, sich einen ersten Wecker etwas früher zu stellen. Wenn dieser Klingelt muss man sich nur Aufrufen die Medikinet Tablette zu nehmen, die auf dem Nachttisch bereit liegt und kann dann weiterschlafen. wenn der 2. Wecker klingelt sollte das Medikinet seine Wirkung erreicht haben und das aufstehen leichter fallen. Habt ihr das schonmal probiert oder damit Erfahrungen gemacht?

    Uff, wurde mal wieder viel mehr Text als geplant
    und unterm Strich mal wieder viele mögliche Erkenntnisse und Vermutungen, aber noch keine Lösung für mein Problem. Wie so oft... Gummel.

  8. #8
    Indigowoman

    Gast

    AW: Trotz viel Schlaf nicht aus dem Bett

    Mir hat mal ein ADSler in einer Selbsthilfegruppe erzählt, dass er mit dem 24-Stunden-Rhythmus, auf den unsere Wirtschaft und praktisch unsere ganze Gesellschaft ausgerichtet ist, überhaupt nicht klarkommt. Hauptsächlich deshalb hatte er auf den Arbeitsstellen Probleme.

    Der war überhaupt nicht unbegabt. Er fand erst eine dauerhafte Stelle, als sich eine Firma auf seinen Rhythmus einließ: Eineinhalb Tage "durchpowern" und hinterher 30 Std. schlafen!

  9. #9
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 583

    AW: Trotz viel Schlaf nicht aus dem Bett

    Ich kenne das Problem, in regelmäßigen Abschnitten habe ich immer wieder Schwierigkeiten aus dem Bett zu kommen, vor allem wenn die 9h-Schlafdauer überschritten wurde.
    Wenn dann noch Depressionen hinzukommen und man denkt "ach, macht eh alles keinen Sinn", wirds extrem hart.
    Es ist auch so, dass ich mich extrem schlaff fühle und locker >12h durchschlafe, dann recht leicht ausm Bett komme, mich aber tagsüber irgendwie trotzdem nicht ganz fit fühle.

    Nun, was wilft?
    Früher aufstehen!
    Derzeit klingelt mein Wecker täglich um 7:30 Uhr, ins Bett gehe ich gegen 0:30 Uhr.
    Nach 7h Schlaf bin ich deutlich(!) erholter als nach 9h.

    Jeder Mensch hat gewisse Schlaffenster, vllt. verpasst du deinen nur?
    Versuche mal stückweise deinen Wecker früher zu stellen. So in 1/4-Schritten.
    Vielleicht ist es bei dir auch einfach so, dass 10h schon zu lang sind und du quasi in einem erneuten Tiefschlaf bist, aus dem du dann nicht mehr so leicht rauskommst.

  10. #10
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 260

    AW: Trotz viel Schlaf nicht aus dem Bett

    ich bin nachtaktiv und morgenmuffel

    kenne also das problem sehr gut

    bei mir nützt a net eher schlafen gehen weil egal wieviel eher ich schlafen gehe ich bin und bleibe ein morgenmuffel

    also bleib ich ne nachteule und naja bin halt n bissle mufflig früh

    aber aufstehen tue ich

    und ab morgen 5:30

    LG

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