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Diskutiere im Thema Tschüss Prokrastination im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.859

    Tschüss Prokrastination

    Es ist schön, was da in Lehrbüchern über Prokrastination steht.

    Wikipedia schreibt:
    Manche Menschen [...] schaffen [...] nur unter großer Überwindung, Tätigkeiten, die als langweilig empfunden werden [...], in Angriff zu nehmen. Dabei sind sich die Betroffenen der ihnen durch das Verschieben entstehenden persönlichen Nachteile durchaus bewusst, was Unlust oder sogar Angst auslöst, die aber als Negativgefühle ihrerseits das In-Aktion-Treten erschweren oder gar unmöglich machen.
    Dabei handelt es sich um den Versuch, mit unangenehmen Gefühlen fertig zu werden, die mit dem Vorhaben in Verbindung stehen. Das Ziel ist oft Selbstwertschutz.

    Die unangenehmen Gefühle entstehen durch:

    - Unklare Prioritäten
    - schlechte Organisation
    - Impulsivität
    - Mangel an Sorgfalt
    - Abneigung gegen Aufgaben
    - Ängste
    - Perfektionismus

    Wir wissen auch, dass wir mit AD(H)S zur Prokrastination neigen. Fatal wäre es, wenn wir die Prokrastination mit unserem AD(H)S entschuldigen und uns ins Bett legen. Was also können wir dagegen tun?

    a) sich dessen bewusst werden. Warum schiebe ich auf? was kann mir passieren, wenn ich nicht aufschiebe?
    b) Das Wort "müssen" aus dem Wortschatz eliminieren.
    c) Der Anfang zählt, nicht das Ende.
    d) Selbstvertrauen und Energie sammeln.
    e) Plan und Logbuch erstellen.
    c) Sich eine große Belohnung versprechen.
    d) sich auf die Veränderung freuen.

    In Diesem Diskussionsstrang können wir über unsere persönliche kleine Prokrastination reden und wie wir sie los werden könnten. Vielleicht kommt so ein Tool zustande, wie wir ihr künftig begegnen können.
    Geändert von Steintor ( 8.08.2013 um 15:54 Uhr)

  2. #2
    Holdibaldi

    Gast

    AW: Tschüss Prokrastination

    Hi Steintor,

    Steintor schreibt:
    Wir wissen auch, dass wir mit AD(H)S zur Prokrastination neigen. Fatal wäre es, wenn wir die Prokrastination mit unserem AD(H)S entschuldigen und uns ins Bett legen. Was also können wir dagegen tun?
    Ich kann nur für mich sprechen. Bei mir ist es so, dass ich nie auf die Idee käme, mich auf Grund meiner Prokrastination ins Bett zu legen; vielmehr mache ich tausend andere Dinge, nur nicht das, was ich tun müsste. Ich bin dabei bisweilen auch durchaus produktiv (leiste im Rahmen meiner Vereinstätigkeiten z.B. ehrenamtlich Gemeinnütziges), die Prokrastination mit Faulheit zu verwechseln wäre in meinem Fall (was ich allerdings selbst lange nicht realisierte) schlicht nicht richtig.

    Der faule Mensch ist generell antriebslos (warum, das ist dann wieder eine ganz andere Frage, das Prädikat "Faulheit" stempelt ja nur ab, hilft jedoch in der Sache nicht weiter), der Prokrastinierer kann seine vorhandenen oder sogar überbordenden Antriebsenergien willentlich nur mangelhaft steuern.

    Das ist das Problem - aus meiner Sicht.

    Steintor schreibt:
    a) sich dessen bewusst werden. Warum schiebe ich auf? was kann mir passieren, wenn ich nicht aufschiebe?
    b) Das Wort "müssen" aus dem Wortschatz eliminieren.
    c) Der Anfang zählt, nicht das Ende.
    d) Selbstvertrauen und Energie sammeln.
    e) Plan und Logbuch erstellen.
    c) Sich eine große Belohnung versprechen.
    d) sich auf die Veränderung freuen.
    Die Idee, hier im Thread Strategien gegen Prokrastination zu sammeln, finde ich ausgesprochen gut.
    Nur befürchte ich, dass die von dir bisher genannten Punkte allesamt das Kernproblem der Prokrastination nicht im Blick haben.

    Ich beantworte mal:

    a) Ich weiß nicht, warum ich aufschiebe. Es gibt dafür keinen denkbaren rationalen Grund. Ich weiß, was mir passiert, wenn ich aufschiebe. Das löst Angst und Panik aus, was das Problem zusätzlich verstärkt.

    b) Meine Prokrastination bezieht sich nicht nur auf Dinge, die ich tun muss, auch viele Sachen, die ich selbst gerne machen würde, sind mir nicht möglich. Zum Beispiel wollte ich schon seit Jahren die Grammatik grundlegend durchdringen, doch auch hierzu kann ich mich nicht überwinden. Dann möchte ich gerne die wichtigsten Klassiker der deutschsprachigen Literatur lesen - auch das gelingt mir nur sehr schlecht. Ich lese zwar recht viel, aber es scheint nahezu purer Zufall zu sein, was gerade mein leidenschaftliches Interesse zu wecken vermag. Bewusste Steuerung? Fehlanzeige!

    c) und d) Eine Belohnung ist ja schon das enorme Hochgefühl, wenn man tatsächlich mal eine Aufgabe erledigt hat (dann bei mir auch meist perfekt). Das hilft aber nicht. Obwohl ich weiß, dass ich eben dieses Hochgefühl wieder bekommen werde, dass außerdem meine Frau und mein Umfeld enorm stolz auf mich wären und ich mein Lebensglück hierdurch erreichen könnte, gelingt es mir nicht, dies in eine konzentrierte Antriebsenergie umzusetzen.

    Das gerade scheint mir der Kernpunkt einer Prokrastination zu sein, was sie zu einem ernsthaften Problem werden lässt.
    Es ist kein beliebiges Motivationsproblem, sondern vielmehr ein Lebens(gefährliches)problem!

    Ich sprach für mich.

    Viele Grüße,

    Holdi

  3. #3
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 55
    Forum-Beiträge: 2.056

    AW: Tschüss Prokrastination

    guter thread!
    Ich schreib da später was dazu.

  4. #4
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 479

    AW: Tschüss Prokrastination

    Hallo zusammen

    Ich bin grad nicht so in Schreiblaune, aber dies ist ein Thema, mit dem ich mich irgendwie schon seit Jahren auseinander setze...

    Mein Problem ist vor allem das mit dem "Plan erstellen", konkret meinen "Putzplan".

    Erstellen kann ich sowas eigentlich sehr gut. Der Plan ist einfach und übersichtlich, schön dosiert und konkret. Wenn ich mich mal zwei, drei Wochen an den halten würde, wäre eine tolle Grundlage erstellt, die "mit links" erhalten werden könnte. So, dass ich nicht vor einem angesagten Besuch einen 24h-Putz-Marathon erstellen müsste - und noch immer hundert Dinge sähe, die nicht so sind, wie ich sie gerne hätte.

    Aber.
    Was nützt mir der perfekteste Plan,
    wenn ich es nicht mal schaffe, während zwei Wochen zumindest die Hälfte davon durchzuführen ?!
    Weder in den Ferien, noch sonst.


    Im Moment ist bei mir alles auf meinen Arztbesuch am 23.08. ausgerichtet, bei dem es zwar um meine Blutwerte geht, bei dem ich aber unbedingt das Thema ADS ansprechen und eine Abklärung in Gang setzen möchte.
    Meine grösste Hoffnung ist nämlich die, dass es tatsächlich ein Medikament gibt, das mir hilft, mich besser zu strukturieren.


    Und nun sagt mir bitte nicht, dass dieses elende Thema damit nicht gemildert werden kann.....

    Liebe Grüsse
    somniatrix

  5. #5
    Kopfkino deluxe

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 678

    AW: Tschüss Prokrastination

    Holdibaldi schreibt:
    Die Idee, hier im Thread Strategien gegen Prokrastination zu sammeln, finde ich ausgesprochen gut.
    Nur befürchte ich, dass die von dir bisher genannten Punkte allesamt das Kernproblem der Prokrastination nicht im Blick haben.

    Ich beantworte mal:

    a) Ich weiß nicht, warum ich aufschiebe. Es gibt dafür keinen denkbaren rationalen Grund. Ich weiß, was mir passiert, wenn ich aufschiebe. Das löst Angst und Panik aus, was das Problem zusätzlich verstärkt.

    b) Meine Prokrastination bezieht sich nicht nur auf Dinge, die ich tun muss, auch viele Sachen, die ich selbst gerne machen würde, sind mir nicht möglich. Zum Beispiel wollte ich schon seit Jahren die Grammatik grundlegend durchdringen, doch auch hierzu kann ich mich nicht überwinden. Dann möchte ich gerne die wichtigsten Klassiker der deutschsprachigen Literatur lesen - auch das gelingt mir nur sehr schlecht. Ich lese zwar recht viel, aber es scheint nahezu purer Zufall zu sein, was gerade mein leidenschaftliches Interesse zu wecken vermag. Bewusste Steuerung? Fehlanzeige!

    c) und d) Eine Belohnung ist ja schon das enorme Hochgefühl, wenn man tatsächlich mal eine Aufgabe erledigt hat (dann bei mir auch meist perfekt). Das hilft aber nicht. Obwohl ich weiß, dass ich eben dieses Hochgefühl wieder bekommen werde, dass außerdem meine Frau und mein Umfeld enorm stolz auf mich wären und ich mein Lebensglück hierdurch erreichen könnte, gelingt es mir nicht, dies in eine konzentrierte Antriebsenergie umzusetzen.

    Das gerade scheint mir der Kernpunkt einer Prokrastination zu sein, was sie zu einem ernsthaften Problem werden lässt.
    Es ist kein beliebiges Motivationsproblem, sondern vielmehr ein Lebens(gefährliches)problem!

    Ich sprach für mich.

    Viele Grüße,

    Holdi
    Ja, so geht es mir aber auch.
    Und zu c) und d) kann ich noch sagen, dass mir eine Belohnung keine Freude bereiten wird.

  6. #6
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 55
    Forum-Beiträge: 2.056

    AW: Tschüss Prokrastination

    Eine versprochene Belohnung hilft mir auch nicht.

    Ich muß unter den Folgen leiden. Erst wenn es extrem unangenehm wird handle ich:

    wenn die Fliegen am Biomüll extrem lästig werden
    wenn das Finanzamt nach vollzogenen Verspätungs-Zuschlägen und Zwangsgeld auch noch Gefängnis androht
    wenn das Amt das Fahrzeug wegen überzogenem TÜV oder nicht angemeldeter Versicherung zwangsweise stilllegen will
    wenn es rein rechnerisch genau bis zum Bahnhof reicht, wenn die Ampeln grün sind und kein LKW vor mir ist.
    wenn Besuch kommt und es gar nicht mehr zu schaffen ist, das Haus in Ordnung zu bringen, dann wenigstens das aller nötigste.
    wenn nix vernünftiges mehr im Kühlschrank ist, mache ich mich auf den langen Weg in die Stadt.

    Von den Berufs-Prokrastinationen, die dazu geführt haben, daß ich als Selbständiger nie wirklich was verdient habe, will ich erst gar nicht anfangen.

    Inzwischen habe ich mich damit abgefunden, daß ich bestimmte Dinge nicht (termingerecht) auf die Reihe bekomme. Sie sind so lange in der Warteschleife, bis ich es mal so nebenher erledige. Kein Bock zum Abspülen? Dann mach doch die Steuererklärung, die das Finanzamt schon seit 3 Jahren von dir will. (Für diesen einen Augenblick lagen die Unterlagen 2 Jahre offen im Büro verteilt herum!) Leider spüle ich selten ab. Es stehen noch 2 Jahrgänge an.

    Und daß ich seit bald einem Jahr im Gästezimmer schlafe, weil ich das Schlafzimmer nicht fertig tapeziere ist für mich nicht schlimm.
    Ich kann es aushalten, weil ich inzwischen die nötige Gelassenheit habe und mein Leben danach (und dem ADS) ausgerichtet habe. Und es ist niemand da, der mich dafür zur Sau machen kann. Ein kleiner Vorteil beim Alleinsein.

    Aber Prokrastination ist kein Spaß. Sie ist für nicht wenige Betroffene Existenzbedrohend und schmerzhaft.

    Tiefselle,
    der mal wieder ... + ... + ... + ... sollte oder könnte,
    der aber nix muß

  7. #7
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.859

    AW: Tschüss Prokrastination

    Holdibaldi schreibt:
    Ich kann nur für mich sprechen. Bei mir ist es so, dass ich nie auf die Idee käme, mich auf Grund meiner Prokrastination ins Bett zu legen;
    Ein wichtiger Hinweis. Ich werde das ironisch gemeinte Beispiel ändern und das aktive Verhindern der prokrastinierten Aktivität allgemeiner schreiben. Der EP-text ist gerade noch ein Rough.

    Wobei ich mich oft ins Bett lege, wenn ich in kurzer Prokrastination bin, wenn ich z.B. ein Betteltelefonat mit den Leuten, denen ich Geld bezahlen muss, führen muss. Vor der Medikation war das oft so. Seit der Diagnose bzw. Beginn der Medikation sind diese täglichen Aufschiebereien nicht mehr so häufig. Heute stecke ich nur dann den Kopf in den Sand, wenn erhebliche Veränderungen anstehen. Das ist seit der Diagnose nur einmal vorgekommen, nämlich jetzt.

    Holdibaldi schreibt:
    vielmehr mache ich tausend andere Dinge, nur nicht das, was ich tun müsste.
    Das geht mir so, wenn ich vor einer Prüfung stehe. Aber auch das ritualisiere ich - oder habe ich ritualisiert (denn jetzt habe ich wohl keine Prüfungen mehr). Wichtig war für mich ein zeitplan, den ich strikt einhalten musste, nämlich einen kurz- und einen langfristigen Plan. Der Langfristige Plan sah vor, wann ich was zu lernen hatte. Diskobesuche waren eingeplant. Meistens begann das Lern-Prozedere 3 Monate vor der Prüfung, und zwar mit dem tapezieren des Lernzimmers. Der Schreibtisch musste aufgeräumt werden, die Blumen umgetopft etc. das gehörte alles mit zum Lernplan. Dann am Tag X-100 begann ich mit dem Lernen. Das habe ich dann auch hyperfokussiert durchgezogen. Der Kurzfristige Plan strukturierte den Tag. In den Tag habe ich viele Etappen integriert. Frühstück mit Kerze und frischen Brötchen, dabei die Lokalzeitung lesen, 2. Frühstück mit 2 Brötchen, Mittagessen, Kaffee, Abendbrot. Die Mahlzeiten waren genau geplant.


    Holdibaldi schreibt:
    Nur befürchte ich, dass die von dir bisher genannten Punkte allesamt das Kernproblem der Prokrastination nicht im Blick haben.
    Wie gesagt, ist erst ein Rough. ich werde die Punkte wohl weg nehmen, weil wir ja eigene entwickeln wollen.

  8. #8
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.859

    AW: Tschüss Prokrastination

    Holdibaldi schreibt:
    a) Ich weiß nicht, warum ich aufschiebe. Es gibt dafür keinen denkbaren rationalen Grund. Ich weiß, was mir passiert, wenn ich aufschiebe. Das löst Angst und Panik aus, was das Problem zusätzlich verstärkt.
    Einen rationalen Grund wird es nicht geben. Ich finde es hilfreich, wenn man sich kurz überlegt, was die Gründe sein könnten. Mich beängstigt es, wenn ich dem Problem, das mich gerade beschäftigt, keinen Namen geben kann.

    Holdibaldi schreibt:
    Bewusste Steuerung? Fehlanzeige!
    Aber Du musst die Klassiker nicht lesen. Oder bist Du Germanist?

    Holdibaldi schreibt:
    c) und d) Eine Belohnung ist ja schon das enorme Hochgefühl, wenn man tatsächlich mal eine Aufgabe erledigt hat (dann bei mir auch meist perfekt). Das hilft aber nicht. Obwohl ich weiß, dass ich eben dieses Hochgefühl wieder bekommen werde, dass außerdem meine Frau und mein Umfeld enorm stolz auf mich wären und ich mein Lebensglück hierdurch erreichen könnte, gelingt es mir nicht, dies in eine konzentrierte Antriebsenergie umzusetzen.
    Das Hochgefühl ist schön. Und Du wirst es wieder bekommen, wenn Du eine Aufgabe erledigt hast. natürlich wird das Hochgefühl oder die Lust auf dieses Hochgefühl das Aufschieben nicht beenden. Aber Du weißt, dass es schön sein wird, wenn Du die Aufgabe bewältigt hast. Das ist zumindest ein Leckerli.

    Holdibaldi schreibt:
    Es ist kein beliebiges Motivationsproblem, sondern vielmehr ein Lebens(gefährliches)problem!
    Vielleicht wegen des Lebensgefährlichen Aspekts. Wenn man hier versagt, hat man das lebensbestimmende Projekt kaputt gemacht.

    Was hemmt mich gerade, meine Heimat zu verlassen? Noch im Januar dieses Jahres hatte ich damit keine Probleme. Aber jetzt sitze ich vor dem (imaginären) Umzugswagen und befülle ihn nicht. Der Grund ist, dass ich infolge eines Ereignisses gemerkt habe, dass ich tatsächlich nicht mehr der Jüngste bin. Wird es das letzte Mal sein, dass ich umziehe? Werde ich meinen letzten Job finden? Sollte ich wieder zurück ziehen, werde ich dann auch alle, die ich lieb habe, wieder finden?

  9. #9
    Kopfkino deluxe

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 678

    AW: Tschüss Prokrastination

    Steintor schreibt:

    Das Hochgefühl ist schön. Und Du wirst es wieder bekommen, wenn Du eine Aufgabe erledigt hast. natürlich wird das Hochgefühl oder die Lust auf dieses Hochgefühl das Aufschieben nicht beenden. Aber Du weißt, dass es schön sein wird, wenn Du die Aufgabe bewältigt hast. Das ist zumindest ein Leckerli.
    Ach, das wäre zu schööön, das mal wieder zu spüren, sich über etwas freuen, wie ein kleines Kind.
    Glücksgefühle habe ich nur, wenn ich im Freizeitpark in einer Achterbahn sitze.
    Wahre Lebensfreude oder auch Freude über Kleinigkeiten verspüre ich schon ewig nicht mehr.
    Und leider hilft mir dabei auch kein AD.

  10. #10
    howie

    Gast

    AW: Tschüss Prokrastination

    Naja, wie gesagt, hab s ja schon erzählt - der Therapeut bei dem ich war, hat gesagt, man macht das mit dem Aufschieben absichtlich - es erfüllt einen zwar nicht logischen, aber psychologischen zweck.
    man will es perfekt machen und zwar deswegen, weil man sich selbst für nicht perfekt hält. man hat versagensängste - deswegen schiebt man auf.
    (ich gebe nur das wieder, was der therapeut gesagt hat.) er hat auch gesagt, dass es perfekt nicht gibt - man kann es immer noch besser machen
    und wie auch schon oft erzählt, ich finde "Motiviert mit Methode" cool (an adhs leuten erprobt)
    Mentale Kontrastierung | Innere Stärke
    Ich will es! - TITEL - FOCUS Online - Nachrichten
    http://www.epb.uni-hamburg.de/files/...r%20-%2011.pdf
    Motivation: Motiviert mit Methode - SPIEGEL ONLINE

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