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Diskutiere im Thema Unverständniss ADHS/ADS im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #11
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.859

    AW: Unverständniss ADHS/ADS

    Joe_Doe schreibt:
    Niemand macht sich mal die Mühe, sich schlau zu machen oder einfach nur zuzuhören, bevor er sich ein Urteil bildet. Und - noch schlimmer - niemand erkennt auf den ersten Blick all die Vorteile & Gaben, die jemand mit ADS hat und die ihn faktisch für ganz viele Bereiche dieser unserer Gesellschaft so wertvoll werden lassen.
    Erwartest Du das wirklich? Sich schlau zu machen ist Utopie und das will ich auch gar nicht. So ein unbekanntes Wesen bin ich auch nun wieder nicht, dass man über mich etwas anlesen müsste. zuhören und dann Urteil bilden, das ist okay. Das hat nun nichts mit ADS und Nicht-ADS zu tun, denn auch ADSler haben Probleme mit dem zuhören, sogar mehr als Menschen ohne ADS, denn Zuhören bedarf einer gewissen Aufmerksamkeit.

    Und was die Vorteile betrifft: ich bin kein Bettler, der mit seinen Vorteilen hausieren gehen muss. Entweder das Zusammenleben klappt, oder es klappt nicht. So what.

    Joe_Doe schreibt:
    keine schlechtere Behandlung.
    Es gibt keine schlechtere Behandlung von ADSlern. Wenn man in der Gruppe nicht klar kommt, wird man raus geschmissen. Das ist Gruppendynamik. Hier hat sich der ADSler anzupassen oder er muss gehen.

    - - - Aktualisiert - - -

    Fledermaus schreibt:
    heißt das ein ADS-ler kann wenn er nur wirklich will? Klingt wie ein stino :-)
    Nein, das habe ich nicht geschrieben.

    Der ADSler muss gehen, wenn er nicht klar kommt.

    Oder, wenn er nicht gehen möchte, dann muss er sich anpassen.

    Die Gruppe aber, die muss auf ihn, den ADSler, keine Rücksicht nehmen.

    Ich meine damit eine prozessbezogene Gruppe. In einer Familie oder der Gesellschaft als Ganzes gilt das natürlich nicht.

  2. #12
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 51

    AW: Unverständniss ADHS/ADS

    @Fledermaus: Ich verstehe Steintor eher dahingehend, dass ein ADSler eigentlich immer in der Lage sein sollte, um Hilfe zu bitten, wenn er diese braucht. Das gilt im Übrigen für jeden Menschen... nur wer spricht, dem kann geholfen werden... ich habe einen Freund, der scheinbar nicht in der Lage ist, mal offen um Hilfe zu bitten. Der kommt dermaßen subtil um die Ecke in der Hoffnung, dass man ihn darum bittet, helfen zu dürfen - das ist schon krass. Mit solchem Verhalten habe ich auch so meine Probleme.

    Insofern - JA: ein Mensch mit ADS kann - wenn er will - um Hilfe bitten. Sollte er auch. Ich sage es nochmal: Genauso wie jeder andere Mensch auch. Er ist ja nicht "funktionsuntüchtig" und muss daher auch nicht warten, bis jemand von außen kommt und ihm ungefragt hilft. Dass man generell nicht andauernd für alles Mögliche um Hilfe bittet, sondern es erstmal selbst versucht und dass man niemanden "belasten" möchte (erst recht nicht Menschen, von denen man denkt, dass man sie schon genug "belastet" hat), wenn man um Hilfe bittet, liegt denke ich auch in der Natur eines jeden Menschen... das ist nicht ADS-typisch. Rücksicht auf andere ist gut - Rücksicht auf sich selbst manchmal besser... still leiden hilft wirklich keinem. Am allerwenigsten dem Leidenden. Aber wie gesagt: ich habe auch Verständnis für Rücksichtnahme...

    Ich gebe allerdings auch zu, dass man ein solches Thema nicht pauschal in "scharz" und "weiß" unterteilen kann... im Grundsatz sehe ich es aber ähnlich wie Steintor: Wer leidet, ohne irgendetwas dagen zu unternehmen (obwohl er es könnte!) und stattdessen seiner Umwelt einfach nur plakativ zeigt, dass er leidet, für den habe ich auch nur sehr wenig Verständnis...

  3. #13
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 51

    AW: Unverständniss ADHS/ADS

    Steintor schreibt:
    Erwartest Du das wirklich? Sich schlau zu machen ist Utopie und das will ich auch gar nicht. So ein unbekanntes Wesen bin ich auch nun wieder nicht, dass man über mich etwas anlesen müsste. zuhören und dann Urteil bilden, das ist okay. Das hat nun nichts mit ADS und Nicht-ADS zu tun, denn auch ADSler haben Probleme mit dem zuhören, sogar mehr als Menschen ohne ADS, denn Zuhören bedarf einer gewissen Aufmerksamkeit.
    Ja das erwarte ich in jedem Fall, in dem man sich "erdreistet" ein Urteil zu fällen. Und zwar völlig unabhängig von der Frage ADS oder nicht. Zu denken, bevor man etwas sagt und sich zu informieren, bevor man eine Entscheidung trifft, gehört für mich zu einem zivilisierten Miteinander. Punkt.

    Steintor schreibt:
    Und was die Vorteile betrifft: ich bin kein Bettler, der mit seinen Vorteilen hausieren gehen muss. Entweder das Zusammenleben klappt, oder es klappt nicht. So what.
    Keiner muss mit seinen Vorteilen hausieren gehen. Ein aufmerksames Gegenüber erkennt diese Vorteile. Meine Äußerung ging in die Richtung, dass die Gesellschaft schnell bei der Hand ist, wenn es darum geht, Gruppen auszugrenzen oder (negativ) abzustempeln, sich aber selten oder nie die Mühe macht, das Positive zu erkennen.

    Steintor schreibt:
    Es gibt keine schlechtere Behandlung von ADSlern. Wenn man in der Gruppe nicht klar kommt, wird man raus geschmissen. Das ist Gruppendynamik. Hier hat sich der ADSler anzupassen oder er muss gehen.
    Dieses Denken hat für mich etwas zuviel von "Schublade". Ich habe am eigenen Leib - vor allem aber bei meinem Sohn - zu oft das Gegenteil erlebt. Es mag keine schlechtere Behandlung WEGEN ADS geben (weil die Umwelt meist gar nicht weiss, dass jemand ADS hat) - und mit der Äußerung "Wenn man in der Gruppe nicht klar kommt, wird man raus geschmissen." machst Du Dir die Sache meiner Meinung nach ZU einfach... denn genau dieses Verhalten grenzt jeden Menschen aus, der "anders" ist. Und das KANN - nein das DARF nicht in Ordnung sein. Nimm´ mal einen Menschen mit einer körperlichen Behinderung. Und jetzt sagst Du dem "Wenn Du in der Gruppe nicht klar kommst, fliegst Du raus." Sorry, aber da ticke ich völlig anders. Oder missverstehe ich Dich hier?

  4. #14
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.859

    AW: Unverständniss ADHS/ADS

    Joe_Doe schreibt:
    Oder missverstehe ich Dich hier?
    Ja, das tust Du, denn ich habe von einer projektbezogenen Gruppe geschrieben.

    Eine projektbezogene Gruppe ist z.B. eine Armee-Gruppe. Man kann von der Armee-Gruppe nicht erwarten, dass sie diejenigen integriert, die nicht das Ziel, hier den Feind zu vernichten, erfüllen können, denn dann geht die komplette Gruppe zugrunde.

    Auch habe ich geschrieben, dass ich die Gesellschaft oder Familien-Gruppe nicht meine. Diese sozialen Gruppen ohne das Ziel, einen Prozess optimal zu gewährleisten, haben die Funktion, alle Personen, sei es Behinderte....meinethalben incl. ADSler, Migranten, Andersartige zu integrieren.

  5. #15
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 222

    AW: Unverständniss ADHS/ADS

    Leute mit ADS sind selbst Schuld, wenn sie sich nicht helfen lassen. Das ist so ein Zeichen für persönliche Schwäche, nämlich lieber zu leiden als das Leid zu beseitigen.
    Grundsätzlich finde ich auch, das jeder für sein Gesundheit Sorge trägt. Allerdings ist ja gerade die Selbstakzeptanz von psychischen Störungen stark abhängig von der Akzeptanz in der Gesellschaft. Grundbedürfnis ist natürlich "dazuzugehören" und nicht Außenseiter zu sein.

    ADHS wird zumindest medial oft in Frage gestellt. Wenn man ADHS hat ist man (gefühlt) nicht nur in der Randgruppe der Betroffenen, sondern auch in der Randgruppe der, die diese Diagnose nicht in Frage stellen.

    Zur Ausgangsfrage: warum stößt man bei ADHS auf Unverständnis?

    Ich glaube es liegt an der Geschichte des "Krankheitsbildes". Das es erst ausschließlich als Störung im Kindesalter gehalten wurde und die Medikamentenvergabe an Kindern immer kritisch hinterfragt wurde.

  6. #16
    Kopfkino deluxe

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 678

    AW: Unverständniss ADHS/ADS

    Solange es die Medien immer noch "Zappelphillip-Syndrom" nennen,
    kann der Stino sich auch nie darunter etwas anderes als eben den benannten Zappelphillip vorstellen!
    (Gerade eben erst wieder im NDR-Fernsehen gehört, weil Hamburg Spitzenreiter bei ADHS-Mitteln sein soll.)

  7. #17
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 51

    AW: Unverständniss ADHS/ADS

    Steintor schreibt:
    Ja, das tust Du, denn ich habe von einer projektbezogenen Gruppe geschrieben.

    Eine projektbezogene Gruppe ist z.B. eine Armee-Gruppe. Man kann von der Armee-Gruppe nicht erwarten, dass sie diejenigen integriert, die nicht das Ziel, hier den Feind zu vernichten, erfüllen können, denn dann geht die komplette Gruppe zugrunde.

    Auch habe ich geschrieben, dass ich die Gesellschaft oder Familien-Gruppe nicht meine. Diese sozialen Gruppen ohne das Ziel, einen Prozess optimal zu gewährleisten, haben die Funktion, alle Personen, sei es Behinderte....meinethalben incl. ADSler, Migranten, Andersartige zu integrieren.
    Da hatte mein Bauchgefühl ja doch Recht hinsichtlich des Missverstehens...

    Obwohl ich der Meinung bin, dass auch bei "projektbezogenen Gruppen" die Integration von beiden Seiten kommen muss und durchaus auch kommen kann. Auch von der Gruppe. Das Militär ist da eine von wenigen Ausnahmen, bei denen es nicht funktioniert, wenn das einzelne Mitglied der Gruppe sich nicht zu100% anpassen kann - in vielen anderen Bereichen würde ein beiderseitiges aufeinander Eingehen den gewünschten Prozess oder das gewollte Ergebnis zustande kommen lassen. Sich hier auf den Standpunkt zu stellen, dass die Gruppe nichts machen kann, sondern stattdessen der Einzelne sich anpassen muss, finde ich zumindest etwas grenzwertig. Aber Gott sei Dank zeigt sich im Alltag oft, dass es funktioniert und man sollte das Thema nicht "totdiskutieren" - right?

  8. #18
    Plaudertasche

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 1.112

    AW: Unverständniss ADHS/ADS

    Ich bin der Auffassung, dass jeder ADS'ler an seiner Situation etwas ändern kann! Ob er nun dafür Hilfe in Anspruch nehmen muss oder nicht. Jeder ist für sich selbst verantwortlich und sollte dies auch wahrnehmen. Andere für seine Lage verantwortlich zu machen ist sehr einfach! Meine Ärztin hat mir folgendes auf den Weg gegeben: Gib mir bitte Mut Dinge zu ändern, die ich ändern kann, Gelassenheitzu akzeptieren was nicht zu ändern ist und die Weissheit das eine vom anderen zu unterscheiden. Soll heissen ich habe Adhs, das kann ich nicht ändern, aber ich kann lernen mit den Schwierigkeiten umzugehen und akzeptieren, dass es Grenzen gibt. Nicht die andern müssen mein Ads akzeptieren oder damit umgehen!

  9. #19
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.859

    AW: Unverständniss ADHS/ADS

    Narya schreibt:
    Gib mir bitte Mut Dinge zu ändern, die ich ändern kann, Gelassenheit zu akzeptieren was nicht zu ändern ist und die Weissheit das eine vom anderen zu unterscheiden.
    Das sollen ja Ignatius von Loyola oder Franz von Assisi gesagt haben.

    Du hast Recht, denn AD(H)S kann man nicht ändern. Sich darüber aufzuregen, zu ängstigen, oder was auch immer, führt zu Nichts. Ändern kann ich meine Sicht der Dinge. Und dafür benötigt man sehr viel Mut.

  10. #20
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 51

    AW: Unverständniss ADHS/ADS

    Schöner Spruch - die Ärztin meines Sohnes sagte es mit Schopenhauer: "Ich kann, was ich muss, weil ich will"

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