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Diskutiere im Thema ADS und motorisch/koordinative Störungen (nur in Kindheit?) im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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  1. #1
    Holdibaldi

    Gast

    ADS und motorisch/koordinative Störungen (nur in Kindheit?)

    Hallo zusammen,

    ich lese gerade ein Buch von Helga Simchen, dort wird vor allem ADS ohne Hyperaktivität (also für die Hypoaktiven) besprochen, allerdings mit dem Schwerpunkt auf Kinderdiagnostik. Simchen geht immer wieder auf die motorischen Beeinträchtigungen ein, die sie offensichtlich als wichtiges Signal/Symptom der ADS erachtet.

    Ich kann mich leider nur schlecht erinnern, wie ich als 5-8 Jähriger nun zeichnete, wie groß bspw. die Hände meiner Figuren waren und ob ich in der Lage war, Rechtecke mit geraden Verbindungslinien abzumalen.

    Was ich aber weiß: Ich war Linkshänder (wurde von Oma allerdings fluchs umgelernt und war alsdann Mix-Händer), neigte bei den ersten Schreibversuchen stark zur Spiegelschrift (hat sich allerdings dann im Laufe der 1. Klasse wohl gegeben), wurde ein Jahr später eingeschult und war insgesamt einer der langsamsten Schüler der Klasse, wobei ich leider in einer extrem leistungsstarken Klasse war (die Hälfte konnte schon vor Einschulung schreiben).

    Doch wenn ich ehrlich bin, kann ich nicht unbedingt sagen, dass ich deutlich beeinträchtigt war was Rechtschreibung oder Körperkoordination anbetrifft. Ich war halt etwas übergewichtig und deshalb nicht sehr sportlich, lernte auch spät schwimmen (als vorletzter Schüler der Klasse), was aber mitunter wohl auch daran lag, dass meine Eltern absolut unsportlich waren und sind. Besonders linkisch oder motorisch ungeschickt war ich jedoch nicht.

    Ich war eben nie interessiert an Bastelei, wenn ich etwas basteln musste, dann kam ein durchschnittliches Ergebnis dabei heraus, vermutlich jedoch deshalb, weil ich mir keine Mühe dabei gab. Im Kindergarten baute ich immer nur die einfachen Papierflieger, die komplizierten schaffte ich nicht. Auch Farben lernte ich nur mühsam und später als andere Kinder. Rechts und links konnte ich auch nur durch einen Trick irgendwann unterscheiden, ich nahm mir ein Muttermal an einer Hand als Merkhilfe.

    Die Beispiele von Simchen sind allerdings drastischer, dort können Kinder wirklich kaum ein Rechteck malen und die Figuren sind selbst bei 9-jährigen Kindern detailarm und sehen z.T. aus wie die von 6-jährigen. Meine Figur, die ich mit 6 Jahren zur (nicht bestandenen) Einschulungsprüfung malen musste, war immerhin detailreich (mit Taschen, Knöpfen etc.) und von den Proportionen in sich stimmig. Daran kann ich mich noch gut erinnern.

    Wie ist das bei euch, könnt ihr euch daran erinnern, in der Kindheit motorisch/koordinativ größere Probleme gehabt zu haben?

    Ich suche ja ständig eifrig nach Gründen, meine Diagnose in Frage stellen zu können. Hier scheine ich fündig zu werden, oder nicht?

    Es grüßt euch,

    Holdi
    Geändert von Holdibaldi (22.07.2013 um 19:55 Uhr)

  2. #2
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: ADS und motorisch/koordinative Störungen (nur in Kindheit?)

    Also ich war und bin motorisch und koordinatorisch eingeschränkt. Habe ich auch selbst ab einem gewissen Alter bemerkt. Vorher hat es meine Mutter bemerkt. Bin Hypo..... falls das was nützt.

    Lt Diagnose: Koordination und Feinmotorik sowie Einbeinstand eingeschränkt.


    Bin übrigens Rechtshänder.

  3. #3
    Holdibaldi

    Gast

    AW: ADS und motorisch/koordinative Störungen (nur in Kindheit?)

    Hallo creatrice,

    creatrice schreibt:
    Also ich war und bin motorisch und koordinatorisch eingeschränkt. Habe ich auch selbst ab einem gewissen Alter bemerkt. Vorher hat es meine Mutter bemerkt. Bin Hypo..... falls das was nützt.

    Lt Diagnose: Koordination und Feinmotorik sowie Einbeinstand eingeschränkt.


    Bin übrigens Rechtshänder.
    Ich muss hinzu fügen, dass Helga Simchen davon spricht, dass sich die motorischen/koordinativen Beeinträchtigungen so ab dem 11. Lebensjahr in der Regel legen. Es geht also vor allem um die Auffälligkeiten in der früheren Kindheit (5-11 Jahre).

    Heute bin ich - das kann ich sagen - relativ sportlich (im Vergleich zur Kindheit Leistungssportler) und habe auch ein gewisses Fingerspitzengefühl, kann also z.B. gut Knoten lösen und Fäden einfädeln oder die Speichen meines Fahrrades richten etc.

    Auch habe ich überdurchschnittlich schnelle und präzise Reflexe.

    Als Vergleich: Mein Vater macht alles kaputt, was nicht entweder sofort funktioniert oder zu stabil ist, um seiner Aggression zum Opfer zu fallen.

    Holdi

  4. #4
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: ADS und motorisch/koordinative Störungen (nur in Kindheit?)

    Hmmmm, bei mir ist da nix weggegangen........ Bin ich wohl nicht die Regel. Und ja, es war von Anfang an auffällig. Nicht völlig desolat, aber eben auffällig. Schriftbild und Sport sind in Zeugnissen auch immer die schlechtesten Noten (neben Ordnung).

  5. #5
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Alter: 34
    Forum-Beiträge: 1.197

    AW: ADS und motorisch/koordinative Störungen (nur in Kindheit?)

    hmm keine Ahnung, ich weiß nur das ich bei dem Bänderschwingen in der Schule nicht mitkam weil ich nicht wusste wie ich schwingen sollte und bekam ne 6. Ich hatte mehr Verständisprobleme. Mein Bruder war und ist unsportlich. Ich bin eher sportlich

  6. #6
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 25

    AW: ADS und motorisch/koordinative Störungen (nur in Kindheit?)

    ich war wohl sportlich,aber hatte schon immer koordinationsprobleme.erinnern kann ich mich noch das ich lange üben musste ein stift richtig zu halten wie auch die schere und besteck.mein schriftbild war ne katastrophe.
    später beim turnen hatte ich das problem, das ich bewegungen die ich grad gesehen hab nicht sofort umsetzen konnte.hat immer ewig gedauert was zu lernen.das problem der hand-auge-koordination hab ich immer noch.
    schnelle bewegungsabläufe wie beim handstandüberschlag und flick flack konnte ich nie lernen,weil ich im flugmoment keine kontrolle über arme bzw. beine hatte.dabei hat meine trainerin mein fuß ins gesicht bekommen.es fiel und fällt mir auch immer schwer mein gleichgewicht zu halten.

  7. #7
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 25

    AW: ADS und motorisch/koordinative Störungen (nur in Kindheit?)

    Ja das Buch habe ich eben grad auch gelesen. Bei mir stimmt es schon mit der feinmotorik das Problem. Hat sich auch leider nicht ausgewachsen.
    vorallem behindert es mich wenn schnelles arbeiten gefragt ist und ich sowieso schon nervös bin.

    Oft wenn ich etwas mache kommt meine Mutter oder Arbeitskollegin oder sonst jemand und nimmt es mir aus der Hand und sagt so macht man das.
    Das finde ich dann jeweils nicht so toll.

    Auch beim Sport war ich immer sehr schlecht vorallem bei Ballspielen Volleyball zum Beispiel muss der der hinter oder neben mir ist immer mehr aufpassen.
    wurde daher bei diesem Mannschaftsport jeweils als letzte in die Mannschaft gewählt

    Ja und Zeichnen war ich einfach nicht gut genug. Habe aber nicht völlig daneben gezeichnet habe ich wohl einfach nicht gerne gemacht.

    Ja und beim Werken Basteln habe ich auch nicht immer so gerne gemacht ich habe jeweils schlecht gearbeitet wenn ich was abmessen musste das hat nie
    geklappt habe immer vom falschen punkt aus gemessen.

    Habe auch gar nicht grosse Sprachliche Probleme. Konnte schon im Kindergarten lesen und schreiben. Bin aber überhaubt nicht gut was Grammatik angeht
    gross klein Schreibung und Punkt und Komma verteilen klappt auch heute nicht so ganz.

  8. #8
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    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 417

    AW: ADS und motorisch/koordinative Störungen (nur in Kindheit?)

    Holdibaldi schreibt:
    Wie ist das bei euch, könnt ihr euch daran erinnern, in der Kindheit motorisch/koordinativ größere Probleme gehabt zu haben?
    Ich suche ja ständig eifrig nach Gründen, meine Diagnose in Frage stellen zu können. Hier scheine ich fündig zu werden, oder nicht?
    Ich könnte aus allen Beiträgen, die hier stehen, einfach ein paar Zitate zusammenschnibbeln, und schon wäre mein "Kindheitsprofil" fertig.
    Tolpatschig und unsportlich (4 Armbrüche im Alter zwischen 3 und 13 Jahren), Schulsport: ein Spießrutenlauf, weil ich die Koordination des Bewegungsablaufs mit meiner visuellen Wahrnehmung nicht hinbekommen habe (z.B. beim Bockspringen bin ich voll dagegen geknallt, weil ich zu langsam oder im falschen Moment reagiert habe; beim Ballspiel welcher Art auch immer habe ich den Ball vors Gesicht bekommen, weil in dem Moment, als ich ihn fangen wollte, war er nicht mehr zwischen meinen Händen usw.). Mein Schriftbild war schon immer und ist noch heute eine Katastrophe. Ich habe immer gerne gebastelt, am liebsten Flugmodelle aus Balsaholz oder Plastik, und ich war auch nicht ungeschickt dabei, aber mir fehlte einfach die Ausdauer, auch die langweiligen Detailarbeiten sorgfältig auszuführen (deshalb mit mittelmäßigen Ergebnissen). Im Vorschulalter war ich sehr dünn, dafür als Schulkind übergewichtig, und immer schon unsportlich. Schwimmen konnte ioch erst mit 13 Jahren (!!).
    Holdibaldi: wenn Du die Diagnose in Frage stellen willst i.S. von "festigen oder ausschließen", dann kannst Du die von Dir genannten Punkte auf der "festigen"-Seite verbuchen.

  9. #9
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 26

    AW: ADS und motorisch/koordinative Störungen (nur in Kindheit?)

    Ich war als Kind auch ein absoluter Grobmotoriker. Mein Vater meinte mir nen Schraubenzieher in die Hand zudrücken würde lebensgefährlich sein. Ausmalbilder war ne Katastrophe und irgendwas ausschneiden endete immer mit nem Pflaster. Sport der mit Motorik zu tun hatte hab ich gehasst.

    Interessanter weise haben sich diese Probleme nicht wirklich gelegt. Man hat sie nur sehr gut verstecken können. Theoretisch hatte ich immer ne Lösung die auch funktionierte aber die Umsetzung endete mit einer Katastrophe.

    Merkwürdiger weise. Hat sich das ganze nach meiner Medikation komplett verändert. Ich hab nen neues Hobby (malen auf Leinwand) und zwar so, dass ich die Bilder mittlerweile verkaufe und sehr positive Resonanz habe. Ich bin sportlich geworden und kann meine baulichen Ideen auch umsetzen. Ich bin der Überzeugung und hab auch das Gefühl, dass das mit dem früher verminderten Selbstbewusstsein und mit dem verkrampft auf was konzentrieren zu tun hat. Wenn ich nicht von vornherein sage "Das kann ich nicht" und nicht mehr die Kraft für die Konzentration brauche geht vieles einfacher von der Hand. Ist so ähnlich wie nicht zu kleckern wenn man beim essen beobachtet wird, dann konzentriert man sich so sehr, dass man auf jeden Fall kleckert.

  10. #10
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 36
    Forum-Beiträge: 1.865

    AW: ADS und motorisch/koordinative Störungen (nur in Kindheit?)

    Hallo Holibaldi,

    wie Du ja oben schon geschrieben hast: es kann ein deutlicher Hinweis sein, muss aber eben nicht... Und die Ausprägung der motorischen Beeinträchtigung ist mit Sicherheit auch extrem individuell...

    Sport gehörte nun nicht unbedingt zu meinen Stärken, auch wenn ich mich gerne bewegt habe.
    Schwebebalken z.B....

    Ballspiele an sich mochte ich sehr gern... gut war ich jedoch nie. Beim Volleyball sprang der Ball immer überall hin, nur nicht dahin wo ich ihn haben wollte. Dafür konnte ich die Aufschläge gut.

    Gezeichnet habe ich schon immer sehr gern und wurde dann auch recht gut darin. Dafür habe ich mir im Zeichenunterricht schlechte Noten eingefangen, weil ich zu viel Zeit brauchte und das Bild nie rechtzeitig fertig bekommen habe (und es wäre sonst mind. eine Zwei geworden).

    Sprinten konnte ich gut und habe das auch kurzzeitig als Leistungskurs gemacht. Bei Langläufen bin ich aber regelmäßig neben der Bahn zusammengeklappt, weil ich nie genug Luft bekam (konnte noch nie beim Laufen durch die Nase einatmen und durch den Mund aus... ) und auch keine Ausdauer / Kondition hatte.

    Schwimmen habe ich auch super spät erst gelernt...

    Von meinen Kindern kann ich sagen: der Große war und ist motorisch definitiv auffällig. Seeehr vorsichtig, fiel ständig über die eigenen Beine, hat sehr spät erst Fahrradfahren und Schwimmen gelernt.
    Dazu kam eine extrem verkrampfte Stifthaltung (inkl. "sich im Kindergarten vor Bastel- / Malarbeiten drücken*) die wir mit Ergotherapie gut in den Griff bekommen haben. Seine Zeichnungen sind aber bis heute nicht dem Alter entsprechend...
    Dafür kniffelt er gerne an filigranen Sachen rum...
    Also passt er wohl voll in das Schema rein...

    Der Kleine: lebte als Kleinkind nach dem Motto: Versuch und Irrtum + eine gnadenlose Selbstüberschätzung.
    Ergo: er fiel ständig irgendwo runter (Gott sei Dank, nie mit gröberen Folgen).
    Dafür hatte er von Anfang an viel mehr Kraft als der Große, scheiterte aber sofort an Feinmotorischen Dingen.
    Fahrradfahren lernte er viel eher als der Große, war aber lange Zeit sehr unsicher unterwegs und brauchte immer den ganzen Gehweg. Frei schwimmen tut er immer noch nicht, obwohl er es eigentlich schon könnte...

    Stifthaltung: Katastrophe... auch keinerlei Geduld für Bastelarbeiten. Das wurde durch eine "Schreibschule" besser. Seitdem malt er recht gerne und auch sehr detailliert.

    Ansonsten sieht er eigentlich immer aus wie eine "lila Kuh", weil er ständig blaue Flecken hat. Meistens weiß er selber nicht, woher er die hat.... (woher kommt MIR das nur bekannt vor??? )

    Also ist auch er durchaus auffällig...

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