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Diskutiere im Thema Sehr viel gelesen, Rechtschreibung immer noch bescheiden im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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  1. #1
    Comicus Divinius

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.200

    Sehr viel gelesen, Rechtschreibung immer noch bescheiden

    Kennt ihr das auch ? Ihr habt schon so viel gelesen, aber eure Rechtschreibung ist immer bescheiden geblieben...an was liegt das glaubt ihr, an unseren Kobold in uns drin ?

  2. #2
    Celestis

    Gast

    AW: Sehr viel gelesen, Rechtschreibung immer noch bescheiden

    Ja was die Rechtschreibung angeht , habe ich auch abundzu meine

    Problemchen mit Aber was solls . Mir macht es nix aus . An Kobode
    glaub ich net dran . aber an den Dämon in mir schon Habe viele

    Komentare gelesen und habe mir nie ein Kopf darüber gemacht , wieviele

    schreibfehler die anderen machen . Habe mein Kopf schon mit anderen

    Dingen voll . Aber nett das Du darauf achtest.

    Celestis

    PS: kannst ja mal zählen wieviele Fehler sich in allen Komentaren zu diesem Thema einschleichen

  3. #3
    Holdibaldi

    Gast

    AW: Sehr viel gelesen, Rechtschreibung immer noch bescheiden

    Hallo Tetrian,

    ich hatte als Kind eine Rechenschwäche, aber meine Rechtschreibung war eigentlich immer im durchschnittlichen Bereich. Über die 3 im Diktat kam ich selten hinaus. Sehr lange brauchte ich, um mir die Grammatik (resp. die offiziellen Rechtschreibregeln) halbwegs anzueignen, noch heute schreibe ich vorwiegend intuitiv, was immer wieder Fehler bedingt. Gesundes Sprachgefühl/Intuition und Regelwerk sind gerade bei der deutschen Schreibsprache oftmals nicht vereinbar. Sonderregeln sind noch dazu häufig beliebig und unschlüssig.

    Ist das nun die Schuld des Schreibenden, der mit Pathos und eigener Idee beispielsweise dort substantiviert, wo das Regelwerk eine Ausnahme (warum auch immer) eingeflochten hat? Die Antwort lass' ich offen...

    Mittlerweile schreibe ich relativ fehlerarm, wobei ich immer wieder echt krasse Böcke schieße, beispielsweise intuitiv "f" statt "v" oder "s" statt "ss" etc. setze, das aber meist gerade noch rechtzeitig bemerke. Auch die Kommasetzung ist noch nicht sicher genug, so dass ich - nicht mehr so arg wie früher, aber doch noch zu oft - Sätze umbaue, weil ich mir in meiner ersten Formulierung mit der Kommasetzung unsicher bin; das sind wohl Kompensationsstrategien.

    Da ich sprachlich recht talentiert bin, kann ich meine wohl vorhandene (leichte) Rechtschreibschwäche ausbügeln, so dass ich immer wieder zur Korrektur von Hausarbeiten/Diplomarbeiten/Promotion herangezogen werde; ich fühle mich dann eigentlich unwohl, weil ich noch so viele Defizite spüre, was meine eigene Rechtschreibung anbetrifft. Aber letztlich reicht das offensichtlich, da selbst Behörden und Uni-Dozenten häufig erschreckend große Lücken in ihrer Rechtschreibung aufweisen.

    Ich selbst möchte Perfektion. Deshalb schlage ich den Duden häufiger auf, als mir lieb ist. Gerade im letzten Satz musste ich zum 1000x nachschauen, ob jetzt vor das "als" ein Komma kommt oder nicht...das perfekte Beispiel, um den Beitrag hiermit schamvoll zu schließen.

    Viele Grüße,

    Holdi

  4. #4
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 284

    AW: Sehr viel gelesen, Rechtschreibung immer noch bescheiden

    So ein mist, jetzt hab ich das heft nichtmehr in dem steht dass viel lesen für die rechtschreibung nicht relevant ist.

    Anderst gesagt wer lesen kann muss nicht auch gut schreiben können.

    Um eine gute rechtschreibung zu haben braucht es einen guten lehrer, der die probleme des kindes erkennt und da eingreifen kann wo es hängt.

    Leider sind in unseren schulen die klassen im durschnitt zu groß um auf die bedürfnisse des einselnen schülers einzugehen.

    Es ist einfach gruselig und ich freu mich immer wieder wenn es anderen genauso geht wie mir, Danke.

    LG Zumania

  5. #5
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 968

    AW: Sehr viel gelesen, Rechtschreibung immer noch bescheiden

    Zum Thema viel Lesen - meine Mutter wunderte sich total darüber wieso ich als Leseratte trotzdem soviele Fehler machte.. bei sovielen Beispielen hätte ich doch viel besser sein müssen.. aber brachte nichts..

    Ich erkläre es mir so, dass ich beim Lesen ja nicht die Schreibweise wahrnehme, sondern der Satz sofort in ein ... mhm, wie soll ich es nennen.. mentales Abbild/Abfolge übersetzt wird und dabei die Schreibweise verloren geht. Also ich merke mir nur den Inhalt, aber nicht die Wörter.

    So ist es mir schon paar Mal passiert, dass ich mich an einen Satz erinnert und dachte, ich hätte ihn auf deutsch gelesen und in Wahrheit hatte ich ihn auf Englisch gelesen. Ich denke, wenn ich Englisch wirklich auf Muttersprachen-Niveau könnte, würde sowas noch viel öfters passieren..

    Mit Deutsch stand ich immer auf Kriegsfuss und verbesserte mich von 3-4 auf 2-3, als Rechtschreibung und Grammatik nicht mehr als einzelne Note ins Zeugnis einfloß und Aufsatz schreiben oder Textanalysen wichtiger wurden...


    Im großen und ganzen denke ich, weiß ich schon, wie ich richtig schreibe und habe mehr das Problem, dass ich nur auf einmal nicht darauf zugreifen kann. Z.B. vergesse ich mitten beim Schreiben des Wortes, wie es geschrieben wird. Dabei habe ein mentales Bild wo ich einmal die geschriebene und einmal die ausgesprochene Form vor mir sehe. Ist eine der Formen auf einmal weg, dann weiß ich nicht mehr, wie es geschrieben wird. Das passiert nicht nur bei falsch geschriebenen sondern auch bei richtig geschriebenen Wörter, dass ich anfange zu überlegen, ob es stimmt.

    Manchmal bleibt bei mir einfach auch etwas nicht im Hirn haften Z.B. heißt es Staubsauger oder Saugstauber.. ich wußte, dass ich dort immer was verwechsle, aber nicht welches der beiden Wörter richtig war. Gut, dass habe ich inzwischen begriffen. Aber noch aktuelles Beispiel: 'paralell' oder 'parallel' .. dabei hatte ich in meiner Ausbildung ständig damit zu tun.. . und trotz tausendmal nachschlagens bleibt es bei mir nicht haften. Oder anderes Beispielen : 'Kollege'. Eigentlich schreibe ich das doch richtig.. aber dann sprach mich jemand mal in andern Forum an, dass ich es ständig falsch schreibe und zwar 'Kollegge'. Und da viel mir das Phänomen wieder auf - in dem Moment, wo mich der andere darauf hinweis, war es mir auf einmal so klar - so selbstverständlich, dass es 'Kol-le-ge' (hehe.. trotzdem eben trotzdem nochmal nachgeschlagen) heißt, aber beim Schreiben wußte ich überhaupt nicht mehr, ob e s 'Kol-le-ge' oder 'Ko-leg-ge' oder 'Kol-leg-ge' hieß. ... Mal abgesehen davon, dass ich den Fehler selber nicht gefunden hätte- da ich nur das mentale Bild des Wortes 'Kollege' gesehen hätte.

    Gut und dann gibt es noch solche Fehler, die eher unter Schussligkeit packe z.B. ich höre den Merksatz "Wer nämlich mit h schreibt ist dämlich" und was mache ich, schreibe dann trotzdem nämlich mit h.. da scheint auch zwei Fehlerformen von zu geben - einmal wollte ich 'nämlich' schreiben, aber es wird ein 'nähmlich' daraus. Und dann gibt es noch die Form, dass der Merksatz bei mir reduziert wird auf 'nämlich mit h schreiben!'

    Achso und andere Fehlerquelle ist natürlich das reine Gedankenspringen, dass sich z.b. so äußert: Mitten in einen Satz dreimal umentscheiden wie ich ihn schreiben möchte.. Oft habe ich auch das Problem, dass ich den Gedanken nicht zu fassen bekomme und dann über eine Sache mehrere Seiten schreibe, obwohl ich das mit einem Satz hätte ausdrücken können

    Es hängt auch immer stark davon ab, wie geistig fit ich bin - je breiiger mein Gehirn, um so schlimmer wird es und in der besten Stimmung kann ich vielleicht sogar auch richtig gut schreiben (nur leider sind die Moment sehr rar gesät).

    Nun auf jeden Fall wird dadurch Text schreiben immer zu einen Riesenaufwand, da ich ihn tausendmal korrekturlesen muss.. in SHG Foren versuche ich das Korrekturlesen zu reduzieren, weil es einfach zuviel Zeit verschlingt und ich dabei schon öfters mal die Lust an einen Beitrag schreiben verloren habe .. um dann feststellen, dass meine Beiträge dann teilweise so wirr und fehlerhaft sind, dass man überhaupt nicht mehr den Inhalt nachvollziehen kann

    Ehrlich gesagt, frustet mich das ziemlich .... ich würde gerne Geschichten schreiben.. aber wegen dieser Sache verliere ich sofort nach den ersten Sätzen die Lust daran, weiterzuschreiben :/ Mal abgesehen davon, dass es mir dadurch schwerer fällt, mich an interessanten Diskussionen zu beteiligen.



    Was mir dazu gerade noch einfällt.. ich hatte ja geschrieben, dass ich oft einen Gedanken nicht zu fassen bekomme und deshalb mehrere Seiten schreibe, auch wenn ich ihn mit einem Satz hätte erfassen können... Ich denke oft, dass ich schon ein gute Sprachgefühl habe, nur irgendwas funktioniert nicht richtig zwischen Denken und Schreiben...- also in meine Kopf hört sich das immer so super toll an und wenn ich das dann aufschreiben, dann klingt es immer total primitiv, wirr, fehlerhaft usw. .. Jaja.. da scheint der Kobold ins Spiel zu kommen .

    Aber wenn ich eine Text dann nochmal neuschreibe, wird es besser.. und nach xmal neuschreiben komme ich auch dann langsam dem, was ich im Kopf hatte näher..

    Und ich brauche wohl dieses tausendmal neuschreiben, um die richtigen Worte zufinden.. also der Vorgang des Schreibens legt sie frei, während einfach nur länger darüber nachdenken, nicht weiterhelfen würde.

    . mhm.. wenn ich so überlege, ist das glaube keine so neue Erkenntnis..

  6. #6
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 284

    AW: Sehr viel gelesen, Rechtschreibung immer noch bescheiden

    Danke Rina Oka, das ist so ziemlich genau das was ich zu diesem thema auch gelesen hab.
    Ich konnte es nur beim besten willen nichtmer wiedergeben.

  7. #7
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 731

    AW: Sehr viel gelesen, Rechtschreibung immer noch bescheiden

    Ich mache auch abnormal viele Orthografiefehler, obwohl ich überdurchschnittlich viel lese und man mir nachsagt, dass ich ziemlich gut schreiben kann. Auch benutze ich auffallend oft "Dass"-Sätze und das(!) nervt zuweilen.

    Tipp: Grammatikbücher durcharbeiten. Das hilft nicht nur mehr als nur irgendetwas zu lesen, sondern da hast du auch echt oft AHA-Erlebnisse und langweilig finde ich das gar nicht.

    Ansonsten finde ich Rinas Post ganz aufschlussreich.

  8. #8
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 968

    AW: Sehr viel gelesen, Rechtschreibung immer noch bescheiden

    Zumania schreibt:
    Danke Rina Oka, das ist so ziemlich genau das was ich zu diesem thema auch gelesen hab.
    Ich konnte es nur beim besten willen nichtmer wiedergeben.
    Danke , das Lob freut mich besonders, weil es mir nämlich auch ständig so geht..
    Und ich mich immer etwas ärgere, wenn ich mich teilweise stundenlang damit abquäle, meine Gedanken formuliert zu bekommen, und dann postet einer nach mir genau das was ich sagen wollte in ein paar wenigen gut verständliche Sätzen

    Theonar schreibt:
    Auch benutze ich auffallend oft "Dass"-Sätze und das(!) nervt zuweilen.
    Das geht bei mir auch so, dass bestimmte Konstruktionen überhäufig vorkommen.. bei mir sind es vor allem Sachen, die meine Unsicherheit ausdrücke ala "man könnte ja". Ich habe sogar schon mal überlegt, ob ich mir nicht mal ein Textanaylseprogramm schreibe, was meine Texte auf diese Formulierung hin überprüft

    Tipp: Grammatikbücher durcharbeiten. Das hilft nicht nur mehr als nur irgendetwas zu lesen, sondern da hast du auch echt oft AHA-Erlebnisse und langweilig finde ich das gar nicht.
    Ja, wenn ich den Sinn hinter einem Grammatikkonstrukt erkenne, dann kann ich die Grammatikregel viel besser anwenden. Allerdings passiert mir sehr oft, dass wenn ich bewußt versuche, eine Grammatikregal anzuwenden, sie genau falsch verwende, während ich sie nach Gefühl richtig benutzt hätte :/

    Ich habe den Verdacht, dass es eine Art Denkblocke ist z.B. in Englischen die Zeitformen.. die hatte unsere Englisch-Lehrer anschaulich per Zeitstrahl angezeichnet.. und obwohl ich eigentlich mit sowas keine Probleme habe, zu verstehen (also Diagramme und Kontext/Inhaltsanalyse eines Satzes), wußte ich dann bei konkreten Sätzen überhaupt nicht mehr, welche Zeitform ich nehmen sollte. Es scheint bei mir besser zu funktionieren dann Beispielsätze zu lernen, wo jeweills eine bestimmte Zeitform vorkommt und dann den konkreten Satz einen dieser Beispielsätze zu zuordnen

    Ich muß wohl unterbewußt das Sprachmodell entwickeln und mich dann auf mein Gefühl verlassen... wenn ich so nachdenke, gibt es auch andere Bereich, wo ähnliches beobachte : Mein Unterbewußtsein / automatisches Verhalten funktioniert gut, aber wehe das olle Bewußtsein quakt dazwischen, dann geht alles schief...

    Ansonsten finde ich Rinas Post ganz aufschlussreich.
    Danke
    Geändert von Rina Oka (21.07.2013 um 21:55 Uhr)

  9. #9
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 57

    AW: Sehr viel gelesen, Rechtschreibung immer noch bescheiden

    Ich kenne das ebenfalls sehr gut. Auch ich lese viel und mache immer wieder Fehler in der Rechtschreibung. Besonders Satzzeichen machen mir große Probleme. Das geht manchmal soweit, dass ich eine regelrechte Schreibblockade entwickel oder Sätze absichtlich so formuliere, dass wenig Satzzeichen drin vorkommen. Darüber hinaus habe ich Probleme mit groß und klein Schreibung und weiß auch nie, welche Wörter zusammen oder getrennt geschrieben werden... Ich habe echt schon überlegt nochmal Nachhilfe zu nehmen um wenigstens mal die wichtigsten Regeln in meinen Kopf zu kriegen...

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