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Diskutiere im Thema Habt ihr Tipps? Was tut ihr, gegen eure "Klappe"? Bitte dringend. Bitte. im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #21
    Chaoten-Weib

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 53
    Forum-Beiträge: 2.544

    AW: Habt ihr Tipps? Was tut ihr, gegen eure "Klappe"? Bitte dringend. Bitte.

    Ja GretaMarlene....ich sehe das auch so wie creatice.

    Es geht hier nicht um die "Schuldfrage" und nach einer Entschuldigung ist alles wieder liebi liebi.

    Dein Freund hat nach mehrmaligen Ausrastern von dir ihm gegenüber nun die Schnauze voll und teilt dir das auch mit. Ich kann das sehr gut nachvollziehen. Stell dir vor, jemand macht genau das mit dir? Und auch am Arbeitsplatz. Würdest du das nicht mega blöd finden? Und verletzend? Und peinlich irgendwie?

    Und jetzt gehts dir um deine Würde, obwohl du ihm gegenüber massivst wieder und wieder in der Vergangenheit total aggressiv, wütend, ungerecht und hysterisch warst?

    Sorry ich will dir hier keine Vorwürfe machen. Aber ich will dir mal die Augen öffnen. Er ist hier das "Opfer", nicht du. Und eine Entschuldigung mit den Worten, dass so etwas nie wieder passiert, es aber doch in kurzer Zeit später wieder vor kommt, reicht jetzt nicht mehr.

    Was die Medikamente betrifft: Hier ist es sehr wichtig, dass du eine Regelmässigkeit hin bekommst. Es bringt nicht viel, wenn du mal was nimmst und dann mal wieder nicht. Ich halte das für ADHS-ler, die starke emotionale Schwankungen haben so wie du (und wie ich ) für ein absolutes NoGo.

    Ich hätte mehr Angst, dass ich Menschen, die ich mag und liebe, durch mein Scheiss-Verhalten immer wieder verletze und die sich von mir distanzieren, als vor regelmässiger Medi-Einnahme von Medis, die seit 60 Jahren (??!! oder 40???) auf dem Markt sind und für ihre Wirksamkeit bekannt.

    Es ist alle male ein Versuch wert. Es kann doch nur besser werden. Absetzen kannst du das MPH immer.

    Was ich aber nie verstehen werde.....du rauchst 50 Ziggis - auch wenn diese Menge eine Ausnahme war - und davor hast du keine Angst. Dieses Phänomen habe ich schon oft bei Rauchern beobachtet. Ne Freundin von mir sagte mal zu mir "Du gehst bei Mc Donalds essen? Bäh das ist doch voll ungesund". Sie hat sich schon fast geschüttelt. Sie selbst geht in Bio-Läden einkaufen und isst fast nur Grünzeugs. Sieht dabei aber schlecht aus, hat ne fade Gesichtsfarbe und ist ständig erkältet. Und was soll ich sagen? Sie raucht am Tag mind. 1 Päckchen Ziggis.

    Ähem sorry OT.

    Also....hör auf, dich bei deinem Freund zu entschuldigen, denn das wird er dir eh nicht mehr abnehmen. Würdest du auch nicht. Fang an, an DIR zu arbeiten liebe GretaMarlene.
    Und das mit allen Mitteln.

    Übrigens....hat deine Tochter nicht auch ADHS?? Oder lieg ich da jetzt falsch und verwechsel dich?

    lg Heike

    PS:

  2. #22
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.439

    AW: Habt ihr Tipps? Was tut ihr, gegen eure "Klappe"? Bitte dringend. Bitte.

    Medis sind aber auch nicht alles. Klar, impulsive Ausbrüche... Medis machen einen etwas ruhiger und so ein Ausbruch läuft dann vielleicht in milderen Bahnen. Aber die Ursache dieser Ausbrüche liegt doch eher in einem selbst?
    Was ich damit sagen will: wenn einen etwas reizt, starke Emotionen anspriche etc. haben wir zwar Probleme mit unserer Impulskontrolle, aber das, was da aus einem rausplatz, muss dazu ja erstmal in einem selbst entstanden sein.
    Beim Beispiel mit der Kollegin des Freundes: sie war eigentlich nett etc. Vielleicht hatte er vorher von Greta geschwärmt, oohh, sie kommt ihn gleich Besuchen..... Der Grund für deinen Ausbruch Greta, war ja, wie du ihr Verhalten bewertet hast. Ich denke es schadet nciht, sich auch solche Dinge, die in einem selbst liegen und nicht unbedingt was mit ADHS zu tun haben, anzusehen. Statt "nur" mit diesem oder jenem zu verscuhen, seine Reaktion auf so etwas zu dämpfen. Das spielt beides ineinander...

    Ein großes Thema bei vielen von uns ist ja das Selbstwertgefühl. Die Bewertung von vielem und was das in einem auslöst, wird auch vom Selbstwertgefühl beeinflusst. Und dazu verhelfen einem Medis nicht...

    lg
    mel

  3. #23
    Chaoten-Weib

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 53
    Forum-Beiträge: 2.544

    AW: Habt ihr Tipps? Was tut ihr, gegen eure "Klappe"? Bitte dringend. Bitte.

    mel. schreibt:

    Ein großes Thema bei vielen von uns ist ja das Selbstwertgefühl. Die Bewertung von vielem und was das in einem auslöst, wird auch vom Selbstwertgefühl beeinflusst. Und dazu verhelfen einem Medis nicht...

    Nein Mel natürlich nicht. Vielleicht kam das auch falsch herüber, denn eigentlich wollte ich sagen, dass Medis sehr gut helfen können, genau DAS zu erkennen und an sich zu arbeiten. Aber das ist ein hartes Stück Arbeit. Und das tut auch oft sehr weh, wenn man dann erkennt, was eigentlich los ist/war mit einem.

    Meiner Meinung nach entstehen genau so oftmals die Depressionen oder die traurigen Momente, von denen hier viele sprechen, dass sie das bei der Einnahme von MPH plötzlich bekamen.
    Ist aber bestimmt auch nicht bei allen so (puuuhh schnell korrigiert hihi).

    lg Heike

  4. #24
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 266

    AW: Habt ihr Tipps? Was tut ihr, gegen eure "Klappe"? Bitte dringend. Bitte.

    Was die MPH-Einnahme und das Selbstwertgefühl anbelangt, sind die Erfahrungen wohl sehr ambivalent.

    Bei mir ist es zB so, dass sich seit der Medikation (aber leider auch nur in der On-Phase), selbstbewusster geworden bin. Das heißt die Wirkung von MPH ist - bei mir - nicht nur eine gesteigerte Impulskontrolle, sondern es kommt erst gar nicht so weit, dass ich meine Impulse kontollieren muss. Ich interpretiere also jede Äußerung nicht als einen Angriff auf meine Person, ich kann besser objektivieren. Demzufolge bewerte und verurteile ich nicht mehr so stark.

    Deswegen würde ich sagen, dass die regelmäßige Einnahme von MPH durchaus auch das Selbstwertgefühl steigern kann. Von mir selbst ausgehend kann ich sagen, dass ich mein Selbstbild nicht mehr so stark verzerrt wahrnehme. In der Off-Phase ist es allerdings etwas schwieriger und genau daran arbeite ich momentan.

  5. #25
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.439

    AW: Habt ihr Tipps? Was tut ihr, gegen eure "Klappe"? Bitte dringend. Bitte.

    ich wollte damit auch nur ein beispiel dafür geben, dass die zu kontrollierenden impulse ja erstmal entstehen müssen und dabei eine reihe von faktoren eine rolle spielen, die sich nicht allein durch medi-einnahme auflösen. da gibt's auch andere lebensbereiche und situationen als selbstwert. wollte damit nur veranschaulichen, was ich meine.

    wenn dir die medis helfen, an diesen punkten zu arbeiten, ist das doch gut. das war nur, was ich aufzeigen wollte. dass man "da unten" an der kette (was ist der grund für einen impuls) hinschaut und sie nicht am "ende" (impulskontrolle) mit medis versucht zu beherrschen. denn indem bestimmte impulse gar nicht erst entstehen, erledigt sich das problem sie kontrollieren zu müssen von selbst.

    lg
    mel
    Geändert von mel. (21.07.2013 um 17:14 Uhr)

  6. #26
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 266

    AW: Habt ihr Tipps? Was tut ihr, gegen eure "Klappe"? Bitte dringend. Bitte.

    mel. schreibt:
    ich wollte damit auch nur ein beispiel dafür geben, dass die zu kontrollierenden impulse ja erstmal entstehen müssen und dabei eine reihe von faktoren eine rolle spielen, die sich nicht allein durch medi-einnahme auflösen.
    Das ist glaube ich genau der Punkt, wo jeder unterschiedliche Erfahrungen macht, liebe mel. Ich stelle - aufgrund meiner Erfahrung - die Behauptung auf, dass das Selbstwertgefühl allein durch die Medikation aufgewertet werden kann.

    Ein Bsp: Ich habe für mein Studium mehr als ein Jahrzehnt gebraucht (das muss man sich erst mal auf der Zunge zergehen lassen) und mich jahrelang mit der Frage gequält, weshalb ich für Klausuren, Hausarbeiten etc. stets doppelt und dreimal so lange gebraucht habe, als der Rest meiner Kommilitonen. Ich habe mir immer wieder gesagt, dass ich undiszipliniert, faul und desinterressiert bin. Es gab regelmäßig Phasen, in denen ich felsenfest davon überzeugt war, dass ich für meinen Studiengang zu dumm bin. Das ging so weit, dass ich nur deswegen ernsthaft in Erwägung gezogen habe, einen IQ-Test zu machen. Geiler geht nicht. Für diejenigen, die nicht wissen, dass ich meine Diagnose erst vor ein paar Monaten bekam sei gesagt, dass diese Phasen gar nicht mal so lange zurückliegen.

    Letztens habe ich mich mit einer langjährigen Freundin unterhalten - die um mein ADHS weiß und mir von einer Bekannten erzählte. Die besagte Person studierte wohl mit Ach und Krach fast 7 Jahre auf Lehramt, bis sie endlich den Absprung geschafft habe, um eine betriebliche Ausbildung anzufangen. Meine Freundin kommentierte die Geschichte mit sowas wie "Sie war eh nie mit Elan dabei und Lehramt war sowieso nix für sie gewesen." Damit war der Sachverhalt für uns abgehakt und wir haben uns anschließend über andere Dinge unterhalten. Ich hatte keinen einzigen Hintergedanken und musste mich auch nicht zurückhalten oder sonstwas, zumal mir die ganze Situation erst im Nachhinein bewusst geworden ist. Hätte sie diesen Kommentar in meiner Off-Phase abgegeben, hätte ich in stundenlangen Tiraden versucht zu erklären, dass ein langes Studium nicht unbedingt mit der persönlichen Nichtgeeignetheit zu tun hat und bla bla. Diese Geschichte hatte also nichts mit mir zu tun und genau das war mir in dem Moment - wenn auch unbewusst - klar.

    Als meine Psychiaterin mir damals meine Diagnose mitteilte und meinte "Sie haben für ihr Studium so lange gebraucht, nicht weil sie dumm sind, sondern weil sie ADHS bedingte Schwierigkeiten haben" bin ich so in Tränen ausgebrochen, dass ich mich nicht mehr eingekriegt habe, weil sie mit diesem Satz - vorsätzlich - den Hauptnerv getroffen hatte. Genau diese Erkenntnis kann ich mir heute vor Augen führen und sie auch als Tatsache und wahre Begebenheit annehmen, allerdings nur solange ich unter der Einwirkung der Medikation stehe. Wenn also die Wirkung in den Abendstunden nachlässt, falle ich wieder in mein "altes" Denkmuster und quäle mich mit der Frage, warum ich für mein Studium so lange gebraucht habe. In solchen Momenten schaffe ich es nicht, mir die Erkenntnis, die ich noch vor ein paar Stunden gehabt habe, zu vergegenwärtigen. Das heißt das ganze Spiel mit dem Selbstwertgefühl geht von vorne los und ich bin wieder der dümmste Mensch der Welt.

    Bei mir lassen sich also die Gründe, durch die die zu kontollierenden Impulse entstehen, durch MPH auflösen. Das bedeutet natürlich nicht, dass meine Erfahrung pauschal auf andere übertragbar ist.

    LG
    Absentia

    PS: Die oben genannte Erkenntnis führt bei mir konsequenterweise dazu, dass ich mich nicht wertlos und dumm fühle und ein 'normales' Selbstwertgefühl habe - solange die MPH-Wirkung anhält.
    Geändert von Absentia (21.07.2013 um 18:24 Uhr) Grund: PS

  7. #27
    Wohnt hier

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    Forum-Beiträge: 1.439

    AW: Habt ihr Tipps? Was tut ihr, gegen eure "Klappe"? Bitte dringend. Bitte.

    mel. schreibt:
    ich wollte damit auch nur ein beispiel dafür geben, dass die zu kontrollierenden impulse ja erstmal entstehen müssen und dabei eine reihe von faktoren eine rolle spielen, die sich nicht allein durch medi-einnahme auflösen. da gibt's auch andere lebensbereiche und situationen als selbstwert. wollte damit nur veranschaulichen, was ich meine.
    du hast leider den satz, den ich nun rot markiert habe, nicht mitzitiert.
    ich wollte jetzt keine diskussion über ausprägung des selbstwerts und den einfluss der medis darauf vom zaun brechen. dies sollte nur als beispiel dienen, dass es auch sinn macht, sich ursachen von etwas anzusehen statt gegen die auswirkungen medis zu nehmen. weil manche der vorigen posts hätten so interpretiert werden können. ich hätte da ein beliebiges anderes beispiel nehmen können. es ging mir nicht um selbstwert an sich.

    was du da schilderst, steht für mich also völlig unabhängig von dem, was ich geschrieben habe.

    diese auswirkungen, die du da beschreibst, find ich dennoch interessant. ist ja auch gut, wenn dir die medis bei solchen dingen helfen. auch, wenn ich damit, dass das allein die medikation bewirkt nicht unbedingt mitgehen würde.
    am anfang stand ja erstmal die diagnose und die einsicht, dass das keine dummheit, sondern adhs war. (wenn auch nur kognitiv und noch nicht, ich nenne es immer "ins gefühl und glauben gerutscht")
    ansonsten kenne ich es auch, dass unter medis manche assoziationsketten gar nicht erst starten und man sich ein thema dadurch einfach gar nicht so reinzieht. damit springen dann auch damit verbundene typische denkmuster nicht an. somit würde ich es eher so ausdrücken, dass mph hier destruktive denkmuster verhindert.
    aber ein direkter einfluss auf den selbstwert? m.e. dann eher auf die faktoren, die sich auf das eigene erleben und empfinden auswirken.

    will dir aber auch dein erleben nicht absprechen. nur sozusagen die gesamtwirkung aufdröseln bzw. meine sicht daruaf darstellen (die wie du schon sagst, wohl bei jedem anders ist). ein gutes selbstwertgefühl wäre ja etwas, was einigermaßen stabil ist. würde es durch die medikation direkt verändert, sollte es auch nach abfallen der mph-wirkung bestehen bleiben. momentan würde ich es in dem fall eher so sehen, dass mph das auftreten bestimmter denkmuster verhindert (und auch das indirekt) und in der folge für den moment entpsrechende empfindungen.

    bei mir war es z.b. genau anders herum. psychotherapie, sonst hätte ich mich in dem glauben zu dumm dazu zu sein gar nicht getraut, ein studium zu beginnen. probleme im studium, die sich nicht auf dummheit zurückführen ließen (was ich ohne vorige einsichten sicherlich auf "zu dumm dazu" zurückgeführt hätte)....................... ........... adhs-diagnose.

    aber das ist ja auch nur ein kleiner ausschnitt aus einem riesigen bereich. wie gesagt, ich kenne es auch dass unter mph situationen vermieden werden, in denen bestimmte denkmuster überhaupt anspringen. und da dann die kette erstmal gestoppt ist.
    wenn mph hilft, diese dinge die das auslösen und diese denkmuster anzugehen, finde ich das prima!
    ich fände es nur bedenklich, mph zu nehmen, damit da ein stopp ist und sich das andere nicht mehr anzusehen. das machst du, absentia ja offenbar nicht so, aber bei mir entstand im threadverlauf der eindruck, der dazu verleiten könnte statt sich das darunterliegende anzusehen......wenn mph beim ansehen unterstützt, ist doch alles gut!
    ebenso, wenn es bei denkmustern bzgl. selbstwert hilft. drücke dir die daumen, dass es dir schnell gelingt, neue erkenntnisse bald so tief reinzubekommen, dass die auch ohne mph bestehen bleiben. so eine schwankende selbstsicht im tagesverlauf ist ja auch anstrengend.

    lg
    mel
    Geändert von mel. (21.07.2013 um 18:53 Uhr)

  8. #28
    Chaoten-Weib

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 53
    Forum-Beiträge: 2.544

    AW: Habt ihr Tipps? Was tut ihr, gegen eure "Klappe"? Bitte dringend. Bitte.

    Wenn ich das jetzt schreibe, wird man mich bestimmt hier steinigen

    Ich habe gefühlte 1000 schreckliche Dinge in 48 Jahren erlebt......alles, einfach alles, was man sich vorstellen kann....hierauf will ich jetzt gar nicht im Detail eingehen.

    Ich habe seit meinem 4. Lebensjahr Dinge zu verarbeiten, die ich bis heute zum Teil immer noch nicht zu 100% verarbeiten konnte. Das wäre auch schon fast unmenschlich, bei dem, was ich alles mitgemacht habe.....das sind die Worte meines Psychiaters, der sich eh stark wundert, dass ich noch "stehe".....und das ohne Drogenkarriere und/oder Alk etc.

    Worauf will ich hinaus?? Hm...ich will damit sagen, und das betrifft jetzt auch nur MICH, dass ich meine komplette Vergangenheit, die nur aus ganz schrecklichen Dingen bestand, auch gar nicht komplett verarbeiten kann aus 48 Jahren. Dazu fehlt einfach die Zeit. Wenn ich damit anfange, mir komplett alles auf zu zählen, was ich noch durcharbeiten muss in meiner "Birne", dann bin ich noch im Sarg dran damit.

    Ich habe ganz starke Verlustängste und mein Handeln, dass das gleiche war wie bei GretaMarlene, kam daher. Das wusste ich aber auch schon VOR MPH. Nur was hat mir diese Erkenntnis gebracht? Trotz mehrfacher Therapien und einem freiwilligen 3 wöchigen Psychiatrie-Aufenthalt. Nur Schmerz, Schmerz und noch mal Schmerz.

    Dieser Schmerz wird durch MPH gemildert.....und ist wieder da, wenn die Wirkung von MPH abnimmt. Aber ich lache und lebe und fühle zum erstenmal seit 48 Jahren mich selbst.
    Weil dieser verdammte Schmerz in mir mich an alles gehindert hat. Den Schmerz und das Vergangene kann ich nicht mehr ändern, aber ich kann noch ein paar Jahre lang ohne diese Faust um mein Herz leben.....dank MPH. Da ist es mir ehrlich gesagt, ziemlich egal, was nun der Grund für mein "neues" Leben ist.

    Ich bin keine 20 mehr und möchte ich auch nicht mehr sein. Ich bin 49 und werde bald 50. Ich habe keinen Bock mehr und auch keine Kraft mehr, mit diesem Schmerz zu leben - da nützt mir auch nicht das Wissen über den Grund des Schmerzes.

    Ich kenne diesen Grund und das ist für mich wichtig. Die Folgen dessen kann ich mit MPH gut steuern. Sie sind kontrollier- und steuerbar.

    Vielleicht sagt jetzt jemand, dass ich mir etwas vormache und es mir mit MPH leichter mache. Ja, dann ist es halt so. Dazu stehe ich.

    So jetzt könnt ihr zuhauen

    neee wartet.....

    jetzt erst

  9. #29
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 122

    AW: Habt ihr Tipps? Was tut ihr, gegen eure "Klappe"? Bitte dringend. Bitte.

    heike, nein nein habe einen sohn der kein adhs hat..

    ihr habt ja recht, ich sag doch ich sehs ein und arbeite dran, aber es ist so schwer und wenn die wut kommt dann so schlagartig, ohne kontrolle, ich sehe rot kurzzeitig...nein, mein freund ist nicht nur das opfer...er hängt sich wieder mal dran auf, aber übersieht das gute, z.b. dass wir uns wie gesagt kaum mehr streiten...EIN negativer punkt überwiegt bei ihm 10 positive an mir, DAS ist das was mich verletzt. Wisst ihr was ich meine?
    Und ja, er weiss genau wie es mich quält, wenn wir im streit auseinenader gehn, und er disskutiert streit NIE aus..und ich MUSS aber drüber reden, ich möchte es immer geklärt haben und sobald ich anfange wird er richtig impulsiv und redet nicht drüber, das ist ja der Punkt :-(
    Und es war ja nicht direkt eine szene am arbeitsplatz, es war ein doofer spruch von mir, der keiner gehört hat ausser ihm, wirklich sonst keiner...und ich habs voll eingesehen, dass es doof von mir war und nicht berechtigt, .ach man

  10. #30
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.439

    AW: Habt ihr Tipps? Was tut ihr, gegen eure "Klappe"? Bitte dringend. Bitte.

    heike, ich hab nicht vor diese deine äußerung zu kritisieren. du hast das sehr gut beschrieben und eine bewusste entscheidung getroffen. deine entscheidung.
    der punkt der mir bei sowas wichitg ist: du bist dir darüber im klaren. und wenn das so für dich der richtige weg ist, ist doch gut, dass du ihn gefunden hast.

    ich gehe nur nicht davon aus, dass solche zusammenhänge jedem hier so bewusst sind wie dir (diese bewusstheit hast auch du dir ja erst erarbeitet) und wollte darauf hinweisen. das ist alles.

    lg
    mel

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