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Diskutiere im Thema "Auslöser" für AD(H)S im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 299

    "Auslöser" für AD(H)S

    Hallo an alle!

    Sagt mal, wie ist das bei euch mit der Intensität der AD(H)S?
    Schwankend? Gleichbleibend?

    Ich hatte schon laaaaaange das Gefühl irgendwas stimmt nicht mir mir und in den letzten Jahren ist das Chaos im Kopf und im Alltag schleichend schlimmer geworden.
    In den letzten Monaten richtig chaotisch und nun hab' ich mich testen lassen.

    Sicher achte ich jetzt bewusster auf vieles und habe mehr eine Idee/Begründung warum wieso weshalb ich gerade alles so erlebe und mache, aber es war ja vorher auch schon so, dass ich mir total bescheuert vorkam wegen z.B. Vergesslichkeit und keinen Plan haben.

    Was sind "Auslöser" oder vielleicht besser Verstärker für AD(H)D?

    Ich freu mich über viele Antworten!

  2. #2
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 367

    AW: "Auslöser" für AD(H)S

    Die Literatur besagt, das die Veranlagung vorhanden ist und durch Sozialisation, abhängig von der Persönlichkeit, sich entsprechend entwickeln kann.

    Bei der Thematik muss bär leider jedes Wort auf die Goldwaage legen. Daher kann man salopp formulieren, wenn die Sozialisation (Erziehungsanstrengung) massiv mit der Persönlichkeitsentwicklung kollidiert, kann sich ADS / ADHS als belastendes Krankheitsbild entwickeln. Die Begrifflichkeit der Sozialsation schließt die beeinflussende Gesellschaft ein, d.h. auch die Gesellschaftlichen Verhältnisse.

    Als Beispiel möchte ich anführen:
    - wir haben hier im Forum extrem unterschiedlich Ausprägungen von AD(H)S und Persönlichkeiten
    - im täglichen Leben begegnen uns oft typische AD(H)Sler , ohne das diese eine spürbare Belastung aufgrund des AD(H)S erleben.

    Im Grunde kann man nur Watzlawik zitieren: "man kann nicht vorsichtig genug sein, bei der Auswahl seiner Eltern"....und seiner Umwelt

    Vielleicht kann man umgekehrt sagen, das wenn man den Slogan des Kindersports "Kinder stark machen" sich zu eigen macht, minimiert man vielleicht das Risiko, das unsere Kinder nur am kämpfen und rudern sind aufgrund ihres AD(H)S. Denn wir haben durchaus, trotz AD(H)S, erfolgreiche Leute hier im Forum. Ihr seht, nun bin ich wieder beim Thema Persönlichkeit und Lebenslauf angelangt, und bevor ich mich doch noch unbeliebter machen, höre ich besser auf ...

    gruß
    bär

    I’m smarter than the average bear!

  3. #3
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 891

    AW: "Auslöser" für AD(H)S

    Blitzhexe schreibt:
    Hallo an alle!

    Sagt mal, wie ist das bei euch mit der Intensität der AD(H)S?
    Schwankend? Gleichbleibend?

    Ich hatte schon laaaaaange das Gefühl irgendwas stimmt nicht mir mir und in den letzten Jahren ist das Chaos im Kopf und im Alltag schleichend schlimmer geworden.
    In den letzten Monaten richtig chaotisch und nun hab' ich mich testen lassen.

    Sicher achte ich jetzt bewusster auf vieles und habe mehr eine Idee/Begründung warum wieso weshalb ich gerade alles so erlebe und mache, aber es war ja vorher auch schon so, dass ich mir total bescheuert vorkam wegen z.B. Vergesslichkeit und keinen Plan haben.

    Was sind "Auslöser" oder vielleicht besser Verstärker für AD(H)D?

    Ich freu mich über viele Antworten!
    ich werde mich im september auch testen laßen

    einfach zu wissen was ist mit mir los

    warum ist es immer so

  4. #4
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 986

    AW: "Auslöser" für AD(H)S

    "Auslöser von ADHS-Krisen, also dass etwas wg dem ADHS massiv mein Leben beeinträchtigte war v.a. wenn der Hyperfokus auf Sachen drauf lag, die schmerzen. Streit, Arbeitssachen, Sehnsucht etc. Dieses belastende Thema immer wieder mindestens im Hinterkopf durchdenken und auszuhalten u. es nicht mehr aus dem Kopf bekommen. Wie eine Sauce kleistert sich das Thema an alle andern Themen dran, die dann auch nach dem Kummer zu "schmecken" beginnen und auf einmal erscheint die Welt überall grau u trist. Das gab darunter viel Krisen, die - wie ich durch die Diagnose weiß - mindestens so an der Autovertiefungsfunktion liegen wie an den wie auch immer gearteten Themen, selbst wenn sie inhaltlich schwer genug sind.

    "Wir haben ja nicht gedacht, dass das so tief in Dich eindringt" hieß es da z.B., was mich - freilich ablenkend von dem inhaltlichen Thema, das zur Suppe wird, in der all mein Denken praktisch ersäuft - zur Weißglut bringt, v.a. weil in der Situation der Schwarze Peter damit zu mir geschoben wird, obwohl die Feststellung aus einer diagnostischen Sicht stimmen mag. An dem Punkt gab es Krisen, die das Umfeld nicht einordnen konnte und eher drastisch verschlimmerte u was m.E. ganz klar das ADHS war, also die Schattenseite des Hyperfokus. Da kommt man ganz schwer mehr raus u die tiefen Gefühle, worüber auch immer, bleiben bis zum Lebensende abrufbereit.
    Lg
    Geändert von Loyola (18.07.2013 um 19:29 Uhr)

  5. #5
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 266

    AW: "Auslöser" für AD(H)S

    Loyola schreibt:
    "Auslöser", dass etwas wg dem ADHS massiv mein Leben beeinträchtigte war v.a. wenn der Hyperfokus auf Sachen drauf lag, die schmerzen. Streit, Arbeitssachen, Sehnsucht etc. Dieses belastende Thema immer wieder mindestens im Hinterkopf durchdenken und auszuhalten u. es nicht mehr aus dem Kopf bekommen. Wie eine Sauce kleistert sich das Thema an alle andern Themen dran, die dann auch nach dem Kummer zu "schmecken" beginnen und auf einmal ist die Welt überall grau u trist. Das gab darunter viel Krisen, die - wie ich durch die Diagnose weiß - mindestens so an der Autovertiefungsfunktion liegen wie an den wie auch immer gearteten Themen. Lg
    Wie eine eklige Sauce, die nicht mehr aus dem Kopf geht... Das kenne ich so gut und auch heute ist es immer noch so . Nur ist mir bis jetzt nie in den Sinn gekommen, dass der Hyperfokus sich auch auf den Schmerz, unangenehme Bilder und Emotionen richten kann. So habe ich das irgendwie nie betrachtet.

    Wieder was gelernt, danke für die Erklärung, Loyola.

  6. #6
    Lysander

    Gast

    AW: "Auslöser" für AD(H)S

    Ich glaube, dass ich mit steigendem Alter immer weniger kompensieren kann. Als hätte ich ein Durchhaltekonto, das irgendwann zu weit im Dispo ist - eine Art Aufbrauchen der Ressourcen. Deshalb brauche ich jetzt Hife in Form von Therapie und Medikation.

  7. #7
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 986

    AW: "Auslöser" für AD(H)S

    Lysander schreibt:
    Ich glaube, dass ich mit steigendem Alter immer weniger kompensieren kann. Als hätte ich ein Durchhaltekonto, das irgendwann zu weit im Dispo ist - eine Art Aufbrauchen der Ressourcen. Deshalb brauche ich jetzt Hife in Form von Therapie und Medikation.
    Mir macht das Sorge. Jeder hat Probleme, das Altern zu akzeptieren. Wer ein eingermaßen freies u doch stabiles Umfeld hat, im sicher im Vorteil.
    Lg
    Geändert von Loyola (18.07.2013 um 20:03 Uhr)

  8. #8
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.734

    AW: "Auslöser" für AD(H)S

    datBär schreibt:
    Die Literatur besagt, das die Veranlagung vorhanden ist und durch Sozialisation, abhängig von der Persönlichkeit, sich entsprechend entwickeln kann.
    Gern würde ich die Kontroverse beginnen . Die Milieu-Abhängigkeit des ADSs wird sehr gern verwendet, um die gehobenen Schichten vom ADS frei zu sprechen. Du magst recht haben, wenn Du schreibst:

    Datbär schreibt:
    wenn die Sozialisation (Erziehungsanstrengung) massiv mit der Persönlichkeitsentwicklung kollidiert, kann sich ADS / ADHS als belastendes Krankheitsbild entwickeln.
    Diese Aussage stimmt bedingt, wenn man die Unfähigkeit bestimmter gesellschaftlicher Gruppen, einem Kind mit Liebe zu begegnen, betrachtet. Ich behaupte, dass das auslösende Moment eher gegeben ist, wenn ein Kind wenig Zuwendung bekommt und somit das Kind in Stress gerät. Hier würde ich Stress als ADS-Auslöser betrachten. Aber es gibt sehr viele andere mögliche Auslöser, z.B.Geburtskanaltrauma, streitende Eltern, what ever.

    Das sind aber alles AUSLÖSER. Die Anlage ist von Geburt an vorhanden. Ich finde es daher müßig, nach dem Auslöser zu suchen.

    Da Mütter in der rdegel keine zeit haben, sind es die Väter die viele Aufsätze über ADS schreiben. Und wenn Männer Aufsätze über ADS schreiben, sind in diesen Aufsätzen natürlich die Mütter Schuld am ADS. Männer würde ja mit den Kindern auf der Alm toben.

    Ich versuche mal ein Vergleich. Ein Ball ruht auf dem First eines Hauses. Am nächsten Tag liegt der Ball auf dem Boden. In der Nacht war es sehr windig, es waren viele Vögel zu hören und viele Katzen, und ein leichtes Erdbeben war zu spüren. Was war der Grund, weswegen der Ball vom Dach gefallen ist? Und vor allem: wem interessiert das?

    Der Auslöser ist meines Erachtens brutal egal. Wenn die Veranlagung da ist, kann das alles mögliche sein, was das ADS auslöst. Viel eher könnte man fragen, was ADS nicht auslöst.

    Falls ein Kind ADS bekommen hat, bringt es nichts, die Ursachen zu ergründen. Das Kind hat es nun mal und wird es nie wieder los. Nun ist es wichtig, dem Kind zu zeigen, dass auch mit ADS geliebt wird und wertvoll ist.

  9. #9
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 266

    AW: "Auslöser" für AD(H)S

    Dass die Kompensationsstrategien, die ich noch mit 20 Jahren auffahren konnte, heute nicht mehr funktionieren, ist mir ebenfalls bekannt. Mich würde interessieren, woran das liegt? Was war denn in jüngeren Jahren (neurologisch) anders als heute? Ist es also "nur" ein subjektives Ausgebrannt-Sein, weil man erschöpft ist oder sind die Ressourcen für immer ausgeschöpft, also irreversibel?

  10. #10
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.734

    AW: "Auslöser" für AD(H)S

    Lysander schreibt:
    Ich glaube, dass ich mit steigendem Alter immer weniger kompensieren kann. Als hätte ich ein Durchhaltekonto, das irgendwann zu weit im Dispo ist - eine Art Aufbrauchen der Ressourcen. Deshalb brauche ich jetzt Hife in Form von Therapie und Medikation.
    Die Kompensationsmaßnahmen kosten wahnsinnig viel Kraft. Irgendwann ist die Power weg. So ging es mir: mit 47 Jahren war ich am Ende, da ging nichts mehr. Langsam erholte ich mich, aber nur, indem ich einen anderen Weg einschlug, ohne Kompensation.

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