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Diskutiere im Thema ADHS und Religion/Spiritualität im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #31
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 3.106

    AW: ADHS und Religion/Spiritualität

    ...um die Bibel versuchen zu verstehen, finde ich wichtig nach dem Urtext zu gehen...viele Übersetzungen und dann noch in andere Sprachen "verwaschen" das ursprüngliche ...

    was oft vergessen wird, das die Beispiele , Gleichnisse in einer ganz anderen Kultur stattfanden und nicht in der deutschen...vieles bekommt dann eine andere Bedeutung, die wenn man die Kultur und die Spruchweisheiten der Kultur des Landes nicht kennt etwas komplett anderes versteht ...

    wie mit dem Beispiel die andere Wange hinhalten, ...das hat auch einen Hintergrund , dazu müsste man dann den Handrücken zum Schlagen nehmen und nicht die Handfläche ...die andere Wange im altorientalischen , wenn ich das jetzt nicht verwechsele (hab das jetzt leider nicht im Netz gefunden, wo das genauer erklärt wird ) bedeutet eine Zuwendung und nicht eine Abwendung, es geht darum den Kreislauf der Gewalt zu unterbrechen und nicht sich einfach schlagen zu lassen ...

    ...oder mit dem Beispiel der 5 klugen und den 5 törichten Jungfrauen ...da wird das oft so ausgelegt, das das Öl, der Heilige Geist bedeutet...das hat damit gar nichts zu tun, sondern kommt aus der Kultur /Sitte stammend ...

    dort war es so damals, wenn ein Mann um eine Frau warb bzw sie heiraten wollte, ging er fort um ein Haus zu bauen, wenn er es fertig gestellt hat , ging er zu der (Jung)frau um sie abzuholen, aber weil ja inzwischen einige Zeit vergangen war , gab es da ein Zeichen , die Jungfrau stellte immer eine brennende Öllampe in ihr Fenster und wenn der Bräutigam kam und das sah , wusste er , sie will mich heiraten...
    ...und wenn keine Lampe brannte, wenn er kam , wusste er, sie will nicht, und das das nicht demütigend für ihn wird, kann er einfach weiter gehen ...

    ...fatal wäre eben, wenn das Öl ausgeht, der Bräutigam kommt und die Braut ist nicht vorbereitet, hat vergessen Öl zu kaufen oder die Lampe anzuzünden ...und sie will eigentlich heiraten, aber als Botschaft kommt, nein ich will nicht ...

    ...also ist jetzt eine freie Wiedergabe von mir, was ich da mal drüber gelesen oder gehört habe...mir geht es darum, das vieles eine andere Bedeutung bekommt , je nachdem aus welchem Blickwinkel es betrachtet wird und wie leicht es zu Missverständnissen kommen kann oder zum Teil bewusst anders formuliert ausgelegt (das unterstell ich jetzt mal ) um sagen zu können, das steht in der Bibel und wird so gemacht basta...

    ...aber welch Glück, wir haben einen Verstand bekommen, den wir nutzen können ...und es steht auch in der Bibel :prüfet und behaltet das gute, da steht nicht, das wer Pastor ist oder Papst oder Konfession ...sondern egal wer, welche Person, Konfession ,Religion was sagt, es steht mir zu es zu prüfen und nicht weil jemand eine Position hat oder meint ...


    so was kennen wir nicht, von daher finde ich es schwer die Bibel wörtlich zu nehmen, sondern es auch wichtig ist , zu welcher Zeit wurde es geschrieben, was waren da für Sitten, wie die Kultur ...da genügt es nicht es wörtlich zu nehmen ...sondern "nachzuforschen "...

  2. #32
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 61
    Forum-Beiträge: 2.086

    AW: ADHS und Religion/Spiritualität

    Lieber ErichW

    Das ist ein Widerspruch in sich und deshalb eine unsinnige Aussage. Entweder weiß man, dass es keinen Gott gibt und nennt sich deswegen Atheist, oder man bekennt sich zum Nichtwissen und nennt sich Agnostiker. Beides gleichzeitig geht nicht.
    Doch geht:

    Agnostischer Atheismus

    Agnostische Atheisten sind atheistisch, weil sie keinen Glauben an die Existenz einer Gottheit haben, und agnostisch, weil sie nicht behaupten zu wissen, dass keine Gottheit existiere.

    Und überhaupt müsste man ja vorher noch klären, welcher Gott denn überhaupt gemeint ist. Ist es die misslungene Vaterfigur, so eine Art abgehalfterter Weihnachtsmann mit Rauschbart und Rute, der einem vorschreiben will, was man zu tun und zu lassen hat, den sich nach meiner Erfahrung die meisten Atheisten als Gott vorstellen, bzw. von dem sie glauben, dass sich die Gläubigen Gott so vorstellen und vor dem man die Menschen unbedingt bewahren muss?
    Glaubst du, dass die meisten Atheisten das glauben?

    Das ist ja genau die Crux am glauben - man weis eben nicht. Und wer glaubt der soll eben ja auch gar nicht wissen - weil 'glauben heißt ja nicht wissen'

    ne, ich glaube nicht daran, dass die meist Gläubigen und Nicht-Gläubigen sich so einen Weihnachtsmannverschnitt als Gott vorstellen - jeden falls weiß ich, dass ich das nicht glaube. Ich mache mir kein Bild von Gott - weil ich eben nicht an Gott, Jawe oder wie immer es heißt bzw. von Menschen genannt wird, glaube. Und ich behaupte nicht im Besitz der allumfassenden Wahrheit zu sein - ich weiß nur, dass ich nicht glaube

    und genau deshalb bin ich agnostischer Atheist

    Aber - Schwamm drauf - glauben heist eben nicht Wissen und

    du hast eben geglaubt zu wissen

    alles Liebe Elwirrwarr
    Geändert von Elwirrwarr (19.07.2013 um 17:12 Uhr)

  3. #33
    Holdibaldi

    Gast

    AW: ADHS und Religion/Spiritualität

    Hallo Nietzsche,

    Nietzsche schreibt:
    Darin steckt ganz viel Wahrheit. Nur mit dem Unterschied, dass Selbstverletzung ja kein selbstgewähltes Schicksal ist, sondern ein sehr schweres Symptom traumatischer Belastungsreaktion. Viele Menschen die unter selbstverletzendem Verhalten leiden, projezieren ja diesen inneren Schmerz auf andere und haben dadurch große Probleme konstante und befriedigende Beziehungen aufrechtzuerhalten.
    da gebe ich dir vollkommen Recht, man kann natürlich Selbstverletzung nicht als bewusste und gewollte Handlung einstufen, mein Beispiel ist hier unglücklich gewählt. Was ich eigentlich sagen wollte: Die (ideale) Selbstliebe zur absoluten Richtschnur der zwischenmenschlichen Liebe zu machen ist meiner Ansicht nach einseitig und nicht ausreichend. Jemand, dessen Selbstliebe sehr schwach ausgeprägt oder gestört ist, wird anderen womöglich schaden, ohne das zu wollen.

    Danke für die Kritik!

    Holdi

  4. #34
    Holdibaldi

    Gast

    AW: ADHS und Religion/Spiritualität

    Hallo nochmal Nietzsche,

    Nietzsche schreibt:
    Es wird keine Beweise geben. Die Vorgänge im Universum sind voller Paradoxien. Ist eine Frage gelöst, wirft sie automatisch neue Fragen auf. (Das Molekül besteht aus Atomen, aber woraus bestehen die Atome? Ach aus Protonen, Neutronen und Elektronen. Und woraus bestehen Protonen, Elektrotronen und Neutronen? Aus Quarks! Aha und woraus bestehen die? Quantenobjekte? Die wiederum vielleicht aus Strings oder sonst was bestehen. Hier hängts momentan erstmal aber es wird ewig so weiter gehen.) Der Mensch kann sich weder ein Ende, noch die Endlosigkeit vorstellen und erklären. Also wird er mutmaßen müssen

    Der Mensch ist wie ein Hund, der seinem eigenen Schwanz nachjagt. Hoffentlich kriegt er ihn nie zu fassen.
    Ich stimme dir darin zu, dass eine gelöste Frage nicht bedeutet, dass damit alle Fragen gelöst sind. Aber: Das bedeutet wohl gleichfalls nicht, dass es keine Beweise gibt; zumindest für die beantwortete Frage gibt es jene eben doch.

    Die Metapher mit dem Hund ist natürlich völlig verfehlt (sorry für die harsche Kritik), denn der Mensch ist immerhin in der Lage, das eigene Forschen und Irren wahrzunehmen, sich also beim Jagen des eigenen Schwanzes zuzuschauen und darüber Gedanken zu machen. Ein kleiner aber feiner Unterschied zum Doggy...

    Beste Grüße,

    Holdi

  5. #35
    Kopfkino deluxe

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 678

    AW: ADHS und Religion/Spiritualität

    Auch, wenn ich mir durch mein Motto wieder Feinde schaffe:
    "Religion ist heilbar"

    Doch ich finde auch, jeder soll an das glauben, was er will.
    Ich rate niemanden von irgendeiner Kirche oder Glauben ab.
    Es sei denn, es rutscht in den Extremismus, bzw. Fundamentalismus.

  6. #36
    Holdibaldi

    Gast

    AW: ADHS und Religion/Spiritualität

    Hallo salamander,

    salamander schreibt:
    @ Holdibaldi,

    ich bin nicht der meinung, dass was in der bibel steht, so wörtlich gemeint ist, wie es viele nehmen.
    ...
    Ich hab mir angewöhnt, vieles zu hinterfragen, und nicht mehr so wörtlich zu nehmen. das scheint mir zu reduziert.
    Natürlich steht es dir frei, die Metaphern und Sinnsprüche der Bibel in einem für dich konstruktiven Sinne zu deuten und dadurch oberflächlich aufscheinende Widersprüche zu lösen. Doch solltest du anderen - also mir in dem Fall - schon auch zugestehen, Textanalyse betreiben zu dürfen, ohne jenes Tun als reduzierend und nur wörtlich nehmend abzuwerten.

    Das ist schließlich auch eine sehr wichtige Form des Hinterfragens. Man macht sich Gedanken über Begriffsinhalte und versucht, verbindliche Aussagen auf ihre Schlüssigkeit hin zu prüfen. Ich selbst finde sprachliche Präzision sehr bedeutsam, um fatalen Missverständnissen vorzubeugen.

    Beste Grüße,

    Holdi

  7. #37
    salamander

    Gast

    AW: ADHS und Religion/Spiritualität

    Hallo Holdi,

    klar steht Dir das frei.
    Doch solltest du anderen - also mir in dem Fall - schon auch zugestehen, Textanalyse betreiben zu dürfen, ohne jenes Tun als reduzierend und nur wörtlich nehmend abzuwerten.
    Sorry Holdi da interpretierst Du was in meinem Post, was da nicht steht.

    LG
    Salamander

  8. #38
    Holdibaldi

    Gast

    AW: ADHS und Religion/Spiritualität

    Hallo Ilka,

    Ilka1973 schreibt:
    Doch ich finde auch, jeder soll an das glauben, was er will.
    Ich rate niemanden von irgendeiner Kirche oder Glauben ab.
    Es sei denn, es rutscht in den Extremismus, bzw. Fundamentalismus.
    Das sehe ich auch so. Ich bin mit einer gläubigen Frau verheiratet und selbst nicht gläubig. Wir respektieren und als Menschen und Partner, ganz egal, wer was glaubt oder nicht glaubt.

    Wichtig ist nur, dass der Gläubige zwischen Wissen und Glauben wirklich differenzieren kann. Naiver Glaube vermag das nicht, der naiv Gläubige hält die Glaubensinhalte seines Glaubens für wahr, womit er einerseits sämtliche Andersgläubigen (insgeheim oder offen) als irrend ansieht und des Weiteren wissenschaftliche Erkenntnis leugnet. Der Schritt zum Extremismus ist dann fließend.

    Liebe Grüße,

    Holdi

  9. #39
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 1.209

    AW: ADHS und Religion/Spiritualität

    Ich stimme dir darin zu, dass eine gelöste Frage nicht bedeutet, dass damit alle Fragen gelöst sind. Aber: Das bedeutet wohl gleichfalls nicht, dass es keine Beweise gibt; zumindest für die beantwortete Frage gibt es jene eben doch.
    Es ging um wissenschaftliche Beweise für oder gegen eine "existenzielle Allmacht", "Gott", "Urenergie", wie auch immer.

    Und da bin ich fast sicher, dass der Mensch wissenschaftlich niemals so tief in die Strukturen des Seins und des Universums vordringen können wird um solche Fakten zu finden. Natürlich sind einzelne, oberflächliche, meß- und beobachtbare Gesetzmäßigkeiten und Zusammenhänge bewiesen. Aber damit wurden immer nur neue Fragen aufgeworfen.

    In meinem Verständnis werden nie alle Fragen gelöst werden können, weil jede Antwort die Geburt einer neuen Frage bedeutet. Und das geht ewig so weiter.

    Die Metapher mit dem Hund ist natürlich völlig verfehlt (sorry für die harsche Kritik), denn der Mensch ist immerhin in der Lage, das eigene Forschen und Irren wahrzunehmen, sich also beim Jagen des eigenen Schwanzes zuzuschauen und darüber Gedanken zu machen. Ein kleiner aber feiner Unterschied zum Doggy...
    Ok, ich korrigiere mich: Der Mensch ist wie ein Hund der seinem eigenen Schwanz bewusst und mit System nachjagt.

    (Ich mach nur Quatsch. Bitte nicht ernst nehmen.)

    (sorry für die harsche Kritik)
    Ich fass das nicht als Kritik auf, sondern als Gedankenaustausch. Bist ja ein schlauer Kopf und ich bin um jeden neuen Gedanken dankbar.
    (Ich weiss ja eigentlich auch nur, dass ich nichts weiss. Das hält mich aber nicht davon ab darüber zu quatschen.)

    Danke für die Kritik!
    Wollte auch keine Kritik üben. Nur in Dialog bleiben.


    Boah ich hab gestern Abend versucht die These "Im Wein liegt Wahrheit" experimentell zu überprüfen. Ich hab auch in der 2. Flasche keine Wahrheit finden können. Dafür aber ne Menge Kopfweh. Ich glaub ich leg mich nochmal hin.

  10. #40
    Holdibaldi

    Gast

    AW: ADHS und Religion/Spiritualität

    Hi Nietzsche,

    Nietzsche schreibt:
    In meinem Verständnis werden nie alle Fragen gelöst werden können, weil jede Antwort die Geburt einer neuen Frage bedeutet. Und das geht ewig so weiter.
    Solange du dir hier ein Türchen offen hälst und nicht behauptest, dass absolut nie alle (sinnvollen) Fragen beantwortet werden können, sei dir diese Annahme gerne gewährt. Zumal man damit offensichtlich auf der sicheren Seite steht, bedenkt man, wie (unendlich?) groß das Universum ist und wie klein demgegenüber wir Menschlein anmuten. Aber: Wer behauptet, er wisse, dass er nichts wisse, widerspricht sich plump und einfach. Natürlich auch der, der so kess ist zu behaupten, dass niemals alle Fragen lösbar sind. Woher will er denn wissen, was "niemals" sein wird? Außerdem wäre das in gewisser Weise eine absolute Antwort, somit an dieser Stelle ein Ende des Weiterfragens in der Zeit für alle Ewigkeit und damit gerade das, was doch negiert wird. Widerspruch again.

    Nietzsche schreibt:
    Ich fass das nicht als Kritik auf, sondern als Gedankenaustausch. Bist ja ein schlauer Kopf und ich bin um jeden neuen Gedanken dankbar.
    Hey, geht mir genauso. Kritik verstehe ich auch nicht negativ, das ist in unserer diskussionsmüden Gesellschaft, in der es bei Kritik meist gleich um die nackte (berufliche) Existenz geht - also Kritik vornehmlich zur persönlichen Beurteilung Verwendung findet -, leider ein Angstbegriff geworden. Richtig verstandene Kritik ist ein sachlicher Austausch von Argumenten mit dem Ziel des Erkenntnisfortschritts, nicht mehr und nicht weniger. Ein Gedankenaustausch eben.

    Nietzsche schreibt:
    Boah ich hab gestern Abend versucht die These "Im Wein liegt Wahrheit" experimentell zu überprüfen. Ich hab auch in der 2. Flasche keine Wahrheit finden können. Dafür aber ne Menge Kopfweh. Ich glaub ich leg mich nochmal hin.
    Wein (und sämtliche andere Drogen) schaffen nur die flüchtige Illusion einer Bewusstseinserweiterung/tieferen Erkenntnis. Dabei ist doch eine Erkenntnis, die sich nicht durch eigenständiges Nachdenken, sondern vermittels chemischer Nachhilfe einstellt, notwendig von uneigentlichem Gehalt. Von hochprozentigen Kopfschmerzen einmal abgesehen - die wahre Natur des Alk offenbart sich spätestens durch eben jene.

    Ich trinke keinen und das tut einfach gut.

    Viele Grüße und gute Besserung!

    Holdi

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