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Diskutiere im Thema ADHS und Religion/Spiritualität im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #191
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 99

    AW: ADHS und Religion/Spiritualität

    banjoman schreibt:
    Ich habe den Zauber geglaubt bis ich 13 war, bin sogar konfirmiert...des Geldes wegen...
    lol Same here
    Meine Mutter war ein bisschen böse auf mich (oder eher etwas erstaunt), als ich ihr mit 9 sagte, dass ich die Kommunion nur wegen des Geldes gemacht habe.
    Ich sah nicht mal was schlechtes dran sein soll, denn ich dachte, dass man das gerade wegen des Geldes macht. xD
    Als Kind habe ich den ganzen Religionskram nie für voll genommen - Die Geschichten waren wie im Märchenbuch, deckten sich nicht mit meinen Erfahrungen,
    warum soll ich dass dann glauben - ich dachte als Kind, das sei halt "Tradition" und man macht es eben.

    Als ich älter wurde, merkte ich, dass ich das nicht muss und rebellierte dann xD


    Der allg. Witz an der allg. "Religionsdiskussion" ist, dass es Intoleranz auf beiden Seiten gibt, genau wie es intolerante Atheisten gibt, so gibt es auch intolerante religöse Menschen.
    Jedoch ist auch übertriebene Rücksichtnahme der falsche Weg, das führt zu nix. Ich sehe da keinen Sinn drin, wenn man als Atheist nur sein persönliches Einstellung äußert und
    bereits das einige religöse Menschen als Angriff oder Beleidigung empfinden. Ich habe in meinem Freundeskreis kaum religöse Menschen - die kann ich an einer Hand abzählen.
    Das liegt wohl an meiner Generation, den Milieu in dem ich mich bewege und daran, dass ich allgemein sehr sarkastisch bin - was meinen Humor angeht - und religöse Menschen
    können oft damit nicht umgehen und fühlen sich in "ihren religösen Gefühlen" verletzt. Ich nehme da aber keine Rücksicht, da ich meine Meinung offen sagen will, wenn ich das nicht kann,
    dann ist keine Freundschaft möglich und auch unsinnig.

    Schwierig wird es bei Themen, die meiner Meinung nach nichts mit Religion zu tun haben (sollten), wie z.B. Evolution und Wissenschaft allg. Jedoch brauch man mit
    Menschen die wissenschaftliches Arbeiten nicht verstehen, noch wissen was der Begriff "Theorie" in der Wissenschaft bedeutet nicht diskutieren - zum Glück hat
    man so ein Problem in Deutschland in Zusammenhang "Religion" eher selten. (Höchstens bei Esoterik taucht die Thematik um wissenschaftliche Arbeitsweise
    wieder auf, das ist in Deutschland leider viel zu stark verbreitet) Vor allem ist das Problem, dass viele "Glauben" und "Wissenschaft" nicht auseinander halten können/wollen. Dabei gibt es auch Wissenschaftler die religös sind - Prominentes Beispiel: der Physik Prof Harald Lesch

    Mein Freund ist übrigens religös, jedoch als Naturwissenschaftler (Physiker) in einem besonnenen Maße, er geht auch regelmäßig in die Kirche - ich besuche Kirchen höchstens im Urlaub
    aus "architektonisch ästhetischen Gründen" xD Er sagt zu dem Thema "religöse Menschen, die keinen Humor verstehen", diese seien in ihrem Glauben nicht gefestigt. lol

    Ich verstehe als Atheistin Religion übrigens als "Kultur" - ich feier ja auch Weihnachten oder Ostern, der Tradition wegen (und wegen Geschenken )
    Geändert von Strandgut ( 7.01.2014 um 19:01 Uhr)

  2. #192
    Nirwana

    Gast

    AW: ADHS und Religion/Spiritualität

    Oh...was ein Wirbelsturm hier wütet , aber gut kein Wunder das Thema ist ja bald so alt wie die Menschheit selbst.

    Das mit Harald Lesch wusste ich gar nicht so genau, interessante Info ;-) und ja ich mag den Mann und finde seine Erklärungen für Otto Normalverbraucher wunderbar/lehrreich (gottseidank gibt es eine Stoppfunktion bei dem Redetempo um das alles zu verarbeiten).

    Der Wert einer Religion hängt für mich von einigem ab (den heiligen Büchern und den Gläubigern und vor allem deren "Vorgesetzten").

    Für mich persönlich (und nein ich bin kein echter Atheist, ich glaube ja immerhin an eine Kraft ) ist´s halt so das diese heiligen Schriften ja nicht aus der Originalfeder eines jeden Gottes stammt, sondern eben von sogenannten Auserwählten (das kann man jetzt eben glauben oder auch nicht).

    Für mich erweckt das halt den Eindruck, das die meisten dieser Bücher dafür geschrieben worden sind um das Volk in sich ruhig zu halten, quasi wie ein modernes Gesetzbuch mit mahnendem Zeigefinger.
    Natürlich beeinhaltet bspw. die Bibel auch sehr gute Inhalte - keine Frage - aber ebenso auch ein paar heftige Grausamkeiten, die selbst manchen Horrorstreifen noch überbieten.

    Ebenso natürlich ist es auch, das jeder die freie Wahl hat, ich habe mich eben für meine Seite entschieden (alle Gründe hierfür möchte ich nicht aufzählen, das gäbe einen Aufschrei sondersgleichen und würde eh´nur falsch verstanden werden, denn als meine persönliche Meinung und eben als Angriff gewertet werden) und für mich persönlich feststellen muss, das ich Religion als eine Ideologie (meine! persönliche Ansicht - nicht mehr und nicht weniger) nicht brauche.
    Ich folge auch ungern einfach so irgendwelchen Ideologien, ohne sie immer wieder regelmäßig zu hinterfragen/überprüfen.

    Klar ist ebenso das Ideologien missbraucht/verdreht werden können, aber das ist in meinen Augen nicht das einzigste Problem das Ideologien in sich tragen, denn eine Ideologie kann schlichtweg von Natur aus schlecht sein - ohne das es dazu irgendwelcher Anhänger usw. bedarf die sich ihren eigenen Pulli daraus stricken.

    Für mich persönlich ist eben Liebe, Moral, Hoffnung all´ solche Dinge wichtiger und führen im Idealfall doch zum gleichen Ziel (der religiösen und nichtreligiösen).

    Ich bspw. muss Kirchensteuer zahlen und kann es mir aus beruflichen Gründen nicht leisten aus der Kirche auszutreten.
    Die Kirche hat immer noch eine ungeheure Macht und sehr große finanzielle Rücklagen (die da auch nicht angetastet werden - schade eigentlich, gäb´noch genug zu tun).

    Gerade früher war es doch so, das die katholische Kirche mächtiger war als so ein kleiner "Herrscher", der sich letztendlich immer den kirchlichen Entscheidungen anpassen musste, somit war eigentlich die Kirche die regierende Macht (ist ja auch heute noch so Geld oder Charisma oder besser beides zusammen).

    Auch die immer wieder vertuschten, sexuellen Übergriffe mit Schutzbefohlenen stossen mir sauer auf, das verdirbt den guten Ruf eines Glaubens/einer Religion.
    Natürlich kann man hier sagen, dies hat aber nix´ mit der Bibel/Religion an sich zu tun, trotzdem sind dies eben die Vertreter dieser Glaubensrichtung die das in den Schmutz ziehen und die seltenst ihr warmes Plätzchen in der Gemeinde verlassen müssen.
    Klar gibt es solche Dinge auch anderswo, aber das Thema ist ja Religion und nicht der Versuch mit dem Zeigefinger auf andere abzulenken.

    Oder die eben kaum vorhandene Offenheit gegenüber Homosexuellen Menschen (und das heutzutage).
    Frauen sind auch immer noch nicht in den wirklich bedeutenden Positionen angelangt.
    Es wird höchste Zeit für eine Modernisierung.
    Da ist der Papst ein Fortschritt: http://de.wikipedia.org/wiki/Franziskus_%28Papst%29


    Religionen führten/führen oft zu Glaubenskriegen und diese haben letztendlich nix´gutes.


    Aber nun gut, das würde zu weit führen.

    Das meine Kritik bezüglich einiger Gläubiger so allumfassend aufgefasst wurde, kann ich nicht verstehen - vielleicht hätte ich es noch deutlicher ausführen sollen.

    Kannso fand ich jetzt z.B. super in ihrer Art der Reaktion, freundlich und gelassen, tatsächlich stark in ihrem Glauben, erklärend und austauschend.
    Auch hatte ich bei ihr das Gefühl der Reflexion = ich fand sie sehr angenehm.

    Lg, Nirwana

    PS.: Nein mein Vater war kein echter Humanist (da könnte mein Hintern sich dran erinnern).

    Und tolle/gute Menschen wie bspw. Mutter Theresa gehen überall´ hervor mit oder ohne Religion .
    Schlechte leider auch.
    Geändert von Nirwana ( 7.01.2014 um 13:45 Uhr)

  3. #193
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 2.680

    AW: ADHS und Religion/Spiritualität

    uniq89 schreibt:
    Eine kurze frage: Woran misst ihr denn alle die Religionen? An den praktizierenden gläubigen oder an deren heilige bücher? was wird hier als schlecht oder gut angetan. Leute jetzt mal im ernst, nur damit es alle verstehen. Ihr könnt nicht eine religion nehmen und sie an den praktizierenden messen!(ihr könntet schon, aber das wäre halt nur halbwissen)
    dazu schrieb ich doch:
    IonTichy schreibt:
    Kritisieren lässt sich eine Ideologie nach ihrem Gehalt.
    Und die dahinterstehenden "Institutionalisierungen" danach, wie gut sie diesem Gehalt gerecht werden.
    Das gilt ebenso für die jeweiligen Anhänger.
    Und wenn ich dann hier lesen, wie viel krass schelchtes und falsches über jede religion gesprochen wird, tut es mir noch mehr weh, und das in einem zeitaltar wo alle an diese schriften kommen, ihr könnt sie alle mit eigenen augen lesen, euer eigenes bild machen, nicht mehr nur dem dummen medien sche*** euch reinziehen!.

    Bitte, bitte bitteeeee hört auf wenn ihr nicht wisst wovon Ihr Redet. Der koran ruft zu gewalt auf, du hast recht!! vor 1500 JAHREN! in einer zeit wo überall gekämpft wurde! wo es kein Rechtsystem gab. es ging um verteidigung!! ES HIEß NICHT; GEH UND SCHLAG JEMANDEN EINEN STEIN ÜBERN KOPF WENN ER DICH DUMM ANSCHAUT oderein nicht muslim ist!!!! 30 mal wird es im koran wiederholt, aber 455 mal wird gesagt, es gibt KEINEN unterschied, zwischen euch Menschen!!! NÄCHSTENLIEBE VERDAMMT!!!!!

    Ich brauche nicht zu erwähnen, das auch die kriche genug hat worum sie sich kümmern sollte!!
    Mal davon abgesehen, hast du die bibel schonmal gelesen?
    "Und Mose wurde zornig über die Hauptleute des Heeres, die Hauptleute über tausend und über hundert, die aus dem Feldzug kamen, und sprach zu ihnen: Warum habt ihr alle Frauen leben lassen?
    4. Mose 31,14-15


    "So tötet nun alles, was männlich ist unter den Kindern, und alle Frauen, die nicht mehr Jungfrauen sind; aber alle Mädchen, die unberührt sind, die lasst für euch leben."
    4. Mose 31,17-18

    Eigentlich tut es mir leid, solche bibelzitate hier reinzuschreiben,und das nur einfach nur mal um zeigen, das es gewalt schon immer gab. überall
    Wie man sieht

    Soviele haben es hier schon geschrieben, :Setz dich mit einer Religion auseinander, Lese.
    Wie kann man nur immer an den schlechten festahlten? klar jede Relgion wird ausgenutzt um Geld und Macht zu haben. Aber nicht DIESE menschen sind Gott oder Allah oder Buddah und krishna. Man braucht keine kirche oder keine mosche, noch ein templel oder sonst irgendwas um religös zu sein. religion ist eine sachen zwischen gott und dem gläubigen!

    Sorry fürs luftrauslassen! schönen tag noch
    Ja, die Bibel hab ich gelesen - leg Dich da lieber nicht mit mir an

    Aber okay - ich betrachte mich da gar nicht als gläubigen Christen.
    ich habe allerdings explizit die christlichen Religionen verteidigt, weil das grad so schick ist, genau auf die einzuprügeln.
    Ich kann grade auch dem Buddhismus eine Menge abgewinnen.

    Aber in Bezug auf den Islam bleibe ich dabei: Den sehe ich sehr kritisch.
    Vielleicht weiß ich da tatsächlich zu wenig, um das seriös beurteilen zu können.
    Da unterhalte ich mich gerne drüber. Ich bin sachlichen Argumenten immer zugänglich.

    Aber in der Sache zu Deinen Anmerkungen:
    Der Koran nimmt für sich in Anspruch, direkt vom Engel Gabriel "diktiert" worden zu sein.
    Die Gewaltanweisungen gegen nichtgläubige haben da schon ein anderes Gewicht als die reine Schilderung von Krigsgreueltaten in den Geschichtsbüchern der Bibel, selbst wenn die von Moses begangen worden sein sollen. Die Stellen, die Du zitierst, enthalten ja nicht einmal eine Wertung des Geschehens.

    Die Bibel ist da eben sehr viel inhomogener in ihrem Anspruch an sich selbst als der Koran - was ich ganz sympathisch finde.
    Du kannst einfach die Texte der Geschichtsbücher in der Bibel nichtals "Anweisungen" lesen. So sind sie nicht gemeint.
    Vieles wird sogar ausdrücklich verurteilt.
    Die Geschichtsbücher sollen erzählen von Gott als "Gott der Geschichte Israels", d.H.als Begleiter durch die Geschichte.
    Dabei sind die handelnden Menschen immer sehr fehlbare Persönlichkeiten.
    Auch die wichtigsten.

    Moses darf als Strafe für seine Vergehen nicht selbst in das gelobte Land einziehen, sondern es nur aus der Ferne sehen.
    David sorgt für den Tod des Urija, um an dessen Frau Batseba zu kommen,
    König Samuel wird neben dem Lob seiner Weisheit auch für Dekadenz und Viel******ei kritisiert.
    Dergleichen wird in der Bibel geschrieben, aber dadurch nicht gerechtfertigt.

    Nun gibt es natürlich auch das Buche Levitikus, dass in seinen Gesetzestexten dem im Koran wohl am ehesten vergleichbar sein dürfte.
    Und da können sich einem auch die Nackenhaare aufstellen.

    Für einen Christen haben aber selbst diese Texte nur bedingte Bedeutung, denn Jesus stellt in der Bergpredigt gezielt Bezug dazu her und wiederspricht ihnen.
    Matthäus 5 - Einheitsübersetzung :: Bibleserver.com

    ES HIEß NICHT; GEH UND SCHLAG JEMANDEN EINEN STEIN ÜBERN KOPF WENN ER (...) nicht muslim ist!!!!
    Ähm - Okay, dort steht nichts von einem Stein. Mit dem Schwert und ähnlichem soll man das machen, wenn ich mich recht entsinne.

    Wenn ich mal nachgoogle zu Islam Nächstenliebe findet sich tatsächlich was.
    Was ich da lese klingt für mich eher wie ein Kuhhandel als nach Nächstenliebe. Klar, Mohammad war ja Händler.
    Das genügt einem humanistischen Anspruch nicht, und sieht ziemlich erbärmlich aus gegenüber
    Meister, welches Gebot im Gesetz ist das wichtigste?
    Er antwortete ihm: Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit all deinen Gedanken.
    Das ist das wichtigste und erste Gebot.
    Ebenso wichtig ist das zweite: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.
    An diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz samt den Propheten.
    Nun mag das erste Gebot für einen Agnostischen Atheisten natürlich absurd klingen, aber es knüpft in der intensität " mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit all deinen Gedanken" direkt an das " Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst".

    Das Gedöns im Koran, wie man sich mit den "Nachbarn" gutstellen soll, damit die sich auch wieder mit dir gutstellen, rechtfertigt eine Aktion wie von Nirwanas Vater jedenfalls nicht. Dagegen:
    Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen,
    damit ihr Söhne eures Vaters im Himmel werdet; denn er lässt seine Sonne aufgehen über Bösen und Guten, und er lässt regnen über Gerechte und Ungerechte.
    Wenn ihr nämlich nur die liebt, die euch lieben, welchen Lohn könnt ihr dafür erwarten? Tun das nicht auch die Zöllner?
    Und wenn ihr nur eure Brüder grüßt, was tut ihr damit Besonderes?
    Tut mir leid, aber immer wenn ich anfange ud versuche, mich unbefangen mit dem Koran oder dem Islam zu befassen, befinde ich dass der Islam kleinkariert, engstirnig und, ja, auch gefährlich ist. In einem ganz anderen Ausmaß als alles, was man über die Bibel oder das Christentum sagen kann
    Es erschreckt mich jedesmal neu, auf was ich da stoße.
    Und zwar eben vor allem vor dem Anspruch, den dieses Buch an sich selbst stellt: Gewissermaßen vom himmel gefallen zu sein.
    Diesen Anspruch enthält die Bibel nicht, oder bei Weitem nicht in dem Maße (die Prophetischen Bücher darin zu einem gewissen Grad).
    Auch wenn das in großen Abschnitten der Geschichte so hingedreht worden ist.

  4. #194
    salamander

    Gast

    AW: ADHS und Religion/Spiritualität

    andere perspektive im vergleich



    ich hatte, wie ich das heute nenne, nahkontakt mit praktizierenden buddhisten, das selbe auch mit
    katholiken, bloß da noch intensiver.




    inzwischen bekomme ich bei den einen wie den anderen, und bei den nochmal anderen, zustände.
    ein gewisser, ich nenne das mal fanatismus, liegt allen zu grunde, gegen den es kein ankommen
    gibt. auch der balke im eigenen auge, ist nicht auf eine spezielle glaubensrichtung beschränkt,
    der ist durchgehend bei allen zu finden, und kann ganz schön mächtig sein.




    personen, wie z.b. mutter theresa, die bei uns so hoch kurs stehen, haben auch eine seite,
    über die niemand gern spricht, aber vorhanden ist sie. collin goldner, hat dazu einen vortrag an
    der uni wien gehalten, bei dem es zwar hauptsächlich um den dalai lama geht, den er ebenfalls
    heftig angreift, aber er bringt auch das bsp von mutter theresa, die er persönlich kennen lernte.
    er zeichnet ein anderes bild von ihr, als das, das von der öffentlichkeit gepflegt wird.
    link zum vortrag Hinter dem Lächeln des Dalai Lama ( Vortrag / Doku / Dokumentation ) - YouTube




    mit dem glauben, denke ich, ist wie mit der politik. ein heftiges thema, an dem sich alle bis aufs
    blut aufreiben können.




    ich bekomme die krise bei buddhisten die im herbst, insekten aus gewässern rettern, und bei
    zweibeinern über leichen gehen, ohne es zu merken. alles karma, das gesetz von ursache,
    aber ein anderes, als in der "normalen" welt, nicht nur auf ein leben beschränkt und dann hätten
    wir auch noch das dharma. tja, damit läßt sich alles tun und erklären, was geschieht an unschönen
    und leidbringendem. ist eine prima ausrede, die für alles taugt, was es so gibt im leben und auf der
    welt. da hört es auf bei mir. buddhistisch gesehen, war der holocoast nur karma...




    die katholiken haben genauso ihre haken und ösen, die stehen dem ebenfalls in nichts an. double_
    binds nennen alle religionen ihr eigen, denn sonst funktionieren die konstrukte nicht.




    im jüdischen glauben wird vom
    Ausdruck Tiqqun Olam, d. h. Verbesserung der Welt, d. h.
    Verbesserung von Gottes Schöpfung durch Menschenhand, bezeichnet und spielt in der Kabbala
    eine bedeutende Roll
    e
    gesprochen. unterm strich wollen alle das selbe, die welt besser machen, und doch verfangen sie
    sich, die einen wie die anderen, in widersprüchlichkeiten, die das ganze ad absurdum führen.




    verbesserung von gottes schöpfung von menschenhand. prima, da weiß der mensch besser, was
    gott wollte. das bezieht sich nun auch wieder auf alle glaubensrichtungen. der grundstein für re-
    ligionskriege, weil die einen wie die anderen meinen, zu wissen, was gott wollte.




    alle, egal wie sich nennen, haben über 1000 jahre auf dem buckel, und wurden von mensch zu
    menschen weitergereicht. jede menge zeit für flüsterpost und interpretationen...




    man nehme eine hand voll menschen, lasse einen nach dem anderen, den satz weitergegen, den
    der erste dem zweiten ins ohr flüsterte, und am ende, kommt etwas ganz anderes heraus, als der
    satz am anfang war...




    ich bin inzwischen an dem punkt angelangt, wo ich sage, vorsicht, mit allem wo religion drauf steht,
    prüft das gründlich! denn was drauf steht muß nicht zwangsläufig drin sein, kann auch was ganz
    anderes sein.




    ich finde es im übrigen bemerkenswert, dass menschen überwiegend in krisensituationen zum
    "glauben finden". wenn sie labil, unsicher, gebeutelt sind, und nach antworten suchen. antworten
    die auf den ersten blick, auch religionen geben können. allerdings ist für mich ein hasenfuß, dass
    religionen auch psychologisch agieren, und in bereichen "arbeiten" die in die hände eines psycho-
    logen oder psychiater gehören. was ich für saugefährlich halte, weil sie an traumata herumschrauben,
    und mit glauben erklären wollen, was mit glauben nichts zu tun hat. womit auch die heilung ausbleibt,
    die versprochen wird...




    ich denke schon, es gibt etwas wie ein göttliches prinzip. aber das ist etwas sehr individuelles, für jeden
    ganz persönlich.
    ich möchte da niemanden in meinem dunstkreis, der mir erklärt, gott ist das und das, gott hat das so und
    so gewollt, gott hat das so gemeint..., usw., usf., das sind die gesetze gottes, etc.pp.
    diese gesetze wurden von menschen festgeschrieben um das leben miteinander und untereinander zu
    regeln... da ging es um gesunden menschenverstand nicht um gott.




    im übrigen war keiner dabei, als ein "gott" seine gesetzte verkündet haben soll, es sind erzählungen und
    geschichten die uns berichten, von mund zu mund, über tausende von jahren....
    alle sprechen vom hörensagen, keiner weiß es wirklich. es ist glauben, und glauben ist etwas anderes als wissen.




    und was es mit geschichten und gleichnissen auf sich hat, finden wir ebenso in allen märchen, mythologien
    und sagen...




    darum soll das jeder halten wie er will.




    aber ich fände es gut, wenn die verschiedenen glaubensrichtungen mal inhaltlich miteinander
    verglichen werden würden, was habe die einen wie die anderen gemein, wo sind sie sich einig,
    und wo verstricken sich die einen wie die anderen in widersprüchen dass es nur noch so kracht,
    da ist für nämlich das ende vom glauben erreicht, da fängt das denken an.





    wenn es also gott gibt, dann hat er uns unseren kopf und dessen inhalt auch gegeben, um nach-
    zudenken und zu hinterfragen, um nicht zu schlucken, was einer von der kanzel predigt, und andere
    auslegen. gibt es ein göttliches prinzip, wie immer es die eine oder andere glaubensrichtung definiert,
    dann besteht es auch darin, sich mal alles gründlich anzusehen, und dem eigenen fühlen und spüren
    zu vertrauen, das gibt mehr kurs als jede glaubensgemeinschaft...




    na ja, ich hab da über die feiertage ein wunderbares buch gelesen: "der hundertjährige der aus dem
    fenster stieg und verschwand". eine art "hans im glück" nacherzählung. da hab ich mir einige sachen
    notiert, die ich einfach klasse fand, ich zitiere...


    mit tränen in den augen, gab der setzer ein kapitel nach dem andren in das spezielle programm
    ein. als er beim letzten kapitel war - die offenbarung des johannes - platze ihm der kragen. wie sollte jesus
    jemals wieder auf die erde zurück kehren? die war doch völlig in der hand des bösen. das böse hatte ein
    für alle mal über das gute gesiegt, was sollte das also alles? und die bibel, war doch der reinste witz!

    so kam es, dass der schriftsetzer mit ruiniertem nervenkostüm dem allerletzten vers den allerletzten
    kapitels der schwedischen bibel noch etwas hinzufügte, bevor das ganze in druck ging. er erinnerte sich
    nicht mehr so gut an die muttersprache seines vaters, aber ihm fiel noch ein kinderreim ein, der seines
    erachtens bestens hier hin paßte. im druck sahen die letzten beiden bibelverse mit extravers des setzers
    folgendermaßen aus:

    20. es spricht, der solches bezeugte: ja, ich komme bald. amen, ja komm, herr jesus.
    21. die gnade des herrn jesus sei mit allen!
    22. damit ist die geschichte aus, und alle leute geh'n nach hau
    s



    so jetzt bin ich bestimmt einen haufen leuten, sowas von auf die füße getreten...





    ich schreib das auch deshalb, hab ich doch zuletzt auch gelesen
    Der tibetische Buddhismus ist für Europa ein Geschenk von unschätzbarem Wert. Er ist ein Mittel, um das Höchste zu erreichen, was einem Menschen zuteil werden kann. Ob und in wie weit er dieses Mittel auch anwendet, muss jeder für sich entscheiden



    es sind die einen wie die anderen, die sich alle das selbe anmaßen - finde ich. Da ist ende der ausbau-
    strecke, egal wie sie sich nennen. ob es religon, esoterik, spiritualität oder was auch immer genannt
    wird.




    muß jeder selber wissen, was er glauben will, um wissen geht's dabei ja nicht, was sich richtig anfühlt oder
    nicht, da kann kein glaube helfen, um was es geht ist aus meiner sicht im wesen eines menschen begründet...




    so und nu bin ich gespannt, was hier für eine diskussion entbrennt...



    lg & nix für ungut!!!
    salamander





    p.s. ich merke auch, dass meine sicht durch religiöse nahkontakte sich mehr und mehr wandelt, dahin dass
    ich sag, laßt mich bloß in ruh' damit, ihr wißt ja gar nicht was ihr tut...
    Geändert von salamander ( 7.01.2014 um 14:03 Uhr) Grund: schrift zitate wg. lesbarkeit geändert

  5. #195
    Ist hier zuhause

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    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 2.680

    AW: ADHS und Religion/Spiritualität

    Nirwana schreibt:
    Für mich persönlich (und nein ich bin kein echter Atheist, ich glaube ja immerhin an eine Kraft ) ist´s halt so das diese heiligen Schriften ja nicht aus der Originalfeder eines jeden Gottes stammt, sondern eben von sogenannten Auserwählten (das kann man jetzt eben glauben oder auch nicht).
    Einen solchen Anspruch hat die Bibel eigentlih nicht, und die Kirche stellt ihn seit einigen Jahrzehnten auch nicht mehr.
    Für mich erweckt das halt den Eindruck, das die meisten dieser Bücher dafür geschrieben worden sind um das Volk in sich ruhig zu halten, quasi wie ein modernes Gesetzbuch mit mahnendem Zeigefinger.
    Du meinst jetzt aber nicht etwa die Bibel ?


















    (räusperle)
    Okay, es gibt eine Interpretationsgeschichte, die genau in diese Richtung geht. Die funktioniert aber nur solange, wie die Leute die Bibel nicht selber lesen können....
    Geändert von IonTichy ( 7.01.2014 um 14:09 Uhr)

  6. #196
    Nirwana

    Gast

    AW: ADHS und Religion/Spiritualität

    @ Ion Tichy

    wenn du meinst, wie du willst.
    Macht dich das eigentlich glücklich, jeden Inhalt bis auf´s letzte kleinlichst zu zerpflücken, um anderen deine Intelligenz bzw. dein Wissen in die Fresse zu treten?
    Aber gut, mein Kinn hält´s aus .

    Lg, Nirwana
    Geändert von Nirwana ( 7.01.2014 um 14:08 Uhr)

  7. #197
    Ist hier zuhause

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    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 2.680

    AW: ADHS und Religion/Spiritualität

    salamander schreibt:
    andere perspektive im vergleich



    ich hatte, wie ich das heute nenne, nahkontakt mit praktizierenden buddhisten, das selbe auch mit
    katholiken, bloß da noch intensiver.




    inzwischen bekomme ich bei den einen wie den anderen, und bei den nochmal anderen, zustände.
    ein gewisser, ich nenne das mal fanatismus, liegt allen zu grunde, gegen den es kein ankommen
    gibt. auch der balke im eigenen auge, ist nicht auf eine spezielle glaubensrichtung beschränkt,
    der ist durchgehend bei allen zu finden, und kann ganz schön mächtig sein.

    Jaja, weiß auch was Du meinst


    personen, wie z.b. mutter theresa, die bei uns so hoch kurs stehen, haben auch eine seite,
    über die niemand gern spricht, aber vorhanden ist sie. collin goldner, hat dazu einen vortrag an
    der uni wien gehalten, bei dem es zwar hauptsächlich um den dalai lama geht, den er ebenfalls
    heftig angreift, aber er bringt auch das bsp von mutter theresa, die er persönlich kennen lernte.
    er zeichnet ein anderes bild von ihr, als das, das von der öffentlichkeit gepflegt wird.
    link zum vortrag Hinter dem Lächeln des Dalai Lama ( Vortrag / Doku / Dokumentation ) - YouTube
    ...und ich habs mir noch zweimal überlegt, ob ich die Mutter Theresa reinnehm oder nicht...
    Ja, da ist einiges auch absurd dabeí.

    ......
    double_binds nennen alle religionen ihr eigen, denn sonst funktionieren die konstrukte nicht.

    .......

    ich bin inzwischen an dem punkt angelangt, wo ich sage, vorsicht, mit allem wo religion drauf steht,
    prüft das gründlich! denn was drauf steht muß nicht zwangsläufig drin sein, kann auch was ganz
    anderes sein.




    ich finde es im übrigen bemerkenswert, dass menschen überwiegend in krisensituationen zum
    "glauben finden". wenn sie labil, unsicher, gebeutelt sind, und nach antworten suchen. antworten
    die auf den ersten blick, auch religionen geben können. allerdings ist für mich ein hasenfuß, dass
    religionen auch psychologisch agieren, und in bereichen "arbeiten" die in die hände eines psycho-
    logen oder psychiater gehören. was ich für saugefährlich halte, weil sie an traumata herumschrauben,
    und mit glauben erklären wollen, was mit glauben nichts zu tun hat. womit auch die heilung ausbleibt,
    die versprochen wird...

    .....


    ich denke schon, es gibt etwas wie ein göttliches prinzip. aber das ist etwas sehr individuelles, für jeden
    ganz persönlich.
    ich möchte da niemanden in meinem dunstkreis, der mir erklärt, gott ist das und das, gott hat das so und
    so gewollt, gott hat das so gemeint..., usw., usf., das sind die gesetze gottes, etc.pp.
    diese gesetze wurden von menschen festgeschrieben um das leben miteinander und untereinander zu
    regeln... da ging es um gesunden menschenverstand nicht um gott.


    ....

    aber ich fände es gut, wenn die verschiedenen glaubensrichtungen mal inhaltlich miteinander
    verglichen werden würden, was habe die einen wie die anderen gemein, wo sind sie sich einig,
    und wo verstricken sich die einen wie die anderen in widersprüchen dass es nur noch so kracht,
    da ist für nämlich das ende vom glauben erreicht, da fängt das denken an.
    An der Stelle finde ich sehr spannend, dass grade die mystiker so ziemlich aller Religionen ähnliche spirituelle Erfahrungen machen.
    Und es waren durch die Jahrtausende hindurch grade Mystiker, die einen interreligiösen Dialog gewagt haben - und bemerkt haben, dass sie den spirituellen Erfahrungen anderer Mystiker aus anderen Religionen mit Respekt begegnen können.

    Das gilt jetzt sogar für Islamische Strömungen, z.B. den Sufismus.

    (Die Sufisten werden zwar von manchen Teilen des Islam als Häretiker betrachtet - aber das Problem habe Mystiker anderer Religionen ja auch immer...)

    So, Sala, du fragst mich jetzt bestimmt gleich nach Namen.


    Peinlich, da so ein Fass aufzumachen, und jetzt keine namen parat zu haben.
    Ich hab so ein paar Kandidaten im Hinterkopf, aber bin mir nicht so sicher, woher ich die Geschichte hab, ob's vielleicht doch wer anders war....


    Vielleicht komm ich dazu, was zu suchen/finden. Oder Loyola - huhu - kannst Du mir aushelfen?


    Die Mystiker erzählen eben auch grade nicht, wie oder warum Gott so und so ist...
    Da ist schon eher das Problem, überhaupt Worte dafür zu finden über das, wovon man redet.

  8. #198
    salamander

    Gast

    AW: ADHS und Religion/Spiritualität

    @ tichy,



    jap. das mit den interpretationen ist der haken, aber bei allen....




    solang man sich da nicht mit "aus - ein - an - der" setzt, wird es wirklich eng.
    na, und wer macht sich schon die mühe, mal die bibel wirklich zu lesen.
    die gleichnisse anzusehen, um die es da geht..., nach dem motto: es ist nicht alles das, wonach es scheint...
    und im hinterkopf mit: hab im auge, aus welcher zeit diese erzählungen sind, wie die welt und das leben damals waren...
    da galten andere regeln, da war das leben ein ganz anderes, das ganz andere anforderungen stellte...




    genauso, so geht es zumindest mir, hab ich im auge, die kirche hatte lange zeit die seelsorgerrolle,
    der job, den heute therapeuten und psychologen obliegt, und zwar aus gutem grund...
    und...; wer gibt schon gern gewonnenes terrain her..., die kirche als insititution ganz sicher nicht...
    erleben wir ja immer wieder, im heute, z.b. bei kath. krankenhäusern, die selbst vergewaltigten frauen, die abtreibungspille verweigern wollten,
    und so massiv und aktiv einfluß auf das leben von menschen nimmt, ohne rücksicht auf verluste... (was jetzt meine sicht ist)




    da gibt es unendliche beispiele, die sich nicht auf die katholische kirche beschränken,
    sondern wie ich das nenne "systemübergreifend" wirken.




    so richtig bewußt geworden, ist mir das erst durch die buddhistischen nahkontakte,
    und ich glaub auch, grad die doublebinds, die alle religionen intus haben,
    die müssen einem schon mal so richtig aufgefallen sein, meint, man muß sich dran verheddert haben,
    und an die wand gefahren sein, um zu sagen, ne, leute, da seit ihr kein bißchen anders, als andere anderen,
    und ihr kriegt da was gehörig durcheinander, das ist nicht zum besten der meschen,
    das ist zum besten des systems..., hier stimmt was nicht...




    ich für mich geh davon aus, dass in allen glaubensrichtungen was drin ist, was gehalt hat,
    aber das muß jeder für sich selber raus finden was das ist,
    und zu seiner eigenen entscheidung kommen.
    braucht aber, dass man sich die inhalte dessen, was da vermittelt wird, auch gibt,
    und wer macht das schon...
    doch eigentlich nur der, der schon mal satt auf die schnauze gefallen und liegen geblieben ist...




    schopenhauer nennt religion "metaphysik fürs volk”, ich find das schon passend. obwohl ich finde,
    der vergleich mit dem opium triffts auch ganz gut.




    glauben soll da helfen, wo die echten antworten fehlen und auswege anbieten. aber ich find, dazu muß
    jeder auch im blick haben, wann die glaubensrichtungen entstanden, in welche zeit und welches wissen
    damals - im vergleich zu heute - vorhanden war. damals hat es das gebraucht, das war wichtig für die
    menschen, und der glauben erfüllte die selbe funktion wie die märchen. es ging um die gleichnisse und
    ableitungen daraus. jetzt in unserem kulturkreis, muß man auch im blick haben, wie lange die messe in
    latein gelesen wurde, und wie lange es brauchte bis die bibel in deutsch erschien, und wer damals lesen
    konnte...




    ich find da spielt eine menge hinein, und heute geht es darum, die spreu (inhaltlich) bei allen, egal wie sie
    sich nennen, vom weizen zu trennen. das sind die anforderungen der heutigen zeit, aus meiner sicht...




    na ja, und wer im jahr 2014 den holocaust als karma der juden bezeichnet, der sollte für meine begriffe,
    seinen geschirrschrank ordnen..., habe auch von jenen gehört, die mönche bewegen die wolken mittels
    ihren fingern..., aber diese menschen hatten physik in der schule..., und um zu verstehen wie das
    funktioniert mit den wolken, reicht sonderschule....




    also ich bin da im moment noch sehr heftig drauf, was solche glaubensgeschichten angeht..., anderer-
    seites, gab es einen amerikanischen präsidenten, bush sein name, der ließ die evulotionslehre aus dem
    lehrplan streichen, weil sie nicht zur bibel paßte... lang ist das noch nicht her...


    von daher..., ganz, ganz schwieriges thema...



    lg
    salamander


    ++++


    deinen post jetzt erst gelesen....


    huia, ist da einer auf's glatteis geraten...


    bei den mystikern könnte ich dir helfen, aber mach mal schön deine hausaufgaben
    von der jüdischen seite, fällt die kabbala hinein...


    so..., und jetzt darfst du dich auf die suche machen...
    ich sag ja, in allem = was drin, nur finden muß man's, darum geht's...
    is wie bei aschenputtel, die guten ins töpfchen, die schlechten ins kröpfchen...
    Geändert von salamander ( 7.01.2014 um 14:48 Uhr)

  9. #199
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 2.680

    AW: ADHS und Religion/Spiritualität

    salamander schreibt:
    so richtig bewußt geworden, ist mir das erst durch die buddhistischen nahkontakte,
    Na klar - weil die buddhistische Denke neuer und weniger vertraut ist fällt Dir sowas schneller auf.
    Das mit dem man aufgewachsen ist, das durchschaut man lange nicht so leicht. Auch wenn man schon lange gerochen hat, dass da irgendwas ... irgendwas .. faul ist
    und ich glaub auch, grad die doublebinds, die alle religionen intus haben,
    die müssen einem schon mal so richtig aufgefallen sein, meint, man muß sich dran verheddert haben,
    und an die wand gefahren sein, um zu sagen, ne, leute, da seit ihr kein bißchen anders, als andere anderen,
    und ihr kriegt da was gehörig durcheinander, das ist nicht zum besten der meschen,
    das ist zum besten des systems..., hier stimmt was nicht...
    Da kann ich Dir leider versichern, dass auch diese double-binds kein Privileg von religionsvertretern ist.
    Auch mit sogenannter "psychologisch fachlicher" Begleitung kann man ganz schön gegen die Wand gedonnert (werden), schneller als man sich davor schützen kann.

    Klar - besser ein guter Psychologe als ein mittelmäßiger Seelsorger.
    Umgekehrt aber auch:
    Ein guter Seelsorger kann wirklich ein Segen sein.
    Und wenn man an jemanden geraten ist, der "das hat, was man nicht lernen kann" wie ich es immer nenne), dann:
    Besser ein guter Seelsorger als ein mittelmäßiger Psychologe.


    ich für mich geh davon aus, dass in allen glaubensrichtungen was drin ist, was gehalt hat,
    aber das muß jeder für sich selber raus finden was das ist,
    und zu seiner eigenen entscheidung kommen.
    braucht aber, dass man sich die inhalte dessen, was da vermittelt wird, auch gibt,
    und wer macht das schon...
    doch eigentlich nur der, der schon mal satt auf die schnauze gefallen und liegen geblieben ist...
    Ich brauch vielleicht niemanden, der mir sagt, wie Gott ist - aber einen Austausch, in dem ich herausfinde, was für mich wichtig ist - den sollte es schon geben. Denn sonst passiert auch zu leicht, dass ich mir selbst was vormache.
    Der Austausch sollte immer auch dazu dienen, sich und seine Vorstellungen in Frage stellen zu lassen.
    Das ist wichtiger, als "den eigenen Standpunkt" klarzumachen oder jemanden davon zu überzeugen.

    Für mein Teil ist die Frage durchaus die:
    Was für eine "Spiritualität" im weitesten Sinne kann ich mir eigentlich (noch) für mich vorstellen? Denn vieles, was ich da mal geglaubt habe, geht längst nicht mehr.
    Aber dass da gar keine spiritualität geht - das denk ich dann auch wieder nicht.
    Was ist dann eine "spiritualität" für mich?


  10. #200
    salamander

    Gast

    AW: ADHS und Religion/Spiritualität

    Du stellst Fragen....



    jetzt antwortet das einfache und schlicht gestrickte gemüt....



    Spiritualität =


    ... wenn du z.b. in der sonne sitzt und dich deines lebens freust, einfach weil du jetzt hier bist.

    ... du hunden zuguckst, wie sie über die grüne wiese fetzen und sich des lebens freuen

    ... du die dinge sein lassen kannst wie sie sind, dich an ihnen freuen, und sie nicht mehr hinterfragen und erklären willst, sondern sein lassen kannst.

    ... wenn du ein schönes bild, gemälde, skulptur, kunstwerk anschaust, ergriffen bist und es einfach zuläßt...

    ... wenn du einen raum betrittst, den vor die abertausende betreten haben, nicht weißt was für ein raum es ist, und was die abertausenden davor mit diesem raum verbanden und du spürst etwas, was dich berührt, läßt es einfach zu und geschehen, kannst es genießen und hinnehmen, und brauchst dich gar nichts fragen, kannst es einfach geschehen lassen, so wie's ist. da passiert was mit dir, von dem du ned weißt was es ist, und wie es wirkt..., aber gut tut's dir. damit paßt's.




    und wochen, monate später schaust du nach, ja was war das jetzt nochmal für ein raum/ort, wo ich da war und es mir ging, wie es mir ging....
    und dann findest du raus, was das war..., wofür der war..., und dass du ohne es zu wissen, genau das gespürt und gefühlt hast, was dort sein soll...



    was die einen suchen, wollen und (zwanghaft) erstreben, aber nicht finden...
    die anderen gar nicht suchen, weil sie nie auf solche ideen kämen... sondern ihnen einfach so, aus heiterem himmel, geschenkt wird...



    das ist für mich jetzt spiritualität, gibts überall im leben,
    braucht man bloß hinschau'n, dann kommt's ganz von selbst...





    anderes bsp. auch ein ganz schräges. aus einem buddhistischen nahkontakt. da wurde mir gesagt, man strebt da nach weisheit.
    (hat bei mir den effekt...)



    jessas, na! nach weisheit streben, wo gibts'n sowas..., wer kommt' denn auf solche ideen...???
    (ich ganz sicher ned....)





    aber, gefragt hab ich man dann schon, was is'n weisheit???
    ich hab meine eigenen antworten gefunden, nicht weil ich danach strebe, im buddhistischen sinne (das ist mir zu verkopft...)

    und mir kam da der gedanke, weisheit ist nichts, wonach ein mensch streben kann.
    weisheit ist ein geschenk des lebens, die kommt von selbst, und je mehr einer danach strebt, je weiter weg geht sie,
    weil dieser mensch das wesen der weisheit nicht versteht...



    dann kamen mir aber auch noch ganz andere sachen, denn dieses buddhistische konzept, hat mich ganz narrisch g'macht!
    so sätze, die es in dialekten gibt, und die ich auf reha ganz hautnah an mir selbst erlebt hab...

    ... es braucht so lang wie's braucht...
    ... wenn's einfach ned geht, dann geht's einfach ned...
    ... s' paßt...


    oder in einem ziemlich coolen bayernkrimi mit michael fitz, wo auf einmal so ganz alte sätze aus großvaters zeiten reaktiviert wurden, wie:

    ... habe die Ehre. (bei Begrüßung)
    ... laß ma's guad sei



    da bin ich senkrecht gestanden! das ist, was diese in meinen augen "religiösen fanatiker" wollen, was im leben selbst längst
    ist. die zieh'n sich da bücher, schriften, erklärungen rein, wo ein doublebind den nächsten jagd, eine wahre pracht...! dabei
    findet das was sie suchen, im direkten leben und direkt vor ihren augen statt und sie sehen's nicht.




    für mich ist spiritualität, das leben selber sehen können. und manchmal ist spiritualität auch, einen ster holz zu haken,
    da kommen einem ideen und "erleuchtungen", nach letztem streben die buddhisten ja ganz besonders mit ihrem ohm und
    meditieren, da kann keine technik mithalten, und sei sie noch so alt, all das worum es - wieder aus meiner sicht - allen geht,
    ist im direkten und echten ganz leicht und ohne umwege zu finden... hinschau'n muß der mensch, und hinhören auch...



    und nochmal zum meditieren, das machen die katholiken mit ihren rosenkränzen, und die moslems mit ihren gebetsketten,
    die suffis mit ihren tänzen. ist alles das selbe, nur nennen sie's alle anders, heben es aus dem kontext des normalen lebens,
    und ab da wird's schwierig, weil jeder sein eigenes süppchen kocht.



    ja, ich bin da jetzt auch ein fundamentalist geworden



    kannst du mit den antworten was anfangen? oder sind die zu "kryptisch-einfach"????



    in jedem fall hat spiritualität rein gar nichts mir irgendwelchen glaubensrichtungen zu tun, AUS MEINER SICHT,
    sondern ganz allein mit dem leben selbst...


    LG
    Sala

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