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Diskutiere im Thema Schuldintegration - die Angst wird immer größer! im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 139

    Ausrufezeichen Schuldintegration - die Angst wird immer größer!

    Guten Abend liebe Chaoten,

    Bei meiner Vorstellung hatte ich ja bereits geschrieben, dass ich einen "Krankheitsverlauf" schreibe - also einen sehr sehr langen Bericht, wo ich die Hintergründe und Mechanismen des Verlaufs meiner ADHS-Problematik (sowie Komorbiditäten - Zwangsstörung, Persönlichkeitsstörungen usw.) hervorheben will. Das eigentliche Ziel bei der ganzen Sache ist, dass ich herausfinden will, ob ich ein Mistkerl oder doch der "absolute Über-Engel" bin. Ich weiß zwar nicht wie das bei euch ist, aber ich kenne persönlich Niemanden dessen Selbstbild sich so radikal ändern kann, wie bei mir selber - jemand kann kommen und ein paar Beispiele aus meinem Leben hervorheben und ich denke dann ernsthaft, ich bin ein bösartiger, erbärmlicher Parasit. Und dann kann jemand Anderer kommen und wieder ein paar Beispiele aus meinem Leben hervorheben (dieses Mal positive Beispiele) und ich komme mir dann ernsthaft wie ein absoluter Engel vor. Es ist wirklich erschreckend wie stark bei mir die Selbstwahrnehmung schwankt - jetzt nicht nur auf "gute und böse Taten" bezogen. Auch bei anderen Betrachtungspunkten schwanke ich zwischen den Extremen - es gibt Momente, da komme ich mir wie ein absoluter Versager vor (und diese Selbsteinschätzung überwiegt - wahrscheinlich 80-90% meiner gesamten Selbsteinschätzung) und dann gibt es Momente, da komme ich mir wie ein absolutes Genie/"Übermensch" vor - es ist ja auch durchaus so, dass ich den "Stinos" in nicht wenigen Punkten deutlich bis weit überlegen bin.

    Dieses Spiel habe ich satt. Im November 2012 hatte ich einen schweren Nervenzusammenbruch (der selber durch Selbstzweifel ausgelöst wurde!) und in diesen Wochen trafen mich Selbstzweifel und Schuldgefühle am Schlimmsten. Ich hatte wirklich das Gefühl, dass ich nah am Abgrund stehe. Im Laufe der Monate wurde mir klar, dass ich mir massiv Unrecht getan habe - zumindest in einigen Punkten. Es ist Fakt, dass ich viel Scheiße gebaut und mich jämmerlich verhalten habe. Aber auch das Gegenteil davon ist Fakt. Das Schlimme ist, es scheint entweder alles ineinander vermischt zu sein oder aber ich habe eine negative Fehleinschätzung über mich selber oder bewerte Alles aus der negativen Sichtweise - ich weiß es nicht. Ich weiß nicht, wo ich mich wirklich schuldig oder verantwortlich fühlen sollte und wo nicht. Seit diesem Nervenzusammenbruch scheinen bei mir weder Herz noch Verstand richtig zu funktionieren - den wenn das Herz nicht richtig funktioniert, dann kann man mit einem gesunden Verstand zu einem korrekten Ergebnis kommen und umgekehrt.

    Meine Zwangsstörung spielt hier sicherlich eine sehr große Rolle (ADHS alleine kann hier nur wenig "Schaden anrichten") - ich habe über alle möglichen Aspekte meines Lebens Zweifel gehabt, was dann zu Angst führte. Später stelle sich heraus, dass das alles Nonsens und der Zweifel ungerechtfertigt war. Meine Zwangsstörung ist ausgebrochen kurz bevor ich 17 Jahre alt wurde, und seitdem quälen mich immer wieder Zweifel über alle möglichen Dinge. Aber Selbstzweifel und Schuldgefühle hatten noch nie einen solchen Schweregrad gehabt, wie es seit November 2012 der Fall ist.

    Die Situation hat sich seit letzten Dezember deutlich verbessert, aber im Kern hat sich nichts verändert - ich weiß immer noch nicht, wie mein "Gesamtbild" aussieht. Das ich kein Engel bin das weiß ich (oder glaube ich) - wollte ich auch nie sein. Ich will aber wenigstens wissen, was bei mir überwiegt - dann weiß ich wenigstens, ob ich mich lieben oder hassen muss. Ich will wissen, ob ich Täter oder Opfer bin. (Ich persönlich bin immer noch der Überzeugung das ich das Opfer bin - aber da ich selber viel Mist gebaut habe, nützt mir diese Überzeugung nichts)

    Genau deswegen schreibe ich diesen Krankheitsverlauf zusammen, wo ich alle möglichen Winkel meines Lebens beleuchte und jeglichen Mist, den ich im Leben gebaut habe, habe, reinschreibe. Sobald es fertig ist, will ich es hier im Forum veröffentlichen - anhand eures Feedbacks will ich dann zu einem "Gesamtbild" kommen. Ich will im Grunde genommen eigentlich auch nur wissen, ob der Mist, den ich gebaut habe, sich im "Normbereich von ADHS" befindet (also normal für ADHS-Verhältnisse) oder ob es doch Dinge gibt, die auch unter ADHSlern ein No-Go sind. Überhaupt habe ich schon seit Längerem das Gefühl, dass wir ADHSler im Kern die besseren Menschen sind. Ich schäme mich ja auch nicht für jeden Mist (sprich, nach meiner Definition ist es kein Mist) sondern nur für bestimmte Dinge, wo ich ernsthaft die Angst habe, dass sie inakzeptabel sind.

    Das Problem ist, mein Bericht will nicht enden - er jetzt schon bestimmt über 50 (gedruckte) Seiten lang (ich schreibe es auf meinem Computer auf) und ein Ende ist nicht in Sicht. Es ist wieder die Kehrseite des Perfektionismus - je präziser ich meine Situation vermitteln will (damit ihr euer Feedback dazu geben könnt) umso schwieriger ist es für mich, auf den Punkt zu kommen und sich auf wesentlich Informationen zu beschränken. Aber diese Unfähigkeit für das Wesentliche habe ich auch in vielen anderen Lebensbereichen - z.B. auch beim Abarbeiten von Schulstoff.

    Mein JETZTIGE Angst ist, dass ich es nicht rechtzeitig schaffe, diesen Bericht fertigzuschreiben - es müssen garantiert noch weitere geschätzte 10 Druckseiten geschrieben werden und selbst darüber wäre ich glücklich. Am 18. Juli werde ich wahrscheinlich in der Türkei sein - erneut wegen Behandlung (dort im Speziellen wegen meiner aktuellen Problematik - Zwangstörung und Selbstzweifel/Schuldgefühle). Das heißt, mir bleiben im Grunde nur noch 10 Tage Zeit. Theoretisch könnte ich es auch dort weiterschreiben und dann hier veröffentlichen, aber das wäre dann höchstwahrscheinlich schon viel zu spät. Außerdem habe ich weitere Ängste:

    - Sollte ich es wirklich schaffen, diesen Bericht fertigzukriegen, dann wird es viele intime Details beinhalten - anders geht es ja auch gar nicht, denn ihr sollt das ja auch reflektieren können. Und jeder weiß, dass alles, was im Internet veröffentlicht wird, auch missbraucht werden kann! (AUCH wenn ich es im Tagebuch-Forum veröffentliche)

    - Der Bericht ist jetzt schon extrem lang. Da ich (wahrscheinlich) selber ADHSler bin, weiß ich, dass ich sich kaum einer einen derart langen Text vollständig durchlesen wird. Ich habe den Text deswegen strukturiert und ein Inhaltsverzeichnis angelegt (welches ich dann am Anfang des Postings setzen werde), damit dann jeder sich die Stelle des Textes durchsuchen kann, die ihn/sie *jetzt gerade* interessiert. Trotzdem habe ich die Angst, dass es sich nur wenige Leute durchlesen werden und dass NOCH weniger Leute überhaupt darauf antworten werden.

    - Überhaupt habe ich Angst, dass ich trotz allem das eigentliche Ziel (Schuldintegration, euer Feedback dazu) nicht erreichen werde.

    Ich arbeite nun seit über 6 Monaten an diesem Bericht und es ist immer noch nicht fertig. Und mit jedem Tag, an dem es nicht fertig wird, verstärkt sich das Gefühl der Enge. Diese Schuldgefühle und Selbstzweifel loszuwerden *oder* (falls sie berechtigt sind) ein realistisches Gesamtbild von mir zu bekommen, haben für mich höchste Priorität.

    Am Liebsten würde ich einfach NUR das reinschreiben, was ich getan habe - also meine (vermeintlichen) Missetaten und meine (vermeintlich) verachtenswerten Verhaltensmuster.

    Ich muss anmerken, dass ich nichts wirklich Schlimmes getan habe - aber diese Schuldgefühle und Selbstzweifel werde ich trotzdem nicht los...

    So, Vielen Dank erstmal fürs Durchlesen...

    Oxygen

  2. #2
    Holdibaldi

    Gast

    AW: Schuldintegration - die Angst wird immer größer!

    Hallo Oxygen,

    auch mein Selbstbild ist zerfressen und eine einzige Katastrophe - mehrmals täglich kann ich (an schlechten Tagen) zwischen der Idee, ich sei ein außergewöhnliches Genie und der Überzeugung, der letzte Abschaum zu sein, schwanken.

    Obwohl ich häufig positive Bestätigung erfahre, kann ich mit Lob nicht umgehen, schiebe es entweder von mir, relativiere es oder nehme es zum Anlass, mich wieder für ein Ausnahmetalent zu halten. Es ist einfach grauenhaft und zermürbt einen im Laufe der Zeit, ich kann das auch kaum noch aushalten.

    Wehe andere kritisieren mich, da bricht sofort die Welt zusammen.

    Ich finde du schreibst sehr anschaulich; viel Glück bei der kommenden Therapie, möge uns trotz (oder gerade wegen) aller vergangener Unbill am Ende eine selbstgewissere Zukunft vergönnt sein!

    Holdi

  3. #3
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 139

    AW: Schuldintegration - die Angst wird immer größer!

    Holdibaldi schreibt:
    Ich finde du schreibst sehr anschaulich; viel Glück bei der kommenden Therapie, möge uns trotz (oder gerade wegen) aller vergangener Unbill am Ende eine selbstgewissere Zukunft vergönnt sein!

    Holdi
    Amen!

    Also was ich oft erlebt habe (und immer noch erlebe) ist, dass ich dort gelobt werde, wo ich selber nichts davon halte und an anderer Stelle stolz auf mich bin, wo dann aber die Anderen eine ablehnende Haltung annehmen

  4. #4
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 266

    AW: Schuldintegration - die Angst wird immer größer!

    Hallo Oxygen,

    das ständig wechselnde Selbstbild ist mir ebenfalls geläufig. Dazu brauche ich nicht ein mal das Feedback meiner Umgebung, ich bin also durchaus selbst in der Lage, mein Selbstbild in der einen Minute auf Händen zu tragen, um es in der nächsten wieder in den Boden zu stampfen .

    Du schriebst, dass du dir endlich Klarheit verschaffen willst, ob du der Täter oder das Opfer bzgl. bestimmter Verhaltensweisen bist. Die Frage nach einem Täter verlangt gezwungenermaßen einen Schuldbegriff auf den Tisch. Ich denke, dass das der falsche Ansatz ist, weil der Versuch, das eigene Verhalten in wertende, verurteilende Formen gießen zu wollen einen sehr großen Druck erzeugt. Versuche mal, dich von solchen Begrifflichkeiten zu lösen und wertfreier zu schreiben. Für deine Gedanken und Emotionen brauchst du keine Schubladen.

    Ist dieser Bericht, den du anfertigst, für dich als so eine Art Tagebuch gedacht oder musst ihn beim Arzt vorlegen? Darf ich auch fragen, weshalb du dich für eine Therapie/Diagnose in der Türkei entschieden hast?

    LG
    Absentia
    Geändert von Absentia ( 8.07.2013 um 22:50 Uhr) Grund: Fehlerkorrektur

  5. #5
    Holdibaldi

    Gast

    AW: Schuldintegration - die Angst wird immer größer!

    Oxygen schreibt:
    Amen!
    Ich bin heute Abend schlecht drauf, habe gerade meinen Sitzball verprügelt, also sei gewarnt und werd' nicht frech!
    Sonst:

    Holdi

  6. #6
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 139

    AW: Schuldintegration - die Angst wird immer größer!

    Absentia schreibt:
    Du schriebst, dass du dir endlich Klarheit verschaffen willst, ob du der Täter oder das Opfer bzgl. bestimmter Verhaltensweisen bist. Die Frage nach einem Täter verlangt gezwungenermaßen einen Schuldbegriff auf den Tisch. Ich denke, dass das der falsche Ansatz ist, weil der Versuch, das eigene Verhalten in wertende, verurteilende Formen gießen zu wollen verursacht einen sehr großen Druck. Versuche mal, dich von solchen Begrifflichkeiten zu lösen und wertfreier zu schreiben. Für deine Gedanken und Emotionen brauchst du keine Schubladen.

    Ist dieser Bericht, den du anfertigst, für dich als so eine Art Tagebuch gedacht oder musst ihn beim Arzt vorlegen? Darf ich auch fragen, weshalb du dich für eine Therapie/Diagnose in der Türkei entschieden hast?

    LG
    Absentia
    Also erstmal zum Bericht: Es ist ein äußerst detaillierter Krankheitsverlauf - also Hintergründe und Mechanismen von psychischen Problemen, Faktoren für die Ausprägung des Krankheitsbildes, Verlauf der Denk- und Problemlösungsmechanismen - im Grunde genommen ALLES über die geistige und emotionale Dimension meines Lebens. Der Sinn dieses Krankheitsverlaufs ist nicht nur die Schuldbewältigung sondern auch ein allgemeines Feedback (also ob manche meiner Lebenskonzepte falsch/unrealistisch sind usw.). Dieser Bericht ist keine Verpflichtung - ich mache das freiwillig und will ihn auch meinen Ärzten zukommen lassen. Manche meiner Ärzte haben immer noch Zweifel daran, dass ich ADHS habe - sie vermuten stattdessen Asperger/Autismus. In der Tat habe ich auch eine ganze Handvoll Verhaltensmuster, die man dem Autismus-Spektrum zuordnen kann. Ich selber aber bin dennoch eher der Meinung dass die ADHS-Anteile überwiegen.

    Diese Ärzte kommen deswegen zu diesem Schluss, weil Methylphenidat (welches ich von Kindheit an bekam) nichts an meiner motorischen Aktivität änderte. Auf meinen Wunsch hin wurde 2009 eine Probetherapie mit Dextroamphetamin durchgeführt (bis zur höchsten Dosierung von 40mg) bei der ich subjektiv nichts Positves gemerkt habe. Im Gegensatz zu Methylphenidat wirkt Amphetamin bei mir dämpfend. Methylphenidat wirkt bei mir aufputschend (zumindest die letzten Male wo ich es genommen habe - wie es genau in der Kindheit gewirkt hat weiß ich nicht mehr) und Amphetamin dämpfend (es fühlt sich wirklich so an, als ob ich "ruhiggestellt" wäre ohne sediert zu sein - ob das bei Dextroamphetamin genauso war, weiß ich nicht mehr genau). Ich weiß immer noch nicht, WIE Stimulanzien genau bei ADHS wirken *sollten* - als ich 2009 Dextroamphetamin ausprobierte, erhoffte ich mir davon eine Antriebssteigerung/Energie/Motivation weil diese Dinge schon seit meiner Jugend ein Kernproblem bei mir waren. Es könnte also durchaus sein, dass ich eine falsche Erwartung von der ADHS-Medikation habe.

    Zu deiner Frage über die Türkei: Ich bin Türke und war auch ein paar Mal in der Türkei in stationärer Behandlung. Ich will deswegen in die Türkei, weil ich dort einen Psychiater habe, der mich schon seit Jahren kennt - er ist auf die Behandlung von Zwangsstörungen spezialisiert und da die dortigen Psychologen mehr Erfahrung über die türkische Kultur (und auch über den Islam) haben, halte ich es durchaus für möglich, dass man mich dort besser "versteht" (zumindest manche Symptome besser nachvollziehen und kommentieren kann).

    Zu deinem ersten Absatz (Sinn der "Schuldfrage"): Du hast Recht, aber irgendwie muss ich ein stabiles und realistisches Bild von mir bekommen, oder? Und das Problem ist ja, ich weiß nicht wo ich Schuldgefühle haben sollte und wo nicht - auf dieses ewige Hin- und Her habe ich keinen Bock mehr. Und damit das aufhört, muss ich mir wenigstens in einigen Punkten sicher sein. Mir ist klar, dass ich diese Schwankungen nicht vollständig wegkriege (zumal das wahrscheinlich ein ADHS-Symptom ist) aber wenn ich ein halbwegs realistisches Gesamtbild habe, dann kann ich auch Belastungen (solcher Art) besser standhalten - also weniger Fehleinschätzungen über das Selbstbild.

    Oxygen

    Edit: Meine Krankenkasse erlaubt leider nur 20 Stunden/Sitzungen Psychotherapie im Jahr - die will ich jetzt in der Türkei nutzen.

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 25

    AW: Schuldintegration - die Angst wird immer größer!

    Holdibaldi schreibt:

    Obwohl ich häufig positive Bestätigung erfahre, kann ich mit Lob nicht umgehen, schiebe es entweder von mir, relativiere es oder nehme es zum Anlass, mich wieder für ein Ausnahmetalent zu halten. Es ist einfach grauenhaft und zermürbt einen im Laufe der Zeit, ich kann das auch kaum noch aushalten.

    Wehe andere kritisieren mich, da bricht sofort die Welt zusammen.



    Holdi

    Genauso wie bei mir, bloss bei Kritik, raste ich massiv aus oder vergrabe mich hinter meinem seelischen Panzer und lasse alles an mir abprallen.

    Bis ich dann soweit bin, das als nächstes von mir nur Vorwürfe an den anderen geworfen werden, leider trifft es stets meine Partnerin....

    Bin ich dann mal wieder die Mauern runterlasse, können Stunden oder sogar Tage vergehen.

  8. #8
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 1.004

    AW: Schuldintegration - die Angst wird immer größer!

    Wenn unbegründet Angst vor etwas fernhält, dann wäre das Ziel interessant, wohin Du hinkommen willst, also konkret. Dann kann'st du Dich zunächst auf 3 Ängste konzentrieren und die langsam bearbeiten.

    Z.B beim Thema Von den Eltern ausziehen?
    Was sind die blockierendsten 3 Skrupel?

    Lg
    Geändert von Loyola ( 9.07.2013 um 00:57 Uhr)

  9. #9
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 139

    AW: Schuldintegration - die Angst wird immer größer!

    Loyola schreibt:
    Wenn unbegründet Angst vor etwas fernhält, dann wäre das Ziel interessant, wohin Du hinkommen willst, also konkret. Dann kann'st du Dich zunächst auf 3 Ängste konzentrieren und die langsam bearbeiten.
    Lg
    Das Ziel ist offentsichtlich: Nie wieder Schuldgefühle, wo sie nicht gerechtfertigt sind. Das eigentliche Ziel: keine Angst mehr spüren müssen, sich selber nicht hassen oder schämen müssen. Ich will endlich einen Zustand erreichen, wo ich mein Leben selber in die Hand nehmen kann - ohne Unterbrechung von außen.

    Edit: Was meinst du eigentlich mit "3 Ängste" ?

  10. #10
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 1.004

    AW: Schuldintegration - die Angst wird immer größer!

    Welche drei Skrupel hindern Dich z.B. von den Eltern ausziehen? Bist ja 26.
    Lg

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