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Diskutiere im Thema Was für Rückmeldungen bekommt ihr nach ADS Diagnose als Erwachsener im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #11
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 36
    Forum-Beiträge: 112

    AW: Was für Rückmeldungen bekommt ihr nach ADS Diagnose als Erwachsener

    datBär schreibt:
    lieber sugus,

    du überschätzt die Wirkung, die eine Diagnose hat. Es ist sicherlich eine Befreiung, zu wissen wie das dingsada heißt.

    Auch ich hatte/habe sehe die überbordene ADS/ADHS Diagnosestellerei kritisch, insbesondere weil die erforderlichen der Strukturen nicht geschaffen werden sonders eine Schonungebung schafft (aus Unkenntnis). So ist schlechte Erziehung zum.Markenzeichen von ADHS für viele Menschen geworden.

    Für den Betroffenen, der erst als Erwachsener diagnostiziert wird, fällt erstmal der Stein des "Warum bin ich anders" ab, jedoch nicht der Stein seiner Persönlichkeit und seines Lebens. Diesen eigenen Stein sollte man bearbeiten. Die Diagnose gibt dazu tolle Möglichkeiten und die ADS/ADHS Foren können da helfen.

    Wusstest du, das du eine Begabung zum Multitasking als ADSler hast? Probier das mal aus, wie die Begabung umsetzbar ist und in welchen Grenzen.

    Hast schon gelesen, das du aufgrund der (wahrscheinlichen) überdurchschnittlichen Kreativität ein Problemlöser bist?

    Wußtest du, das du unter kurzfristigen Stress völlig cool bleibst und konzentriert (so wie dich keiner kennt) deine Aufgaben routinierst abarbeiten kannst?

    und stell dir vor, wo andere nur einen Film sehen, kannst du glleichzeit 4 sehen, dank Kopfkino ..


    Und jetzt weißt du sogar, das du mit deinen Gedanken sprungen leute überforderst und du mit einer kleinen Checkliste (Block) dich besser organisierst und Rücksicht uff die anderen Stoffels könntest. .

    Du hast also ein Kasten mit Talenten bekommen, die vielleicht nicht perfekt immer in deiner Mitwelt einfügen. Die Talente in deinem Kasten musst du selbst herausfinden und kultivieren. ADS ist keine Entschuldigung für etwas nicht können, sondern andere Sachen besser zu können und bestimmte dinge anders zu tun. Und weil es keine Entschuldigung ist, musst du dich dafür auch nicht entschuldigen oder bei anderen rechtfertigen.
    Vielleicht brauchst du etwas länger, um deine Fähigkeiten zu erkennen und daraus für dich persönlich Freude zu schöpfen .. aber viele im Forum beweisen dies immer wieder.
    Du weißt sogar aufgrund deiner Diagnose deine potenziellen Schwächen, die du abmildern kannst.

    Gibt nicht auf, gönne niemanden die Freude an deiner Niederlage - suche das Kästchen mit deinen Talenten solange du die Kraft dazu hast um DEIN Leben zu leben und zu genossen.

    "Das Leben ist wie ein Fahrrad. Man muss sich vorwärts bewegen, um das Gleichgewicht nicht zu verlieren." - Albert Einstein
    Boah datBär, das hast du toll geschrieben, das ist Hammer *sprachlos*

  2. #12
    N o r d f r a u

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 62
    Forum-Beiträge: 8.213

    AW: Was für Rückmeldungen bekommt ihr nach ADS Diagnose als Erwachsener

    Die Allgemeinheit ist noch nicht reif für ADHS. Deshalb ist "Reden Silber, Schweigen Gold".

    Die Nicht-Betroffenen halten einen für verrückt, die Betroffenen (die irgendwie mit ihrer ADHS
    zurecht kommen), sind die größten Kritiker.

    (Nach dem Motto: Die größten Kritiker der Elche waren früher selber welche.)

  3. #13
    Apollo_1012

    Gast

    AW: Was für Rückmeldungen bekommt ihr nach ADS Diagnose als Erwachsener

    Steintor schreibt:
    Die Diagnose hat mir sehr viel gebracht. Ich weiß nun, dass ich anders aber genauso gut bin, wie die Leute, mit denen man mich vergleicht. Mein Selbstwertbewusstsein ist massiv gestiegen. Ich weiß nun was ich will und was ich nicht will.

    Meines Erachtens liegt es an der Grundhaltung, die Du besitzt. Willst Du so werden, wie Dich Deine Eltern gern hätten oder willst Du einfach nur Du sein? Wenn Du Dich gern verbiegen möchtest, um in die Schablonen zu passen, die Andere für Dich entworfen haben, bringt die Diagnose natürlich nichts. Wenn Du zufriedener werden möchtest, dann kannst Du auf dem Wissen, dass Du ADS hast, aufbauen.

    Rückmeldungen? Man glaubt das mit dem ADS nicht. Ich rede auch nicht darüber. Sähe zu sehr nach Rechtfertigung aus oder schlimmer, wie eine Entschuldigung, dass ich ADS habe. Die Anderen gehtg das nichts an. Ich kümmere mich auch nicht um deren "Normalität".
    Ich kann das, was Steintor hier sagt, zu 100% unterschreiben. Es hat sich bei mir genau so ausgewirkt und außer meiner Frau weiß das keiner.

    Es tut mir richtig gut!

    LG
    Apollo

  4. #14
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 36
    Forum-Beiträge: 1.865

    AW: Was für Rückmeldungen bekommt ihr nach ADS Diagnose als Erwachsener

    Ich hatte da ziemliches Glück. Kommentar meiner Mutter: "Ich wusste schon immer, dass Du anders bist." Sie war eher erleichtert...

    Meine Schwester ist da auch seeehr skeptisch und meint, mit "guten Ratschlägen" aushelfen zu müssen (die ich allesamt eh schon jahrelang erfolgslos praktiziert hatte)... Ich hab dann irgendwann mal zu ihr gesagt, dass Sie mir doch bitte mal einen Elefanten aus Holz sägen soll. Sie hat mich groß angeschaut und gemeint das sie das nicht könnte. Daraus ergab sich folgender Dialog:

    "Kannst Du es nicht oder willst Du es nur nicht?"
    "Wie soll ich das denn können?"
    "Na komm, ich geb Dir Tipps. Ich kann das doch schließlich auch."
    Da war schon mal die erste Pause, bevor kam:
    "Ich hab gar nicht das Werkzeug dazu..."
    "Tja, dass ist natürlich dumm.. Dann kannst Du es wohl wirklich nicht. Aber was wäre, wenn ich Dir das passende Werkzeug dazu geben würde?"
    "Dann könnte ich es trotzdem noch nicht..."
    "Hmmm, ja man müsste dann wohl üben. Vielleicht wird es ja besser, vielleicht bekommst Du es dann sogar perfekt hin, so wie ich....."

    Da war dann endgültig Ruhe und sie sah sehr nachdenklich aus....

    Ansonsten wissen es nur meine engsten Freunde. Wobei da auch ein Pärchen bei ist, dessen Kinder selber betroffen sind. Der Papa hat mich dann mal abends eingeladen und mir Löcher in den Bauch gefragt, wie sich das ADHS bei mir bemerkbar macht, wie die Diagnose läuft, wie mit den Medis etc.
    Heute hat er selber die Diagnose.

    Für Außenstehende (auch Arbeitskollegen) habe ich eine Stoffwechselstörung im Gehirn, für die ich eben die Medis nehme. Genaueres weiß nur mein Teamleiter (zu dem ich aber generell ein sehr gutes, offenes Verhältnis habe).

    Kommentare, wie die deiner Mutter, werden Dir leider immer wieder begegnen (wobei es natürlich weh tut, wenn es von der engsten Familie kommt). Dagegen hilft nur ein dickes Fell und sich selber immer weiter informieren. Letztendlich kann man nur dann diesen Sprüchen mit einem gewissen Gleichmut begegnen (vielleicht auch Mitleid, weil sie alles glauben was in den Medien verbreitet wird und stolz auf ihr Halbwissen sind)...

    Je unsicherer man selber noch in diesem Thema ist, umso mehr lässt man sich von solchen Aussagen runterziehen.

    Mir hat die Diagnose auf alle Fälle sehr dabei geholfen, zu mir selber zu finden und meine Baustellen in Angriff zu nehmen. Auch dabei, nachsichtiger mit mir selbst zu sein, meinen Perfektionismus zurückzuschrauben und mir selber Zeit für Veränderungen zu geben.

    Ich bin nicht perfekt und will es auch gar nicht sein...
    Ich möchte mit mir und meinen "Besonderheiten" entspannt leben können. Das ist ein langer Prozess und manchmal geht man auch wieder drei Schritte zurück, statt voran. Im Endeffekt aber, habe ich für mich viel zum Positiven verändern können.

    Das habe aber ich (mit meiner eigenen Familie) geschafft und nicht meine Mutter oder meine Schwester oder irgendwelche Bekannten...

    Ich wünsch Dir alles Gute.

  5. #15
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 499

    AW: Was für Rückmeldungen bekommt ihr nach ADS Diagnose als Erwachsener

    Nietzsche schreibt:
    Wenn man's nicht hat, hat man leicht reden. Verordne ihr mal nen 36Stündigen Schlafentzug, spiel ihr dann 10 Filme gleichzeitig im schnelldurchlauf vor, lass dabei mehrere Radios laufen, schalt währenddessen schnell das Licht an und aus und lass sie dabei ein Sudoku ausfüllen. Mal schauen ob sie das schafft oder anfängt zu heulen.
    .
    Hahaha. Ich gründe eine Firma in der nur Leute mit AD(H)S oder Stinos, die diesen Test bestehen eingestellt werden. Super Vergleich. Ich habe keine Diagnose aber das beschreibt recht treffend was an einem normalen Tag durch meinen Schädel strömt

  6. #16
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 44

    AW: Was für Rückmeldungen bekommt ihr nach ADS Diagnose als Erwachsener

    Ich war auch eher enttäuscht über die Reaktionen der wenigen, denen ich von meinem Verdacht erzählt habe. Es ging von Ungläubigkeit ("dazu kriegst du dein Leben zu gut auf die Reihe") über Abwehr und Desinteresse. Meine Schwester war sofort völlig überzeugt von der Richtigkeit der Diagnose, zeigt aber null Interesse an meinen diesbezüglichen Problemen oder meinem Umgang damit.

    Man kann ganz sicher nicht generell sagen, ob Offenheit richtig oder falsch ist. Das kommt auf die Menschen und die Situation an. Ganz besonders kommt es aber auf die eigenen Motive bei der Offenlegung an. Ich finde, man sollte sich ganz ehrlich fragen, warum man es anderen mitteilen möchte. Ich wollte schon auch ein bisschen Absolution für diesen oder jenen Aussetzer. Das waren vielleicht nicht die besten Motive.

    Ansonsten gehören die Symptome zu mir und meinem Leben, und ich möchte mit den Menschen, die mir nahe stehen über Dinge reden können, die mich bewegen.

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