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Diskutiere im Thema Einsamkeit im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 49

    Einsamkeit

    Wie geht ihr damit um?

    Was macht es mit Euch?

    Was bedeutet Tod für Euch?

    sweet

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 180

    AW: Einsamkeit

    Hi

    Wie ich mit einsamkeit umgehe ?
    Hm.... ich erleide sie im stillen ich kann da nicht viel gegen machen aber habe mich wohl irgendwie damit abgefunden :-)ich glaube viele menschen sagen ich fuehle mich so einsam aber ich glaube die meisten wissen garnicht was genau das bedeutet.

    Was das mit mir macht???
    Ich glaube man wird irgendwan dazu gebracht das man nicht mehr in der lage ist nicht mehr einsam zu sein! Und es macht einen natuerlich irgendwie traurig aber es macht einen vielleicht auch stark

    Was fuer mich tod bedeutet?
    Kann ich garnicht genau sagen ich finde es gehoert einfach zum leben dazu es ist zwar schlimm aber es ist der lauf der dinge!
    Deshalb kann ich garnicht sagen was das fuer mich bedeutet
    Man kann auf der natuerlichen art tod sein aber auch innerlich
    Deshalb kann ich glaube ich nicht vernuenftig auf die frage antworten

    Lieben gruß

  3. #3
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.856

    AW: Einsamkeit

    "Wenn dich alles verlassen hat, kommt das Alleinsein. Wenn du alles verlassen hast, kommt die Einsamkeit." Alfred Polgar

    Dieser Satz ist sehr interessant, weil er subjektiv ist, mich also als den Erkennenden darstellt. Einsamkeit wird für die meisten Menschen, mit Ausnahme von Eremiten, als negativ empfunden. Aber über allem steht die Frage, warum bin ich allein oder einsam? Haben mich die Menschen verlassen, weil ich den Anderen zur Last falle? Bin ich einsam, weil mich nicht in der Lage bin, mit anderen Menschen klar zu kommen? In den meisten Fällen bin ich selbst für mich und meine Einsamkeit oder mein Alleinsein verantwortlich. Nun muss ich noch klären, ob ich diese Rolle negativ finde oder ob ich lieber ein Eremit sein möchte. Mit den gewonnen Erkenntnissen könnte ich den Zustand des Alleinseins oder der Einsamkeit ändern.

    Ich habe längere Zeit die Einsamkeit gewählt. Nun habe ich keinen Bock mehr dazu und ändere das.

    Der Tod ist für mich der Zustand, in dem ein Körper nicht mehr metabolisiert. Ich denke nicht darüber nach, weil ich bis dahin viel zu erledigen habe.

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 203

    AW: Einsamkeit

    Einsamkeit findet nicht zuhause, in Abgeschiedenheit, sich ausgeschlossen zu fühlen, wen mann nicht oder denkt das dich niemand liebt oder akzeptiert.
    Einsamkeit ist das tiefe Loch in unseren Seele das uns nicht verlassen will. Oder wir es nicht los lassen wollen.

    Alles in meinem Leben habe mehr oder weniger im Griff, aber meine Spiritualität die mir das wichtigste ist, kann ich nicht ausleben. Damit komme ich nicht klar.

    Tod ist nur Übergang auf die nächste Ebene. Bei der letzten Messe meines Vaters habe ich gesehn und er mich! Wir haben uns verabschiedet und ich weis das es ihm gut geht.
    Und habe nicht eine Sekunde nach ihm getrauert, wie so auch? Es geht ihm gut!

  5. #5
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 1.004

    AW: Einsamkeit

    So empfand ich's bei meiner Oma auch. Habe keine Sorge um Sie und weiß, dass ihre Liebe immer da ist, weil sie aus einer unerschöpflichen Quelle kam.
    Lg

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 340

    AW: Einsamkeit

    Mein Vater ist heute genau vor 7 Jahren gestorben.

    Obwohl alle gesagt haben, die Trauer verblasst, ist das Leben nie wieder so geworden wie zu der Zeit als er noch da war.

    Meine Trauer bezieht sich nicht darauf, dass ich glaube, dass es ihm nicht gut geht, ich weiß, dass er es geschafft hat u. nun ein anderes besseres "Leben" hat. Die Trauer ist der Verlust.

    Auch heute sage ich bei manchen Themen aus Versehen noch, "lass uns den Papa anrufen u. fragen".

    Er war so Vieles für mich im Leben und hat mir die entscheidenden Sachen beigebracht, wie Toleranz, Regeln hinterfragen u. nicht sinnlos befolgen. Freigeist sein u. sich als Kosmopolit fühlen. Bewusst u. auch streng katholisch sein, aber ohne langes Aufhalten an irgendeiner nicht zu verstehenden Liebesmoral der Kirche.

    Ich hab lange gebraucht zu begreifen, was Nationalbewusstsein ist u. woher Berührungsängste mit Migranten etc. stammen bei anderen.


    Ich bin ihm unendlich dankbar.

  7. #7
    Lysander

    Gast

    AW: Einsamkeit

    Warum diese Kombination "Einsamkeit und Tod"? Da schrillen bei mir alle Alarmglocken.

  8. #8
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 284

    AW: Einsamkeit

    Die Einsamkeit ich muss sie ertragen, leicht ist das nicht. Ich stelle immer wieder fest die Einsamkeit ist tief in meinem Herzen und Verstand.

    Selbst verantwortlich zu sein weil ich einsam bin? Bestimmt an manchen Tagen und bei zuviel Trubel um mich herum ja.
    Es gibt für mich das Alleinsein wenn mir alles zuviel wird, ich mich distanzieren möchte besonders gerne wo viele Menschen aufeinander treffen.

    Und dann gibt es für mich das Alleinsein, wenn ich wieder feststelle, dass keiner da ist mit dem ich reden kann. Wenn ich wieder alles alleine auf die Reihe bringen muss und völlig überfordert bin.

    Was macht es aus mir? Ich falle in ein tiefes Loch.

    Der Tod. Oft denke ich mir wenn doch alles schon vorbei wäre. Aber na ja ich halte mich an den Satz den ich einmal hörte.
    Nach dem sterben ist es wie vor der Geburt. Oder auch zu vergleichen mit Nach dem Leben ist wie vor dem Leben.
    Alles was bleibt sind Erinnerungen ob gut oder schlecht müssen dann die entscheiden die sich erinnern.

    LG Zumania

  9. #9
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.856

    AW: Einsamkeit

    Lysander schreibt:
    Warum diese Kombination "Einsamkeit und Tod"? Da schrillen bei mir alle Alarmglocken.
    Das habe ich mich auch schon gefragt. Meine Meinung ist, dass Menschen, die Einsamkeit unerträglich finden, auch ein gewisses Interesse am Thema Tod haben. Interesse am Thema Tod muss nicht unbedingt mit Suizid einhergehen. Es kann auch die Frage umfassen, was wäre, wenn. Irgendwann hat man eine Antwort, nämlich dass es richtig scheiße ist, wenn man tot ist. Bis dahin redet man viel darüber.

    Ich bin der Ansicht, dass man das Thema Tod nicht verschweigen sollte. Leider ist das heute der Fall. Der Tod ist was Böses, über das man nicht redet. Heute kommt heimlich der Leichenwagen, holt im Morgengrauen, wenn noch Alles schläft, den Verstorbenen ab und schafft ihn weg. Irgendwann liest man die Todesanzeige in der Zeitung. Ich finde das schade. Ich selbst habe es noch erlebt, dass die Verstorbenen in der Wohnung aufgebahrt wurden. Man hat die Uhren angehalten, die Spiegel verhängt. Man konnte Abschied nehmen. Und man hatte ein Bewusstsein gewinnen können, dass der Tod einfach zum Leben dazu gehört. Die Trauer war insofern erträglich, als dass man sich in einer Gemeinschaft aufgehoben fühlte (heute ist man als Trauernder aussätzig).

    Und da dieses Thema tabu ist, ist es freilich für Viele ein spannendes Thema, das man vielleicht auch mal ausprobieren sollte. Um das aber zu verhindern, sollte man über Tod reden. Über Sex reden wir ja auch, obwohl es ein Tabu-Thema ist. Und seitdem wir über Sex reden, hat dieses Thema an Brisanz verloren.

  10. #10
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 1.004

    AW: Einsamkeit

    Gedanken zur Einsamkeit Jesu vor seinem Tod

    Ignatianische Exerzitien finden ja im Schweigen statt, 4 Wochen. Da ist jeder für sich, "allein", oft auch "All-eins". Aber wir können uns nicht austauschen, auch nicht in Blicken etc. Trotzdem fühle ich mich verbunden mit den Menschen beim Essen, mit der Natur auf Spaziergängen etc. Eine menschliche Gemeinsamkeit ist da, die ich gewohnt bin, wofür ich auch keine besondere Dankbarkeit empfand: Bis zur Betrachtung der sieben letzten Worte Jesu am Kreuz in der sog. "dritten Woche".

    Der Inhalt ist nicht viel für eine Stunde, doch bewegt mich der Eindruck bis heute, v.a. wie die Person Jesu selbst die Gottverlassenheit (!) teilt. Ignatius stellt aus einer Reihe von Stellen ((Joh 19, 23-37; Mt 27, 35-59; Mk 24-38; Lk 23, 34-46) typisch knapp zusammen:

    "J. sprach die sieben Worte am Kreuz:
    1. er bat für die, die ihn kreuzigten,
    2. er vergab dem Schächer;
    3. er empfahl dem hl. Johannes seine Mutter und der Mutter den hl. Johannes;
    4. er rief mit lauter Stimme: „Ich dürste", und sie reichten ihm Galle und Essig;
    5. er sagte, daß er verlassen sei;
    6. er sprach: „Es ist vollbracht";
    7. er rief: „Vater, in deine Hände empfehle ich meinen Geist."

    Der Unterschied zum Alleinsein und "Einsamsein" macht für mich seither v.a. die Lage aus, in die wir wie auch immer geraten sind: eine unausweichliche innere oder äußerliche Krisensituation mit extremem, persönlichem Leidensdruck. Eine Lage, wo keiner mehr mitgehen kann. Wo unsere Handlungsspielräume bzgl. der Beziehungen, körperlich, geistig oder sonstwie auf einen Quadratmeter zusammengeschrumpft sind. Übliche zwischenmenschliche Gewohnheiten, auf die wir eingespielt sind, sind weg, sie kommen nicht und können – egal, ob aus vernünftigen Gründen – einfach nicht "abgerufen" werden. Zwar von Menschen umgeben, aber die verstehen nicht, was nötig ist oder finden - warum auch immer - das Nachtreten für sinnvoller, als zu helfen. Eher Essig als Wasser.

    Dann bin ich nicht nur allein, sondern einsam: Die Sehnsucht, verstanden zu sein, verschlimmert den Schmerz. Hin und wieder die Vermutung: Wer mitfühlen, verstehen und helfen würde, bekäme noch Ärger. Sicher sind's strukturelle Gründe, von der üblichen Mutlosigkeit zu schweigen, mit der ja zu rechnen war. Soziale Normen, die wir für üblich und tragfähig gehalten haben und denen wir uns selbst verpflichtet fühlen, gelten in so einer Lage auch nicht mehr und für Sekunden beginnt das schmerzhaft arationale Annehmen der Tatsache, dass wir dem unwiderruflichen Ende einer Sache, an der wir wie an unserem Leben hängen, nicht entkommen. Der Schmerz ist größer, als dass wir uns noch am Trost an einem zwitschernden Vogel, der irgendwie nett rumhüpft, satt machen können.

    Wie bleibt unsere Innenwelt – auf dem Quadratmeter, den wir haben – trotz Verlassenheit, frei auf irgendeine Weise zu lieben, Wesentliches zu regeln, Freunde vor dem Strudel eigener Not zu bewahren etc., wie auch immer es weitergeht?
    Wie durch die Einsamkeit ohne Adressaten durchlieben, über unseren Quadratmeter hinauslieben?

    Fern von uns verfinstert sich die Sonne, irgendwo reißt jetzt ein Vorhang, Felsen sprengen entzwei. Neben mir fällt ein Fahrrad um. Waren abgelenkt, aber: Der Schmerz ist vorbei und unsere Augen erkennen das daran, dass das Herz sein Wasser gibt. Lebendiges Wasser, keinen Essig und noch kein Wein. Doch der ist schon angelegt, wenn er in der Gemeinschaft bald fließt - unter ganz echten, erleichterten, lebendigen Menschen.
    Lg
    Geändert von Loyola ( 5.07.2013 um 21:57 Uhr)

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