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Diskutiere im Thema Abneigung gegen Strukturen trotz Reizoffenheit und hoher Ablenkbarkeit im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #11
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 317

    AW: Abneigung gegen Strukturen trotz Reizoffenheit und hoher Ablenkbarkeit

    Mein eigentliches Anliegen besteht darin, dass ich verstehen will, wie es kommt dass wir uns im grössten Trubel zwar wohl fühlen aber nicht konzentrieren können oder den Überblick verlieren und dann zunehmend überfordert sind und auf der anderen Seite, bei wenig Stimulation am besten lernen und funktionieren, uns aber leider zu Tode langweilen :-) und uns deshalb irgendwann auch nicht mehr konzentrieren können. Hilfe, wo ist hier der Ausgang. Die Reizoffenheit also, warum macht sie uns auf der einen Seite so viel Spass und auf der anderen Seite leiden wir genau daran.

    Struktur ist für mich lange kein Feind gewesen, ich habe in meiner Arbeit immer auf Struktur setzen müssen, aber wenn ich rückblickend schaue, dann habe ich mehr von ihr profitiert, als dass ich sie geschaffen habe :-).

    Ich gehörte zu denen, die sich immer gezwungen haben, Strukturen einzuhalten. Was ich aber nie wollte, war Langeweile, also habe ich mich immer schön stimuliert mit einem unberechenbaren Arbeitsumfeld, schwierigem Klientel, schwierigen Projekten usw. oft komplett überfordert, aber eben immer stimuliert ?:-).

  2. #12
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 55
    Forum-Beiträge: 50

    AW: Abneigung gegen Strukturen trotz Reizoffenheit und hoher Ablenkbarkeit

    Das würd ich auch gerne verstehen. Hirnstoffwechsel? Evolutionäre Erscheinung evtl.?

    Ich vermute ein enges Zusammenspiel von innen und aussen, Erfahrung und eigenen Ressourcen, Aktion und Reaktion und daraus resultiert evtl eine gewisse Hirnstruktur, die eben so konstruiert ist, dass wir uns nun just hier befinden und darüber reden. Einen Ausgang... gibt es vielleicht nicht? Hoffe nur, es gibt sowas wie einen Ausweg. So dass wir ausreichend Zugang zu unseren Ressourcen finden und mit unseren Talenten wenigstens zufrieden leben können... oder glücklich, wenn wir das Talent dafür haben.

  3. #13
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 317

    AW: Abneigung gegen Strukturen trotz Reizoffenheit und hoher Ablenkbarkeit

    Ich hatte heute Morgen ein merkwürdiges Erwachen. Es ist mir plötzlich etwas ganz klar vor Augen gestanden.

    Ich glaube jedes Gehirn sucht Stimulation, ist hungrig, das Gehirn eines ADS ler sucht allerdings Stimulation auf eine selbstzerstörerische Art. Bei mir selbst spüre ich, dass das effektiv auch damit zu tun, dass z.B. neue Dinge, interessante Dinge obwohl ich ein sehr ängstlicher Mensch bin, eine magnetische Kraft auf mich ausüben, Sie verursachen einen ganz bestimmten Effekt, dem ich immer wieder suche, Ich nehme mal an, das ist der Belohnungseffekt, also die Dopaminspritze, so sind wir also Dopaminjunkies. eigentlich wird mir erst heute richtig bewusst, dass es dieser Effekt ist, der mich im Hyperfokus hält, es ist wie eine Sucht.

    Früher, als Jugendlicher oder auch aks junger Erwachsener, habe ich das viel stärker gesucht. Dass ich darunter leide, ist eine späte Einsicht, weil nichts eine Konstanz hat in meinem Leben hat, ausser eben, es erzeugt dieses spezielle Gefühl, diesen Hyperfokus, indem es mir gelingt Dinge zu behalten, erfolgreich zu sein, aber gleichzeitig erschöpfe ich mich und hinterher bin ich jeweils völlig kaputt und habe zu nichts Lust, schon garnicht zu Haushalt. Darunter hat alles gelitten, aber am meisten meine Partnerscht(en).

    Obwohl ich das schon oft gelesen habe, habe ich mich selbst noch nie damit in Verbindung gebracht.

  4. #14
    Prinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 37
    Forum-Beiträge: 826

    AW: Abneigung gegen Strukturen trotz Reizoffenheit und hoher Ablenkbarkeit

    Oh ja das mit den Strukturen kenne ich auch

    Was hilft? Als erstes mache ich mir klar wieso ich etwas ändern will und was das bringen soll. Zum Beispiel aufräumen: Ich will es für mich ordentlich haben, weil eigentlich mag ich ja Ordnung.
    Als nächstes überlege ich wie ich dieses Ziel erreichen kann. Beispiel: Nach jeder Mahlzeit spülen, jeden Tag saugen, abends bevor ich ins Bett gehe eine kleine Runde durchs Wohnzimmer gehen und den letzten Kram in die Küche räumen.

    Irgendwann hat sich das so ein ritualisiert das ich es nicht mehr hinterfrage. Außerdem versuche ich den Gedanken das ich es doof finde nicht mehr zuzulassen. Auch das geht

  5. #15
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.445

    AW: Abneigung gegen Strukturen trotz Reizoffenheit und hoher Ablenkbarkeit

    Hallo Dompteur,

    Deine letzte frage ist wirklich interessant!

    Im chaos fühle ich mich wohl ich finde es spannend, weil es lebendig ist, ich bin da auch sehr gut im improvisieren... Ich merke es im moment im job wo eine übergangsituation chaos mit sich bringt... Ich bin da ruhig, improvisiere ich ohne problem, weil alles anders ist als sonst...

    Aber weh, ich muss in diese chaos ordnung machen oder strukturieren oder mich konzentrieren, wenn laut ist, geht es nicht...

    Also, ja, wenn etwas los ist, ist spannend, aber uns konzentrieren gelingt uns auch dann nicht umbedingt...

    Vor allem, auch dann, ticke ich auch wieder nicht wie eine stino, aber zum glück kommt es gut...

    Ruhe tut mich gut wenn ich ruhe brauche und mich konzentrieren muss... Aber kommt zu viel routine, bin ich gelangweiligt.

    Noch wegen stimulation: ja, wir brauchen irgendwie andere stimulation als stinos! ich finde nicht dass es selbststörisch ist... Neugierig sein, dass neu suchen kann auch ein vorteil sein, wie improvisieren können. Nun, leben wir in eine gesellschaft wo routine, ordnung, zuverlässigkeit einfach wichtiger ist... Da sind wir ADS, immer wieder gefordert, gegen unsere naturel zu leben, uns immer wieder anzupassen und es geht einfach nicht immer... Ich finde es mehr selbstzerstörisch als sich selbst sein zu dürfen... Normal sein zu wollen macht uns kaputt... Aber wir können ein weg suchen, unsere leben einige masse im griff zu haben (und hilfe holen wo nötig ist) und doch so weit wie möglich die sachen auf unsere art zu machen...

    Mit der zeit kann ich mit meine ADS immer besser umgehen. Zu laut und zu hektik mag ich nicht... Aber abwechlsung, ja! Ich weiss es und richte mich auch da ein im rahmen die möglichkeiten die ich habe.

    lg

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