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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-BeitrÀge: 49

    Vererbbarkeit ADS

    An alle die schon Enkel haben!

    Habt Ihr bemerkt, das bei einem oder mehreren Enkeln ADS durchschlÀgt?

    Ich mache mir Sorgen um meine Enkelin, 2 3/4. FĂŒr sie sind es schwierige Zeiten. Mama ist mit dem Bruder
    bereits 3 Wochen im Krankenhaus und wird noch lĂ€nger bleiben mĂŒssen.

    Wir als Großeltern versuchen aufzufangen was irgendwie geht. Unser Sohn kĂŒmmert sich zerrissen um alle.

    Vorher ein Mamakind wird ihr der Papa natĂŒrlich immer wichtiger. Aber sie zeigt fĂŒr mich ĂŒbermĂ€ĂŸige depressive
    ZĂŒge. Bei Mama hat sie ausgeprĂ€gte WutanfĂ€lle gezeigt. Jetzt zieht sie sich in ihr Bett zurĂŒck, schnĂŒffelt an ihrem
    Hasen. Es gibt und gab noch eine Reihe von Symptomen die das GefĂŒhl in mir bestĂ€rkt haben.

    Auch vorher habe ich darĂŒber nachgedacht und es fĂŒr wahrscheinlich gehalten. Doch jetzt zeigt sie ein deutliches
    hypoaktives Verhalten und fĂŒr mich eindeutige depressive Stimmungen, aus denen sie keiner herausbringen kann.

    WĂ€re nett wenn ihr ĂŒber solche Erfahrungen schreien könntet.

    Danke
    sweet

  2. #2
    FĂŒhlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-BeitrÀge: 479

    AW: Vererbbarkeit ADS

    Hallo sweet

    Mein Enkel ist drei, und meine Tochter hat mit ihm einen Termin bei der heilpĂ€dagogischen FrĂŒherfassung.

    Ich vermute bei mir ein schwach ausgeprÀgtes ADS, meine Tochter hatte schon immer einen starken Bewegungsdrang,
    einen extrem ausgeprĂ€gten Gerechtigkeitssinn (schon sehr frĂŒh) und war sehr impulsiv,
    mein Enkel schlĂ€gt sie in Sachen Bewegungsdrang und ImpulsivitĂ€t bei weitem, und er hat bei mir schon recht frĂŒh den Verdacht auf ADHS wachgerufen.

    Ich bin froh, dass er jetzt abgeklÀrt wird und der Verdacht entweder bestÀtigt, oder verworfen wird.


    Wenn ich richtig informiert bin, kann AD(H)S vererbt werden, ja.
    Ob es immer vererbt wird, also muss, weiss ich nicht.


    Was deine Enkelin betrifft, wage ich es nicht, aus deinem Posting einfach irgend etwas anzunehmen und entsprechend etwas zu raten.
    Meine Gedanken sind daher einfach meine Gedanken, ich habe keine Ahnung, was fĂŒr sie "richtig" oder "falsch" wĂ€re.


    Ich könnte vor dem beschriebenen Hintergrund z.B. auch recht gut verstehen, dass deine Enkelin ihre Mama einfach sehr vermisst,
    dass diese depressive Phase eigentlich schon fast eine normale, gesunde Reaktion auf den "Verlust" der Mutter ist,
    wenn diese zum ersten Mal fĂŒr so lange Zeit "einfach weg" ist (sofern das so ist ^^).

    Aber wenn du das GefĂŒhl hast, dass eine AbklĂ€rung wichtig wĂ€re, unabhĂ€ngig von der momentanen Situation, hast du mit deinem Sohn schon einmal darĂŒber gesprochen, oder mit deiner Frau ?

    Vielleicht wĂ€re es gut, das Thema innerhalb deiner Familie mal anzugehen, vielleicht habt ihr alle ein Ă€hnliches GefĂŒhl ?
    Vielleicht relativieren sich deine GefĂŒhle und Gedanken auch, wenn du dich mit deiner Familie darĂŒber austauschst.


    Meine Tochter war die Erleichterung anzuhören, als ich ihr von meinem eigenen Verdacht erzÀhlte, und darauf hin wies, dass das vererbt werden könnte.


    Mehr weiss ich im Moment nicht dazu zu sagen, ich hoffe, es hilft Dir ein wenig.
    Aber es sind ja auch noch andere da, die vielleicht mehr Erfahrungen damit haben.


    Liebe GrĂŒsse
    somniatrix

  3. #3
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 36
    Forum-BeitrÀge: 1.865

    AW: Vererbbarkeit ADS

    Hallo sweet,

    dass AD(H)S vererbbar ist, gilt ja mittlerweile als gesichert. Dennoch kann es so sein, muss aber nicht... Deine Enkelin ist noch sehr klein. Eine Diagnose in dem Alter ist eigentlich nicht möglich. Man kann aber das Thema ADS natĂŒrlich im Hinterkopf behalten und evtl. damit gewisse Verhaltensweisen auffangen.

    Die Reaktionen deiner Enkelin finde ich alters- und situationstypisch. Kinder in dem Alter verstehen noch nicht so gut, was da gerade passiert. FĂŒr sie ist einfach etwas Schlimmes passiert. Der Bruder ist krank und Mama ist ebenfalls weg. Papa hĂ€ngt mittendrin und hat dadurch auch weniger Zeit...

    Dass sie sich zurĂŒckzieht und gerade auch bei der Mama bockt, ist völlig normal. Da kommen ganz viele widerstreitende GefĂŒhle hoch, die das Kind nicht einordnen kann. VerlustĂ€ngste, Sorge, Wut, Neid (weil die Mutter mehr Zeit mit dem Bruder verbringt - die GrĂŒnde dafĂŒr sind dabei erstmal völlig nebensĂ€chlich), AnlehnungsbedĂŒrfnis, evtl. auch Angst vor den eigenen GefĂŒhlen...

    Hier hilft es am Meisten, wenn sie mit euch als Großeltern eine feste Routine in ihrem Alltag hat. Und natĂŒrlich gaaanz viel Liebe, VerstĂ€ndnis und immer wieder versichern, dass Mama bald wieder da ist (hoffentlich mit gesundem Bruder) und auch das es ok ist, was sie gerade fĂŒhlt.

    Ansonsten kann man sie momentan nur weiter beobachten und wenn es ganz schlimm werden sollte, am Besten mal den Kinderarzt ansprechen.

    Ich wĂŒnsch euch alles Gute und das alle bald wieder gesund nach Hause kommen.

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