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Diskutiere im Thema Wie kann man sich emotional vor anderen Menschen schützen? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #31
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 613

    AW: Wie kann man sich emotional vor anderen Menschen schützen?

    Guten Morgen Dompteur,
    ja das spielt sicher eine nicht unerhebliche Rolle.

    Und klar, entweder oder: klein ( traurig) oder laut(aggro)

    ich weiß inzwischen die Dinge etwas besser einzuordnen....

    was mir gerade eingefallen ist:

    das alles hat so unheimlich viel mit unserer eigenen Bewertung zu tun.

    das macht Kommunikation aus: wie bewerte ich eine Aussage/ ein Handeln des anderen?

    das wiederum ist abhängig davon, mit welchem Ohr ( Anteil) ich eine Aussage / Handlung bewerte, und darauf folgt dann eine Reaktion.

    klingt ja eigentlich total einfach nicht wahr? isses wahrscheinlich auch.

    vielleicht ist es zukünftig sinnig auf mehrere Aspekte zu schauen:

    - wer sagt / tut etwas?

    - in welcher Beziehung stehe ich zu diesem jemand? ( persönlich / nahe/ Fremder/ Kollege/ Familie )

    - wer in mir nimmt das an? also wie bewerte ich das?

    wenn ich dann schon so weit bin, mich mit meiner eigenen Bewertung auseinander zu setzen, kann ich die Reaktion entsprechend anpassen...


    zu sachlich?
    ja
    aber ein guter Versuch nicht immer wieder in dieselbe emotionale Schiene zu fallen.

    sollte ich vielleicht auch mal wieder in meine Situationen einbauen. Notiz an mich


    lg Kati

  2. #32
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 180

    AW: Wie kann man sich emotional vor anderen Menschen schützen?

    Hi

    Als erstes der beitrag von Katichaos ist warscheinlich der hilfreichst fuer die meisten ! Wenn man das imsaetzen kann und sich dann selber auch Positiver fuehl oder bewertet trieft es ein ohne hin weniger egal was der andere sagt oder auch wer das ist weil man in sich selbst stabieler ist :-)

    Bei mir ist es leider er so das ich mir so eine art schild aufgebaut habe wo durch mir das meiste egal ist :-)
    Aber ratsam ist das nicht den dadurch habe ich andere probleme :-)

    Der beste tipp und da habe ich auch gelernt und umgesaetzt : selbstsicherheit trainieren und vielleicht garnicht so hin hoeren wenn ihr das gefuehl habt es koennte negativ werden was der gegenueber sagt ! Wenn es garnicht erst veruenftig ankommt weil man sich rechtzeitig ablenken laesst kann es einen auch nicht so stark treffen :-)

  3. #33
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 2.435

    AW: Wie kann man sich emotional vor anderen Menschen schützen?

    es nicht persönlich nehmen.... kritik als das anzusehen was es ist.... die sicht des anderen...
    was mich etwas schützt.... zu hinterfragen warum der kritiker mich kritisieren braucht...

    .... dann streicht man all das.... was mehr mit dem kritiker als mit mir zu tun hat...
    .... dann streicht man all das.... was mehr dem kritiker dient und einfach seine sicht der dinge (seine meinung)

    am schluss bleibt die kritik übrig - die einem hilft. kritik kann auch konstruktiv sein.

    so.... das ist der rein rationale weg.
    oft zerstören die emotionen diesen neutralen gedankengang.

    mir ist einfach aufgefallen, selbstbewusste menschen - stören sich nicht daran. sie nehmen die konsturktive kritik an... ohne es persönlich zu nehmen...
    und die andere... da wehren sie sich.... sie ziehen, so glaube ich, diesen einfacheren umgang damit aus ihrem selbstvertrauen.

    wann wird im übrigen - so habe ich das gefühl - auch mehr kritisiert je mehr man die eigene unsicherheit den anderen spüren lässt.

    ??

  4. #34
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 170

    AW: Wie kann man sich emotional vor anderen Menschen schützen?

    Wenn ich weiß, dass es gleich eine Auseinandersetzung gibt kann ich mich ganz gut abschirmen - ich stehe innerlich vorbereitet, auf alles mögliche , dass ich vorher hunderfach gedanklich durchgespielt habe. Auch wenn "gefährliche Themen", die für mich persönlich Trigger sind kann ich auffangen.
    Wenn ich unverbereitet erwischt werde, kann ich mich bis heute nicht davor schützen. Ich rassel da rein, mir fehlen die Worte, ich hole aus und versuche mich zu wehren - dabei bin ich unsachlich und auch unfair - glaube ich zumindest, weil ich dann Dinge sage, die ich sonst nicht ausgesprochen hätte.

    - - - Aktualisiert - - -

    Wenn ich weiß, dass es gleich eine Auseinandersetzung gibt kann ich mich ganz gut abschirmen - ich stehe innerlich vorbereitet, auf alles mögliche , dass ich vorher hunderfach gedanklich durchgespielt habe. Auch wenn "gefährliche Themen", die für mich persönlich Trigger sind kann ich auffangen.
    Wenn ich unverbereitet erwischt werde, kann ich mich bis heute nicht davor schützen. Ich rassel da rein, mir fehlen die Worte, ich hole aus und versuche mich zu wehren - dabei bin ich unsachlich und auch unfair - glaube ich zumindest, weil ich dann Dinge sage, die ich sonst nicht ausgesprochen hätte.

  5. #35
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 547

    AW: Wie kann man sich emotional vor anderen Menschen schützen?

    Hallo Steve,

    ich glaube Holdi meint mit dem Ausdruck, eher die "Genormten" (cooles Wort für die kollektive Masse) von denen wir uns ja in der Tat deutlich abheben.
    Wie ich schon mal beschrieben habe fällt mir das mit den Genormten immer wieder auf. Sie passen einfach in das Raster welches heutzutage erwartet wird. Es gibt bestimmte Verhaltens(-Regeln) an die sich der "Mensch von heute" zu halten hat. Damit meine ich nicht die allgemeinen Umgangs- und Höflichkeitsformen sondern das Andere. Es wird z.B. erwartet dass man sich bestimmt kleidet, auf bestimmte Weise auf sein äußeres achtet und dass man bestimmte technische Acceiors besitzt (ich bekam an nem Flughafen mal ne Extravisitation, da mir der Beamte nicht geglaubt hat, dass ich weder iPhone noch Tablet-PC besitze sondern nur son Uralt-Handy - der Typ war fassungslos als ich genau 4 Teile in die Wanne legte (Handy, Geldbeutel, Schlüssel und das Tütchen mit den Flüssigkeiten), die Leute vor und hinter mir haben ihr gesammtes Techniksammelsurium in die Kisten entleert).
    Diese dem Mainstream entsprechenden Leute haben meist kein Verständniss für anders denkende und Leute die sich anders verhalten und andere Dinge priorisieren wie sie. Je angepasster die Person umso engstirniger ist sie auch und desto mehr wird man von ihr als minderwertiger Abschaum gesehen und desto weniger wird sich eine vernünftige Gesprächs- oder sogar Diskussionsgrundlage finden lassen.

    Schöne Grüße
    Susilein

  6. #36
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 317

    AW: Wie kann man sich emotional vor anderen Menschen schützen?

    ich glaube nicht, dass irgendjemandem damit geholfen ist, zwischen "Genormten" und ADHSlern zu unterscheiden, so als ob nur die ADHSler von der Norm abweichen. Darum geht es doch gar nicht. ADHS ist meines Erachtens in erster Linie nicht eine Frage der Normabweichung, sondern spezifischer Schwierigkeiten. Ich finde, dass eine solche Unterscheidung abwertend ist und glaube sie vertieft nur Gefühle der Hilflosigkeit und Isolation der Betroffenen und den Graben zwischen den "Wissenden" und den "Unwissenden".

  7. #37
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 28
    Forum-Beiträge: 523

    AW: Wie kann man sich emotional vor anderen Menschen schützen?

    man kann sich nicht emotional gegen menschen schützen,
    das einzige was hilft ist Selbstbewusstsein

    aber da gibts noch die möglichkeit der vielen masken,
    die man einfach überstülpt und dann jemand völlig anderes ist- z.b ständiges lächeln..
    als man eigentlich sein sollte oder ist.

    aber das zähle ich als verstellen, und sich selbst belügen

    von daher ja

    kampfsport eventuell.. hilft um selbstbewusstsein aufzubauen,
    aber bloß nicht um andere menschen zu verletzen!
    denn das wäre dann under all pig wie lena sagen würde

  8. #38
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 547

    AW: Wie kann man sich emotional vor anderen Menschen schützen?

    @Domteur:
    Ich finde man kann und muss sehrwohl unerscheiden. Das Bewusstsein anders zu denken und empfinden wie andere hilft besonders in Konfliktsituationen ungemein sich in die Situation des anderen zu versetzen und somit eine Eskalation zu vermeiden, wie sie auftreten würde wenn man kene Empathie zeigen kann. Das ist nicht immer leicht, aber machbar.
    Es kommt außerdem immer darauf an wie man sich selbst sieht. Drängt man sich selbst ins Abseits durch Gedanken wie "Mich versteht eh keiner, weil ich anders bin" dann kann man es in der Tat als abwertend bezeichnen. Aber oft kann man eben nichts dafür weil man einfach eine andere Art hat, da liegt es an einem selbst das beste draus zu machen. Natürlich ist es nervig und ungerecht evtl. mehr Energie in einen Kontakt zu stecken weil man sich selbst zügeln muss, aber sonst könnte man sich ja gleich in eine dunkle Ecke verziehen um jeglichen Kontakt zu vermeiden.

  9. #39
    OMMM-Beauftragte

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 5.742

    AW: Wie kann man sich emotional vor anderen Menschen schützen?

    Syphx schreibt:
    Sei es nur eine kleine unbewusste Bemerkung oder gewolltes Verletzen, wie schützt ihr euch?

    Habt ihr ein vorgefertigtes Schild damit ihr nicht gleich alles persönlich nehmt? Wie baut ihr eures zusammen? Lest ihr Erfolgsbiographien oder macht ihr Kampfsport, was hat sich in eurem persönlichen Leben bewährt?


    1. Emotional verletzten können mich nur Leute, an denen mir etwas liegt - so es nur irgendgeht lasse ich deshalb in meinen inneren Kreis nur Menschen, denen ich vertraue.
      Ansonsten arbeite ich hart daran, Situationen/Verhalten des anderen, das mich verletzt, schnellstmöglich aufzuklären ... habe ich etwas falsch verstanden? hat der andere sich tatsächlich übergriffig verhalten?
      In den letzten Jahren ging es mir schlecht - da half nix anderes, als der 95%ige soziale Rückzug ... das Thema scheint nun langsam Geschichte zu werden ...

      Generell habe ich ständig eine Notfallroutine im Hintergrund laufen: die reagiert jetzt teilweise sehr empfindsam ... sollte eine Situation nämlich verdächtig danach riechen, dass jemand meine Grenze nachhaltig überschreiten würde, verhilft diese Notfallroutine mir zum sofortigen Hochfahren aller Schutzschilde, dem vollen Aktivieren meines Wutmoduls und entsprechenden Signalgebern an den Auslösenden ...

      Sollte das alles nicht helfen, breche ich den Kontakt zu solchen Leuten komplett ab ...
    2. Schwierig finde ich es immer noch, mich emotional von Leuten abzugrenzen, welche lieb sind und es gut meinen, die mir dabei aber zu nahe kommen und denen gegenüber ich eine Grenze ziehen muss, so dass diese sich dadurch verletzt fühlen könnten ...
      Aber auch das ist absolut notwendig und Teil der Arbeit an emotionalem Schutz ... dazu gehört das Bewusstsein, dass man nicht alleine für das Wohlfühlen anderer Menschen verantwortlich ist, sondern jeder mindestens wenn nicht noch mehr für sich daran arbeiten muss, mit den Grenzen anderer zu recht zu kommen.
      Das fiel auch mir früher schwer - eine Abgrenzung von anderen wurde als Abwertung der eigenen Person empfunden ... was damit aber erst mal nix zu tun hat! Das zu begreifen, ist knallharte Kopfarbeit ... man kann und darf einfach nicht für alles und jeden offen sein ...


    Auf jeden Fall habe ich im Laufe der Zeit gelernt, dass diese Probleme ganz stark durch die AD(H)S-Symptomatik forciert werden - Reiz-/Info-/Emotions-oder-was-auch-immer-Filter-Problem halt ...

    ich bekomme das erst richtig mit Hilfe der MPH-Behandlung in den Griff - klar, Verhaltenstraining/Achtsamkeit ist ein Baustein - aber immer, wenn es zwischendurch eine MPH-Pause gibt, kann ich überdeutlich feststellen, dass eine neurobiologische Störung extrem die emotionale Empfindung beeinflusst, beeinflussen muss ...

    ich kann zwar heute besser damit umgehen, aber grundsätzlich gibt es in den MPH-Pausen einfach den Schalter, der wieder in die falsche Richtung gekippt wird, und ich kann sagen:
    "Ohhh, hallo Kopfkirmes, Emo(tional)-Monster und Konsorten ... lange nicht gesehen, na, ihr habt euch ja in den letzten Jahren fast gar nicht verändert ...

  10. #40
    Holdibaldi

    Gast

    AW: Wie kann man sich emotional vor anderen Menschen schützen?

    Hallo Susilein,

    ich klinke mich mal frecherweise in die Meinungsverschiedenheit zwischen dir und Dompteur ein, da ich sie ja - zumindest teilweise - ausgelöst habe.

    Für mich ist es momentan eine große Hilfe, dass ich erkenne (das fällt mir derzeit von Tag zu Tag etwas leichter), über eine neurologische Eigenheit zu verfügen, die mein Selbstbild und meine Selbstentfaltungsmöglichkeite n (beides hängt natürlich eng zusammen) stark negativ beeinflusst hat und die in Kombination mit den gesellschaftlichen genormten Anforderungen spätestens seit meinem 7. Lebensjahr (ich wurde ein Jahr später eingeschult, weil ich in der Einschulprüfung noch zu verträumt/verspielt wirkte - welch Wunder...) auch traumatisierend wurde.

    Diesbezüglich stimme ich dir vollkommen zu. Unser Schulsystem ist nach wie vor (obwohl es seit meiner Kindheit sicherlich Fortschritte gab) so konzipiert, dass die überwiegende Mehrheit eine adäquate und stimmige Grundbildung erfährt. Dabei sollen die Begabten von den weniger Begabten getrennt und nach angeborenem Fähigkeitenprofil einer für sie geeigneten beruflichen Laufbahn zusortiert werden. Das ist das alte Denken und wird bis heute vom Schulsystem (wenn auch meist nicht offen ausgesprochen) transportiert. Um das Beispiel kurz zu halten: Ich war - laut Aussage meiner Eltern - ein sehr aufgewecktes Kleinkind und habe mich und die Welt umarmt. Der kleine Holdi blätterte mit einem Jahr schon neugierig in der Zeitung herum (besonders interessante Texte oder Bilder wurden mit Vorliebe verspeist), er hat so gut wie nie geschrien und alle Menschen mit seinem Lächeln entzückt. Nach dem Schuleintritt veränderte sich Holdi grundlegend. Er hielt sich bald für dumm, das Fragenstellen gab er nahezu gänzlich auf (wozu selbst welche stellen, wenn man auf die meisten Fragen, die einem in der Schule gestellt werden, keine Antwort parat hat?) und fühlte sich zunehmend anders und nicht zugehörig.

    Vom Elternhaus wurde das verstärkt, ich sei ein fauler Schüler, zu verträumt, zu langsam, zu sensibel; kurzum: ZU. Ich machte zu.

    Wenn sich die Schule als wichtiges gesellschaftliches Organ lediglich dafür interessiert, die schon vorhandenen Fähigkeiten der Schüler zu fordern und fördern, dann bedingt das eine Normierung einerseits und einen Fatalismus andererseits; soziale Zugehörigkeit, wie auch immer geartete Störungen im Lernprozess, sonstige Lebensumstände: All das wird ausgeblendet und im Klassenzimmer künstlich gleichgesetzt. Hier gilt es dann, das vorhandene Potential zu selektieren und zu produzieren (im Sinne einer Berufsvorbereitung).

    Nun ist das mit der Selektion ein Thema für sich, man mag sich für oder gegen unser selektives Schulsystem aussprechen. Was ich sagen möchte: Wenn das System nicht sensibel genug ist und/oder die Tatsache ausblendet, dass manche Kinder (und zwar ohne schulische Herabstufung) eine spezielle Förderung benötigen, weil sie neurologisch anders geartet sind, dann ist das die Schuld eines zu trägen pädagogischen Erkenntnisinteresses und nicht meine Schuld als betroffenes Individuum.

    Es gibt viele ähnliche Beispiele, ich wählte die Schule lediglich deshalb, weil sie für die meisten Betroffenen wohl die erste und mitunter prägendste Negativerfahrung darstellt.

    Wenn man die "Normierungen" auf solche Weise konkretisiert und als (an vielen Stellen unumgängliches gesellschaftliches) Phänomen fasst, läuft man vielleicht weniger leicht in Gefahr, sich mit einfachen Schuldzuweisungen zufrieden zu geben. Man kann und darf sich darüber ärgern, dass die neurologischen Besonderheiten nicht früher erforscht wurden und auch heute von vielen Zeitgenossen eher zögerlich zur Kenntnis genommen werden. Zugleich ist es eben diese auf Normen basierende Gesellschaft, welche trotz aller Starrheit immer wieder die eigenen Begrenzungen übersteigt und somit auch komplexe Verhaltensphänomene wie AD(H)S letztlich besser wahrzunehmen vermag.

    Amen.

    Es grüßt,

    Holdi
    Geändert von Holdibaldi ( 3.07.2013 um 13:34 Uhr)

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