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Diskutiere im Thema Habt ihr Vorteile durch ADHS? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #541
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 32

    AW: Habt ihr Vorteile durch ADHS?

    Wenn man die Depression, welche durch ADHS entsteht/entstehen kann, in den Griff bekommt, sind der Rest Dinge die man sich antrainieren kann.
    Sauberkeit, Ordnung, Umgang mit Geld, etc.
    Damit haben Menschen ohne ADHS auch gegebenfalls Probleme!

    Ich für mich persönlich halte ADHS für einen schmalen Pfad zwischen Wahnsinn und Genie.
    Ein großer Teil der Betroffenen hat sicher bereits seine Grenzen einmal erreicht und erst darüber hinaus folgt der Wahnsinn!
    Die Möglichkeiten sein Genie zu entfalten umfasst allerdings kaum Grenzen und trotz das meine Behandlung aktuell noch aussteht, schaue ich schon häufig in verblüffte Gesichter die versuchen gewisse Gedankengänge nachzuvollziehen die mir für "logisch" erscheinen und oft die Lösung ist (gerade beruflich).
    Die Depression sollte allerdings nicht auf die leichte Schulter genommen werden, pures Gift für Alltagssituationen, Beziehung und berufliche Sicherheit!

    Hin und wieder einfach mal zurück lehnen und seiner Vielfalt beim Zaubern zuschauen

    Lg

  2. #542
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 2.680

    AW: Habt ihr Vorteile durch ADHS?

    Klingt schön.
    Allerdings entstehen die Depressionen leider aufgrund der "anderen Dinge", sprich der Probleme mit AD(H)S, die sich bei vielen betroffenen partout weigern, sich irgendwie antrainieren (bzw. wegtrainieren) zu lassen.

    Grade das ist doch das AD(H)S.

    Die Depession wegzubekommen ist der erste wichtige Schritt, sich den ADS-Problemen angemessen zuwenden zu können.

    Wenn Du irgendwelche besonderen Begabungen in der Nähe von Genialität hast, freu Dich darüber.
    Das, was Dich bisher davon abgehalten hat, Dein Potential in dieser Richtung auszuschöpfen, ist Dein AD(H)S.

  3. #543
    Lysander

    Gast

    AW: Habt ihr Vorteile durch ADHS?

    Das Wort "Wahnsinn" gefällt mir gar nicht im Zusamenhang mit ADHS. Was ist denn damit gemeint? Psychosen? Wahnsinn ist m.E. kein Symptom des ADHS.

  4. #544
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 32

    AW: Habt ihr Vorteile durch ADHS?

    Mhmm.., so hab ich das bisher noch gar nicht betrachtet
    So macht das Thema Alkohol auch mehr Sinn.

    Ich trinke kaum Alkohol weil ich förmlich beobachten kann wie sich meine geistliche Fitness noch stärker verschlechtert und es durch das ADHS bereits Tagesform-Abhängig, Qual genug ist seine Vielfalt nicht gänzlich ausschöpfen zu können.



    Mit "Wahnsinn" meinte ich eher die Selbstzweifel, dadurch kann es oft passieren das bereits korrekte Dinge verfälscht werden.
    Lg
    Geändert von SunKing ( 4.08.2013 um 21:14 Uhr)

  5. #545
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Habt ihr Vorteile durch ADHS?

    SunKing schreibt:
    Wenn man die Depression, welche durch ADHS entsteht/entstehen kann, in den Griff bekommt, sind der Rest Dinge die man sich antrainieren kann.
    Sauberkeit, Ordnung, Umgang mit Geld, etc.
    Schön wär's, wenn's so wäre, leider aber ist dem nicht so.
    Was die meisten in die Depression geführt hat, ist die Tatsache, dass ein ADHS'ler sich ebendiese Dinge gerade NICHT antrainieren kann.

    SunKing schreibt:
    Damit haben Menschen ohne ADHS auch gegebenfalls Probleme!
    Korrekt, aber mit dem Unterschied, dass die sich die genannten Dinge sehr wohl antrainieren können, es aber zumeist dann doch eher nicht wollen, während der ADHS'ler es will, aber eben nicht kann.
    Und während alle ihm vorwerfen, dass er könne, wenn er nur wolle und er es auch verzweifelt versucht, bekommen Komorbiditäten wie Depressionen so richtig Futter.

    Wenn der ADS'ler aber erstmal sein ADS verstanden und kennengelernt hat und damit weiß, was er nicht "antrainieren" kann, sondern anderweitig, eben "artgerecht" managen kann, dann hat er auch eine Chance, die Komorbiditäten loszuwerden.

  6. #546
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 317

    AW: Habt ihr Vorteile durch ADHS?

    @Lysander, Wahnsinn ist definitiv kein Symptom, Wahnsinn ist auch keine Krankheit, eher eine umgangssprachliche Beschreibung resp. Bewertung und m.E. in unserem Zusammenhang absolut unpassend.
    LG

  7. #547
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 2.680

    AW: Habt ihr Vorteile durch ADHS?

    Fliegerlein, Du hast das ganze Dilemma wunderbar knapp zusammengefasst.

  8. #548
    Lysander

    Gast

    AW: Habt ihr Vorteile durch ADHS?

    Fliegerlein schreibt:
    Schön wär's, wenn's so wäre, leider aber ist dem nicht so.
    Was die meisten in die Depression geführt hat, ist die Tatsache, dass ein ADHS'ler sich ebendiese Dinge gerade NICHT antrainieren kann.
    .
    Diese Aussage halte ich für falsch. Es ist viel mühsamer für einen ADSler diese Dinge zu erlernen, aber möglich ist es schon.
    Und auf meiner emotionalen Ebene: Dieser Satz zerstört jede Hoffnung.
    Geändert von Lysander ( 5.08.2013 um 12:18 Uhr)

  9. #549
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Habt ihr Vorteile durch ADHS?

    Lysander schreibt:
    Diese Aussage halte ich für falsch.
    Leider aber ist sie es nicht.

    Aber auch hier gilt:
    Wir reden von einem Spektrum, in dem es unterschiedliche Schweregrade gibt.

    Lysander schreibt:
    Es ist viel mühsamer für einen ADSler diese Dinge zu erlernen, aber möglich ist es schon.
    Da sollte man aber unbedingt genau unterscheiden können, a: ob es wirklich unter Mühen möglich ist oder tatsächlich nicht und b: ob es die Mühe wert ist oder ein anderer Weg vielleicht der bessere sein kann.

    Lysander schreibt:
    Und auf meiner emotionalen Ebene: Dieser Satz zerstört jede Hoffnung.
    Das kann ich verstehen, ändert aber an den Tatsachen nichts.
    Das sind genau die Punkte, die die exekutiven Funktionen betreffen.
    Man kann heute schon sehr gut in Scans sehen, wie in den entsprechenden Bereichen die Verbindung untereinander nicht funktioniert.
    (Beschreibung: "Wie mit einem Fleischmesser sind die Bereiche voneinander getrennt")
    Wie Barkley sagt: ADHS ist keine Störung des Wissens, sondern eine Störung darin, das Wissen umzusetzen.
    Das Wissen ist vorhanden, das ist in den seltensten Fällen unser Problem.


    Dennoch aber es ist natürlich auch richtig, was Du schreibst.
    In vielen Fällen brauchen wir tatsächlich einfach nur mehr an Zeit, Übung, Wiederholungen, Training, um etwas zu verinnerlichen.
    Das will ich mit meinem Satz auch nicht in Abrede stellen und sollte auch nicht so fatalistisch im Gesamten stehen.

    'Tschuldigung, das war mein Fehler in der Formulierung ... ich sollte mich eben nicht kurz fassen.

    Aber die Pauschalisierung, dass nach Abklingen der Depression solche Dinge antrainierbar sind, stelle ich sehr wohl in Abrede.

    Und es gibt auch Dinge, die wir schlicht nicht werden antrainieren können und es wäre keine gute Idee, hier falsche Hoffnungen aufkommen zu lassen, die am Ende enttäuscht werden.
    Man muss allerdings das Eine vom Anderen unterscheiden können.

    Ich z.B. wurde meine ganze Kindheit hindurch mit Mathe- und Gedächtnistraining gequält.
    Ich KANN aber weder Mathe lernen noch half das Gedächtnistraining.
    Sicher kann ich Mathe ein bisschen, aber das ändert nichts an meiner Dyskalkulie und der Tatsache, dass mein Gehirn in diesen Bereichen schlicht fehl funktioniert und es war nicht nur reine Energieverschwendung, es war eine Qual und am Ende eine Enttäuschung für mich und alle anderen und hat mir unter Garantie mehr geschadet als genützt.
    Gleiches gilt für das Gedächtnis ... wo nur ein begrenztes Arbeitsgedächtnis vorhanden ist, kann ich nichts hinzutrainieren ... das ist nicht wie bei Muskeltraining.
    Natürlich kann man das Gehirn und das Gedächtnis trainieren und das sollten wir auch tun, um das, was wir haben bestmöglich zu erhalten, aber nicht in den Bereichen, in denen es durch die Störung nun mal beeinträchtigt ist.
    Da macht Hoffnung halten nur mehr kaputt als dass sie hilft.


    Schlimmer würde ich es, wie mein Beispiel zeigt, finden, wenn ich kramphaft unter großen Anstrengungen versuche oder versuchen muss, etwas hinzubekommen und am Ende scheitere und dabei noch mehr Selbstwertgefühl verliere.
    Dann lieber einen anderen Weg gehen, den aber mit Erfolg.
    Wenn das am Ende dabei rauskommt, halte ich die Wahrheit für den besseren Weg.

    Auch sollte man bedenken, dass dadurch keine Hoffnung zerstört werden soll, sondern der Kopf und der Weg frei gemacht wird, andere Möglichkeiten in Betracht zu ziehen.
    Sollte man einem Querschnittsgelähmten Hoffnung machen wieder gehen zu können und ihn all seine Energie dahingehend ausrichten lassen, wohlwissend dass dort eine Verbindung unterbrochen ist?
    (jaaaaa ich weiß, schon wieder ein Vergleich, aber er passt allein schon deshalb so gut, weil es im Grunde das gleiche ist, nämlich eine fehlerhafte Verbindung von Nervenbahnen)
    Oder wäre es besser, die Energie darin zu investieren, neue Möglichkeiten zu suchen, um mit seinem Handycap seinen Weg gehen zu können?
    Aber eben einen anderen, neuen Weg, der auf das Störungsbild Rücksicht nimmt.


    Da sind wir dann ganz schnell wieder beim Thema Stärken stärken, statt gegen Schwächen zu kämpfen.
    Natürlich mus letzteres auch sein, aber man sollte immer auch vor Augen haben, was geht und was Energieverschwendung ist und am Ende nur Schaden anrichtet.
    Geändert von Fliegerlein ( 5.08.2013 um 15:47 Uhr) Grund: Fehlerkorrektur

  10. #550
    Lysander

    Gast

    AW: Habt ihr Vorteile durch ADHS?

    Und nun verschränke ich die Arme: Wozu fresse ich dann Tag für Tag Tabletten, wenn es dadurch nicht besser wird?
    Eine Bekannte von mir hat ADS und ging einmal pleite. Jetzt hat sie ihre Finanzen weitesgehend im Griff. Fliegerlein, Du kannst mir doch nicht erzählen, dass ein ADSler so etwas nicht erlernen kann?! Ich habe doch auch Spanisch oder Englisch gelernt oder einen Computer zu bedienen. Mit Strategien und Hilfsmitteln ist es möglich! Sorry, aber es ist mir jetzt echtmal völlig egal, was Barkley sagt. Wären diese Bereiche wie mit einem Messer durchtrennt, würde wir GAR NICHTS auf die Reihe bekommen oder? Dann könnte ich morgens noch nicht einmal aufstehen. Also so ganz kann das nicht stimmen, lieber Fliegerlein. Könnte ich kein Wissen umsetzen, säße ich nicht hier und würde investigative Recherchen betreiben können. Ich läge noch ein meinem Bett oder hätte mein Bett gar nicht erst gefunden, da meine Exekutivfunktionen mit dem Messer gekappt wurden. Es ist schwierig Handlungen bis zum Ende durchzuhalten. Aber MIT MPH ist es möglich. Dann kann es allein aus logischen Gründen keine komplette mit dem Messer durchtrennte wasweißich geben.

    - - - Aktualisiert - - -

    Ich sollte mich für diesen Thread irgendwie sperren lassen. Das tut meinem Blutdruck nicht gut!

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