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Diskutiere im Thema Habt ihr Vorteile durch ADHS? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #511
    frk


    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 24
    Forum-Beiträge: 42

    AW: Habt ihr Vorteile durch ADHS?

    Das ist bei mir nicht das Problem. Ein Looser bin ich nicht, trotz massiver Konzentrationsschwierigkeiten hab ich das Abi ohne Probleme mit 1,3 abgeschlossen, studiere jetzt als jüngster meines Jahrgangs (Klasse übersprungen) Medizin und folge damit meinen Eltern in Sachen Profession. Ich werde erfolgreich genug sein, meine Herkunft ist "tadellos", auf dem Papier bin ich eine tolle Partie.

    Meine Optik kann ich trotzdem nicht ausstehen, worunter mein Selbstvertrauen massiv leidet.

    Vorteile durch ADHS: ich kann gut um Ecken denken, bin exzellent was Logik und Mathematik angeht.
    Grottenschlecht was räumliche Vorstellung und musikalisches oder zeichnerisches Talent angeht.^^


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  2. #512
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 731

    AW: Habt ihr Vorteile durch ADHS?

    Du durftest dementsprechend eine gute Erziehung geniessen.
    Das ist toll! Haben längst nicht alle

    Dafür kann niemand was aber danken könntest du deinen Eltern trotzdem dafür.

  3. #513
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.435

    AW: Habt ihr Vorteile durch ADHS?

    Hallo alle,

    @ Frk: in unsere kultur sind auch schönheit idealen streng und ich kann verstehen dass jemand der gar nicht reinpasst, leidet... Dort habe ich eigentlich einfach, muss ich sagen...

    @ Theonar: gute eltern habe ich auch, so wie intelligenz... Hat mich bei die schule und ausbildung zwar geholfen, da ich es noch gut gemeistert habe, mit gute noten (unterhalb mein potential) und eine diplom in eine anständige alter... Aber problemen hatte ich nun später bekommen... Kann sein dass mein ADS stark ist, daher hat es alles irgendwie nicht gereicht...

    Manche ADSler bekommen schon früh krasse problemen, wenn die umständen ungünstig sind... Intelligenz ist neben stabile zu hause und weibliche geschlecht gute schutzfaktoren, während die kindheit, manchmal so gut dass betroffenen später grosse problemen kriegen.

    Ja, wie es mit ADS kommt kann sehr unterschiedlich sein! Wer pech hat, weil umständen wirklich schwierig sind, landen am rand der gesellschaft, oder im gefängnis oder mal in eine psychiatrisch klinik (was schon besser als gefängnis) und wer gute umständen hat, wird doch erfolgreich, hat eine gute beruf, eine tolle job, eine stabile partnerschaft und gründet noch eine familie... Aber auch dort, kann es mal ein knall geben... Weil alles nun viel mehr energie braucht als bei die meistens menschen und irgendeinmal ist diese energie aufgebraucht...

    lg

  4. #514
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.625

    AW: Habt ihr Vorteile durch ADHS?

    Einen Vorteil durch ADHS sehe ich in der Tatsache, dass ich immer wieder nette Leute kennenlerne, die nicht unbedingt dem Mainstream entsprechen und in deren Gegenwart ich nicht großartig auffalle .

  5. #515
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 317

    AW: Habt ihr Vorteile durch ADHS?

    Ich bin ja nun doch ein sehr starker Verfechter der Annahme, dass das ADHS eine "Störung" ist und die Kreativität des Menschen unabhängig davon, dass also der Vorteil nicht im ADHS besteht, sondern der Mensch allenfalls daraus etwas vorteilhaftes macht.. Kein Mensch der zu einem Psychiater oder Arzt geht, geht wg einem Vorteil zum Arzt. Wir gehen also wg Problemen zum Arzt und erfahren: sie haben ADHS. Dies wiederum führt dazu, dass nur die Menschen eine Diagnose bekommen, die Probleme mit "Krankheitswert" haben, was auch immer das heissen mag, so heisst es doch zumindest, dass ein Notstand bestanden hat, der uns dazu brachte Hilfe zu suchen, oder, wie in meinem Falle, dass dieser Schritt solange herausgezögert wurde, bis er absolut notwendig wurde. Dies will heissen, dass keiner diese Diagnose erhält, bei dem nicht Symptome mit Krankheitswert vorliegen.

    Ein scheinbarer Fall vorteilhaften ADHS
    So habe ich also einen Kollegen kennen gelernt, der irgendwann, nach erfolgreicher Karriere, scheinbar normaler Ehe, guter sozialer Einbettung plötzlich starke Depressionen entwickelte. Mit seiner Partnerin zeugte er zwei Kinder, was zunehmend zu Spannungen in der Ehe führte, den wenn er abends heimkam, war er erschöpft, reagierte gereizt und wollte die Kinder "strukturieren". Die dankten es ihm mit Wutanfällen und Ungehorsam, mit auffälligem verhalten. In der psychotherapeutischen Behandlung halfen ihm die Antidepressiva rasch und auch die in der Psychotherapie aufgearbeiteten Themen erschienen ihm sehr hilfreich. Da die Herkunft der Depressionen aber weiterhin sehr unklar war, die Mutter zwar depressiv, aber eben auch hyperaktiv war, verdichtete sich die Annahme des Psychologen zur Hypothese: ADHS im Erwachsenenalter. Zahlreiche Hinweise bestätigten schliesslich die Hypothese. Dabei stellte sich heraus, dass der Betreffende, schnell ist, eine rasche Auffassungsgabe und eine hohe Intelligenz hat, ständig getrieben, motiviert ist. Er lässt sich ungern Bremsen, ist ein absoluter Querdenker, hat viel Spass beim Entwickeln von Visionen, ist sehr harmoniebedürftig. Alles scheint zu funktionieren, wenn da die Depressionen nicht wären, die ja genetisch (die Mutter hat auch Depressionen) sind. Es kommt zum Zusammenbruch. Der Frau fallen schliesslich, nach zunächst ablehnender Haltung gegenüber der Diagnose, viele Situationen auf, die die Diagnose bestätigen könnten. Er selbst ist eher euphorisch, sprudelt vor Ideen, fühlt sich kompetent, kann alles besser, als die anderen und ist eher ungeduldig, i.S. von, warum brauchen sie so lange, die sind doch einfach blöd, oder ich habe doch alles klar aufgezeigt, warum Schnallen die das nicht, ist doch klar. Er kommt rasch wieder auf die Beine. Fühlt sich wieder stark. Krise (zunächst) überstanden.

    Nun meine Frage:
    Es wirkt so, als ob hier ein Fall vorliegt, wo dass ADHS vorteilhaft ist. Verdankt der Kandidat seine Karriere dem ADHS? Ist der Erfolg im Geschäft, nun der Tatsache zu verdanken, dass er aufgrund des ADHS ein Querdenker und deshalb besonders Ideenreich ist, dass er aufgrund des ADHS immer unter Druck steht, immer angetrieben ist, und deshalb mehr leisten kann als andere? Ist der berufliche Erfolg hier ein Vorteil des ADHS.

    Ein Sytem gerät ins Wanken
    Aber schauen wir uns diese Geschichte genauer an, dann gibt es da ein paar Einzelheiten die das in Frage stellen. Er treibt sich ständig selbst an, ist begeistert und begeistert andere, braucht das aber auch zum Wohlgefühl, wenn er ruhig wird, dann fühlt er sich nicht gut. Das ständige gehetzt sein, die ständige Angetriebenheit lässt ihn nicht zur Ruhe kommen, geniessen. Beziehungen bleiben oberflächlich, kalt. Er ist Chef am Arbeitsplatz, hat dadurch einen starken Freiraum, darf aber nicht erwarten, dass er offene Rückmeldungen bekommt. Seine Partnerin ist ebenfalls sehr sachlich und distanziert, eher leistungsorientiert. Die beiden Kinder machen nun Probleme, sie sind lebhaft, emotional, stören das Ganze, irritieren, fordern, und alles Gerät ins Wanken.

    Preis der Kompensation
    Ich vermute, diesem Kollegen ist schlicht und einfach noch gar nicht bewusst, welchen Preis er für seine Kompensationsstrategien (Überstrukturieren, Leistungsorientierung, sich ständig (über)fordern, Ausblenden) bezahlt. Die hohe Intelligenz erweist sich bei vielen psychischen Störungen als Schutzfaktor. Ich denke, dass ist bei ADHS sehr stark der Fall. Intelligente ADHSler können sich besser durchmogeln, nichtsdestotrotz kommt der Tag .... Aber natürlich gibt es auch eine gute Art der Kompensation, z.B. Organisationshilfen. Es kommt bei der Kompensation der Symptome ja immer darauf an, welchen Preis wir dafür bezahlen. Aber was hier so schön aussieht, die Euphorie, der Ideenreichtum ist ständiges Angetriebensein, um sich zu stimulieren um die innere Leere auszugleichen, um den Dopaminhaushalt im Gleichgewicht zu halten, der dadurch entstandene berufliche Erfolg, ist nicht Freiheit sondern Leiden am Zustand, wenn es ruhig wird, der Körper entspannt, .... Das Erleben der Gegenwart, Genuss, ist dadurch erheblich eingeschränkt, die Lebensqualität leidet erheblich. Diese Einschränkung wird aber nur empfunden, wenn man bei sich ist. Im ständig angetriebenen Zustand ist man das aber selten und spürt das eben nicht, auch eine Konsequenz der Kompensationsstrategie. Ich frage mich, wie lange er braucht, bis er merkt, dass er sein ganzes Leben wird umkrempeln müssen.
    Dompteur
    Geändert von Dompteur (27.07.2013 um 05:39 Uhr)

  6. #516
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 37

    AW: Habt ihr Vorteile durch ADHS?

    Quirin schreibt:
    Was mir leicht fällt ist die Aussprache zu lernen, ich kann diverse Sprachen mehr oder weniger lesen habe aber keine Ahnung was ich da lese. Aber Grammatik zu lernen ist für mich grausam.
    Aber das mit dem vernetzten Denken ist interessant, ich ziehe wenn immer möglich Assoziationen zu anderen schon bekannten Vokabeln, mehr oder weniger automatisch, und liebe es Verwandschaften zwischen Wörtern in unterschiedlichen Sprachen zu suchen und zu entdecken. Bin also ein Etymologie-Fan.
    Ich lerne Grammatik auch intuitiv, durch das lesen und zuhören einer Sprache und nicht durch starre Regeln...und ich finde die Zusammenhänge zwischen den einzelnen Sprachen auch enorm spannend und das erleichtert - wenn der Sprachstamm gleich ist - das lernen ja enorm Etymologie ist faszinierend, da hast Du recht...

    @alle
    Für mich ist der Umgang mit ADHS entscheidend, nicht ob das nun ein Vorteil oder Nachteil ist und ich weigere mich ADHS als Krankheit zu sehen, als schicksalshaft wo ich halt nix dran ändern kann oder halt mein Leben lang dahinwursteln muss...

    Es liegt an mir wie ich damit umgehe und wie ich darüber denke und ich konzentriere mich daher auf meine Stärken und gehe mit den Schwächen um (da half und hilft mir die Psychotherapie sehr)...ich habe lange gebraucht um einen Job zu finden den ich machen kann, ohne dass ich mich kräftemässig total aufzehre, es hat auch Jahre gedauert meinen Selbstwert aufzubauen, der bis dahin praktisch nicht vorhanden war und ich wusste auch lange nicht wohin in meinem Leben, aber seit ich das weiß, wurde es gleich einfacher

    Das heißt nicht, dass ich nicht mehr kämpfen muss, aber die Kämpfe haben sich stark reduziert...Geduld ist keine meiner Stärken, aber sie lohnt sich manchmal sehr hab ich gelernt *lächelt*
    Geändert von Tausammlerin (27.07.2013 um 09:42 Uhr) Grund: Ergänzung

  7. #517
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.435

    AW: Habt ihr Vorteile durch ADHS?

    Hallo Dompteur,

    Die geschichte deine Kolleg scheint mich eine typische geschichte von erfolgreichen ADSler: bis eine bestimmte alter schaffen sie es. Er hat ein job, eine partnerin und 2 kindern. Dann passiert etwas, ist zu viel...

    Ja, der kraft aufwand war gross für ihm und deswegen ist irgenwann nicht mehr gegangen....

    Sonst wegen vorteilen und nachteilen: jeden sieht es anders, manchmal habe ich der eindruck dass einigen ADS als grosse nachteil sehen und deswegen die kleine vorteilen nicht so wert sind. Ich sehe auch ADS als grosse nachteil... Meine berufsloeben ging bachab, vieles in mein leben ist sauanstregend und auf beziehungebene hatte ich immer auch zu kämpfen...

    Darum sind für mich hinten diese grosse nachteil von ADS die kleine vorteilen (egal ob angeboren oder nicht) um so wertvoller! Es sind meine ressourcen die mich am bestens helfen können mit diese ADS umzugehen. Ich sehe auch vielleicht als vorteil bei ADS dass es eine herausforderung war, ohne die ich einiges nie gelernt oder erreicht habe... es ist bekannt. Menschen lernen am bestens wenn sie schwierigkeiten überwinden müssen. Dass ist eine vorteil bei ADS: es zwingt mich einiges zu lernen, einiges zu probieren, einiges zu suchen...

    Ich sehe auch nicht ADS wirklich als krankheit... Aber schon als einschränkung, da ich dadurch vieles einfach nicht erreicht habe.

    Ich habe wegen mein ADS ein ganz andere leben... Oft schwieriger, mühsamer, aber um so lehreicher und spannender...

    lg

  8. #518
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 499

    AW: Habt ihr Vorteile durch ADHS?

    mj71 schreibt:
    Die geschichte deine Kolleg scheint mich eine typische geschichte von erfolgreichen ADSler: bis eine bestimmte alter schaffen sie es. Er hat ein job, eine partnerin und 2 kindern. Dann passiert etwas, ist zu viel...
    Sehe ich auch so. Bei uns scheint es genau das zu sein. Wobei, es passiert "was" ist noch nett gesagt. Eigentlich ist alles zusammengebrochen bei uns, daher auch der schwierige Ausweg. Wir haben jetzt eine Familientherapeutin für eine Paartherapie angesprochen, die allerdings gesagt hat, wir sollen erstmal unsere jeweiligen Probleme behandeln lassen. Da ist jetzt aber folgendes Problem aufgetaucht: Die Therapeuten und Psychologen bei denen mein Mann bisher war haben schon 4 mögliche Diagnosen gestellt. Der Verdacht auf ADHS wäre die 5. Allerdings hat ein Psychologe während der stationären Therapie für Borderline einen einzigen kurzen Test gemacht und gesagt, dass das nicht der Fall wäre. Privat haben wir mehrere von diesen Tests durchgespielt, die waren alle positv....

    Also was den Kollegen betrifft: Es ist schwer mit Familie das ganze Leben umzustrukturieren, da oft, wenn schon Kinder da sind diese bei jeglicher Umstrukturierung mitbedacht werden müssen. Wir sind daher in einem Zustand der Lähmung angekommen.

    Äh...OT. Meine Vorteile waren bisher schnelle Auffassungsgabe, wenn das Thema neu und interessant war. Das ist prima, wenn man für ein Start-Up das Büro (Möbel, Hard- und Software, inkl. passendem ERP) anschaffen und zum laufen bringen soll. WOW durfte ich viel anschauen, ausprobieren, einsetzen, anpassen, aufbauen... aber als es dann lief kam das Motivationsloch. Ebenso als dann nach zwei großen internationalen Meetings (ersteres durfte ich in punkto Anreiseorganisation, Buchung, Hotelkoordination, Materialbeschaffung, etc. mitorganisieren dürfen und beim 2. habe ich die vorgenannten Punkte im Alleingang organisiert - beim ersten dann noch die Gästebetreuung und Service vor Ort) meines letzten AG der Alltag einkehrte...

    Schnell und sehr motiviert neues aufzunehmen ist wohl eines meiner Vorteile. Ich brauche aber oft den Kick des "Last-Minute-Stress", dann läuft's erst. Wird aber auch positiv gesehen, weil es in gewissen Bereichen in die ich irgendwie immer reinrutsche oft zu diesem Stress kommt. Und wenn dann andere Kollegen schon fast verzweifeln, laufe ich erst zur Höchstform auf - mir wurde dann auch im Nachhinein gesagt, dass es wirklich der Wahnsinn ist, wie ruhig ich während des ganzen war. Bin ich auch wirklich und frage mich dann immer, warum die anderen so gehetzt und gestresst sind.

    Nachteile hängen aber direkt mit diesem Vorteil zusammen... Im Alltag bin ich dann total schnell abgestumpft. Routine ist soooo ermüdend. Ich habe auch keine Ahnung, wie ich aus der Falle rauskommen soll. Tritt bei den meisten Jobs irgendwo zwischen 4. und 7. Monat ein. Und dann kündige ich innerlich schon. Hatte seit meiner Ausbildung (99-02) - das ist gerade mal 11 Jahre her - 7 Arbeitgeber und 2 Kinder... ähm. Schlimmer ist es sicher nur bei Zeitarbeitern mit massig befristeten Einsätzen....

  9. #519
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 499

    AW: Habt ihr Vorteile durch ADHS?

    frk schreibt:
    Meine Optik kann ich trotzdem nicht ausstehen, worunter mein Selbstvertrauen massiv leidet.
    Geht mir zeitweise noch immer so. Aber es ist besser geworden in den letzten 14 Jahren (bin jetzt 34). Sehr viel besser. Such' Dir einen Freund, der Dich bei Bekleidung und Styling gut und ehrlich beraten kann. Ansonsten sieh es mal so... einige der größten Mediziner waren auch nicht gerade Schönheiten. Dass unsere Gesellschaft so auf Optik fixiert ist - kannst Du doch nichts für. Auch wenn es mit 20 noch nicht einfach ist, das zu sehen: Innere Werte sind wichtiger - und bei vielen optisch aufgestylten Personen doch oft sehr faltig

    Bei mir war es so, dass ich mich in den frühen 20ern mit Leuten umgeben habe, die auch mein "Problem" mit der Länge hatten. Keine super modischen Klamotten, weil von der Standart-Stange nicht passend ist schon oft zermürbend. Aber dann auch noch immer darauf angesprochen zu werden, dass man "raussticht" aus der Menge muss verdaut werden, wenn das Selbstbewußtsein dank Schulmobbing voll am Boden liegt...

    frk schreibt:
    Vorteile durch ADHS: ich kann gut um Ecken denken, bin exzellent was Logik und Mathematik angeht.
    Grottenschlecht was räumliche Vorstellung und musikalisches oder zeichnerisches Talent angeht.^^
    AHA! Da ist es also hin mein Mathematikverständnis. Soll ich dir etwas von der räumlichen Vorstellungskraft und dem darstellerisch Künstlerischen abgeben? Dann hätte ich gern je eine Portion Analysis und Statistik dafür

    Es gibt wenige Menschen die Alleskönner sind - und die die es vorgeben können es auch nur oberflächlich. Bin ich mir sicher. Oder haben AD(H)S, ihren Flow-Bereich gefunden und einen IQ von über 160 - äh.... ja, also doch Wenige.

    Ansonsten nimms mit Morgenstern:

    Stilles Reifen

    Alles fügt sich und erfüllt sich,
    mußt es nur erwarten können
    und dem Werden deines Glückes
    Jahr und Felder reichlich gönnen.
    Bis du eines Tages jenen reifen Duft der Körner spürest
    und dich aufmachst und die Ernte in die tiefen Speicher führest.
    Geändert von snowhopper (27.07.2013 um 15:13 Uhr)

  10. #520
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 317

    AW: Habt ihr Vorteile durch ADHS?

    LIebe mj71
    ganz ehrlich, eigentlich finde ich die Diskussion auch mühselig.

    Mir geht es vor allem darum zu zeigen, dass wir, aber auch alle anderen letztenendes grossartige Menschen sein können. Dass es weder von der Hautfarbe, Nationalität, Religion (dazu zähle ich auch den Atheismus), von einer psychischen Krankheit noch von einer körperlichen oder hirnorganischen Behinderung oder dgl. verhindert werden kann, aber auch nicht davon abhängig ist.

    Ich glaube, in einem Punkt sind wir uns alle einig: das ADHS zwingt uns dazu, uns auf spezifische Fähigkeiten zu stützen, uns auf eine andere Art in dieser Welt einzubringen, als es die meisten anderen Menschen tun. Was wir dadurch erleben ist einzigartig, eigen und besonders. Es ist daher ein schöner Gedanke, ADHS auch als Geschenk zu betrachten.

    Aber um mir jetzt gnadenlos selbst zu widersprechen, gehe ich jetzt noch einen Schritt weiter: Ich war letzthin an einer Veranstaltung, die die Missstände meiner Kindheit zum Thema machte. An dieser Veranstaltung war ich doch tatsächlich mit Personen aus meiner Kindheit konfrontiert. Dies wirkte sich als Trigger aus und ich reagierte wieder wie früher. Was musste ich da entdecken: meine alte Fähgkeit, mich auszuklinken, zu hyperfokusieren etc. und was fiel mir dann auf? es ist doch tatsächlich auch so, dass die ADHS-typische Art Reize zu verarbeiten auch sein Gutes in meiner Kindheit hatte. Meine Gabe mich in Phantasien zu verlieren, zu träumen, zu hyperfokuseiren und damit mein ganzes Umfeld auszublenden, wirkte früher wie ein Schutzschild für die Seele. Es half mir, meine Seele vor allzu heftigen Einwirkungen zu schützen, ähnlich dissoziativer Zustände (wenn es nicht sogar solche sind). Ist das nicht ein echter Vorteil? Keine Ahnung, aber es ist verrückt, wenn ich denke, dass eine Störung mich vor den Folgen einer anderen Störung (Trauma) schützt, vielleicht muss ich am Ende sogar froh sein, dass ich ADHS habe, weil es die traumatischen Erfahrungen abmilderte.

    dompteur

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