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Diskutiere im Thema Habt ihr Vorteile durch ADHS? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #351
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Habt ihr Vorteile durch ADHS?

    Chaostanja schreibt:
    Soweit ich das (hier im Forum und wissenschaftlich fundiert) "gelernt" habe, weiß man, dass bei einem AD(H)S'ler im Vergleich zum "Stino" einige Hirnbereiche aktiver , z.B. die Amygdala, und andere wiederum weniger aktiv sind. Das hieße ja, dass man diese Störung auch im CT (oder war es MRT?) nachweisen kann.

    Es stellt sich die Frage, warum das nicht gemacht wird, aber vielleicht steckt es noch zu sehr in den "Kinderschuhen", oder ist einfach zu teuer...
    Letzteres ist zutreffend.
    Es bedarf auch weit mehr als eines Scans und das macht die Sache einfach unrentabel, so das nach wie vor die klinische Diagnostik das Mittel der Wahl ist ... leider.
    Ich würd mir wünschen, dass man einfach einen Stecker anschließen, ein Messgerat anschauen könnte und dann Gewissheit hätte ...

    Das mit den Traumata als Auslösern hatte ich gar nicht gelesen (bin auch erst später eingestiegen).
    Das ist nicht möglich.
    Allerdings sind Traumafolgestörungen und ADHS sehr leicht zu verwechseln und treten nicht selten auch miteinander auf, da ADHS dafür recht förderlich ist.

  2. #352
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 24
    Forum-Beiträge: 764

    AW: Habt ihr Vorteile durch ADHS?

    Also ich sehe einen Zusammenhang zwischen ADHS und Empathie.. auch mit anderen vorteilhaften Eigenschaften, aber die Liste wäre zu lang. ^^

  3. #353
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 140

    AW: Habt ihr Vorteile durch ADHS?

    entschuldigung moonstone. ich hab den mir geläufigen begriff einfach aufgenommen, weil mir das phänomen bestens bekannt ist.
    ich will auch keinen disput vom zaun brechen, ob das ein einzelphänomen ist, oder eine häufige komorbidität bei adslern (was ich vermute).
    es geht um eine tendez zu spontanen, meist auf ablenkung oder lustgewinn zielende , manchmal unüberlegte oder unbegründete aktion, die kurzfristig
    befriedigt oder einfach den drang nach besonderen erfahrungen bedient. das phänomen ist ganz gut erforscht und es gibt auch deutschsprachige literatur dazu.

    ursprünglich tauchte es paradoxer weise im kontext der hypersensiblen menschen auf. also bei leuten mit einem extrem empfindsamen sinnlichen wahrnehmungsapparat.
    hier ist der anteil an "sensation seekers" recht auffällig. diese wiederum werden auch bei den adslern beschrieben. ich glaube die zusammenhänge sind evident.

    meist werden extremsportarten, glücksspiel oder solche dinge als beispiel angeführt. ebenso riskante liebesbeziehungen oder sexuelle praktiken. drogenkonsum usw...
    es geht aber auch harmloser. wir kennen das wohl alle:
    beim aufräumen des schreibisches sollen endlich bücher zurück ins regal. beiläufig öffnet man eines... der rest ist bekannt. der inhalt berührt einen momentanen gedanken,
    der nun vielversprechender ist als die ohnehin ungeliebte aufräumerei. hier sehe ich den ansatz des sensation seekings. das kann in extremen fällen dazu führen, dass man im alltag kaum etwas gebacken bekommt. immer ist anderes interessanter.
    so sehe ich alle paar stunden in meine post, ob es interessantes gibt... wie jetzt im moment.
    epikur

  4. #354
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Habt ihr Vorteile durch ADHS?

    Lihibra schreibt:
    Also ich sehe einen Zusammenhang zwischen ADHS und Empathie.. auch mit anderen vorteilhaften Eigenschaften, aber die Liste wäre zu lang. ^^
    Das ist auch vollkommen ok.

    Nur:
    Wenn man eine bestimmte Eigenschaft einer bestimmten Sache zuordnen möchte, um anschließend feststellen zu können, dass diese Eigenschaft eine Besonderheit dieser Sache ist, muss man sich fragen, ob das auf die große Masse an dieser Sache übertragbar und bei denen gleichermaßen und reproduzierbar feststellbar ist.

    Das bedeutet nicht dass alle diese Eigenschaft besitzen und alle anderen nicht, sondern dass ein signifikanter Unterschied zwischen beiden Gruppen besteht.


    Ich kann ein umgekehrtes Beispiel nennen, weil mir grad kein passendes analoges einfällt:
    Von Menschen im autistischen Spektrum ist bekannt und nachgewiesen, dass sie gegenüber nichtautistischen Menschen eine geringer ausgeprägte kognitive Empathie besitzen.

    Ein schönes Beispiel ist einer der Tests, welche man mit Kindern macht, bei denen der Verdacht auf Asperger Syndrom besteht:

    Da sitzt das Kind mit der testenden Person in einem Raum.
    Die Mutter des Kindes sitzt im Nebenraum und kann nicht sehen und hören, was hier gerade passiert.
    Der Tester nimmt eine Pralinenschachtel, leert diese vor den Augen des Kindes und legt stattdessen Bleistifte in die Schachtel und verschließt sie wieder.
    Der Tester fragt nun das Kind, dass alles aufmerksam beobachtet hat:
    "Wenn ich mit dieser Schachtel nun zu Deiner Mutter gehe und sie frage, was darin ist, ... was glaubst Du, wird sie sagen?"
    Von einem Kind im entsprechenden Alter wird man erwarten, dass es sich darüber im Klaren ist, dass die Mutter von dem Tausch nichts wissen kann und es wird daher antworten, dass die Mutter "Pralinen" sagen würde.
    Ein autistisches Kind dagegen antwortet:
    "Na Bleistifte".
    Aufgrund seiner geringeren kognitiven Empathie kann es sich nicht in die Perspektive der Mutter versetzen und sich aus ihrer Sicht der Dinge vorstellen, dass sie diesen Tausch nicht mitbekommen hat, während ein Mensch mit einer normal ausgeprägten Empathie dies altersentsprechend jedoch kann.

    Das Kind sieht und versteht die Welt nur aus seinen Augen und es kann sich nicht vorstellen, dass die Mutter nichts von den Bleistiften weiß, denn das Kind weiß das ja auch.
    So können viele Menschen mit geringer ausgeprägter Empathie auch nicht die Position Anderer einnehmen und sich vorstellen, dass ein von ihnen geschriebener Text bei dem Gegenüber anders ankommt, als man das selber sieht.

    Ich zum Besipiel habe dieses Problem.
    Deshalb frage ich auch so oft nach, weil ich mir dessen bewusst bin.
    In meiner Kindheit habe ich etliche Situationen gehabt, die der gerade geschilderten sehr ähnlich waren, eine davon war nahezu lehrbuchmäßig und erst nach vielen Jahren, als ich anfing, mich mit alldem hier zu beschäftigen, wurde mir die Situation klar.

    Dagegen ist meine affektive Empathie so ausgeprägt, dass ich darunter regelmäßig zu leiden habe.
    Ich fühle mit, ob ich will oder nicht und das in einem Ausmaß, das nicht mehr natürlich oder gesund ist.
    Zeig mir einen Film über den zweiten Weltkrieg oder die Ereignisse aus dieser Zeit, und ich finde für die nächsten 3 Nächte keinen Schlaf und keine Ruhe mehr, weil das Leid, welches ich dort sehe, mich ununterbrochen erdrückt.
    Und da ich noch keinen Krieg miterlebt habe, kann es nicht an einer Traumafolgestörung liegen (Flashbacks).

    Anywyay, von ersterem, also der kognitiven Empathie bei Menschen im autistischen Spektrum kann man sagen, dass sie bei einem Großteil der Betroffenen deutlich geringer ausgeprägt ist, als sie es bei einer altersgemäß identischen Gruppe von Menschen ist, die nicht ins autistische Spektrum fallen.
    Aufgrund dieser Beobachtungen und der Reproduzierbarkeit (man kann das immer wieder mit unterschiedlichen Menschen und geänderten Tests machen und erhält immer das gleiche Ergebnis) kann man also sagen, dass die geringere kognitive Empathie im Zusammenhang mit Autismus steht und der Autismus möglicherweise ursächlich dafür ist.

    Umgekehrt müsste man also beobachten können, dass Menschen mit ADHS in diesen Dingen besonders gut sind, während Nichtbetroffene wie erwartet, eine Normalverteilung der eigenschaften vorweisen.

    Würde man nun solche Tests dann mehrfach mit anderen Personen und geänderten Testverfahren wiederholen, müsste dann auch das gleiche Ergebnis dabei erzielt werden.
    Geändert von Fliegerlein (10.07.2013 um 14:13 Uhr) Grund: Fehlerkorrektur

  5. #355
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 140

    AW: Habt ihr Vorteile durch ADHS?

    danke fliegerlein
    das ist wirklich gut erklärt.
    dokumentationen die grausamkeiten aus kriegen oder besonders konzentrationslagern beschreiben haben mich in meiner jugend regelrecht traumatisiert. ich hatte lange was davon....
    so gesehen ist empathie nicht nur gabe. sie konfrontiert einen auch mit ohnmachtsgefühlen die direkt in eine stimmung von sinnlosigkeit und depression führen können.
    ein gesunder abstand ist da oft hilfreicher, besonders wenn man wirklich helfen will.
    epikur

  6. #356
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 466

    AW: Habt ihr Vorteile durch ADHS?

    Boh ey, wenigstens verstehe ich jetzt mal, wie sehr ich andern auf den Keks gehen muss mit meinen ständigen "Ja aber"s.

    Niemand kann hier auch nur den klitzekleinsten "Vorteil" (trau mich schon gar nicht mehr, das Wort zu benutzen) nennen, ohne dass ihm sofort die Rückseite der Medaille gezeigt wird, die natürlich vieeeeeeeel größer ist.

    Mag ja sein, dass die Nachteile größer sind, als die Vorteile.

    Und - ja, mir ist auch schonmal voll der Kreislauf abgekackt, als ich einen Film über den Kongo gesehen hab (ohne weitere Beschreibung...) (ist das Wort ok, sonst wär abändern für mich ok?)

    Aber, seit ich weiß, dass ich ADHS habe, fühle ich mich viel gesünder als vorher, weil ich vorher dachte, ich hätte einen viel (ja: VIEL) größeren Schaden, als ich in Wirklichkeit habe. Ok, mag eher ne Ausnahme sein.

    Wenn ich als Neuling diesen Thread zuerst gelesen hätte, würde ich denken, dass es mir noch vieeeel schlechter geht, als ich je vermutet hätte, echt ey.

    Gibt es hier eigentlich auch nur enen einzigen Beitrag, in dem sich jemand gefreut hat für etwas, was jemand anderes als vorteilhaft ansah?
    ______________________________ ___

    Und habt ihr die Sache schonmal von der anderen Seite gesehen, dass manche Leute unsere Besonderheiten für Vorteilhaft halten?
    Früher haben sich die Leute im Bekanntenkreis (heute verstorben, verzogen etc) gegenseitig zu mir geschickt, wenn sie Träume verfolgt haben, mit denen sie nichts anfangen konnten. (es waren auch nur ganz wenig Worte dabei nötig, und ob sie stimmten, mussten die Leute selber entscheiden)
    Der einzige Anti-Kommentar Jahre später: "Ich war damals anschließend total sauer, dass du besser über mich Bescheid wusstest, als ich selber."

    Ja, ICH WEIß, dafür hatte ich auch mit der Kehrseite der Medaille zu tun!!

    Für jemanden Neues, der anhand dieses Threads schauen möchte, ob die Diagnose auch positive Aspekte haben könnte, finde ich diesen Thread total schädlich.
    Boh ey, da kann man ja Depressionen bei kriegen oder verzweifeln.

    Wenn ihr die Schattenseiten der positiven Aspekte unbedingt so übermäßig aufblasen müsst - tut es.
    Ich find es in diesem vehementen Ausmaß z.K. und hoffe, ich schaffe es, hier nicht mehr mitzulesen.

    Trotzdem LG

  7. #357
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Habt ihr Vorteile durch ADHS?

    Verwunderlich dass sich vermehrt die "eine Seite" der Medaille hier auffällig ausfallend/aufgeregt/vorwurfsvoll äussert, wohingegen die andere (fast) immer versucht sachlich zu bleiben.....

  8. #358
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Habt ihr Vorteile durch ADHS?

    Hallo Zammel,

    vielleicht magst Du diese Antwort ja noch lesen

    zammel schreibt:
    Niemand kann hier auch nur den klitzekleinsten "Vorteil" (trau mich schon gar nicht mehr, das Wort zu benutzen) nennen, ohne dass ihm sofort die Rückseite der Medaille gezeigt wird, die natürlich vieeeeeeeel größer ist.
    Ist das wirklich objektiv der Fall oder kommt es Dir nur so vor?
    Ich nehme das nicht so wahr, sondern eher wie eine interessante Diskussion, die beide Seiten beleuchtet und versucht zu verstehen.

    zammel schreibt:
    Wenn ich als Neuling diesen Thread zuerst gelesen hätte, würde ich denken, dass es mir noch vieeeel schlechter geht, als ich je vermutet hätte, echt ey.
    zammel schreibt:
    Wenn ihr die Schattenseiten der positiven Aspekte unbedingt so übermäßig aufblasen müsst - tut es.
    Ich find es in diesem vehementen Ausmaß z.K. und hoffe, ich schaffe es, hier nicht mehr mitzulesen.
    Ist das denn wirklich objektiv der Fall oder eine Interpretation, auf der Basis von Wahrnehmungsfiltern?
    Ganz ehrlich, so wie Du das wahrnimmst, ist das bei mir nicht.
    Im Gegenteil, ich sehe nicht, dass da etwas so dermaßen schlecht geredet wird.
    Vielmehr sehe ich den Versuch, Wahrnehmung und Objektivität miteinander zu vergleichen und zu verbinden.
    Mal ganz ehrlich:
    Gibt es irgendeine andere Erkrankung, bei der man sich überhaupt Gedanken über Vorteile macht?
    Ich wüsste da keine.


    zammel schreibt:
    Für jemanden Neues, der anhand dieses Threads schauen möchte, ob die Diagnose auch positive Aspekte haben könnte, finde ich diesen Thread total schädlich.
    Boh ey, da kann man ja Depressionen bei kriegen oder verzweifeln.
    Oder man hat die Möglichkeit einer realistischen Einschätzung, welche dabei helfen kann, ein erfolgreiches Management hinzubekommen.

    Da möchte ich gerne mal wieder Barkley zitieren, welcher im Anschluss an einen Vortrag über eben auch dieses Thema sagte:

    "I don't tell you all that to depress you ... I tell you that to impress you"

    "Ich erzähle Ihnen das Alles nicht, um Sie zu deprimieren, sondern um Sie zu beeindrucken."

    Und weiter sagt er: "ADHS gehört zu den am besten behandelbaren Störungen in der Psychiatrie überhaupt.
    Aber es macht wenig Sinn, sie zu stilisieren oder als etwas darzustellen, dass sie nicht ist.
    Es ist eine ernsthafte und ernstzunehmende Erkrankung, die schwere Folgen haben kann, aber die sich auch vermeiden lassen, wenn man sich mit ihr auseinandersetzt und sie als das akzeptiert, was sie ist".

    Ich finde diesen Thread keineswegs deprimierend.
    Ich finde im Gegenteil, dass er einem dabei hilft, einiges vielleicht etwas anders einzuschätzen oder wahrzunehmen und darauf besser eingehen zu können.
    Meiner Meinung nach ist das der beste Weg in die Akzeptanz.

    Aber da sieht man wieder so deutlich, wie unterschiedlich Wahrnehmung sein kann.


    Für mich ist das nichts anderes, als wenn mir irgendeiene x-beliebige Erkankung erklärt wird, ... "so und so siehts aus, da kommt es her, das sollten wir dagegen tun und darauf sollten Sie achten."

    Ich hab zum Beispiel auch einiges an Fachliteratur zum Thema Schmerzen, denn damit habe ich mein Leben lang zu kämpfen, mit einer chronischen Schmerzerkrankung.

    Aber es ist genau so, wie Du schreibst:
    Seit ich weiß, was die Ursache dafür ist, wie das Ganze funktioniert, kann ich damit besser umgehen.
    Ich fühle mich damit jetzt nicht gesünder, aber es ist besser, als sein Leben lang damit rumzulaufen und nicht zu wissen, was es ist, woher es kommt, was ich dagegen tun kann.
    Das ist vielmehr ein Zustand, der Angst und Hilflosigkeit erzeugt.
    Durch mein Wissen um die Schmerzerkrankung, ihre Zusammenhänge, ihre Behandlung etc. kann ich sie nun akzeptieren.
    Das lindert nicht meine Schmerzen, aber den Umgang damit.
    Ich weiß, was wie wann zu tun ist, woher es kommt, kann es akzeptieren und DAMIT geht es mir trotz der noch vorhandenen Schmerzen tausendmal besser als vorher.

    Seit ich all das Wissen habe, lebe ich besser mit den Schmerzen.
    Sie sind nicht mein Freund, aber sie sind berechenbar geworden.
    Dder Schleier des "unbekannten, unsichtbaren Feindes" ist weg und ich kann ganz anders damit umgehen.
    Aber ich würde offengestanden auch nie auf die Idee kommen, mich zu fragen, welche Vorteile meine chronische Schmerzerkrankung hat ...

    Das alles ist lediglich EINE Variante im Umgang mit einer Erkrankung, egal welcher.
    Und ich denke, dass jeder SEINE Variante finden muss, um seinen gemeinsamen Weg mit seiner ADHS zu gehen.
    Der kann sich im Laufe der Zeit auch ändern.

    Aber allein dafür ist es doch unglaublich positiv, all das gezeigt und erklärt zu bekommen .
    Dieser Thread und viele andere hier im Forum, mögen auf den ersten Blick deprimierend wirken.

    Für mich ist das ein grandioser Werkzeugkasten, aus dem ich mir jederzeit das Werkzeug herausnehmen kann, welches ich zum aktuellen Zeitpunkt unter den aktuellen Umständen gerade benötige.

    Aber Threads wie dieser hier geben uns erstmal die Auswahl an diesen Werkzeugen.
    Denn wie es so ist ... :
    Mit dem Hammer in der Hand sieht jedes Problem aus wie ein Nagel .
    Hier gibt es eine große Auswahl an Werkzeugen, genau erklärt und von vielen Seiten beleuchtet.

    Das ist doch ein unglaublich positiver Thread oder?
    Geändert von Fliegerlein (10.07.2013 um 15:41 Uhr) Grund: Fehlerkorrektur

  9. #359
    moonstone

    Gast

    AW: Habt ihr Vorteile durch ADHS?

    Mir fällt heute wieder auf, dass es extrem anstrengend für mich ist, wenn hier jemand so viel auf einmal schreibt. Lange Texte kann ich gerade gar nicht lesen bzw. aufnehmen :-(

  10. #360
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 2.680

    AW: Habt ihr Vorteile durch ADHS?

    zammel schreibt:
    Und habt ihr die Sache schonmal von der anderen Seite gesehen, dass manche Leute unsere Besonderheiten für Vorteilhaft halten?
    Früher haben sich die Leute im Bekanntenkreis (heute verstorben, verzogen etc) gegenseitig zu mir geschickt, wenn sie Träume verfolgt haben, mit denen sie nichts anfangen konnten. (es waren auch nur ganz wenig Worte dabei nötig, und ob sie stimmten, mussten die Leute selber entscheiden)
    Der einzige Anti-Kommentar Jahre später: "Ich war damals anschließend total sauer, dass du besser über mich Bescheid wusstest, als ich selber."
    Hallo Zammel, ich hoffe Du liest diese Antwort doch noch:
    Sag mal, hast Du Dich vor Deiner ADS-Diagnose nicht über Deine besondere Begabung freuen können?
    Geht das erst, seit Du weißt, dass Du ads hast und Deine Begabung darauf zurückführst?
    Was wird an Deiner Begabung denn schlechter, wenn sie nicht von ADS herrührt?

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