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Diskutiere im Thema Habt ihr Vorteile durch ADHS? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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  1. #271
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 24
    Forum-Beiträge: 764

    AW: Habt ihr Vorteile durch ADHS?

    Das versteh ich jetzt nicht..

  2. #272
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 340

    AW: Habt ihr Vorteile durch ADHS?

    Die Diagnoseverfahren nach DSM IV (amerikanisch) oder auch deutsche, da gibt es ja verschiedene, sind AUSSCHLIEßLICH dazu da, zu ermitteln, ob die KRANKHEIT (Diagnose) ADHS vorliegt.


    Liegt also eine offizielle Diagnose vor, ist gleichzeitig auch der Krankheitswert und damit auch eine Behandlungsbedürftigkeit festgestellt worden. Deshalb sind die KK dann auch in der Pflicht, diese Behandlung zu übernehmen.

    Behandlung muss ja nicht Medikation bedeuten.

  3. #273
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 39

    AW: Habt ihr Vorteile durch ADHS?

    Emely schreibt:
    Sehe ich auch so, außer dass ich persönlich ADHS weiter als Krankheit ansehen würde, wenn man mit Medis/Coaching klar kommt, jedoch die “brutale Form“ des ADHS als Behinderung sehe, sobald ich es am Arbeitsplatz bekannt geben “muss“, um meinen Job gut zu machen!

    Darum finde ich es z.B. im Fall von ADHS-Nico auch gut und richtig, die Schwerbehinderung zu beantragen, u.a. auch um selber geschützt zu werden.

    In meinem “Fall“ z.B. erachte ich es weder als erforderlich, mich zu “outen“ noch die Schwerbehinderung zu beantragen!
    Im Gegenteil befürchte ich (für mich) Nachteile, wenn spezielle Kollegen von mir von meinem ADHS erfahren.

    Außerdem habe ich keinen Beamtenstatus!

    LG Emely
    Du hast recht mit den Kollegen. Auch bei mir gibt es etliche Kollegen die

    1. nicht wissen, was überhaupt ADHS ist und/oder
    2. die absuluten ADHS- Gegner sind (Modekrankheit, falche Erziehung, falche Ernährung etc.), du weist schon was ich meine ( hoffentlich).

    Ich weiss leider nicht, wie ADHS in der freien Wirtschaft von den Arbeitgebern akzeptiert bzw. überhaupt toleriert wird. Das müssten eigentlich (da ist das Wort wieder) unsere behandelnden Ärzte wissen. Ich würde dir gern weiterhelfen, aber in meinem Umfeld bin ich die Einzige mit ADHS. Wenn ich kein Beamtenstatus haben würde, glaube ich, dass ich dann nicht so offen mit der Diagnose umgegangen wär, aber ich weiss es nicht.

    Ich hatte nur Glück, dass die Polizeipsychologin meine Ärzte kennt und dass der Stand der Medizin, trotz behördlicher Starrsinnigkeit, auch in die Behörde vorgedrungen ist. Vor 10 Jahren wäre ich noch frühpensoniert worden mit 50% - 70% (ca. 800,00€) meines damaligen Grundgehaltes (Dienstgradabhängig- hatte den niedrigsten Dienstgrad, heute bin ich ein Stern weiter).

    Wenn meine Diagnose schon 2003 (als ADHS bei mir vermutet wurde) gefallen wär, würde ich total depressiv zu Hause sitzen, mit einem Topf auf dem Kopf und würde mit einem Löffel dagegenschlagen.

    Jetzt mal ersthaft. Ich wäre wahrscheinlich jämmerlich zu Grunde gegangen. Irgendeiner hat es wohl gut mit mir gemeint.

    LG Nico

  4. #274
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Habt ihr Vorteile durch ADHS?

    Emely schreibt:
    Sehe ich auch so, außer dass ich persönlich ADHS weiter als Krankheit ansehen würde, wenn man mit Medis/Coaching klar kommt, ...
    Dem stimme ich zu, denn ansonsten würde ich da einen Logikfehler erkennen und wenn ich Steintor richtig verstehe, dann ist das in der Tat unlogisch.

    ADHS nicht mehr als Krankheit anzusehen, weil man es erfolgreich behandelt, ist zwar einerseits, auf einer gewissen "emotionalen Ebene" oder "Bauchebene" nachvollziehbar, aber faktisch nicht korrekt.
    Wenn ein Zuckerkranker erfolgreich mit Insulin behandelt wird, bleibt er ja weiterhin zuckerkrank.
    Er ist dann "nur" symptomfrei, was ja schon eine Riesenmenge wert ist, aber es ist ein Unterschied, denn die zu Grunde liegende erkrankung besteht weiterhin und lebenslang.

    Das macht für den Alltag insofern einen Unterschied, als man sich dessen ja trotz aller Linderung, stets im Hinterkopf gewahr sein sollte.
    Nicht im Sinne von "Ich bin ja krank", sondern im Sinne von "Ich sollte auf das ein oder andere achten und mir bestimmter möglicher Beeinträchtigungen bewusst sein, damit ich weiter die Gesundheit erhalten kann, die ich momentan wahrnehme".

    Das muss ja nicht mal unbedingt großartige Einschränkungen bedeuten, es sollte nur nicht ganz aus dem Bewusstsein verschwinden.
    Wenn ein Diabetiker mal ein Stück Kuchen mehr essen möchte, dann kann er das ja tun, aber eben auch nur, wenn er sich seiner Erkrankung bewusst ist und entsprechend rechtzeitig gegensteuert, also nach dem Kuchen einmal mehr eine Messung macht und bei Bedarf Insulin nachführt.

    Liebe Grüße
    Fliegerlein

  5. #275
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 5.009

    AW: Habt ihr Vorteile durch ADHS?

    ADHS-Nico schreibt:
    Du hast recht mit den Kollegen. Auch bei mir gibt es etliche Kollegen die

    1. nicht wissen, was überhaupt ADHS ist und/oder
    2. die absuluten ADHS- Gegner sind (Modekrankheit, falche Erziehung, falche Ernährung etc.), du weist schon was ich meine ( hoffentlich).

    Ich weiss leider nicht, wie ADHS in der freien Wirtschaft von den Arbeitgebern akzeptiert bzw. überhaupt toleriert wird. Das müssten eigentlich (da ist das Wort wieder) unsere behandelnden Ärzte wissen. Ich würde dir gern weiterhelfen, aber in meinem Umfeld bin ich die Einzige mit ADHS. Wenn ich kein Beamtenstatus haben würde, glaube ich, dass ich dann nicht so offen mit der Diagnose umgegangen wär, aber ich weiss es nicht.

    Ich hatte nur Glück, dass die Polizeipsychologin meine Ärzte kennt und dass der Stand der Medizin, trotz behördlicher Starrsinnigkeit, auch in die Behörde vorgedrungen ist. Vor 10 Jahren wäre ich noch frühpensoniert worden mit 50% - 70% (ca. 800,00€) meines damaligen Grundgehaltes (Dienstgradabhängig- hatte den niedrigsten Dienstgrad, heute bin ich ein Stern weiter).

    Wenn meine Diagnose schon 2003 (als ADHS bei mir vermutet wurde) gefallen wär, würde ich total depressiv zu Hause sitzen, mit einem Topf auf dem Kopf und würde mit einem Löffel dagegenschlagen.

    Jetzt mal ersthaft. Ich wäre wahrscheinlich jämmerlich zu Grunde gegangen. Irgendeiner hat es wohl gut mit mir gemeint.

    LG Nico


    Klar verstehe ich, was du meinst!


    Und eben...., man weiß nicht vorher, wie der Arbeitgeber es sieht..

    Mir reichte vor Jahren ein Spruch meiner damaligen Chefin, die süffisant meinte: "Dann musst Du überlegen, ob Du für den Job geeignet bist"...
    und das nur, weil ich einmal völlig entnervt zu ihr sagte, dass ich mich im Nachtdienst eben nicht zu 100% konzentrieren könne!
    (Wie viele andere auch und das hatte nicht einmal mit dem ADHS zu tun!)

    Sie hatte es an sich, alle haarklein, akribisch zu kontrollieren und uns dann zu schikanieren, wenn bei der Aktenführung auch nur eine winzige Kleinigkeit vergessen oder falsch gemacht wurde!
    Man merke: Ich wurde nicht als MDA ausgebildet, sondern als Krankenschwester!

    Jedenfalls schrillten da sofort meine persönlichen Alarmglocken und ich halte mit Sicherheit meine Klappe am Arbeitsplatz! Denn ich möchte da bleiben, wo ich jetzt grad bin und nicht zu den Pförtnern versetzt werden oder in die Milchküche!


    LG Emely

  6. #276
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 56

    AW: Habt ihr Vorteile durch ADHS?

    Oh Mann, hier tut sich so viel, dass ich nicht weiß, wo ich anknüpfen soll.

    Zum Thema ADHS=Krankheit/Behinderung:

    Ob etwas als krank oder behindert eingestuft wird, entscheidet die Gesellschaft.

    Ich habe z.B. eine Sehschwäche und trage deswegen eine Brille. Dies gilt jedoch allgemein nicht als Krankheit oder Behinderung. Ich empfinde es jedoch als Behinderung, denn wenn ich die Brille nicht hätte, könnte ich nicht Auto fahren, würde ich mir bekannte Personen nicht erkennen, könnte ich meiner Arbeit nicht ohne fremde Hilfe nachgehen und ich müsste meine Nase jetzt an den Monitor drücken, um zu sehen was ich tippe (nur, dann würde ich die Tastatur nicht sehen...). Ich könnte die Liste noch ewig fortführen.

    Meine ADHS-Symptome empfinde ich persönlich als weniger schlimm, als meine Sehschwäche. Es ist meine Art zu sein und ich kenne mich nicht anders. In manchen Sachen habe ich es schwerer als Normalos. Ich habe es schwerer, dennoch erreiche ich am Ende mehr als ein Durchschnitts-Stino (und würde ohne noch mehr erreichen). Hoffe, das klingt nicht abgehoben. Ich kann aber alles tun, was ein Mensch ohne ADHS auch tun kann, nur muss ich mich eben in einigen Dingen mächtig abstrampeln.
    Dieses Abstrampeln empfinde ich als großen Nachteil vom ADHS.

    Wenn mich mein Psychiater nun aber "krank schreiben" muss, um mir Hilfe/Erleichterung zukommen zu lassen, dann darf er das gerne tun.

    Jedoch fühle ich mich nicht krank und schon gar nicht behindert. Also behindert schon, aber nur ohne Brille.


    Ich sehe es auch so, dass es schädlich sein kann, wenn man von sich gleiche Leistungen wie von Stinos verlangt und einem "normalen" Lebensstil nachgehen will. Wenn man sich also vollkommen anpasst und versucht mit dem Strom zu schwimmen. Das würde bei mir mächtig in die Hose gehen, vermutlich bis zum Absturz.

    Ich hab schon als Kind das Leben an mich angepasst, anstatt mich an das Leben anzupassen (soweit dies möglich war). Bin damit bisher auch ganz gut gefahren.
    Und ja, ich bin viel allein. Und nein, ich bin nicht einsam. Ich kann Gesellschaft nicht lange aushalten und brauche anschließend Verschnaufpausen ganz für mich allein.


    @ IonTichy:
    Ich habe gründlich darüber nachgedacht, ob unsere Vorteile, oder nennen wir es lieber Stärken, erworben sind (was deine Meinung ist) oder diese Stärken zum ADHS gehören. Ich kann mich leider nicht deiner Meinung anschließen. Du sagst, deinen Gerechtigkeitssinn hast du entwickelt, weil du als Kind viel ausgegrenzt wurdest. Nun, das kann ich von mir nicht behaupten und habe dennoch einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn.

    Meine Fragen an dich:

    Wie erwirbt ein ADHSler Tierliebe? Authentizität? Wie Hypersensibilität? Wie erwerben so viele von uns Kreativität? Begeisterungsfähigkeit? Und das Nicht-Nachtragendsein?

    Fragen über Fragen.

  7. #277
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 2.680

    AW: Habt ihr Vorteile durch ADHS?

    Lihibra schreibt:
    @IonTichy: Wieso denkst du denn, dass die Betroffenen das immer "runterspielen" und "möglichst normal sein" wollen, nur weil es für SIE SELBST eben einfach kein so großes Problem darstellt? Das hat doch nichts damit zu tun, dass man das ADHS nicht wahrhaben will, aber wie wir ja schon alle jetzt festgestellt haben, ist es eine Frage des persönlichen Empfindens.. Und nur, weil jemand damit gut klar kommt, heißt es doch nicht, dass er sich von dem ADHS distanzieren will..
    Oder hab ich da jetzt wieder was falsch verstanden? Das passiert mir oft
    Ach weißt Du, es kann ja auch sein, dass ich mich blöd ausdrücke....

    Hm. Ja. Das ist hier vielleicht so. (mit dem blöd ausdrücken)
    Also erst mal sind "die Betroffenen" sicher nicht "alle".
    Vor allem ist "runterspielen" vielleicht nicht das richtige Wort.
    Aber die Selbstwahrnehmung der Probleme ist schon was schwieriges.
    Gerade wenn man noch nichts von seinem ADS weiß versucht man schon, sich auch zu rechtfertigen und zu überspielen, manchmal auch sich selbst gegenüber. Ich jedenfalls kenne das von mir, und bei vielen hier im Forum höre ich sowas auch raus.

    ADS definiert sich bereits dadurch, dass es Beeinträchtigungen gibt.
    Wenn also jemand wie auch immer zu einer ADS-Diagnose gelangt ist, dann HAT er Beeinträchtigungen, Schwierigkeiten, Probleme ADS-typischer Art. Andernfalls hat er eine Fehldiagnose.
    Wenn er behauptet, dass er mit seinen Problemen gar kein Problem hat, dann leugnet er im Grunde die Diagnose.

    Wenn jemand behauptet, dass das aber doch eine Sache des persönlichen Empfindens sei, dann frage ich mich, wieso er in der Diagnostik mit "ja" geantwortet hat bei der Frage nach dem persönlichen Empfinden, ob er unter den in den Fragen benannten Problemen leide. Diese Frage gilt eigentlich als Ausschlusskriterium.

    Wenn jemand so mit seinen Problemen umgeht, dass er sie herunterspielt, dann nenne ich es so, dass er die Probleme herunterspielt.


    Dass jemand "gut klarkommt" mit ADS kann eigentlich nur bedeuten, dass er in irgendeiner Weise gelernt hat, mit den Problemen zurechtzukommen, aber nicht, dass es kein Problem darstellt. Das ist jetzt keine Behauptung, sondern folgt zwangsläufig aus der Defintion von ADS als Syndrom mit bestimmten Beeinträchtigungen.

  8. #278
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 39

    AW: Habt ihr Vorteile durch ADHS?

    Emely schreibt:
    ...Sie hatte es an sich, alle haarklein, akribisch zu kontrollieren und uns dann zu schikanieren, wenn bei der Aktenführung auch nur eine winzige Kleinigkeit vergessen oder falsch gemacht wurde!
    ...
    Jedenfalls schrillten da sofort meine persönlichen Alarmglocken und ich halte mit Sicherheit meine Klappe am Arbeitsplatz! Denn ich möchte da bleiben, wo ich jetzt grad bin und nicht zu den Pförtnern versetzt werden oder in die Milchküche!


    LG Emely
    Bitte nicht als Pförtner oder die Milchküche, oder schlimmeres.
    Schade, dass ich deine Chefin nicht zuquasseln kann. Man sagt, dass ich das ja ein wenig kann.


    In meinem Bekanntenkreis und auch dienstlich habe ich es gesehen, dass gibt es Krankenschwestern, die werden so gefordert (Personalmangel, uneinsichtige Vorgesetzte, zu wenige finanzielle Mittel- dass kennst du ja), dass sie so ausgebrannt sind, dass sie schlechter Aussehen, als die Patienten selbst.

    Also pass schön auf dich auf und sag mir Bescheid, wenn deine Chefin mich kennenlernen möchte.

    Und tröste dich, in den Nachtschichten bin ich die einzige, die kein Problem damit hat. Alle anderen hätten gern den Kaffee direkt ins Blut gespritzt, damit er schneller wirkt.

    LG Nico

  9. #279
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Habt ihr Vorteile durch ADHS?

    KontrollJOY schreibt:
    Wie erwirbt ein ADHSler Tierliebe? Authentizität? Wie Hypersensibilität? Wie erwerben so viele von uns Kreativität? Begeisterungsfähigkeit? Und das Nicht-Nachtragendsein?

    Fragen über Fragen.



    Öööhm...... finde ich immer eine ganz schwierige Sache...... und sehe das genauso wie IonTy....


    Tierlieb sind 99% aller Kinder, und wer es als Erwachsener nicht ist, hat gleich einen Makel. Ich liebe nur meinen Hund... alles andere... naja... da werd ich schon ungerecht, es kommt auf die Schönheit an....

    Authentisch sind GARANTIERT nicht alle ADSler, bei mir in der Familie sind die Authentischen die Ausnahme. Allein das Verstellen um nicht aufzufallen, was ja oft bei ADS vorkommt, entbehrt jeglicher Authentizität.

    Hypersensibel....... naja, absolut subjektiv, manche schmücken sich halt gern damit.....

    Kreativität ist auch äusserst subjektiv, in meiner Branche ( Theater/Film) z.B. sind nur Kreative....... aber ich kenne keinen ADSler und vermute es auch nur bei einem.

    Begeisterungsfähigkeit....... . bei ausgesprochenen Hypos eindeutig überbewertet


    Beim nicht-Nachtragen halte ich es ganz wie die Elefanten........ die ADSler in meiner Familie wahrscheinlich noch über den Tod hinaus.......

  10. #280
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 56

    AW: Habt ihr Vorteile durch ADHS?

    ADHS-Nico schreibt:
    Du hast recht mit den Kollegen. Auch bei mir gibt es etliche Kollegen die

    1. nicht wissen, was überhaupt ADHS ist und/oder
    2. die absuluten ADHS- Gegner sind (Modekrankheit, falche Erziehung, falche Ernährung etc.), du weist schon was ich meine ( hoffentlich).

    Ich weiss leider nicht, wie ADHS in der freien Wirtschaft von den Arbeitgebern akzeptiert bzw. überhaupt toleriert wird. Das müssten eigentlich (da ist das Wort wieder) unsere behandelnden Ärzte wissen. Ich würde dir gern weiterhelfen, aber in meinem Umfeld bin ich die Einzige mit ADHS. Wenn ich kein Beamtenstatus haben würde, glaube ich, dass ich dann nicht so offen mit der Diagnose umgegangen wär, aber ich weiss es nicht.
    Mein Psychiater hat mir von sich aus geraten die Diagnose für mich zu behalten und meiner Chefin bzw. den Kollegen nichts zu erzählen. Und das obwohl ich und meine Kollegen in unserem Tätigkeitsfeld mit ADHS konfrontiert werden.

    Meine Diagnose habe ich ja noch nicht lange und erhalte noch keine Behandlung, aber ich habe nicht vor, davon auf der Arbeit zu erzählen. Ich wüsste auch nicht wozu, denn ich möchte wie alle anderen behandelt werden und möchte mir auch keine dummen Sprüche anhören müssen (auch wenn diese witzig gemeint sind). Noch habe ich keinen unbefristeten Vertrag und wenn ich der Chefin also vom ADHS erzähle und sie es als "schwerwiegende Störung" ansieht, kann ich einpacken.

    Jetzt aber halten mich alle für belastbar, fleißig, teamorientiert usw. und ahnen nichts. Das soll auch so bleiben.

    Eine Freundin, der ich von meiner Diagnose erzählte, reagierte: "Ach quatsch, du hast doch kein ADHS!" Das hat mir mehr geschmeichelt, als wenn sie gesagt hätte: "Ich hab mich schon immer gefragt, was mit dir eigentlich nicht stimmt"

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