Seite 27 von 87 Erste ... 2223242526272829303132 ... Letzte
Zeige Ergebnis 261 bis 270 von 865

Diskutiere im Thema Habt ihr Vorteile durch ADHS? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #261
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.860

    AW: Habt ihr Vorteile durch ADHS?

    epikur schreibt:
    ja, das sind definitionen. aber es soll immer mal wieder menschen geben, die andere definitionen finden,
    für die erstattungsfähigkeit kein schlüssel zum selbstverständnis ist und die eigene, ganz andere überlegungen anstellen.

    es wird noch so weit kommen, dass man für krank erklärt wird wenn man sich selbst für gesund hält. und umgekehrt.
    definitionshalber natürlich...
    nein, ich bin nicht napoleon und auch nicht jesus christus,
    sondern nur :
    epikur ;-)

    Die Diskussion wird wieder sehr interessant. Aber wir müssen aufpassen, dass wir hier keine Thesenhalde entwickeln, die wir nicht mehr bewältigen können und aneinander vorbei reden.

    Warum soll ADHS unbedingt eine Krankheit sein? ADHS kann bei einigen Betroffenen eine Ausprägung besitzen, die als Krankheit bezeichnet werden kann. In den meisten Fällen ist ADHS keine Krankheit. Ich habe ADHS, eine schwache Form, die ich nicht als Krankheit bezeichne.

    Nachdem ich einen Tag nachgedacht habe, finde ich Lihibras Vergleich mit der Brille sehr gut. Sehschwäche. Es gibt leichte Ausprägungen der Sehschwäche, so um Dioptrie +/- 0,5, die man nicht unbedingt mit einer Brille korrigieren muss und die keine Krankheit darstellen. In anderen Fällen, so ab Dioptrie +/- 7 kann man schon von einer Augenkrankheit sprechen.

  2. #262
    Lysander

    Gast

    AW: Habt ihr Vorteile durch ADHS?

    "Es gibt immer einzelfälle, wo ADS harmloser oder schwerwiegender ist.
    Es gibt immer einzelfälle, wo andere erkrankungen harmloser oder schwerwiegender sind.
    An Einzelfällen kann man immer rumargumentieren." (IonTichy)

    Woher weißt Du, das es Einzelfälle sind? Könnte es sein, dass Du diesen Eindruck durch das reale und virtuelle Umfeld, in dem Du Dich bewegst, gewonnen hast? Ich glaube, dass es eine große Anzahl nicht diagnostizierter ADSler gibt. Viele werden so ihre großen Schwierigkeiten haben, ein ein gewisser Prozentsatz kommt klar (= erträglicher - nicht vorhandener Leidensdruck). Wie gesagt: eine Vermutung, weil es sogar wahrscheinlich ist.
    Ich behaupte jetzt einmal ganz frech: Du weißt doch gar nicht, wie viele ADSler keinen Leidendruck haben, weil bei weitem nicht alle diagnostiziert sind. Natürlich muss man in der Nacht dort suchen, wo Laternen leuchten. Das heißt aber nicht, dass das zu Suchende nicht verborgen im Dunkeln liegt.

  3. #263
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 266

    AW: Habt ihr Vorteile durch ADHS?

    epikur schreibt:
    es wird noch so weit kommen, dass man für krank erklärt wird wenn man sich selbst für gesund hält. und umgekehrt.

    Ich würde sagen, wir sind schon so weit. Siehe die 24 Seiten in diesem Thread.
    Der Punkt ist doch, dass die Definitionen objektivierbar bleiben müssen. Es ist also wenig hilfreich, dass ich mir - aus rein subjektiven Empfinden heraus - eine eigene Definition bastele. Wenn ich es aber doch tue und der Meinung bin, der ICD Schlüssel wär für'n A*sch, dann muss ich auch den Gedanken konsequent weiterführen und auf die Hilfsmittel wie Therapie und Medikamente verzichten. Wo keine Krankheit - dort keine Behandlung.

  4. #264
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Habt ihr Vorteile durch ADHS?

    Ich denke auch, man muss reines "underachievement" und verheerende Radikaleinbrüche unterscheiden. Underachievement ist traurig, aber eher subjektiv (hoch)dramatisch. Die Radikaleinbrüche kommen m.E. eher von den Komorbiditäten (Depr., Sucht, etc.) der ADS.

    Diese Komorbiditäten in Reinform sind aber für NichtADSler genauso verheerend und auch lethal.

    Für mich stellt sich so langsam die Frage, ist ADS an den Komorbiditäten schuld, oder ist es nochmal eine Schippe oben drauf?

    Ganz klar sehe ich ADS auch als Krankheit an, aber bevor ich für mich nicht die Frage geklärt bekomme, was zuerst da war oder was was beeinflusst, ist es bei meiner Komorbidität eher das geringere Problem, denn es ist eben langfristig positiv beeinflussbar.(Hoffe ich doch!)

  5. #265
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.860

    AW: Habt ihr Vorteile durch ADHS?

    IonTichy schreibt:
    ... Du... verharmlost ... die Auswirkungen von ADS auf die Betrofenen. Diese Auswirkungen werden tatsächlich von den Betroffenen selbst häufig unterschätzt und heruntergespielt, man möchte ja gern selber möglichst normal sein.
    Ich verharmlose die ADHS nicht. ADHS ist in extremer Ausprägung eine äußerst schlimme Krankheit, dann nämlich, wenn infolge ihrer tatsächlich Todesfälle vorkommen können. In diesen extremen Fällen sind alle Maßnahmen, die eine Krankheit betreffen, einzuleiten.

    Ich unterscheide aber zwischen leichten und schweren Fällen. Leichte Ausprägungen des ADHSs würde ich nun nicht als Krankheit bezeichnen.

    Wenn ist ADHS insgesamt als Krankheit bezeichne, verharmlose ich die Probleme der schlimmen Fälle. Also, wenn die Schussligkeit, über die wir hier ja in einem "Humor-Thread" lachen, schon als Krankheitssymptom bezeichnet werden würde, würden wir uns lächerlich machen; die wirklich schlimmen Fälle würden nicht mehr erkannt werden.


    IonTichy schreibt:
    Es bezieht sich auch nicht auf "Extremfälle", sondern eine Querschnittsstudie, mit Leuten, bei denen vor Beginn der Studie noch nicht mal klar war, ob ADS vorliegt, oder eben was anderes. Die Leute, bei denen sich ADS nicht bestätigt hat, finden sich entsprechend in der Gruppe "Menschen mit anderen psychischen erkrankungen" wieder. Und im Ergebnis zeigt sich, dass die echten ADSler im Gesamtverlauf signifikant stärker beeinträchtigt sind als die "Menschen mit anderen psychischen Erkrankungen".
    Bei einer Krankheit handelt es sich um eine Befindlichkeitsbeeinträchtigu ng; das Wohlbefinden eines Betroffenen ist im Falle einer Krankheit beeinträchtigt. Daher ist Krankheit bei jedem Betroffenen individuell zu definieren, denn das Wohlbefinden ist nun mal bei jedem unterschiedlich.

    IonTichy schreibt:
    Sonst braucht man überhaupt nichts als Krankheit einstufen, solange man mit Behandlung und Medikation noch klar kommt.
    Nee, das habe ich nicht so sagen wollen. Ist vielleicht falsch rüber gekommen.

    IonTichy schreibt:
    Wer definiert, wie gut man klar kommt?
    Jeder für sich.

    IonTichy schreibt:
    Versuche, das an objektivierbaren Kriterien vergleichbar zu machen, zeigen aber, dass wir in allen Lebensbereichen gegenüber nichtbetroffenen beeinträchtigt sind.
    Es gibt keine objektiven Kriterien. Wenn sich jemand krank fühlt, aufgrund seines ADHS, dann ist das ernst zu nehmen. Das Gefühl der ADHS-bezogenen Krankheit kann schon sehr weit "unten" beginnen.


    IonTichy schreibt:
    Und das ist es, was ich meine mit "nicht ernst nehmen": Wir selbst spielen diese Beeinträchtigungen herunter.
    Wir spielen es nicht herunter. Ich bin der Ansicht, dass man nicht alles in einen Topf werfen darf, denn dann werden die schlimmen Fälle nicht erkannt.

    IonTichy schreibt:
    Was als Bild dabei entsteht von ADS ist genau dieses: Na ja, so ein ADS kann ja vielleicht gelegentlich krankheitswert haben. Aber so im Grund ist das doch eher aufgebauscht.
    Das ist dann die Struwwelpeter-Denke. Die werden wir niemals los. Ich will mich da vor den nicht Betroffenen auch nicht rechtfertigen. Falls jemand der Ansicht sein, ein ADHSler ist ein Hypochonder, dann kann dieser Mensch das denken. Die wichtigen Menschen, also die Entscheidungsträger wissen das. Der Rest ist mir egal.

    IonTichy schreibt:
    ADS wird dadurch nicht erträglicher, das zu wissen.
    Aber die nicht-Anerkennung dieser Tatsachen erschwert unser Leben, weil wir mit unseren Schwierigkeiten auf Unverständnis stoßen. Weil es schwerer wird zu begründen, warum und wofür wir Hilfe/Unterstützung brauchen. Weil es schwerer wird zu begründen, dass weiteres Geld für Forschung sinnvoll ist.
    Warum müssen wir das begründen? Ich will mich nicht nach den Richtlinien der Anderen orientieren. Wenn ich krank bin, dann bin ich es. Wenn jemand der Meinung sein sollte, ich simuliere, dann soll er es tun.

    Nochmal: es geht mir in erster Linie um die Fälle, in denen das Leben beeinträchtigt ist. Und zwar in Bezug auf ADHS in seiner reinen Form. Komorbiditäten möchte in an dieser Stelle nicht diskutieren; eine Depression, die sehr wohl eine schwere Krankheit sein kann, kann schon als Fole eines leichten ADHS auftreten.

  6. #266
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.860

    AW: Habt ihr Vorteile durch ADHS?

    Absentia schreibt:
    Ich würde sagen, wir sind schon so weit. Siehe die 24 Seiten in diesem Thread.
    Der Punkt ist doch, dass die Definitionen objektivierbar bleiben müssen. Es ist also wenig hilfreich, dass ich mir - aus rein subjektiven Empfinden heraus - eine eigene Definition bastele. Wenn ich es aber doch tue und der Meinung bin, der ICD Schlüssel wär für'n A*sch, dann muss ich auch den Gedanken konsequent weiterführen und auf die Hilfsmittel wie Therapie und Medikamente verzichten. Wo keine Krankheit - dort keine Behandlung.
    Schon wieder so ein schwarz-weiß-Ding. Erst wenn der ICD-Schlüssel passt, bin ich krank und erst dann bekomme ich Medikamente. Also ist ADHS doch eine Modekrankheit, denn so lange gibt es für uns keinen Schlüssel (ich will jetzt das genaue Datum nicht nachgucken). Und falls die Damen und Herren der WHO zur Ansicht gelangen, diesen Schlüssel wieder aufzuheben, sind wir alle nicht mehr krank.

    À propos krank. Um 11:30 Uhr habe ich einen Arzttermin. Mist, komme wieder zu spät.

  7. #267
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 2.680

    AW: Habt ihr Vorteile durch ADHS?

    Lysander schreibt:
    "Es gibt immer einzelfälle, wo ADS harmloser oder schwerwiegender ist.
    Es gibt immer einzelfälle, wo andere erkrankungen harmloser oder schwerwiegender sind.
    An Einzelfällen kann man immer rumargumentieren." (IonTichy)

    Woher weißt Du, das es Einzelfälle sind? Könnte es sein, dass Du diesen Eindruck durch das reale und virtuelle Umfeld, in dem Du Dich bewegst, gewonnen hast? Ich glaube, dass es eine große Anzahl nicht diagnostizierter ADSler gibt. Viele werden so ihre großen Schwierigkeiten haben, ein ein gewisser Prozentsatz kommt klar (= erträglicher - nicht vorhandener Leidensdruck). Wie gesagt: eine Vermutung, weil es sogar wahrscheinlich ist.
    Ich behaupte jetzt einmal ganz frech: Du weißt doch gar nicht, wie viele ADSler keinen Leidendruck haben, weil bei weitem nicht alle diagnostiziert sind. Natürlich muss man in der Nacht dort suchen, wo Laternen leuchten. Das heißt aber nicht, dass das zu Suchende nicht verborgen im Dunkeln liegt.
    Da der Übergang von nicht-ADS zu ADS fließend ist, ist es Definitionssache, wo ADS beginnt.
    Üblicherweise ist das dort, wo die Beeinträchtigungen Krankheitswert haben.
    Die Prävalenz von 5% bezieht sich wohl schon genau auf diese Gruppe.
    Und die Studien dazu ebenso.
    Es ist genau das was wir als das "typisch" ADS bezeichnen.
    Und genau diese Leute haben die in der OG Studie benannten Beeinträchtigungen.
    Es sind die, die gemeint sind, und auch die, die da untersucht wurden.

  8. #268
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 266

    AW: Habt ihr Vorteile durch ADHS?

    Steintor schreibt:
    Erst wenn der ICD-Schlüssel passt, bin ich krank und erst dann bekomme ich Medikamente.
    Nein, umgekehrt: Gerade weil die ADHS bedingte "Befindlichkeitsstörungen " einen Krankheits(un)wert darstellen, wurden sie in den ICD Schlüssel aufgenommen. Insoweit ist dieser Umstand für mich persönlich ein Fortschritt und es bleibt zu hoffen, dass es auch so bleibt.

  9. #269
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 24
    Forum-Beiträge: 764

    AW: Habt ihr Vorteile durch ADHS?

    @IonTichy: Wieso denkst du denn, dass die Betroffenen das immer "runterspielen" und "möglichst normal sein" wollen, nur weil es für SIE SELBST eben einfach kein so großes Problem darstellt? Das hat doch nichts damit zu tun, dass man das ADHS nicht wahrhaben will, aber wie wir ja schon alle jetzt festgestellt haben, ist es eine Frage des persönlichen Empfindens.. Und nur, weil jemand damit gut klar kommt, heißt es doch nicht, dass er sich von dem ADHS distanzieren will..
    Oder hab ich da jetzt wieder was falsch verstanden? Das passiert mir oft

  10. #270
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 340

    AW: Habt ihr Vorteile durch ADHS?

    Zumindest wenn Du eine ausführliche Diagnostik betreibst, egal ob dsm IV o. andere, kannst Du überhaupt nur zum dem Ergebnis eines Krankheitswertes kommen.

    Sonst hast Du eben kein ADHS, sondern halt ein paar Symptome.

    Das ist doch keine Bewertung.

Ähnliche Themen

  1. Vorteile von unbehandeltem ADHS und Argumente für Freundin
    Von Sternhagel im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
    Antworten: 12
    Letzter Beitrag: 29.01.2013, 11:27
  2. ADHS uns seine wahnsinnig vielen Vorteile
    Von Zork im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
    Antworten: 64
    Letzter Beitrag: 2.11.2012, 12:44
  3. Gibt es Vorteile einer offiziellen ADHS-Diagnose?
    Von rabo im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
    Antworten: 18
    Letzter Beitrag: 19.07.2012, 18:55
  4. Vorteile von ADS/ADHS
    Von Furie im Forum ADS ADHS Allgemeines
    Antworten: 21
    Letzter Beitrag: 19.03.2011, 02:14
  5. Vorteile aus ADHS / ADS ziehen?
    Von Malemaus im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
    Antworten: 8
    Letzter Beitrag: 5.12.2009, 22:34

Stichworte

Thema: Habt ihr Vorteile durch ADHS? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
©2017 ADHS bei Erwachsenen Forum