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Diskutiere im Thema Habt ihr Vorteile durch ADHS? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #251
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 39

    AW: Habt ihr Vorteile durch ADHS?

    "Bei ADHS-Nico vor allem, dass er nichts schreiben musste von "wäre aber positiv wenn ...", sondern das sehr konkret beschreiben kann."

    Ich bin aber doch ein "Mädchen", sieht man auch in meinem Profil.

    Macht aber nix, für einen männlichen Teilnehmer haben mich schon viele gehalten. Den Spitznamen habe ich von meinen Kollegen bekommen (nach dem Spielfilm mit Steven Segal), da ich immer "bösartiger" ihnen gegenüber werde, wenn sie mich ärgern. Aber passt schon, ist eine dufte Truppe.

    LG Nico

  2. #252
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 39

    AW: Habt ihr Vorteile durch ADHS?

    Steintor schreibt:
    ADHS selbst ist noch keine Krankheit, Störung etc. Wie Du schon geschrieben hast, ist es im Vergleich eine Krankheit. Daher spreche ich gern von Anomalie.

    Und es bringt nichts, darüber zu Klagen, denn damit ändert man nichts. Man kann sich durch Coaching und Medikation sein Leben erträglich machen, wenn man unbedingt die Normen der Anderen erfüllen möchte.
    Wenn, wie du sagt, ADHS keine Krankheit ist, frage ich mich, worum ich einen Behindertenantrag stellen darf/ kann/ muss? Mein Arbeitgaber möchte vor mir einen Behindertenantrag (in schweren Fällen gibt es bis zu 30%), mit der Begründung, dass es eine anerkannte Krankheit ist. Eine Nachfrage bei meinem Doc bestätigte dieses.

    Wenn man in einem Arbeitsverhältnis beschäftigt ist, sollte man einen Antrag stellen.

    In meinem Fall geht es darum, dass meine Arbeitsleistung halbjährlich beurteilt wird und es davon abhängt, ob man befördert wird. Da ich nicht nach den gleichen Kriterien, wie meine Kollegen beurteilt werden kann (nur Außendienst, länge Bearbeitung der schriftlichen Anzeigen...), dient dieser Antrag dazu, dass meien Arbeitsleistung separat erfasst wird und mir dadurch keine Nachteile den anderen gegenüber entstehen.

    Im meinem Fall ist man also bestrebt, dass Nachteile erst gar nicht entstehen.

    Leider habe ich meinen Antrag selbst noch nicht fertig. Dieser ist bei mir seit zwei Jahren in Bearbeitung, denn ich vergesse dauernd ihn fertigzustellen. Aber man ist da sehr nachsichtig und hat Geduld.

    Aber bitte nicht verallgemeinern. ich kann, wie immer nur von meiner Person sprechen und was man mir mitgeteilt hat (über unsere Behindertenbeauftragte).

    Seht ADHS bitte auch nicht als Behinderung an, denn es war auf keinen Fall so gemeint. Es wird nur, wie alle Kranheiten jeglicher Art, in diese Schublade nach dem BHG (Behindertengesetz) eingestuft, weil sie keine andere Sparte dafür gefunden haben.

    Übrigens ist hier ja nicht die Frage, ob Krankheit ja nein, sondern welche Vorteile da sind.

    LG Nico

  3. #253
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 340

    AW: Habt ihr Vorteile durch ADHS?

    Hab vielleicht ein bisschen den Faden verloren u. nicht alles gelesen.

    Natürlich ist ADHS eine Krankheit, wäre doch sonst gar nich in ICD und die Behandlung wäre auch nicht erstattungsfähig.

    Und natürlich ist es auch eine Behinderung.

    Das sind doch Definitionen.

  4. #254
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.856

    AW: Habt ihr Vorteile durch ADHS?

    secret schreibt:
    Stellt sich für mich die Frage, ob es für ADS betroffene nicht um ein vielfaches schwieriger ist, als für einen "normalo" dies eben nicht zu versuchen, einfach aufgrund dessen, was bei uns so im Inneren abläuft.
    Wenn ich nun diese Normen nicht erfülle und einfach "mein Ding" durchziehe und zu meinen Abnormalitäten stehe, wozu führt das dann?
    Ich habe im Moment so den Eindruck, das es in Einsamkeit endet.
    Und genau aus diesem Grund wird doch dann versucht, diese Normen zu erfüllen. Denn die meisten Menschen sind nicht gerne alleine und einsam.
    Da gebe ich Dir ungeteilt Recht. Fürwahr ist es um ein Vieles schwieriger, seine Ideale, sofern diese bewusst sind, zu realisieren, als unbedingt die Werte und Normen der Gesellschaft zu assimilieren.

    Das ist verdammt einfach, aber führt das zu dem Ziel, das man selbst für sein eigenes Leben vorgesehen hat? Und hier stößt man auf einen zweiten Brocken, nämlich sich Klarheit zu verschaffen, was das Ziel des Lebens ist. Alle Fragen kann man umschiffen, wenn man das macht, was die Anderen wollen. Man muss nur genügend Kraft aufwenden, um diese Anforderungen zu erfüllen; ADHSler müssen da sehr viel Kraft und Energie bereitstellen.

    In den meisten Fällen geht das gut, dann nämlich, wenn man sich am ersten Tag seines Ruhestands seufzend in seinem Sessel zurücklehnen und auf ein vollbrachtes, zu aller Zufriedenheit abgerundetes Werk seines Lebens zurückblicken kann. Ich mutmaße indes, dass das nicht Viele schaffen. Irgendwann stolpern sie, vornehmlich ADHSler, auf diesem Weg. Und das tut dann sehr weh.

    Aus diesem Grund vertrete ich die These, dass man gucken sollte, was man möchte und was man kann. Kann man die Erwartungen erfüllen, ist gut, kann man es nicht, sollte man eine Alternative suchen. Das heißt nun nicht, dass man sich in Isolation begeben sollte. Ich meine damit, dass man überlegen sollte, ob Mitschwimmen so wichtig ist, oder ob es nicht einfacher ist, stehen zu bleiben und sich die schönen Blümchen anzugucken.

  5. #255
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 2.680

    AW: Habt ihr Vorteile durch ADHS?

    ADHS-Nico schreibt:
    Ich bin aber doch ein "Mädchen", sieht man auch in meinem Profil.
    Oh, wie blöd - da isses mal wieder passiert.
    Dabei schau ich doch inzwischen viel öfter sicherheitshalber noch mal nach...
    Entschuldigung, Mädchen.

  6. #256
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.856

    AW: Habt ihr Vorteile durch ADHS?

    ADHS-Nico schreibt:
    Wenn, wie du sagt, ADHS keine Krankheit ist, frage ich mich, worum ich einen Behindertenantrag stellen darf/ kann/ muss?
    Wir ADHSler sind bekannt für unser Schwarz-weiß-Denken. Entweder ist alles extremst schön oder es ist alles ultradoof. Dazwischen gibt es nichts.

    Es gibt nicht DAS ADHS, das einzige und immer gleiche ADHS. ADHS stellt ein großes Spektrum von Anomalien dar, physiologisch, psychologisch. Es gibt also "nur ein kleines Bisschen ADHS" und es gibt das "brutale ADHS" und es gibt ADHS-Typen dazwischen. In Extremfällen kann das ADHS eine Krankheit sein, die als solches bei der Arbeit berücksichtigt werden sollte. In den meisten Fällen muss das ADHS aber nicht als Krankheit angesehen werden, wenn man noch mit Coaching und Medikamenten allein klar kommt.

  7. #257
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 5.009

    AW: Habt ihr Vorteile durch ADHS?

    Steintor schreibt:
    Wir ADHSler sind bekannt für unser Schwarz-weiß-Denken. Entweder ist alles extremst schön oder es ist alles ultradoof. Dazwischen gibt es nichts.

    Es gibt nicht DAS ADHS, das einzige und immer gleiche ADHS. ADHS stellt ein großes Spektrum von Anomalien dar, physiologisch, psychologisch. Es gibt also "nur ein kleines Bisschen ADHS" und es gibt das "brutale ADHS" und es gibt ADHS-Typen dazwischen. In Extremfällen kann das ADHS eine Krankheit sein, die als solches bei der Arbeit berücksichtigt werden sollte. In den meisten Fällen muss das ADHS aber nicht als Krankheit angesehen werden, wenn man noch mit Coaching und Medikamenten allein klar kommt.
    Sehe ich auch so, außer dass ich persönlich ADHS weiter als Krankheit ansehen würde, wenn man mit Medis/Coaching klar kommt, jedoch die “brutale Form“ des ADHS als Behinderung sehe, sobald ich es am Arbeitsplatz bekannt geben “muss“, um meinen Job gut zu machen!

    Darum finde ich es z.B. im Fall von ADHS-Nico auch gut und richtig, die Schwerbehinderung zu beantragen, u.a. auch um selber geschützt zu werden.

    In meinem “Fall“ z.B. erachte ich es weder als erforderlich, mich zu “outen“ noch die Schwerbehinderung zu beantragen!
    Im Gegenteil befürchte ich (für mich) Nachteile, wenn spezielle Kollegen von mir von meinem ADHS erfahren.

    Außerdem habe ich keinen Beamtenstatus!

    LG Emely

  8. #258
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 317

    AW: Habt ihr Vorteile durch ADHS?

    @Steintor, Danke für Deinen Hinweis, stimmt, ich sollte eine starke Position nicht durch ein "aber" wieder abschwächen oder verwischen.

  9. #259
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 140

    AW: Habt ihr Vorteile durch ADHS?

    ja, das sind definitionen. aber es soll immer mal wieder menschen geben, die andere definitionen finden,
    für die erstattungsfähigkeit kein schlüssel zum selbstverständnis ist und die eigene, ganz andere überlegungen anstellen.

    es wird noch so weit kommen, dass man für krank erklärt wird wenn man sich selbst für gesund hält. und umgekehrt.
    definitionshalber natürlich...
    nein, ich bin nicht napoleon und auch nicht jesus christus,
    sondern nur :
    epikur ;-)

  10. #260
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 2.680

    AW: Habt ihr Vorteile durch ADHS?

    Steintor schreibt:
    Indem ich ADHS zu einer lethalen Krankheit mache, wird sie nicht erträglicher.
    Aber indem Du sagst
    Steintor schreibt:
    Vergleiche des ADHSs mit Krebs, Knochenbrüchen, etc
    .....
    Mit unserer mangelerscheinung möchte ich das nicht vergleichen.
    verharmlost Du die Auswirkungen von ADS auf die Betrofenen. Diese Auswirkungen werden tatsächlich von den Betroffenen selbst häufig unterschätzt und heruntergespielt, man möchte ja gern selber möglichst normal sein.

    Aber nochmal: Die Aussagen z.B. der Milwaukee-Studie sind durchaus dramatisch.
    ADHD: Life Course Outcomes and Treatment Implications - YouTube
    Das ist nicht harmlos.
    Es bezieht sich auch nicht auf "Extremfälle", sondern eine Querschnittsstudie, mit Leuten, bei denen vor Beginn der Studie noch nicht mal klar war, ob ADS vorliegt, oder eben was anderes. Die Leute, bei denen sich ADS nicht bestätigt hat, finden sich entsprechend in der Gruppe "Menschen mit anderen psychischen erkrankungen" wieder. Und im Ergebnis zeigt sich, dass die echten ADSler im Gesamtverlauf signifikant stärker beeinträchtigt sind als die "Menschen mit anderen psychischen Erkrankungen".

    Daher finde ich das als Verharmlosung, wenn Du sagst:
    In Extremfällen kann das ADHS eine Krankheit sein, die als solches bei der Arbeit berücksichtigt werden sollte. In den meisten Fällen muss das ADHS aber nicht als Krankheit angesehen werden, wenn man noch mit Coaching und Medikamenten allein klar kommt.
    Sonst muss man Diabetes nicht als Krankheit einstufen, wenn man mit Ernährungs-Erziehung und Insulin allein klar kommt.
    Sonst muss man Depression nicht als Krankheit einstufen, wenn man mit Verhaltenstherapie und Antidepressiva allein klar kommt.
    Sonst braucht man überhaupt nichts als Krankheit einstufen, solange man mit Behandlung und Medikation noch klar kommt.

    Wer definiert, wie gut man klar kommt?
    Wir alle kennen nur unsere eigene Art, uns durch den Alltag zu schlagen, und die erscheint uns daher als "normal".
    Versuche, das an objektivierbaren Kriterien vergleichbar zu machen, zeigen aber, dass wir in allen Lebensbereichen gegenüber nichtbetroffenen beeinträchtigt sind.
    Oder um auf das Thema des Threads zurückzukommen: Dass eventuelle Vorteile die Beeinträchtigungen bei weitem nicht aufheben können.

    Und das ist es, was ich meine mit "nicht ernst nehmen": Wir selbst spielen diese Beeinträchtigungen herunter. Was als Bild dabei entsteht von ADS ist genau dieses: Na ja, so ein ADS kann ja vielleicht gelegentlich krankheitswert haben. Aber so im Grund ist das doch eher aufgebauscht. Jedenfalls nicht zu vergleichen mit dem was andere so haben. Andere Psychische Sachen sind doch viel schlimmer.

    Sind sie aber nicht.
    Andere "Psychische Sachen" haben zwar die Tendenz, sich in bestimmten Lebensbereichen dramatischer auszuwirken, aber keine andere Störung wirkt sich so durchgehend negativ auf alle Lebensbereiche aus. Und zwar in einem Ausmaß, dass die ausgemittelten "besonderen" Bereiche anderer Störungen dagegen statistisch nicht ankommen.

    ADS wird dadurch nicht erträglicher, das zu wissen.
    Aber die nicht-Anerkennung dieser Tatsachen erschwert unser Leben, weil wir mit unseren Schwierigkeiten auf Unverständnis stoßen. Weil es schwerer wird zu begründen, warum und wofür wir Hilfe/Unterstützung brauchen. Weil es schwerer wird zu begründen, dass weiteres Geld für Forschung sinnvoll ist.
    Etc.

    Es gibt immer einzelfälle, wo ADS harmloser oder schwerwiegender ist.
    Es gibt immer einzelfälle, wo andere erkrankungen harmloser oder schwerwiegender sind.
    An Einzelfällen kann man immer rumargumentieren.

    Aber eine Aussage
    mit anderen Erkrankungen "möchte ich unsere Mangelerscheinung nicht vergleichen"
    ist schlicht und ergreifend Unfug
    und eine gefährliche Verharmlosung

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