Seite 21 von 87 Erste ... 1617181920212223242526 ... Letzte
Zeige Ergebnis 201 bis 210 von 865

Diskutiere im Thema Habt ihr Vorteile durch ADHS? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #201
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 5.009

    AW: Habt ihr Vorteile durch ADHS?

    Smile schreibt:
    @Emely

    es geht nicht um das positive zu betonen nach aussen.... sondern nach innen überhaupt zu sehen....

    (also auch meine meinung - bin nicht mj)

    Aussen - es ist nicht wichtig etwas vor zu spielen was man nicht ist - und nie sein kann
    Innen - wenn man sich selbst so an nimmt wie man ist - hat man es gar nicht nötig sich selbst zu bewerten.

    sich selbst als richtig zu empfinden geht aber meiner meinung auch nur, wenn man realistisch
    (jeder hat seine eigenen realität ... :-) .... jetzt wird es kompliziert) .... einschätzen kann wo die stärken und schwächen liegen.

    es bringt doch nichts ein problem mit der schuldfrage lösen zu wollen?

    sobald man sich zurück zieht - die adhs (die zu einem gehört) - als die schuld für das schwierige leben sieht -
    löst man ja damit keine probleme. die werden erst gelöst indem ich es akzeptiere und mit dem weiter "arbeite"
    was ich GUT kann.

    lg
    Das stimmt

  2. #202
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 2.435

    AW: Habt ihr Vorteile durch ADHS?

    Lysander schreibt:
    Den Disput Vorteil vs.Nachteil kann man endlos fortführen. "Ich hab recht"/"Nein, ich hab recht" führt irgendwie zu nichts. Spannend, ob's irgendwann mal ein letztes Wort gibt.
    Stimmt wohl - aus dem einfachen Grund der Bewertung und subjektiven Ansichtssache.

    Für einen Rallyfahrer ist es von Vorteil auch mal Risiko eingehen zu können,
    für einen Sicherungsfachmann ist es von Vorteil Risiko zu vermeiden.

    Vieles ist Ansichtssache - einen halben liter Wasser für einen Ertrinkenden oder für einen Dehydrierten - ist beim einten zu viel und beim anderen zu wenig.

    lg

  3. #203
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 5.009

    AW: Habt ihr Vorteile durch ADHS?

    Ich denke auch, das letzte Wort in diesem Thema ist erst gesprochen, wenn wir die Radiesschen von unten betrachten!

    Weil wir niemals objektiv sein können, denn wir stecken mittendrin. Und je nach Lebenslage bewerten wir natürlich unsere Misere/den Glücksfall ...

  4. #204
    Lysander

    Gast

    AW: Habt ihr Vorteile durch ADHS?

    Genau das ist der Punkt. Es kommt auf den jeweiligen Fokus an und der kann mit der Zeit wechseln. Und fast jede Sichtweise ist legitim, weil sie gar nicht nach objektiven Kriterien bewertet werden kann.

  5. #205
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 5.009

    AW: Habt ihr Vorteile durch ADHS?

    Smile schreibt:

    @emely
    man kann die kinder nicht ihr leben lang vor herausforderungen schonen - damit das kind alleine laufen kann
    muss ich als mutter es auch mal los lassen können - auch wenn es mal fällt, sich eine beule zu zieht - so ist dies
    sicherlich nicht schön - und tut einem als mutter auch weh. soll ich jetzt die adhs verdammen? das bringt doch
    meinem kind doch nichts - eher noch das gefühl, dass etwas nicht mit ihm stimmt - (und das ist schlimmer als die störung selbst)

    das gefühl - man sei nicht gut, nicht richtig, nicht o.k., ein versager, dumm, faul.....

    doch ganz ehrlich - die forderungen die heute an die kinder gestellt werden (punkto schule) sind ja wirklich
    nicht mehr ganz normal - DAS macht mich wütend - aber es ist so wie es ist, und es gibt nichts anderes als
    versuchen sich damit zurecht zu finden. und dann um die dramatik etwas zu nehmen - war der spruch für mich
    eben schon o.k..... was mich nicht umbringt macht mich stark.... eine schlechte note - IST keine weltuntergang...

    lg
    Auch da gebe ich Dir überwiegend recht. Wobei meine Kinder,(besonders das eine), schwerwiegende Beeinträchtigungen hat und hatte!
    Da geht es ganz sicher nicht um schlechte Noten!

    Da will und darf ich hier nicht weiter ins Detail gehen.

    Nur soweit..sie sind fast aus dem Gröbsten raus, vieles ging leider einfach übers “man lernt fürs Leben“ hinaus!

    Sie..und auch mich...HAT es definitiv nicht umgebracht und in vielem auch gestärkt. Doch mein Wunsch sei doch legitim, dass ich ihnen und mir das “normale Elend“ des Lebens und vor allem der Pubertät gegönnt hätte.

    Nicht mehr und nicht weniger.

    LG Emely

  6. #206


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 9.020

    AW: Habt ihr Vorteile durch ADHS?

    Ich habe das schon mal irgendwo geschrieben.
    Aber ich denke hier passt es wieder.

    Mein ADHS ist ganz großer Mist. Da gibt es nichts zu beschönigen.
    Es hat mein Leben immer behindert und meine Entwicklung
    beeinträchtigt. Ich war nie in der Lage auf geradem Weg irgend
    etwas zu erreichen. Ich musste immer Umwege gehen und mich
    wahnsinnig anstrengen nicht unterzugehen.

    Dass ich bislang nicht untergegangen bin und Vieles geschafft
    habe, habe ich nicht dem ADHS zu verdanken. Das war etwas
    in mir. Mein angeborener Charakter, meine Gene, was auch immer.

    Und ich finde die Vorstellung schön, dass es neben dem ADHS als
    Erkrankung/Störung/Behinderung, was auch immer, auch noch mich
    gibt. Als autarke Persönlichkeit. Geprägt natürlich durch die verschiedenen
    Lebensdesaster und auch Freuden, aber eben mich und irgendwo dort
    hinten eben auch das ADHS. Ich lebe damit und arrangiere mich damit, aber
    ich bin es nicht. Ich will mich nicht nur darüber definieren.

    Und besonders nicht meine positiven Seiten, die negativen gebe ich gerne an
    das ADHS weiter.

  7. #207
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 2.680

    AW: Habt ihr Vorteile durch ADHS?

    Lysander schreibt:
    Den Disput Vorteil vs.Nachteil kann man endlos fortführen. "Ich hab recht"/"Nein, ich hab recht" führt irgendwie zu nichts. Spannend, ob's irgendwann mal ein letztes Wort gibt.
    Den Disput Vorteil vs.Nachteil kann man endlos fortführen. Und das tue ich auch, und zwar weil ich genau den Eindruck habe, dass es eben doch zu etwas führt.

    Da guckt der Optimist durch, der ich nämlich bin, denn ich bin absolut nicht hier am argumentieren, dass für ADSler Hopfen und Malz verloren ist.
    Ich bin sehr zuversichtlich, jetzt mit meiner Diagnose und dem damit verbundenen neuen Verständnis für meine Schwierigkeiten auch einen Weg zu finden, meine Qualitäten und Stärken besser einsetzen zu können. Da habe ich nämlich auch einige davon.

    Ich rede mir hier den Mund fuselig, bzw die Finger, und immer mal wieder fängt eben doch jemand an, die Sache mit den sogenannten "Vorteilen" etwas kritischer und differenzierter anzusehen. Andersrum ist eher die Ausnahme, habe ich den Eindruck. Und ich denke das liegt daran, dass die besseren Argumente auf meiner Seite liegen.
    (aua, jetzt kommt gleich das Arroganz-Argument)
    Es gibt viele Themen, in denen ich mir nicht sicher bin und in denen ich nicht unbedingt die besseren Argumente habe.
    Ich hatte hier auch schon Diskussionen, in denen ich wichtiges gelernt habe und meine Meinung sich dadurch verändert hat. Wenn mein Gegenüber die besseren Argumente hat (und ich nicht das dumpfe Gefühl habe, irgendwas ist Faul und ich kommt nicht drauf), dann lasse ich mich durchaus umstimmen. Okay, leicht ist das nicht, ich bin ein harter Brocken im Argumentationswettstreit, stimmt schon.

    Ich habe in meinem letzten Beitrag auch erklärt, warum ich diesen Punkt mit den "Vorteilen" für wichtig halte. Dazu stehe ich.
    Genauso wie ich mitlerweile dazu stehen kann, dass ein Großteil meiner lebenslangen Schwierigkeiten auf eine neurologische Störung zurückzuführen sind, für die ich nichts kann, wodurch ich aber dennoch kein schlechterer Mensch bin. Und das wissen darum gibt mir das Selbstbewusstsein, meine Stärken und Begabungen wieder neu zu sehen und trotz oder grade wegen meiner Schwierigkeiten auch zu schätzen. Weil ich nämlich ein Optimist bin.

    Insofern:
    Bereit für die nächste Runde

  8. #208
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 56

    AW: Habt ihr Vorteile durch ADHS?

    IonTichy schreibt:
    die Vorteile-Befürworter wundern sich bestimmt immer wieder, wie vehement sich einige hier gegen die sogenannten "Vorteile" wenden.
    Was soll so verkehrt daran sein, jemanden etwas auch positiv sehen zu lassen?

    Ich hoffe, ich habe jetzt oft genug darauf hingewiesen, dass die genannten positiven Eigenschaften nicht etwas sind, worüber man sich nicht freuen sollte, nicht stolz sein sollte.
    Die genannten positiven Eigenschaften sind schon echt.
    Aber meistens haben sie nichts mit ADS zu tun, oder entspringen eben gerade dem Kampf gegen ADS.

    Warum ist das so wichtig?

    ADS ist eine schwerwiegende Störung.
    Zahlreiche Studien belegen das.
    ADS führt zu teilweise massiven Beeinträchtigungen in fast allen Lebensbereichen.
    Insbesondere die Zahlen der Milwaukee-und der UMASS-Studie sind da sehr eindrucksvoll. Gerade auch durch den Vergleich mit zwei Kontrolgruppen: eine "gesunde" und eine mit "anderen psychischen Störungen".

    Erwachsenen-ADS in Deutschland ist bei weitem unterdiagnostiziert.
    Sehr viele Menschen leiden daher unter einer ihnen unerklärlichen Unzulänglichkeit, durch die andere und sie selbst sich moralisch abwerten und immer wieder ihr leben an die Wand fahren.
    Und wir leisten uns hier eine öffentliche Diskussion über die "Vorteile". Wo erwachsene ADSler auftauchen, gibt es zur Zeit eine Tendenz, über die damit verbundenen Vorteile und Begabungen zu reden. Dabei entsteht ein Bild, bei der einfach nicht mehr klar wird, warum man wegen ADS eigentlich Hilfe braucht. Ist doch alles Prima.

    Aber jede Satistik und jede Forschung sagt das Gegenteil aus.
    Wir tun uns mit dieser Diskussion keinen Gefallen. Wer das tut, vor allem öffentlich, schadet nicht nur sich selbst, weil niemand ihn mehr als von einem Problem betroffenen sieht. Wer das tut, schadet jedem, der versucht, seine Schwierigkeiten nach außen zu kommunizieren.
    Wenn das Bild so schön von den Vorteilen geprägt ist, und jemand erzählt dann von seinen Problemen, dann erntet er nur Verständnislosigkeit. Soll derjenige mal nicht so rumjammern, wo er doch von so vielen Gaben gesegnet ist. Warum nur hat man ausgerechnet diesen ADSler gefunden, der sich selbst bemitleidt, und nicht einen der vielen so begabten kreativen.

    Ständig bekomme ich hier erzählt, warum ich nicht "bereit" sei, positive Eigenschaften zu erkennen.
    Ich bin durchaus bereit, positive Eigenschaften zu erkennen. Aber ich bringe sie direkt mit dem Menschen in Verbindung. Und ich kann meistens nicht sehen, dass Stinos die betreffende Eigenschaft nicht auch haben können. Es liegt gelegentlich eine gewisse Arroganz darin, diese Eigenschaften nicht-Ads-Betroffenen abzusprechen. Wer eine Eigenschaft auf ADS zurückführen will, muss sich darüber im klaren sein, dass er diese Eigenschaft nicht-betroffenen abspricht. Denn andernfalls wäre es keine ADS-Eigenschaft mehr.

    Ich verstehe meinerseits nicht, warum es so wichtig zu sein scheint, positive Eigenschaften auf ADS zurückzuführen?
    Wie gesagt, wenn man sich tatsächlich Forschungsergebnisse dazu ansieht, stellt man in der Regel fest, dass der behauptete Vorteil üblicherweise bei ADS nicht vorhanden ist, sondern ganz im Gegenteil an der Stelle Beeinträchtigungen zu erwarten sind.
    Warum also legt jemand Wert darauf, seine eigene ADS-untypische Begabung trotzdem mit Gewalt auf ADS zurückzuführen?

    Ich denke es liegt daran, dass ganz viele ADS als schwerwiegende Beeinträchtigung nicht ernstnehmen wollen.
    Daher wird lieber Schönfärberei betrieben und alles, was im Leben einigermaßen positiv wahrgenommen wird, wird dem ADS zugeschrieben.

    Wenn wir selbst ADS als Beeinträchtigung nicht ernstnehmen, können wir auch nicht erwarten, dass andere das tun.
    Dass du gut argumentieren kannst, heißt nicht, dass du recht hast!

    Natürlich gehe ich nicht zum Psychiater und erzähle ihm wie viele Vorteile ich dadurch habe, oder dass ich mein Leben trotz ADHS (und ohne Medikamente) auf die Reihe kriege.

    Aber sag nicht, ADHS sei eine "schwerwiegende Störung"! Wegen dieser Sichtweise und Leuten, die sowas verbreiten, werde ich mich nicht outen. Weder auf der Arbeit, noch im Freundeskreis, ja wahrscheinlich nicht einmal innerhalb der Familie. Und das wird mich über kurz oder lang von ihnen distanzieren, so meine Befürchtung.
    Ich würde meine Diagnose eigentlich gerne anderen erzählen, so wie andere z.B. von ihren Depressionen erzählen, nur werde ich dann ja als schwer gestört abgestempelt, was ich definitiv NICHT bin.

    ADHSler hat es immer schon gegeben und sie haben ihre Schule beendet, einen Beruf erlernt, geheiratet, Kinder bekommen, Enkelkinder...
    Sie haben nicht gewusst, dass sie eine "schwerwiegende Störung" haben. Und natürlich haben sie es nicht leicht gehabt. Keiner hat es leicht, ADHSler noch weniger. Das ist auch der Grund, warum ich mir selber Hilfe gesucht habe. Ich verspreche mir nun von der frisch gestellten Diagnose einfach nur eine Erleichterung.

    Ich fühle mich auch persönlich beleidigt, wenn du von "schwerwiegender Störung" sprichst. Es gibt so viele dumme, ungebildete, asoziale, straffällige usw. Leute, die kein ADHS haben, und ihr Leben weniger auf die Reihe kriegen, wie manch einer trotz und mit ADHS!


    Du sagst:

    "Wer eine Eigenschaft auf ADS zurückführen will, muss sich darüber im klaren sein, dass er diese Eigenschaft nicht-betroffenen abspricht. Denn andernfalls wäre es keine ADS-Eigenschaft mehr."


    Das ist einfach nur falsch, denn sonst dürften Nicht-Betroffene umgekehrt ja auch keine Eigenschaften aufweisen, wie Betroffene. Also dürften Nicht-Betroffene somit auch nie unkonzentriert, unaufmersam, unruhig, impulsiv usw. sein.

    Natürlich dürften die meisten mehr Nach- als Vorteile haben, aber was bringt es einem sich auf die Nachteile zu konzentrieren? Das treibt einen doch eher in die Depression und bremst auch einfach nur.

    Wenn ich die Nachteile als Teil meines Selbst akzeptiere und mich auf die Vorteile konzentriere, komme ich viel eher voran.

    Sollen sich doch die Psychiater und andere Fachpersonen mit den Nachteilen beschäftigen und uns in Zukunft noch besser helfen, aber was habe ICH davon, mich jetzt im Leid zu suhlen?!

    In meinem Beruf als Erzieherin kommen mir und den Kindern einige meiner ADHS-typischen Eigenschaften sehr zugute:

    - Hypersensibilität
    - Gerechtigkeitssinn
    - Begeisterungsfähigkeit
    - Empathie
    - Authentizität
    - nicht nachtragend

    Dass ich diese Eigenschaften habe, bedeutet nicht, dass Nicht-Betroffene nicht auch darüber verfügen können, aber es kann ja kein Zufall sein, dass so viele ADHSler eben auch diese Eigenschaften haben und viele auch wie ich im sozialen Bereich tätig sind.

    Warum denkst du also, dass so viele Autoren (ADHS-Spezialisten, ob selbst betroffen oder nicht) in so vielen Veröffentlichungen eben alle diese und noch mehr Eigenschaften bei Betroffenen feststellen?


    Du schreibst:

    "Wenn wir selbst ADS als Beeinträchtigung nicht ernstnehmen, können wir auch nicht erwarten, dass andere das tun."


    Ich für meinen Teil nehme meine Beeinträchtigung wahr und auch ernst, weswegen ich selber auf das ADHS aufmerksam geworden bin und mir Hilfe gesucht habe, aber ich liebe mich so wie ich bin und will mit keinem Stino tauschen. Da würde ich mich ja zu Tode langweilen!

  9. #209
    Lysander

    Gast

    AW: Habt ihr Vorteile durch ADHS?

    Es gibt IMMER welche, denen es schlechter geht, auch ohne ADS. Das kann aber nicht das Argument sein. Und viele dumme, asoziale... ach, irgendwie stoßen mir diese Beispiele böse auf.
    ADS ist eine Hirnstoffwechselstörung mit verschiedenen Ausprägungen. Bei manchen ist sie schwerwiegend, bei anderen nicht. Manche haben dadurch einen erheblichen Leidensdruck, andere kommen sehr gut zurecht. Wäre das vielleicht ein Kompromiss?

  10. #210
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.455

    AW: Habt ihr Vorteile durch ADHS?

    Hallo Emely,

    Nein, ich habe kein angst anders zu sein... Ich mag es nur nicht dass was ich sage und wirklich so meine, so spüre zwischen die blumen als quatsch betitel werde. Jeden hier hat seine meinung, aber so lange dass ich gegenèber andere meinung respekt spüre, sage ich nichts. Wenn ich angst habe, ist es mehr davon zu viel bevormundet zu werden und nicht genug selber zu bestimmen.

    Es hat auch mit meine geschichte zu tun: weil ich anders bin, war ich auch nicht ernst genommen, was ich selber wahrgenommen, gefühlt hatte war falsch und auch anderen meinen besser zu wissen was für mich stimmt. Eigentlich kann ich mich manchen dagegen noch nicht gut abgrenzen und wenn ich es mache, eben wehement.

    Auch hier will ich von niemand belehrt werden wie ich denken sollte und dass was ich denke falsch ist...

    es ist nicht die meinung von IonTychi der mich zu reagieren bringt (er darf denken was er will) es ist sein art zu sagen dass andere blöd sind. Da reagiere ich empfindlich.

    @mj

    ..... das unmündige kind..... das ist genau sowas, was mein Dickschädel nicht zu lässt und die Willenskraft immer wieder füttert.
    Ja, genau um das geht es bei mich... Dabei fühle ich mich im leben oft bevormundet weil ich langsam, vergesslich, rasch verwirrt bin und ich will nur respektiert und ernst genommen werden.

    Aus erfahrung, bekomme ich wirklich mehr was ich wirklich brauche, wenn ich mich nicht klein mache. Mich nicht klein machen heisst auch zu sehen was ich kann, nicht nur was ich nicht kann.

    Sonst wie smile sagt, wir sind da unten betroffenen und reden unten uns. Es tut mich gut, manchmal, nicht nur über unsere problemen zu reden. Klar, nach aussen rede ich auch anders... Ich sage nicht zu laut dass ich einiges so gut kann, aber vergesse nicht, wenn es nötig ist, über meine schwierigkeiten zu reden. Ihc kann im mich denken dass ich tolle fähigkeiten habe um mich sicher zu fèhlen und doch dabei jemand der mich helfen kann, sagen dass ich mit etwas mühe habe. Manchmal muss ich bei einige stinos schon etwa betonen, leicht übertreiben um ernst genommen zu werden, weil sie sich der ausmass meine einschränkungen sich nicht vorstellen können... ich wirke eben zuerst mal schlau und kompetant (auch noch sympatisch und èbsch dazu).
    Aber manchmal auch, muss ich auch mal sagen (oder habe grosse lust daran) dass ich doch nicht so blöd bin, weil ich mich wirklich wie der letzt trottel fühle... Wie wenn ich bei ein stand bei weihnachtmarkt frage ob ich der notizblock benützen darf um zu rechnen (weil ich mit meine kurzzeitgedächnis mühe habe) und es wird mich noch erklärt wie ich da rechnen muss, dabei weiss ich es doch, ich hatte nur um erlaubnis gefragt weil ich eine externe speicherplatz brauche.

    @ Ion Tichy: steht doch bitte ganz zu deine meinung, wenn sie dich hilft, aber lass die andere so denken wie sie denken. Ich habe wirklich der eindruck du willst einige überzeugen dass sie falsch liegen und genau so was irritiert mich einfach...

    Dass du argumentiert wieso du so siehst, finde ich sehr interessant (ich argumentiere) aber mach deine gegner nicht klein, so was nervt mich einfach!

    Noch über echt haben: alle menschen, auch stinos, sind in ihre wahrnehmung eingeschränkt... Jeden sieht aus seine sicht. Wirt sind alle wie blinden die ein elephant spüren: eine spère der rüssel und meint, es sein eine schlange, ein andere der swanz und meint es sei eine schnurr, ein andere ein bein und meint, es sei ein baum...

    Hier auch, jeden sieht aus seine sicht, aus seine erlebnisse, seine momentanen situation und keine hat wirklich mehr recht als jemand anders...

    Also, bitte, kommt von deine hohe ross runter... Du bist auch nicht der einzige der viel weiss über ADS, aber mit meine wissen, will ich eben nicht prahlen...

    @ KontrollJOY schwerwiegend gestört fühle ich mich auch nicht mit ADS. Eingeschränkt ja, schon und hole mich hilfe, aber vieles habe ich erreicht in mein leben. Ich möchte deswegen auch nicht als mehr "behindert" behandelt werden als was ich tatsächlich bin...

    @ Lysander:
    Genau das ist der Punkt. Es kommt auf den jeweiligen Fokus an und der kann mit der Zeit wechseln. Und fast jede Sichtweise ist legitim, weil sie gar nicht nach objektiven Kriterien bewertet werden kann.
    Ja genau!

    ADS ist eine Hirnstoffwechselstörung mit verschiedenen Ausprägungen. Bei manchen ist sie schwerwiegend, bei anderen nicht. Manche haben dadurch einen erheblichen Leidensdruck, andere kommen sehr gut zurecht. Wäre das vielleicht ein Kompromiss?
    Für mich ja, sofort!

    lg

Ähnliche Themen

  1. Vorteile von unbehandeltem ADHS und Argumente für Freundin
    Von Sternhagel im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
    Antworten: 12
    Letzter Beitrag: 29.01.2013, 11:27
  2. ADHS uns seine wahnsinnig vielen Vorteile
    Von Zork im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
    Antworten: 64
    Letzter Beitrag: 2.11.2012, 12:44
  3. Gibt es Vorteile einer offiziellen ADHS-Diagnose?
    Von rabo im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
    Antworten: 18
    Letzter Beitrag: 19.07.2012, 18:55
  4. Vorteile von ADS/ADHS
    Von Furie im Forum ADS ADHS Allgemeines
    Antworten: 21
    Letzter Beitrag: 19.03.2011, 02:14
  5. Vorteile aus ADHS / ADS ziehen?
    Von Malemaus im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
    Antworten: 8
    Letzter Beitrag: 5.12.2009, 22:34

Stichworte

Thema: Habt ihr Vorteile durch ADHS? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
©2017 ADHS bei Erwachsenen Forum