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Diskutiere im Thema Ich brauche ständig Zucker im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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  1. #11
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 99

    AW: Ich brauche ständig Zucker

    ADHS-Deutschland - Hypoglykämien, Umweltgifte und Mikronährstoffdefizite

    Hypoglykämien

    Es gibt nur wenige psychiatrische Symptomenbilder, bei denen hypoglykämische Anfälle nicht bereits differential-diagnostisch in Erwägung gezogen wurden. Deshalb sollte bei der Diagnose des ADHS auch an die Hypoglykämie gedacht werden.
    Flache Glucosetoleranzkurven werden im Zusammenhang mit ADHS schon seit langem beobachtet und teilweise wird über eine regelrechte Sucht auf Süßes berichtet. Insbesondere dann, wenn im Zusammenhang mit diesen Heißhungerattacken eine Zunahme der ADHS-Symptomatik zu beobachten ist, sollte eine Störung der hormonellen Regelmechanismen der Blutzuckerhomöostase ausgeschlossen werden.


  2. #12
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 102

    AW: Ich brauche ständig Zucker

    Ich steh voll auf Schokolade.

    Je dunkler, um so besser. Ich denke mal da spielt auch hinein, dass Schokolade einen dem Dopamin ähnlichen Stoff enthalten soll.

  3. #13
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 31
    Forum-Beiträge: 107

    AW: Ich brauche ständig Zucker

    Das mit der Hyperglykämie ist echt interessant. Werde mal versuchen, das abklären zu lassen. Habe vorhin bei Wiki gelesen, dass Hyperglykäme außer von natürlich Diabetes mellitus auch von einer Gluten Intoleranz ausgelöst werden kann. Da ich auch leider häufig Durchfall habe, könnte das ja möglicherweise echt daher kommen.
    Hm, das wäre zumindest eine Möglichkeit,
    Die andere Möglichkeit, dass es eine Art der Selbstmedikation ist, bleibt trotzdem.
    Und natürlich die dritte Möglichkeit, dass es einfach ein Suchtverhalten, ein Zwang ist, den ich nicht kontrollieren kann :/

  4. #14
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 24
    Forum-Beiträge: 34

    AW: Ich brauche ständig Zucker

    Also seit ich Medikinet nehme, ist mein Glucosegehalt im Blutbild aber auch immer etwas zu niedrig. Ich denke das liegt daran, dass der Stoffwechsel angeregt wird oder so

  5. #15
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 31
    Forum-Beiträge: 107

    AW: Ich brauche ständig Zucker

    Also ich nehme es ja nicht...meine Hoffnung war eher, dass es mit besser wird ^^

  6. #16
    Lysander

    Gast

    AW: Ich brauche ständig Zucker

    Die Belohnung durch Zucker dürfte den Dopaminspiegel erhöhen, wenn ich richtig informiert bin. Also eine Selbstmedikation.

  7. #17
    Weltenwandlerin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 422

    AW: Ich brauche ständig Zucker

    Lysander, ich meine irgednwoe mal gelesen zu haben ( bleibt ja eh nie lange hängen ) das das Gehirn das meiste Glucose des Körpers benötigt und dann gerade wenn man es benutzt der Motor Treibstoff braucht.
    Ob es nun etwas mit dem komischen ADHSler Hirn zu tun hat, weiß ich spontan nun nicht...
    Stinos futtern ja auch gern Schoki

  8. #18
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.439

    AW: Ich brauche ständig Zucker

    alsoooo. das wird jetzt bestimmt ein längerer text, um meine gedanken zu den letzten einträgen hier zu formulieren. ich versuche es stichpunktartig, damit das kein roman wird.
    dabei handelt es sich natürlich um meine gedanken und beobachtungen bei mir. jeder ist anders und manch einer hat vielleicht wirklich eine stoffwechselstörung.

    - aspekt der "selbstmedikation":
    halte ich bei den meisten von uns am wahrscheinlichsten. denn wenn es allein der blutzuckerspiegel wäre, würden weintrauben o.ä. abhilfe schaffen.

    in schoki usw. sind halt noch andere stoffe drin und etwas fett, was das belohnungszentrum viel besser anregt bzw. für ausschüttung von stoffen sorgt, die man in dem moment evtl. braucht. ebenso wie durch nikotin und kaffee die neurotransmitter verändert werden.

    soweit ich weiß wird das belohnungszentrum durch eine kombi aus eiweiß, kohlenhydraten (zucker) und fett am meisten angesprochen. also werden solche lebensmittel präferiert. weintrauben haben halt nur zucker. läge es allein am blutzucker, sollte ich durch weintrauben befriedigung erfahren.

    früher hab ich beim klausurenlernen oft das berühmte "studentenfutter" und schoki genascht. dazu kaffe und kippe in größeren mengen.

    wenn ich in einer dieser bestimmten vorlesungen etwas "vernünftiges" aß, hatte ich dennoch diesen unglaublich großen drang, mir hinterer nen milchkafee und kuchen zu holen. in diesem fall kann es nicht am blutzuckerspiegel gelegen haben, denn ich hatte gerade nahrung zu mir genommen, die viel besser geeignet ist, diesen zu stabilisieren. da wollte ich wohl einen anderen kick.

    ein weile hatte ich regelmäßig gegen abend lust auf banane und milch. obwohl ich beides eigentlich nicht sonderlich gut vertrage. lest euch mal die inhaltsstoffe von beidem durch


    - blutzucker (bz)
    kann beim ganzen dennoch mit reinspielen. mindestens dadurch, dass dieser süßkraum den bz recht schnell in die höhe treibt. entsprechend wird insulin ausgeschüttet und der bz rauscht wieder runter. was zu erneutem verlangen nach süßkram oder hunger führen kann. ein teufelskreis sozusagen.

    bei mir wurde mal ein glucosetoleranztest gemacht. da zeigten sich zwar auffällgikeiten, aber alles noch im normbereich. "eine allenfalls leichte insulinresistenz"
    wenn ich dann wirklich in richtung "unterzuckerung" gehe, kommen zu dem verlangen nach süßzeugs auch körperliche symptome dazu. das lässt sich mit dafür besser als schoki geeigneten lebensmitteln aber auch beheben.
    aus diesem grund allerdings habe ich in der zeit kurz vor studienbeginn sehr auf meine ernährung geachtet und versucht, blutzuckerspitzen zu vermeiden. und eben deshalb so gut wie keinen süßkram zu mir genommen. heißhungerattacken hatte ich in der tat kaum noch und auch solche momente, wo ich wirklich auch körperlich den eindruck hatte, nun ganz dringend den körper mit schneller energie versorgen zu müssen, waren nur noch selten und da habe ich auch eine abhängigkeit zu dem, was ich zuvor aß feststellen können. da hab ich auch erstmal ein paar kilo abgenommen.
    zudem hat sich da ganz natürlich eine gewisse gleichgültigkeit gegenüber schoki etc. entwickelt. hatte von allein mehr lust auf "gute" lebensmittel. klar hab ich auch mal ein stück schoki gegessen, aber nach einem stück war auch gut. das kannte ich vorher gar nicht nach einem stück tatsächlich keine lust auf noch mehr schoki zu haben. dazu muss ich aber sagen, dass ich zu dieser zeit auch keinen stress hatte. war sehr ausgeglichen und es ging mir einfach gut!!

    das war wir gesagt vor dem studium bzw. zu beginn des studiums.
    adhs-symptome hatte ich dennoch! die kamen im studium erst mal so richtig und mit voller wucht zur geltung.

    und immer mehr hatte ich ausgerechnet in der uni eben ständig dieses verlangen nach süßem. aber nicht obst, sondern schoki, kuchen...zeug halt, was den oben genannten bestrebungen bzw. diesem gefühl von "ich hab von allein lust auf die lebensmittel die mein körper benötigt" völlig gegensätzlich war. das aber ohne mich auch körperlich so zu fühlen, dass ich hätte annehmen können, unterzuckert zu sein. schon erst recht nicht, wenn ich kurz zuvor eine ausgewogene mahlzeit zu mir nahm.
    dennoch war aber dieser drang so stark, dass ich dem auch nicht wirklich widerstehen konnte. wie gesagt hab ich dann mal weintrauben mitgenommen. was eh auch ein obst mit zu viel zucker ist. hat aber nicht geholfen. das verlangen nach zeug blieb.

    beim lernen hab ich dann ganz bewusst zuckriges hingestellt, in der hoffnung meine konzentration damit steigern zu können.
    oder in der vorlesung was acuh immer geknabbert, um mich wach zu halten, um etwas "zu tun" zu haben.

    zwei jahre hab ich gegrübelt, was mit mir nicht stimmt und warum immer in der uni ich solches verlangen nach süßem und immer mehr und mehr kaffee hab. hab dem auch immer mehr und mehr nachgegeben, mit entsprechender gewichtszunahme. zumal ich nach der uni immer dermaßen erschöpft war, als hätte ich den ganzen tag schwerstarbeit geleistet. allein durch anwesenheit. also auch an tagen, wo ich da vermeintlich nicht sonderlich beansprucht wurde (z.b. aufenthalt in der lauten cafetria) da hatte ich dann auch keine lust mehr sport oder überhaupt irgendetwas zu machen.
    das sah an unifreien tagen ganz anders aus.

    dieses "was mit mir nicht stimmt" war mit der adhs-diagnose mit einem schlag klar.

    mit mph habe ich diese totale erschöpfung nach der uni nicht. das schreibe ich der besseren reizfilterung zu. und eben auch nicht ständig dieses verlangen zu essen. ganz im gegenteil esse ich, wenn ich in der uni bin, dann, wenn ich hunger habe und sonst nicht. und kann sogar einen mir angebotenen keks ablehnen! den abzulehnen, fällt mir nicht mal schwer! es sei denn, ich hab aus diesem "oh, lecker" lust ihn zu essen. bin ja kein kostverächter. aber es ist ein unterschied zwischen "och joa, lecker" und diesem unbändigen verlangen.

    und ob nun mit oder ohne mph merke ich, wie sich in stressärmeren phasen von ganz allein meine ernährung ändert. halt in abhängigkeit von stress, allgemeiner stimmung usw. ohne da gesondert drauf zu achten. in diesem zuge habe ich von allein weniger lust auf süßkram oder was an nahrungsmittel noch in kategorie "zeug" gehört.


    so, somit denke ich, gibt es unterschiede zwischen essen/heißhunger/verlangen als unbewusste kompensationsstrategie und einem tatsächlich körperlichen grund in form von zu niedrigem blutzuckerspiegel. ich persönlich unterscheide das in der weise, dass bei zu niedrigem bz körperliche symptome spätestens dann hinzukommen, wenn ich diesem bedürfnis nicht nachgehe. gleichzeitig muss es da aber auch keine schoki sein, sondern eben irgendwas essbares. zudem stelle ich in der regel rückblickend fest, dass ich schon so und so viele stunden nix gegessen hab bzw. nichts vernünftiges, was den bz auch stabilisiert. oder nicht angepasst an die tätigkeit.

    alles andere verlangen mir allerlei zeug reinzustopfen, ggf. auch obwohl ich gerade was "gutes" gegessen habe, sind kompensationsversuche.

    lg
    mel

  9. #19
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.439

    AW: Ich brauche ständig Zucker

    tiganii schreibt:
    Lysander, ich meine irgednwoe mal gelesen zu haben ( bleibt ja eh nie lange hängen ) das das Gehirn das meiste Glucose des Körpers benötigt und dann gerade wenn man es benutzt der Motor Treibstoff braucht.
    ja, das ist auch so. das hirn braucht glucose. hab mal irgendwo gelesen, dass der verbrauch unter mph steigt. weiß aber nicht, ob das stimmt.
    somit macht es schon sinn, dass das hirn bei entsprechender beanspruchung nach glucose giert und dir signalisiert "ess mal zucker"

    das heißt aber nicht, dass man bei jedem verlangen nach zucker auch eine hypoglykämie feststellen würde. ich hab das aus jux einige male gemacht, wenn ich ohne sonstige körperliche beschwerden so einen jieper hatte, mal den bz zu messen. der war in ordnung. erst wenn der an der unteren grenze des normbereichs ist, wird mir dann aber auch schlecht und bin ich zittrig. das ist was anderes.

  10. #20
    Prinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 37
    Forum-Beiträge: 826

    AW: Ich brauche ständig Zucker

    Ich bin auch so ein Schoki/Zucker Suchti. Seit drei Tagen mach ich nen Entzug und ich leide. Aber bei 3 Tafeln am Tag war es inzwischen echt nicht mehr mit meiner Waage verträglich, ich habe meine Ober-Obergrenze geknackt.

    Ich versuche nun wirklich umzustellen und immer dann wenn ich Hunger verspüre ein wenig Obst zu essen, aber eben kontrolliert und nicht mehr einfach so nebenbei.
    Auch meine ich festgestellt zu haben, dass ich bei weniger MPH nicht so krasse Attacken habe. Nehme jetzt mittags nur noch 20 mg Medikinet, vllt war ich ja doch latent überdosiert? Könnte mir schon vorstellen das es mit ein Grund für diese Fresserei war.

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