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Diskutiere im Thema AD(H)S gleich Neurotransmitterstörung? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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  1. #11
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: AD(H)S gleich Neurotransmitterstörung?

    gisbert schreibt:
    und dass noch andere Neurotransmitter betroffen sein sollen habe ich auch gehört, so das MPH nicht die letzte Wahrheit ist.
    Ist es gewiss nicht, aber immerhin hilft es und ist zum jetzigen Zeitpunkt die beste Wahl, neben Amphetaminen, die ja auch langsam in eine Darreichungsform gebracht werden konnten, die einen Mißbrauch nicht möglich macht, Vyvanse/ Elvanse zum Beispiel.

    Da wird gewiss weiter geforscht und es wird weiter entwickelt.
    Und es wurden schon mehrere Gene identifiziert, die mit der ADHS in Verbindung stehen und auch in bezug auf weitere Botenstoffe wird noch weiter geforscht und auch entdeckt.
    Es gibt schon heute viele weitere Erkenntnisse, so z.B. die, dass einige Gehirnrareale sich verzögert, andere zu schnell entwickeln.
    Während der Bereich für die Selbstkontrolle sich langsamer entwickelt, ist beim motorischen System das Gegenteil der Fall, was die Hyperaktivität und mangelnde Impulskontrolle erklärt und z.B. auch, dass man viele ADS'lern ihre Gedanken regelrecht "ansehen" kann, denn die Mimik läuft bei gedanklichen Gesprächen oftmals ein wenig mit, während Nicht-ADS'ler sie unterdrücken können und so weiter und so weiter.
    Die Amygdala, die bei uns aktiver ist, was die hohe Komorbidität an z.B. Angsterkrankungen erklärt und einige Gehirnareale, die nicht oder deutlich weniger miteinander kommunizieren und nicht zu vergessen das Arbeitsgedächtnis, welches bei uns eine geringere Kapazität hat, als das von Nichtbetroffenen.

    Aber über alldem liegt eben sehr wahrscheinlich die Störung des Botenstoffwechsels, der Signalübertragung.
    Zumindest als einer der Hauptfaktoren, denn bei einer derart komplexen Sache, ist es schwer zu sagen, was Ursache und was Wirkung ist.
    Da kann ich auch nur den Thread empfehlen, den Tanja schon angesprochen und verlinkt hat.

    Aber Fakt ist nun mal, dass die allermeisten ADS'ler selber und auch Personen aus ihrem Umfeld berichten, dass mit der Medikation eine deutliche Besserung vorhanden ist.
    Und die werden wohl kaum alle von der Pharmaindustrie geschmiert worden sein .

    Und wie gesagt, dabei geht es nicht primär um die Art von Konzentrationsproblemen, gegen die MPH auch bei Nichtbetroffenen wirkt.

    Und MPH "macht die ADHS nicht weg".
    Es lindert aber einige Probleme und das ist schon eine Menge wert.

    Viele Grüße
    Fliegerlein
    Geändert von Fliegerlein (19.06.2013 um 13:44 Uhr) Grund: Fehlerkorrektur

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