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Diskutiere im Thema Gesprächspartner in die Augen schauen im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #21
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 340

    AW: Gesprächspartner in die Augen schauen

    Wie das mit dem Augenkontakt funktioniert, hab ich schon ganz früh versucht, bei anderen abzugucken. Erst, es überhaupt zu tun, also mich dazu zu zwingen. Da hatte ich zunächst das Problem, dass ich es hingekriegt habe, aber entweder nur ganz kurz oder lang.

    Dann habe ich die Länge trainiert, weil eben doch Reaktionen auf das Anstarren gekommen sind. Dabei hatte ich dann eine zeitlang das Problem, gleichzeitig auch noch sinnvoll zu sprechen.

    Heute ist mir das ganz gut in Fleisch und Blut übergegangen, aber ich muss es immer noch kontrollieren, habe jedoch mittlerweile das Gefühl, dass ich da "ganz normal" wahrgenommen werde.

    Übrigens musste ich mir ganz ganz viele Verhaltensweisen abgucken, wie "man" bestimmte Sachen so macht.

  2. #22
    Simönchen

    Gast

    AW: Gesprächspartner in die Augen schauen

    auri schreibt:
    Permanenter Augenkontakt ist - zum Glück - weder nötig noch sinnvoll.

    Blickkontakt

    Leider gucke ich spontan auch eher woanders hin oder zuviel direkt in die Augen. Beides kommt nicht gut rüber, kann im Berufsleben sogar sehr negativ sein. Aber es lässt sich tatsächlich einüben und zudem durch ein paar kleine Tricks unterstützen.

    Direkter Blickkontakt, also kurz und gezielt in die Augen sehen:

    - bei Begrüßung, Abschied, Händeschütteln
    - wenn Gegenüber zu reden anfängt und wenn er/sie damit aufhört
    - wenn man selbst zu reden anfängt und wenn man damit aufhört
    - zwischendurch mal kurz direkt in die Augen gucken

    Dafür reichen Sekunden, wenn man wirklich direkt in die Augen sieht, also nicht darüber, darunter oder daneben! Ein direkter Blick vermittelt "ich respektiere dich", "ich bin auf das Gespräch mit dir konzentriert, "ich höre zu".

    Während man dann zwischendurch woanders hinsieht, kann man die gleiche Wirkung erzielen durch:

    - zustimmendes Nicken
    - aufrechten Oberkörper, dem Gegenüber zugewandt
    - nach oben zeigende Handflächen
    - Gesten die eigene Worte begleiten (wenns nicht wildes Rumgefuchtel wird...)
    - zustimmende bzw. interessierte Worte/Laute wie z.B. "Aha", "Verstehe", "Achso?", "Ahja".....

    Wenn anfangs Blickkontakt da war, werden diese Dinge die anfängliche Wirkung aufrecht erhalten als würde man weiter in Blickkontakt stehen.
    Die 'ausreichende/passende" Dauer für so einen direkten Blickkontakt kann man im Alltag prima üben. Z.B. im Fahrstuhl, Supermarkt, Treppenflur also wannimmer man Menschen begegnet die einem eher fremd sind. Kurz direkt angucken, ggf. freundlich nicken oder den Nachbarn grüßen wegsehen und die ganze Zeit freundlich lächeln.

    Wer angelächelt und dabei kurz direkt angesehen wird, fühlt sich spontan wahrgenommen und wird darauf gleichermaßen reagieren. Wenn man das regelmäßig so macht, kann man es auch in Bewerbungsgesprächen, Gehaltsverhandlungen oder im Kundenverkehr spontan nutzen. Da mag man zwar öfter direkt angucken, kann das dann aber schon recht bald spontan tun und dann - durch Gewohnheit - ohne unangenehme Gefühle zu bekommen.

    Hallo Absentia und auri,

    sowas in der Art wollte ich auch gerade posten.

    Ich habe GottseiDank nicht das Problem, Menschen nicht in die Augen schauen zu können - das ist von berufswegen her ein NoGo, da die Leut sich unverstanden, missverstanden fühlen, oder noch schlimmer: denken würden, ich wäre nicht bei der Sache und würde nicht zuhören.

    Ich kann aber sehr gut auch die andere Seite verstehen, mit der ich tagtäglich in der Praxis konfrontiert bin: Menschen, die es nicht schaffen, Augenkontakt zu halten geschweige denn überhaupt zu beginnen - damit tu ich mich dann als sozusagen "Betroffene" manchmal schwer, das ist eine Herausforderung

    Meine Erfahrung diesbezüglich ist, dass ich diese Menschen erstens respektiere und zweitens durch Äußerungen meinerseits sie immer wieder dazu aufmuntere, vielleicht doch einmal einen Blick in meine Richtung zu wagen. Je öfter sie dann bei mir sind und bemerken, dass ihr Verhalten bei mir keinerlei negative Reaktion auslöst, desto mehr tauen sie auf und es ist jedesmal eine Freude zu sehen, wie sie sich Stück für Stück mir nähern. Ob das eine Sache von AD(H)S ist oder einfach nur mal reine Schüchternheit, sei hier mal dahingestellt.

    Ich hatte so einen "schweren" Nicht-Gucker und NIchts-Sager vor kurzem zu zehn Behandlungen bei mir - und es war mir ein Volksfest, als er zum ersten Mal meinen Blick suchte und begann, Dinge zu äußern, die ihm schwerfallen, Dinge, die wichtige INfos bezüglich der weiterlaufenden Therapie enthalten usw. Seitdem ist er aufgetaut und hat mir sogar seine Frau geschickt (dasselbe in Grün ), da er begann mir zu vertrauen.

    Ich empfinde das jedesmal als Kompliment und weiß, dass meine Herangehensweise an die Menschen ja doch nicht so verkehrt sein kann.

    Und auri stimme ich zu:

    nicht immer muss Augenkontakt entstehen, man kann auch durch die von auri oben genannten Dinge seinem Gegenüber zu verstehen geben, dass man zuhört und bei der Sache ist, ohne dass derjenige sich übergangen fühlt.

    Jo, soviel zu mir.

    Lieben Gruß,

    Simönchen

  3. #23
    Pax


    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 38

    AW: Gesprächspartner in die Augen schauen

    Absentia schreibt:
    Hmm, bin mir nicht ganz sicher, ob ich dich verstanden habe, Pax
    Ich habe mich nur an ein Gespräch erinnert, wo mir was ganz wichtiges (Weltformel oder so etwas war das) erklärt wurde und ich während des Gesprächs versucht habe in beide Augen zu gucken. Aber das geht garnicht, man kann über die Nase zwischen die Augen gucken aber nicht gleichzeitig in beide. Vielleicht liegt es auch an meiner Kurzsichtigkeit x)

  4. #24
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 266

    AW: Gesprächspartner in die Augen schauen

    Mensch, Pax, auf die Idee muss man erstmal kommen *lach*.

  5. #25
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 10

    AW: Gesprächspartner in die Augen schauen

    Habe mit der Zeit festgestellt, dass es anscheinend normal ist, wenn man im Gespräch angestrengt über etwas nachdenken muss, dass dann der Augenkontakt verloren geht, weil einem das Nachdenken dann leichter fällt. Das scheint normal zu sein, dass machen alle so. Nur bei bedeutungslosem Small-Talk kann man sich die ganze Zeit ansehen. Das kommt bei mir dann meist aber auch gleich mit flirten.

    Ansonsten kann es Mangel an Respekt, Angst, Desinteresse am Gespräch oder auch Missachtung bedeuten.

    PS: wenn Ihr das kennt - versucht mal durch jemanden hindurchzusehen beim Gespräch - das kann das Gegenüber sehr irritieren. Oder immer von einem Auge ins andere und zurück. lol

    Lieben Gruß,
    Mernith

  6. #26
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 28
    Forum-Beiträge: 523

    AW: Gesprächspartner in die Augen schauen

    puhh augenkontakt.. bekomm ich nicht lange hin

    und wenn andere mir in die augen 'starren' und dabei noch reden, bekomm ich meistens angst..
    besonders schlimm in vorstellungsgesprächen..
    oder in situationen in denen man 'ernst sein sollte'
    u.a. auch von lehrern praktiziert, wenn man unsinn gebaut hatte und sie einen zur rede stellen wollen

  7. #27
    Stefanus

    Gast

    AW: Gesprächspartner in die Augen schauen

    Ich denke ADS ist da, wie bei vielem, einfach der Ursprung für die Vorstufen die zu der Angst führen. Seit ich MPH nehme und ständig merke dass ich wesentlich präsenter und selbstbewusster werde, fällt mir der Augenkontakt überhaupt nicht mehr schwer. Ich glaube das kann man super abtrainieren, wie auch viele andere Ängste.

  8. #28
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.625

    AW: Gesprächspartner in die Augen schauen

    Damit habe ich kein Problem, im Gegenteil... ich finde die Augen sind der schönste Körperteil eines Menschen. Und deshalb schaue ich sie auch gerne an, allerdings ohne penetrant zu starren... das geht gar nicht.

  9. #29
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 32

    AW: Gesprächspartner in die Augen schauen

    verstehst du ironie?

    also ich frag das schon themenbezogen bezüglich des augenkontakts

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