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Diskutiere im Thema Arbeitsgesellschaft im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    ADD


    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Alter: 33
    Forum-Beiträge: 352

    Arbeitsgesellschaft

    Ihr müsst Funktionieren, keine fehler, perfekt sein:

    du musst Selbstbewusster werden / komme mehr aus dir heraus / mitdenken / aufmerksamer sein / konzentrier dich / hörst du nicht zu das habe ich dir doch gesagt / kannst du dir das nicht merken / was ist los mit dir / du bist halt langsamer als andere / bist du blöd / dumm / vergesslich / mach dich schlau / überleg doch mal / hättest auch früher darauf kommen können.

    Wenn ich einige Junge erfolgreiche Arbeiter bei mir auf Arbeit sehe denke ich oft wie machen die das wie haben die es geschafft? Sie sind immer auf Zack sind redegewannt, witzig, Inteligent und sehr aufmerksam. (sind die auf Dro...)?
    Überzogen gesagt: sind gerademal 20 Jahre haben Studiert sind erfolgreich, haben ein Haus mit Dachziegeln aus Gold und fahren Mercedes.

    Um so zu funktionieren müsste ich vollgepumpt sein mit allen möglichen Medikamenten

    In der Speedigen Arbeitsgesellschaft ist ADHS/ADS kein Geschenk.
    Geändert von ADD (28.05.2013 um 23:25 Uhr)

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 57

    AW: Arbeitsgesellschaft

    aber leben muss man trotzdem damit, wenn man es hat...

    es macht nicht glücklich, sich mit stinos zu vergleichen....

  3. #3
    ADD


    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Alter: 33
    Forum-Beiträge: 352

    AW: Arbeitsgesellschaft

    Habe mich als Kind schon als Beobachter gefühlt, fand es immer sehr lustig wie die Leute so ticken! doch jetzt wenn ich mich so vergleiche und versuche so zu sein wie andere (normale) ist es sehr anstrengend. Es ist manchmal schwer, bei sich zubleiben und sich nicht mit anderen zu vergleichen.

  4. #4
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 32
    Forum-Beiträge: 64

    AW: Arbeitsgesellschaft

    Die ganzen Burnout Fälle, Angststörungen etc. die sich in den letzten Jahren häufen kommen denke ich nicht von ungefähr und von sowas sind auch genug "normale" Leute betroffen.. die merken es zum Teil nur nicht, dass sie die ganze Zeit über ihre eigenen Grenzen gehen (sowas kann ich persönlich gar nicht nachvollziehen - iwie hab ich immer nen Draht zu mir, den ich gar nicht aus stellen kann obwohl ichs manchmal echt gern könnte -_-).
    Entweder kommt dann bei den meisten irgendwann wenns zu viel von dem zu viel war der psychische Supergau oder es geht noch schön ins körperliche und es gibt direkt nen Herzinfakt oder ähnliches.
    Nach meiner persönlichen Weltanschauung hängen Körper und Geist eh näher zusammen als viele Menschen meinen und demnach bin ich eh der Meinung, dass sich ohne Ausnahme alles, was wir psychisch nicht bearbeiten, früher oder später auf verschiedenste Weise körperlich bemerkbar macht. Wer so abgestumpft ist, dass er nicht mal mehr wahrnimmt, wenn er gestresst ist (was meiner Meinung nach ein sehr hoher Prozentsatz ist), merkt es dann leider meist zu spät und sieht die Jahre zuvor zum Teil aus wie das blühende Leben selbst.. hab ich in meinem Umfeld leider auch schon einige Male beobachten dürfen. Oft hat es die getroffen, wo ich am wenigsten mit gerechnet hätte, da sie "glücklich" wirkten, es sogar meinten zu sein, bis sie ersnsthaft krank wurden, ihr Leben überdachtenn und feststellen, dass sie fast alles gern anders gemacht hätten.
    Gibt eben viele Menschen die mehr scheinen zu sein, als sie tatsächlich sind. Das ist für mich jedenfalls nichts erstrebsames.

  5. #5
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 583

    AW: Arbeitsgesellschaft

    Habe zum Glück nicht solche Leute in meinem Bekanntenkreis.
    Zwar 2-3 Fälle, die ihr Studium vor Regelstudienzeit beendet und ihre Promotion begonnen haben, aber die haben auch einen IQ von >150.
    Damit vergleiche ich mich sicherlich nicht.
    Ansonsten bin ich zwar oft neidisch, wie viel andere schaffen (konzentriert 8h am Tag lernen, wochenlang durchpauken etc.),
    aber wenn man mal genauer hinter die Fassaden schaut, merkt man, dass es doch alles nicht so heile Welt ist.
    Viele sind kurz vorm Nervenzusammenbruch, oder haben schon welche hinter sich, völlig ausgebrannt, depressiv etc.

    Überspitzt gesagt: Ich kenne bisher niemanden, der das Studium psychisch unbeschadet überlebt hat.
    Allerdings rede ich dabei (ausgehend von meinem Bekanntenkreis) von Fächern wie Mathe, Physik, Medizin, Psychologie und Latein.
    Da ich kaum bis keine Leute aus anderen Fachbereichen kenne, kann es natürlich sein, dass es anderswo anders ausschaut, ich weiß es nicht.

    Was ich sagen will: Auch "Stinos" haben Probleme mit übertriebenem Leistungsdruck und ähnlichem.
    Leute, die auf Droge sind, um übermenschliche Leistungen zu erbringen (siehe Koks u.ä. in "höheren" Kreisen), sind nicht alles AD(H)Sler, sondern eben auch (zumindest manche...) gesunde Menschen, und ein gesunder Mensch hält sowas auf Dauer nicht durch.

  6. #6
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 1.209

    AW: Arbeitsgesellschaft

    Mir ist es egal was andere können oder erreichen, solange das nicht auf Kosten anderer passiert.

    Mir wäre es lieber ich könnte meine bescheidenen Fähigkeiten und Bedürfnisse endlich mal wieder auf die Reihe kriegen.

    (Und ich brauche auch keine "Goldenen Dachziegel" und nen "Mercedes" ... Von mir aus dürfens auch nur silberne und ein BMW sein

  7. #7
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 2.435

    AW: Arbeitsgesellschaft

    Wollen wir normal sein ooooooder..... glücklich?
    Glücklich statt normal - Psychologe Robert Betz motiviert 600 Zuhörer im Kornhaus

    Die Anderen..... ja, die Anderen.... vielleicht ist das DAS problem.... immer der direkte vergleich... und
    man tendiert..... beim Fussball sich mit Messie zu messen.... beim Malen mit Picasso.... beim Geld mit dem Millionär...

    ... und eigentlich sind wir so, wie wir sind schon gut.... und ehrlich, wer sollte in uns das "Beste" sehen.... wenn wir
    es selbst für uns nicht tun?.... Sind wir bereit uns so zu akzeptieren wie wir sind?.... Wie sollten es andere tun können?... Wenn wir es selbst nicht können?

    Ja, ich habe auch eine zeitlang gedacht..... bei genauerer Betrachtung hat jeder seine Stärken und Schwächen!

    lg

  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 156

    AW: Arbeitsgesellschaft

    Hallo,

    ADD schreibt:
    Ihr müsst Funktionieren, keine fehler, perfekt sein:

    du musst Selbstbewusster werden / komme mehr aus dir heraus / mitdenken / aufmerksamer sein / konzentrier dich / hörst du nicht zu das habe ich dir doch gesagt / kannst du dir das nicht merken / was ist los mit dir / du bist halt langsamer als andere / bist du blöd / dumm / vergesslich / mach dich schlau / überleg doch mal / hättest auch früher darauf kommen können.

    Wenn ich einige Junge erfolgreiche Arbeiter bei mir auf Arbeit sehe denke ich oft wie machen die das wie haben die es geschafft? Sie sind immer auf Zack sind redegewannt, witzig, Inteligent und sehr aufmerksam. (sind die auf Dro...)?
    ...
    In der Speedigen Arbeitsgesellschaft ist ADHS/ADS kein Geschenk.
    mich mit anderen verglichen, das habe ich auch immer gemacht. Das ist aber einfach nicht der richtige Weg. Aber es ist ist halt ein Prozess, das für sich selbst zu begreifen und dann auch umzusetzen. Wenn man immer wieder solche Sprüche zu hören bekommt, wird man über die Jahre auch davon geprägt. Und wir bemühen uns ja, können aber einfach gar nicht mithalten. Das kratzt auch am Selbstbewusstsein.

    Smile schreibt:
    Wollen wir normal sein ooooooder..... glücklich?
    ...
    ... und eigentlich sind wir so, wie wir sind schon gut.... und ehrlich, wer sollte in uns das "Beste" sehen.... wenn wir
    es selbst für uns nicht tun?.... Sind wir bereit uns so zu akzeptieren wie wir sind?.... Wie sollten es andere tun können?... Wenn wir es selbst nicht können?

    Ja, ich habe auch eine zeitlang gedacht..... bei genauerer Betrachtung hat jeder seine Stärken und Schwächen!...
    Genau, darum geht es. Das sehe ich auch so. Dem kann ich nichts mehr hinzufügen.

    LG Grasland

  9. #9
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 46

    AW: Arbeitsgesellschaft

    Ich denke ich habe mich ~22 ganz intuitiv Selbstständig gemacht, weil ich weder dem 9-to-5 Büroleben was abfinden konnte noch den stumpfsinnigen
    Vorgaben von Vorgesetzten die in etwa 1/3 der Fälle einfach nur Unsinn erzählten "weil es eben so sein muss!" Es war irgendwie komisch von daheim
    auszuziehen um ein selbstbestimmtes Leben zu leben - und dann soll mir ein anderer Mensch täglich Vorschreiben wie ich den Alltag verbringen soll?
    Vor allem auf eine Weise, die mir und meinem Problemlösungsansätzen einfach nie richtig gepasst hat.

    Heute kann ich mir immer noch (dreimal auf Holz klopf) meine Projekte selbst aussuchen. Ich habe erst viel später mit der ADS-Brille auf der Nase
    verstanden, dass wohl dieser Schritt mir so leicht gefallen ist, weil es einfach nicht mehr ging: entweder war die Arbeit schwachsinnig oder ich hatte
    mal wieder so eine "Phase". Manchmal will ich auch nicht arbeiten und als Selbstständiger/Freiberufler bin ich bisher auf Verständnis gestoßen wenn
    ich einfach mal weg bleibe. Als Festangstellter kann man entweder nur Blau machen oder sich einen Urlaubstag gönnen. Ich habe die magische
    dritte Option: unbezahlt fehlen.

    In meiner Zeit bei vielen Projekten habe ich alles kennengelernt: Leute die schon mit 15 eine hohe Erbschaft gemacht haben und diese bis 25 verprasst
    haben, später sogar unter einer Brücke lebten. Und Leute denen alles so unglaublich leicht fällt, sehr erfolgreich sind und dann auch noch Geld
    erben und noch erfolgreicher sind. Und mit 40j drei Kinder, Haus abbezahlt und zwei Jahre Premium-Sommerurlaub auf den Malediven. Aber ich spüre
    da keinen Neid, weil die eher selten sind und entweder extrem viel Arbeiten, extrem bessere Voraussetzungen hatten oder einfach nur extrem Glück.

    Ich gönne den anderen ihren Erfolg, vor allem weil er in den letzten 10-20 Jahren immer seltener geworden ist. Die Leute denen trotz viel viel Arbeit alles
    gelingt sind auch bei den erfolgreichen selbst immer seltener. Ich merke es daran, dass die Kontakte die sich sonst nur mit wohlhabenden und erfolgreichen
    umgeben zunehmend bei den Leuten als Freizeitpartner "wildern", die einfach das beste aus ihren Möglichkeiten herausnehmen. Dass ist anscheinend immer
    noch besser als der "kurzfristige" Erfolgreiche, der abgestürzt ist - und nie wieder hoch kommt.

  10. #10
    pero

    Gast

    AW: Arbeitsgesellschaft

    Die Anderen..... ja, die Anderen.... vielleicht ist das DAS problem.... immer der direkte vergleich... und
    man tendiert..... beim Fussball sich mit Messie zu messen.... beim Malen mit Picasso.... beim Geld mit dem Millionär...

    ... und eigentlich sind wir so, wie wir sind schon gut.... und ehrlich, wer sollte in uns das "Beste" sehen.... wenn wir
    es selbst für uns nicht tun?.... Sind wir bereit uns so zu akzeptieren wie wir sind?.... Wie sollten es andere tun können?... Wenn wir es selbst nicht können?
    Schön gesagt. Mein Verstand unterschreibt das sofort.
    Mein Bauch reagiert aber leider noch nicht so.
    Ich frage mich auch jetzt immer wieder: Hättest du das nicht besser gekonnt?

    Ich war dabei so "clever" das ich meine eigenen Ansprüche an mich selbst auch in andere projiziert habe.
    Dadurch war ich ich nicht nur selbst mit mir unzufrieden, ich hab das auch auf alle anderen übertragen, habe also alle "enttäuscht". Ein echt effektiver Geheimtipp wenn man sein Selbstwertgefühl absägen möchte. Und wenn man dann noch versucht den eigenen (unerfüllbaren) Ansprüchen hinterher zu jagen ist der Zusammenbruch nur eine Frage der Zeit.

    Daher denke ich das der Vergleich mit den anderen ein wichtiges Problem ist. Gerade weil wir spüren das wir "nicht normal" sind, aber nach Normalität streben.

    LG
    pero

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