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Diskutiere im Thema Verdacht auf ADHS und jetzt ziemlich verwirrt im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 1

    Verdacht auf ADHS und jetzt ziemlich verwirrt

    Hey Leute,
    ich hab mich in den letzten Tagen ein bisschen mit ADHS auseinandergesetzt und habe leider aufgrund dessen das Gefühl bekommen, dass ich das ganze auch haben könnte.

    Das ganze verwirrt mich ehrlich gesagt ein bisschen weil ich ADHS immer als Diagnose für ganz normale Kinder mit ein bisschen mehr Temperament verstanden habe. (Es also nicht wirklich ernst genommen habe) Wenn ich jetzt aber mal an mich selbst denke gibt es definitiv so ein paar Charaktereigenschaften die ganz gut in dieses Bild passen.

    Ich sehe mich selbst als extrem kreativer Mensch an. Und leider auch als ein ziemlicher Chaot was z.B. zuverlässigkeit angeht.

    Ich habe zwar Abitur gemacht, hatte aber damals eine Hauptschulempfehlung (Damals nach der 6. Klasse - Orientierungsstufe). Schule ist mir insgesamt extrem schwer gefallen, ich habe zwar mit einem 2,3er Schnitt abgeschlossen aber quasi das bestmögliche mit dem kleinstmöglichen Aufwand versucht zu erreichen (Ich hatte das Maximum an Fehlstunden). Das hieß aber nicht das ich nichts gemacht hätte in dieser Fehlzeit, ich habe einfach gleichzeitig schon an meiner selbstständigkeit (Webdesigner) gearbeitet.

    Als Kind bzw. Jugendlicher habe ich bereits oft die Stadt- oder Schule aufgrund meiner Familiären Situation gewechselt. Aktuell mache ich das immer noch aber mittlerweile selbstbestimmt, es fällt mir einfach schwer lange an einem Ort zu bleiben ohne mich nicht irgendwie eingeschlossen zu fühlen (Beispiel der letzten 3 Jahre: Mexiko - Deutschland - jetzt Spanien - wer weiß wo morgen).

    Ob das jetzt unbedingt bedeutet das ich ruhelos bin fällt mir schwer zu sagen. "Still zu sitzen" fällt mir nicht unbedingt schwer, ich mache halt meistens noch irgendetwas anderes (Mit den Fingern trommeln, Rauchen, an den Fingernägeln kauen, Papier knüllen, etc.). Generell mache ich gerne Multitasking (Auf dem Handy spielen während ich einen Film gucke, Musik hören beim lesen, etc). Aber ich bin nicht unbedingt ruhelos, ich kann auch gerne mal nen ganzen Tag im Bett verbringen.

    Abgesehen davon erkenne ich bei mir manchmal auch depressive Tendenzen, das kann aber auch mit meiner Familiengeschichte zusammen hängen. Ich würde nicht so weit gehen mich depressiv zu nennen, aber ich habe immer mal wieder meine Tiefs nach denen es aber am nächsten Tag dann trotzdem weiter geht.

    Was Konzentration und Aufmerksamkeit angeht war das schon immer so eine Sache. Ich kann prinzipiell schon konzentriert z.B. an Designs oder anderen Aufgaben die mich wirklich interessieren sitzen. Lasse mich aber auch immer extrem leicht ablenken. Das war in der Schule nie anders. Prinzipiell hätte ich das ganze aber als normal eingestuft, bin nun aber nach dem ich einen Online-Konzentrationstest gemacht habe verunsichert. Ich habe mich extrem angestrengt und trotzdem ein niederschmetterndes Ergebnis erhalten.

    Naja wie auch immer, Vll. erstmal so viel zu mir.

    Meine Frage ist: Was kann ich machen? Sollte ich jetzt direkt zum Psychologen gehen? Gibts Möglichkeiten das ganze selbst noch weiter zu reflektieren? Habt ihr vll. Fragen?

    Eigentlich gehts mir gut. Aber wenn es die Möglichkeit einer z.B. medikamentösen Behandlung gibt und das ganze am Ende meine Lebensqualität steigert, warum nicht? Oder ist das ganze nur halb so schlimm und ich hab jetzt Panik bekommen weil ich angefangen habe mich mit dem Thema zu beschäftigen?

    Liebe Grüße

  2. #2
    N o r d f r a u

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 62
    Forum-Beiträge: 8.212

    AW: Verdacht auf ADHS und jetzt ziemlich verwirrt

    Hallo Mensch12,

    danke für deine Vorstellung!

    Ich kenne ADHS bei Erwachsenen schon ein bisschen länger und habe erlebt, als der erste
    Interneteintrag auftauchte. Vorher musste man Bücher lesen (oder einen Vortrag besuchen,
    z. B. von der Dipl. Psych. Cordula Neuhaus).

    Ein Buch, das von einem Nicht-Mediziner oder Therapeuten geschrieben wurde, ist
    "A Hunter in a Farmer's World" von Thom Hartmann aus den 90-er Jahren,
    auf Deutsch "Eine Andere Art die Welt zu sehen". Willst du mal schauen, ob
    du dich darin wieder findest?

    Hier im Forum gibt's noch mehr Hinweise unter dem Bereich "Bücher".

    So lange deine Lebensart nicht Krankheitswert hat, und du auch nicht
    Selbstmedikation betreibst, ist der Besuch bei einem Fachmann (einer Fachfrau)
    nicht dringend. Nägelkauen ist eine Selbststimulation und Nikotin wirkt wie als
    "Dopaminwiederaufnahmehemm er". Wenn du aber Genaues wissen möchtest,
    kannst du dich ja testen lassen.

    Schau dich einfach in diesem Forum um.
    Falls noch nicht geschehen, schreib eine kleine "Vorstellung" im
    Vorstellungsbereich.

    LG Gretchen

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