Seite 2 von 3 Erste 123 Letzte
Zeige Ergebnis 11 bis 20 von 26

Diskutiere im Thema Nachteile der Medikation/der Diagnose allgemein im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #11
    Gibt´s Kaffee ?

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 1.610

    AW: Nachteile der Medikation/der Diagnose allgemein

    creatrice schreibt:
    Glaube ich habe jetzt eine Ahnung was MPH bewirken kann, hatte bisher nur Angst ich wäre dann noch offener für Reize und damit noch verletzlicher/überforderter.
    MPH sensibilisiert Deine Wahrnehmung, aber es reguliert auch Deine Reizfilterung, hilft Dir beim sortieren Deiner inneren Struktur...

    Vielleicht sensibilisiert sich auch Deine Wahrnehmung, weil die Reizfilterstörung reguliert wird und Du dadurch eben "klarer sehen" kannst....
    (Ich stecke gerade in der Überlegung, was die "Grundlage der AD(H)S" sein könnte und spinne ein wenig 'rum... )

  2. #12
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Nachteile der Medikation/der Diagnose allgemein

    Jaja!!!! Spinn mal weiter....... bei mir wird`s so langsam klarer....

  3. #13
    Gibt´s Kaffee ?

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 1.610

    AW: Nachteile der Medikation/der Diagnose allgemein

    Mein letzter Satz entbehrt jeglicher wissenschaftlicher Grundlage, ist nur so eine derzeitige Vermutung, es besteht auch eine Überlegung zu dem Thema einen neuen thread zu eröffnen.... Da gehts ja im Grunde darum, was AD(H)S denn nun eigentlich genau ist?

    LG Tanja

  4. #14
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 1.649

    AW: Nachteile der Medikation/der Diagnose allgemein

    Als Nachteil (?) kann ich rückblickend sagen,dass die gründliche Auseinandersetzung mit Diagnose und Medikament dazu geführt haben, dass meine Selbstsicherheit (auch bedingt durch klarere Wahrnehmung) deutlich gestiegen ist. Die Folge davon sind mehr Konflikte bzw. andere als früher.

    Früher waren es Konflikte im Sinne von, ich bin gescheitert mit irgendwas und mit der Umwelt angeeckt. Peiten,Pech und Pannen und Anforderungen nicht erfüllt.
    Jetzt erkenne ich meine Besonderheiten und Bedürfnisse viel deutlicher, äussere diese bzw. richte mich danach und das erzeugt ganz andere Arten von Konflikten, mit denen ich unter großen Schwierigkeiten lernte und weiter lerne umzugehen.

    Aber eigentlich ist das ein Vorteil, weil ich merke dass ich mich ja weiterentwickel und nun eher das Leben führe was ich mir vorstelle.
    Bin mir nicht sicher ob ich mich verständlich ausgedrückt habe...

  5. #15
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 1

    AW: Nachteile der Medikation/der Diagnose allgemein

    Hi zusammen,

    wisst ihr, ob Medikamente eine langfristige Lösung sind? Kann man die sein Leben lang nehmen? Ich wehre mich normalerweise, Medikamente zu nehmen, aber manchmal gehts einfach nicht anders ...

  6. #16
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Nachteile der Medikation/der Diagnose allgemein

    Ja, sehr verständlich.


    Habe noch eine Frage: werden die typ. ADHS Symptome mit der Zeit leichter zu bewältigen, oder ist es trotz Medis und Therapie ein ewiger Kampf sich zu organisieren, sich selbst zu reflektieren etc. etc.
    Also lernt man zwar wie man es besser macht, muss aber trotzdem täglich zusätzlich genauso viel Kraft aufbringen?
    Gibt es mit der Zeit vielleicht sogar eine Regelhaftigkeit und automatische Struktur?


    Fragen über Fragen........

    - - - Aktualisiert - - -

    @ state: Die Frage habe ich gestern dem Arzt gestellt, der sagte die Medis können eine längerfristige Lösung sein, aber sie sind nicht lebenslang nötig. Und es gibt auch immer wieder Pausen.

  7. #17
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 1.649

    AW: Nachteile der Medikation/der Diagnose allgemein

    Meine Erfahrung ist, man sammelt mehr Erfolge unter Medikamentenwirkung und die verankern sich bei mir.

    Mit Medikament muss ich viel weniger Kraft aufbringen, aber die Strategien an sich, um Anforderungen besser bewältigen zu können, Reflektion etc. dafür hat mir nur Therapie und Coaching geholfen.

    Mit Medi kann ich die Strategien und alles gelernte leichter anwenden, ohne Medi helfen mir meine Strategien auch, aber es ist alles umständlicher, schwieriger, anstrengender. merke ich immer an den Tagen ohne MPH...

  8. #18
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 77

    AW: Nachteile der Medikation/der Diagnose allgemein

    Chaostanja schreibt:
    MPH sensibilisiert Deine Wahrnehmung, aber es reguliert auch Deine Reizfilterung, hilft Dir beim sortieren Deiner inneren Struktur...
    Vielleicht sensibilisiert sich auch Deine Wahrnehmung, weil die Reizfilterstörung reguliert wird und Du dadurch eben "klarer sehen" kannst....
    Ich sehe mit MPH tatsächlich klarer. Und zwar visuell: nicht nur wabernde grüne Masse, sondern die Blätter eines Baumes.
    Und ja, auch bei den Gefühlen. Nicht nur Chaos, Verunsicherung und Überforderung, sondern Wut oder Trauer oder Erschöpfung. Auch hier nicht mehr nur eine wabernde Masse. Und wenn ich es klarer zuordnen kann, ist das wirklich nicht immer lustig...

  9. #19
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 909

    AW: Nachteile der Medikation/der Diagnose allgemein

    hypie1 schreibt:
    Als Nachteil (?) kann ich rückblickend sagen,dass die gründliche Auseinandersetzung mit Diagnose und Medikament dazu geführt haben, dass meine Selbstsicherheit (auch bedingt durch klarere Wahrnehmung) deutlich gestiegen ist. Die Folge davon sind mehr Konflikte bzw. andere als früher.

    Früher waren es Konflikte im Sinne von, ich bin gescheitert mit irgendwas und mit der Umwelt angeeckt. Peiten,Pech und Pannen und Anforderungen nicht erfüllt.
    Jetzt erkenne ich meine Besonderheiten und Bedürfnisse viel deutlicher, äussere diese bzw. richte mich danach und das erzeugt ganz andere Arten von Konflikten, mit denen ich unter großen Schwierigkeiten lernte und weiter lerne umzugehen.

    .
    hypie ich bin total, total, total froh, dass du das hier schreibst! Genau diese Gedanken hatte ich heute, genau so geht es mir zurzeit: Klarere Wahrnehmung + mehr Konflikte und weniger Gefühl eigenen Scheiterns....

    Und da muss man ja erstmal emotional sozusagen innerlich "mitkommen". Ich bin wirklich froh, dass ich damit nicht allein bin, sondern dass andere hier das kennen!!!

    Luzie

  10. #20
    pero

    Gast

    AW: Nachteile der Medikation/der Diagnose allgemein

    MPH sensibilisiert Deine Wahrnehmung, aber es reguliert auch Deine Reizfilterung, hilft Dir beim sortieren Deiner inneren Struktur...
    Vielleicht sensibilisiert sich auch Deine Wahrnehmung, weil die Reizfilterstörung reguliert wird und Du dadurch eben "klarer sehen" kannst....
    Das AD(H)S ein Problem der Reizfilterstörung ist, dass ist durchaus eine wissenschaftliche These. Frage mich jetzt nicht wer sie aufgestellt hat, aber genau das habe ich in einem Fachbuch gelesen.
    Und das wurde einer Bekannten zu dem ADS Problem ihrer Tochter von Ärzten gesagt.

    Das erklärt dann auch die "klarere" Wahrnehmung unter MPH. Da ist das "Blätter statt dem wabernde Grün" ein sehr gute Beschreibung.
    Wenn in einem Raum 4 Gespräche zugleich stattfinden kann man einen einzelnen kaum folgen. Das ändert sich wenn man 3 Gespräche durch bessere Filter ausblenden kann. Das können "Stinos" deutlich besser als wird und diese Fähigkeit wird durch MPH (zumindest bei mir) deutlich verbessert.

    Es gibt Langzeitstudie die zeigen das MPH auch bei langer Einnahme weder Sucht noch Gewöhnungsprobleme zeigt und auch sonst keine anderen Probleme bereitet.
    Es spricht also nichts dagegen sie länger zu nehmen. Es wird allerdings an vielen Stellen empfohlen immer wieder mal Pausen zur Überprüfung einzulegen. Das finde ich durchaus sinnvoll, auch um immer wieder mal zu sehen wie es ohne funktioniert und so ev. auch besser zu erkennen was das Mittel genau bewirkt.

    Zu den Konflikten.
    Ich bemerke das ich bei Konflikten deutlich entspannter reagiere weil ich Kritik nicht mehr so persönlich nehme, ich spüre da eine höhere Distanz.
    Konflikte gehören zum Leben, vermeiden kann man sie nicht. Ich kann mit MPH aber besser unterscheiden was für mich wirklich wichtig ist und was nicht.
    Dadurch ändern sich die Gründe und Konflikte werden teilweise auch intensiver, aber nicht mehr bei jedem Thema.
    Ich sehe auch nicht das ich mehr Konflikte habe, vielleicht trage ich mehr nach aussen, fresse nicht mehr alles in mich hinein, aber auch bei den "äusseren" Konflikten bleibe ich ruhiger und sachlicher.

    LG
    pero

Seite 2 von 3 Erste 123 Letzte

Ähnliche Themen

  1. Was bringt eine Diagnose? Vorteile + Nachteile
    Von guy im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
    Antworten: 13
    Letzter Beitrag: 25.03.2013, 21:38
  2. 1. Medikation nach Diagnose
    Von Insane im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
    Antworten: 36
    Letzter Beitrag: 6.03.2013, 10:03
  3. MPH / Ritalin - Nachteile
    Von Spektakulus im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
    Antworten: 16
    Letzter Beitrag: 16.11.2010, 22:03

Stichworte

Thema: Nachteile der Medikation/der Diagnose allgemein im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
©2017 ADHS bei Erwachsenen Forum