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Diskutiere im Thema Anpassungsdruck im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #21
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 384

    AW: Anpassungsdruck

    mj71 schreibt:
    ...
    Sonst, wenn es mit sich anpassen ehe nicht klappt und ich am ende war, hatte ich auch nichts mehr zu verlieren in dem dass ich diese kacke nicht mehr weiter mitmache und dass suche was mich gut tut... Auch materiell hatte ich nichts mehr zu verlieren.

    lg
    Ja, ging mir schon auch so.
    Mit 25 NULL. Mit 35 NULL. Jetzt mit 46 NULL.
    So kann man auch durchs Leben kommen.
    Dazwischen immer Extremsteigerung. Erst um auf die Füße zu kommen und aus dem Sumpf raus und dann ein Selbstläufer. Bis in den Crash.

    Ich sollte mal echt überlegen, wozu ich das mache.

    Da schlagen sofort wieder meine inneren Antreiber zu.
    - Ich habe Verantwortung für meinen Sohn, meine Familie..
    - Mein Umfeld nimmt mich nur an, wenn ich funktioniere
    - Ich genüge nicht.. das sind dann die Hiebe, die tatsächlich kommen (in anderen Worten, aber das ist das was ich seit ich speichere was ich höre immer schon zu mir gesagt wurde).

    Der letzte Punkt soll mich wohl motivieren, mich MEHR anzustrengen.
    Ist bei mir jedoch eher kontraproduktiv.

    Den Rest mach ich mir selber um in der Gesellschaft akzeptiert zu werden.
    Kognitiv habe ich das schon kappiert.
    Aber das Unwillkürliche ist immer schneller und stärker... das UNWILLKÜRLICHE ist IMMER schneller und stärker.
    Und arbeitet in einem gerade zu SELBSTHYPNOTISCHen Prozess immer in den gleichen Schleifen.

    LG,
    Steve

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    Geändert von SteveD (13.05.2013 um 10:33 Uhr)

  2. #22
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 227

    AW: Anpassungsdruck

    Ich will mich nicht beklagen, weil es mir zur Zeit wirklich gut geht

    außer der Arbeitslosigkeit
    und den chronischen Anpassungsschwierigkeiten, verbunden mit Selbstzweifeln
    Problemen in der sozialen Interaktion

    aber ich dachte auch in der vergangenen Zeit mehrfach, nach jeder Krise, um genau zu sein, jetzt habe ich den Tiefpunkt erreicht, es geht aufwärts,

    leider gibt es dieses stetige Bergauf nicht wirklich, auch ich falle immer wieder in ähnliche Verhaltensweisen zurück,

    ich will nicht sagen, dass die entwicklung ganz ausbleibt, aber sie ist nicht so,

    wie ich sie mir wünsche oder wie sie mir durch diverse Hilfsprojekte vorgegaukelt wird.

    Letztlich muss ich immer weiter kämpfen, mich mit dummen Reaktionen auseinander setzen, ich sei selber schuld, würde mich nicht genug anstrengen,

    ich habe sehr sehr viel probiert und bin immer wieder hochgekommen.

    und das versuche ich mir halt auch klar zu machen, mein Tempo ist ein anderes, auch wenn ich mir davon sicherlich kein Brot kaufen kann im Endeffekt und ich dennoch an normalen Maßstäben gemessen werde

  3. #23
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 80

    AW: Anpassungsdruck

    Hallo,

    ich kenne den Anpassungsdruck in allen Bereichen. ich bin völlig unfähig über längere zeit ordnung zu halten, aber wehe meine mutter kommt vorbei. statt dazu zu stehen und zu sagen: sorry, aber ich KANNS nicht besser." wird geputzt und aufgeräumt. stundenlang, ohne pause. mit dem wissen, das es sowieso nicht in ordnung ist.

    ich habe beruflich lange zeit einfach aufgegeben. " ich kanns eh nicht". nun habe ich mich aufgerafft, und mich für eine schule angemeldet ( fachhochschule). natürlich ist das auch ncith in órdnung.von allen seiten, vor allem von der familie, kommt unverständnis und die bemühungen mir das auszureden.

    ich habe schon als kind signalisiert bekommen: " du bist nicht richtig, das was du tust, ist nicht richtig."

    auch mit therapie bin ich immer noch die meiste zeit damit beschäftigt, mich selber zu bekämpfen.

  4. #24
    Pax


    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 38

    AW: Anpassungsdruck

    Mir kommt das auch bekannt vor. Bekomme aber auch zuhause haeufiger gesagt ich solle mal nich immer versuchen zwanghaft anders als andere zu sein nur weil 'mainstream' nich mein ding ist. Aufrechterhaltene fassaden verfangen sich in widersprueche die dann iwie aufs psychische wohlbefinden schlagen. Und ich wollt eigtl nich lebenslang einziehen bei meinem psych. ^^

  5. #25
    MeinerEiner

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 1.128

    AW: Anpassungsdruck

    Das kommt mir auch sehr bekannt vor. Immer der Zwang "normal" zu sein.
    Warum kann ich nicht sein wie alle Anderen? Warum kann ich nie zufrieden sein mit dem was ich habe?

    Dazu kommt bei mir noch ein Ex der mich jahrelang unter Druck gesetzt hat und mich nie so akzeptiert hat wie ich bin.
    Er hat ständig versucht mich zu erziehen und mir dadurch glaube ich auch noch mal einen Knacks versetzt.

  6. #26
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 384

    AW: Anpassungsdruck

    Weizen wird mit oder ohne Druck keine Gerste, oder Hafer.
    Auch wenn der Landwirt nur eine Sorte vom Getreide haben will, weil er seinen Ertrag dadurch steigern kann.
    Er wird über kurz oder lang merken, dass ohne Vielfalt der Ertrag sinkt.
    Weil Monokultur.

    Zur Erklärung der Metapher:
    Der Landwirt ist unsere Gesellschaft, das Getreide die Menschen in der Gesellschaft.

    In einem Jahr ist der Weizen gefragt, im anderen der Hafer.

    Vielfalt ist schön und notwendig.

    Den Druck von außen können wir leider nicht kontrollieren.
    Aber den Druck, den wir uns selber machen können wir steuern.

    Zu allererst sollten wir aufhören, normal, anders sein zu wollen.
    Das wird uns ebenso wenig gelingen wie dem Weizen.

    Was mir Sorge macht, ist der Versuch, nachdem Verhalten und Vielfalt nicht wunschgemäß geändert werden kann, ist dass die Gesellschaft es mit Genmanipulation versucht.

    Vielleicht gibt es irgendwann den Idealen Menschen, der alle guten Eigenschaften in sich vereint.

    Aber dann gibt es auch keine Vielfalt mehr. Und keine Unterschiede.

    Wäre das ein Ziel?

    LG
    Steve

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  7. #27
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 116

    AW: Anpassungsdruck

    Nein, dass wäre es nicht, jeder ist ein Individuum was nix anderes bedeutet als einzigartig zu sein und dass ist ja auch gut so!!!

    Ich bin auch immer sooo sehr auf mich selbst fixiert, so dass man doch echt manchmal den Blick für das Außenherum auch verliert....

    Wir "Psychos" entschuldigt, aber so hör ich des doch fast in jeder Zeile von uns (ich spreche von uns allen mich mit eingeschlossen) raus, wir denken immer wir sind krank und werden nicht von der Gesellschaft akzeptiert aber ich stelle mir trotzdem auch die frage, in wie weit wir nicht selbst einen Anteil daran haben uns auszuschließen, weil wir die Gesellschaft innerlich ablehnen und gar nicht dazu gehören möchten? Ich will für mich das Experiment starten, meine "eigene" Welt ein bisschen besser zu gestalten, und ich will jeden einzelnen hier ermutigen, einmal zu kucken, ob man das schaffen kann und nach ein paar Wochen mal zu sehen, ob es einem vielleicht etwas besser geht?

    Bei mir haperts zwar auch noch an der konkreten Umsetzung, aber ich gewöhne mir gerade an, eine To-Do-Liste mit 3 bis max. 5 Punkten zu machen pro Tag und ein Punkt darauf heißt, Tu Dir etwas gutes und sei nett zu deiner Umwelt egal wer dir begegnet und sag einfach "Hallo"

    Das klingt leichter als es ist, denn ich bin ein Eremit eingeschlossen in meinem Zimmer und gehe selten raus, mein Selbstwert sowie Selbstbewusstsein is irgendwann soweit in den Keller gerutscht, dass es glaub ich bei - 100 *C Grad eingefroren is und jetzt will ich täglich versuchen ein Stück Richtung Wärme zu kommen, denn dauernd rumjammern machts nur noch schlimmer !!!

    Eigentlich will ich damit nur sagen, dass wir mal alle schön aufhören sollten, immer die "Gesellschaft" oder das "Unverständnis" der Anderen verantwortlich zu machen und einfach mal selber ein bisschen Verantwortung versuchen zu übernehmen und nicht ständig fragen "Warum" bin ich so, sondern, Was oder Wie kann ich besser damit klar kommen oder damit umgehen etc. ich will eine Lösung haben für mich selber und nicht mich im Kreis drehen und ständig weinerlich nach dem Warum ächzen...

    Jetzt hab ich mal wieder alle zugespamt aber irgendwie musste des jetzt raus -

  8. #28
    susiprincess

    Gast

    AW: Anpassungsdruck

    das mt der Anpassung ist auch schwer. Wenn ich merke die Person zieht sich zurück dann halte ich Abstand weil ich unsicher bin. Ich mag mich garnicht anpassen auch in den kreisen meines Freundes. Die trinken auch mal alkohol und ich mag das nich und komm mir manchmal vor wie nicht dazugehörig aber will auch gar nich gleich sein. Wenn mein Freund angenommen was kaufen will was ich auch habe sagte ich mal " da haben wir ja das gleiche" ich mags nicht wenn jemand das gleiche hat wie ich und ich kauf mir manchmal auch nix gleiches.Wenn ich mein Auto sehe natürlich in der gleichen Farbe was noch jemand hat sag ich immer "hey das ist mein auto" kennt das jemand?
    Geändert von susiprincess (15.05.2013 um 22:03 Uhr)

  9. #29
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 384

    AW: Anpassungsdruck

    Oh ja, susiprincess,
    das kenne ich.
    Das ist wohl auch ein Grund, weshalb ich mein Auto so umgebaut habe, dass es dieses nur einmal auf der ganzen Welt gibt.
    Aus Protest?
    Nicht um damit anzugeben.
    Weil ich damit meine Individualität ausdrücken will?!

    LG
    Steve

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  10. #30
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.434

    AW: Anpassungsdruck

    Seit einige zeiten probiere ich auch mehr mich selbst zu sein so wie ich bin und auch noch mit andere nett zu sein...

    Ich merke etwas doch deutlich: ob wir uns anpassen oder nicht, können wir von andere nicht erwarten dass sie uns akkzeptieren! Manche menschen können es und anderen nicht...

    lg

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