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Diskutiere im Thema Wie wart ihr in eurer Kindheit? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #81
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 547

    AW: Wie wart ihr in eurer Kindheit?

    Hallo Susi :-),

    auch ich erkenne mich in deinen Erzählungen wieder.

    Besonders was das "Essens-Problem" angeht. Ich hätte mich als Kind nur von Nudeln und Süßkram ernähren können. Nach der Schule sind wir immer zum Kiosk und haben unser Taschengeld für Süßes ausgeeben, dann hatte ich natürlich keinen Hunger mehr daheim. Das Essen meiner Eltern mochte ich kaum (das schmeckte immer so fettig, weil mein Vater keine Gewürze mag). Hab dann immer nur die Beilagen gegessen "Kartoffeln mit Butter", gebratenen nackten Reis oder so.

    Im Restaurant habe ich nur Pommes gegessen, aber die Protion war meistens zu groß und da ich aber aufessen musste war mir nach dem Restaurant meistens schlecht. Auch heute mag ich keine Restaurants, ich weiß nicht so genau warum, wahrscheinlich wegen früher. Im Restaurant fühle mich immer unwohl. Im Restaurant mit meinen Eltern gabs eigenlich immer Stress. Erst das nicht aufessen dann wollte ich natürlich rumtoben und hab rumgeschrien. Meist ging es dann vom Spielplatz zum Tisch und wieder zurück. Meine Eltern waren dann natürlich sauer weil ich so wild war und nicht hören wollte - manchmal knallte es dann auch. Immer wenn ich mutig war und was neues probiert habe (z.B. mal ein Schinken-Käse-Toast) hats mir nicht geschmeckt - irgendwas war immer. An dem Schinken-Käse-Toast war das Fett vom Schinken noch dran und das mochte ich nicht. Dann hatte ich die beien Toasts vor mir und konnte sie nicht essen - das Fett durfte ich nicht wegmachen weil man nicht mit Essen spielt. Heute esse ich im Restaurant nur Schnitzel, weil man da kaum was falsch machen kann. Oder Pizza Margherita oder Steak. Oder einfach einen Salat (aber ohne Ruccola - den hasse ich wie die Pest).

    Bei meinen Schwiegereltern hatte ich Essenstechnisch auch einen schlechten Start. Die essen sehr sehr üppig und die Protionen sind das doppelte von denen meiner Mum. Die laden sich den Teller so voll dass fast nichts mehr draufpasst. Das ist sooo krass. Wenn ich nur die Knödel vergleiche... die von Schwiegermama haben 9 cm Durchmeser die von meiner Mum 6 cm. Das ist der Hammer. Die Essen auch sehr fett und wenn ich dann vom Halsgrat den Fettrand (1cm dick) wegschneiden möchte bekomm ich einen blöden Kommentar hingeknallt und muss mich auch noch beschimpfen lassen. Bei denen ess ich kaum mehr was, höchstens ne Beilage (Kartoffeln, Nudeln) oder was aus dem Päckchen oder so, obwohl ich Fertigfraß eigentlich nicht mag. Auch kaufen die die Wurst nur einmal die Woche. Bei denen wurde (als der Papa noch gearbeitet hat) einmal die Woche ein halbes Kilo Aufschnitt gekauft und das wurde dann bis nächsten Samstag aufgegessen. Wenn ich dann am Freitag dort war und ein Brot gegessen habe ist mir der Bissen fast im Hals stecken geblieben weil das so mega eklig geschmeckt hat. Mein Freund sagte dann immer dass der Wurst doch nichts fehlt und hat munter weitergemampft - ich hab dann nur noch Frischkäse gegessen.

    Auch heute bin ich noch empfindlich mit dem Essen obwohl sich meine Speisekarte schon mehr als verdreifacht hat. Außerdem bin ich ein Wenigesser. Ich kann nicht auf einmal große Protionen essen, ich esse am Tag lieber 5 kleine Protionen als 3 große. Wenn ich z.B. gut Mittaggegessen habe brauche ich kein großes Abendessen mehr. Mir Reicht dann abnds ein Joghurt, Apfel oder eine halbe Gurke.
    Das ist vor allem ein Problem wenn wir mit anderen in Urlaub sind oder mit der Firma auf Teammeeting. Da gibts immer üppiges Mittagessen und dann nochmal ein 3-Gänge-Menü zum Abendessen. Ich kann am Abend kein 3-Gänge-Menü essen wenn ich Mittags schon gut gegessen habe. Dann muss ich mich immer rechtfertigen warum uns wieso und mir Kommentare anhören wie: "Jetzt iss halt mal was, du kannst es doch vertragen", "Da haben sich anderer Leute Mühe gegeben und jetzt isst dus nicht, das ist aber nicht nett" Da könnte ich sowas von abkotzen!!!

    Schöne Grüße
    Susilein

  2. #82
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 41

    AW: Wie wart ihr in eurer Kindheit?

    Ich war in meiner Kindheit leicht reizbar, ängstlich und weinerlich. Nichts, worauf ich sonderlich stolz bin. Leider ist es heute nicht viel anders.

  3. #83
    Ragpicker

    Gast

    AW: Wie wart ihr in eurer Kindheit?

    Also, dann will ich auch mal was über meine Kindheit erzählen: Ich war eher verträumt als Hyperaktiv, bin oft alleine in den Wald gegangen (bei meiner Oma in Oberbayern auf dem Land) und habe mich mit den Tieren und Pflanzen unterhalten. Im Kindergarten und später in der Schule musste ich oft aus meinen Tagträumereien in die Realität zurückgeholt werden. Es fiel mir schwer, mich auf eine bestimmte Sache zu konzentrieren und Mathematik war von Anfang an ein Graus für mich. Sprachen zu lernen fiel mir relativ leicht und Biologie war mein Lieblingsfach. Auf der anderen Seite habe ich oft den Klassenclown gemacht aber kein Mensch ist auf die Idee gekommen, dass der Grund meines Verhaltens möglicherweise mit ADHS zusammenhängen könnte...Nach der Schule habe ich mehrere Ausbildungen angefangen aber keine zu Ende gemacht. Als dann im vergangenen Jahr durch einen Zufall* die Diagnose auf ADS gestellt wurde, fiel mir ein Stein vom Herzen. Plötzlich lag der Grund meines Verhaltens klar und deutlich vor mir.

    *Beim durchstöbern in einem Buchladen stießen meine Frau und ich auf das Buch "ADHS bei Erwachsenen: Betroffene berichten aus ihrem Leben" von Doris Ryffel-Rawak. Dieses Buch habe ich meinem damaligen Therapeuten gezeigt, bei dem ich in psychiatrischer Schmerz- und kognitiver Verhaltenstherapie war.

    Herzliche Grüße
    Lukas

  4. #84
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Alter: 34
    Forum-Beiträge: 1.197

    AW: Wie wart ihr in eurer Kindheit?

    Ich hab mich heute mit meiner Mutter unterhalten und sie meinte das ich ein träumerle war sie klang recht überzeugt. Wenn ich Lieder sang sang ich die immer falsch. Sie sagten das es so und so geht aber sang es trotzdem wieder falsch. "die lernt es nie" meinten sie. Ich fragte ob ich vergesslich war aber sie sagte "nein eigentlich nicht....na gut ich hab ja immer gesaht nimm das mit und das" dann kam ich auf dieses impulsive Verhalten manchmal das ich schnell was sage was mir leid tut. Und sie meinte "ja genau so bin ich auch"

  5. #85
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 65

    AW: Wie wart ihr in eurer Kindheit?

    Hei,

    der Kindergarten zu meiner Zeit war meine Hölle, von den Kindergärtnerinnn gehasst, von den Kindern gedisst, hatte aber eine gute Freundin da! Aber trotzdem bin ich gerne hin gegangen. Etwas unlogisch vielleicht, aber die Hölle ist manchmal besser, wie ein dunkles Mausoleum zu Hause, wo in einer Person 4 Kindergärtnerinnen stecken und die überhaupt nicht unternehmungslustig sind, nur aufräumen und Ordnung im Kopf hatten! Und ich hab diesen Kartoffelbrei da so geliebt, die Feste, die Veranstaltungen,das kreative, habe all meine Kunststück aus dieser Zeit noch!

    Ich kann mich eigentlich an fast alles zurück erinnern, komme sehr weit zurück in meine Kindheit hinein, sie war sehr geprägt!

  6. #86
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 386

    AW: Wie wart ihr in eurer Kindheit?

    Ich bin angeblich immer anstrengend gewesen, weil ich schon immer sehr selbstbestimmt war und aufgrund meines Elternhauses Grenzübertritte vehement abgelehnt habe (tue ich heute noch) und vor allem, weil ich immer alles genau wissen wollte und geredet habe wie ein Wasserfall. Nicht selten habe ich unschöne Namen verpasst bekommen: "Sprachdose", "Plappermaul", etc.

    Ich weiß glücklicherweise kaum etwas aus meiner Kindheit, denn dann wäre ich wahrscheinlich an dem Erinnern/Wiedererleben des massiven Mangels an Verständnis, Zuwendung und Geduld seitens meines Umfelds zerbrochen.

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