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Diskutiere im Thema Diagnose... oder doch vielleicht nicht im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 53

    Diagnose... oder doch vielleicht nicht

    Also, ich habe es also geschafft, einen Termin für eine Diagonose zu bekommen. Dass ich ADS habe ist mir schon länger klar und es bestätigt sich immer wieder aufs Neue, ABER: in der Diagnostik zeigt es sich vielleicht nicht so klar. Ich lebe schon so lange damit, dass es völlig Teil meines Seins ist und da es wohl nicht so ganz extrem ist habe ich vieles schlichtweg über die Jahre kompensiert...

    Erst durch den Stress der letzten Jahre ist es immer deutlicher geworden, denn die zusätzlichen STressfaktoren haben mein wohl sonst recht gut funktionierendes System schlichtweg ausgehebelt.

    Eigentlich habe ich ja beschlossen,dass mir die Diagnose egal ist, da ich weiß, was abgeht und mir dieses verstehen wirklich weiterhilft, mich mit mir auseinanderzusetzen, Dinge neu zu ordnen und verstehen, Beziehungen und Beziehungsprobleme neu zu betrachten und durch coaching auch mit mir sorgsamer umzugehen. Doch nun nervt es mich doch, dass die Diagnose vielleicht nicht so deutlich ist. Irgendwie würde es mir schon gut tun, auch hier eine Bestätigung zu bekommen...

    Wie ist es Euch ergangen? Hat noch jemand anderes kapiert, das ADS abgeht, aber die Diagnose hat das nicht bestätigt? Ich merke sogar im Gespräch für die Diagnose wie ich dauernd Sachen, die eigentlich wichtig wären, vergesse und dann das Gefühl habe, ich hätte ein unvollständiges Bild abgegeben...

    grummel grummel... das geht mir gerade auf den Keks.

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 55

    AW: Diagnose... oder doch vielleicht nicht

    Hmm, ich habe die Diagnose auch noch vor mir. Aber gerade das:

    Unani schreibt:
    Ich merke sogar im Gespräch für die Diagnose wie ich dauernd Sachen, die eigentlich wichtig wären, vergesse und dann das Gefühl habe, ich hätte ein unvollständiges Bild abgegeben...
    ist auch mein Problem. Irgendwie lasse ich mich immer wieder gerne auf eine "falsche Fährte" locken und erzähle dann vielleicht eine halbe Stunde fröhlich von irgendetwas was ganz toll klappt und auf einmal ist die Stunde rum und ich denke nur "Shit, schon wieder." Das was vielleicht wichtig ist, vergesse ich komplett und bei etwas anderem, das kaum etwas zu sagen hat, halte ich mich ewig auf. So sieht es dann aus, als ob irgendetwas für mich überhaupt kein Thema ist, weil ich ja sonst davon ausführlich gesprochen hätte usw. Ich habe vor, genau dieses Problem gleich anzusprechen. Ich werde vielleicht auch bitten, mich auf manches mehrmals anzusprechen (mit Pausen oder anderen Themen dazwischen), so dass ich mehr Chancen habe, einen Treffer zu landen statt am Thema vorbei zu antworten. Vielleicht wird ja auch eine Liste von Themen durchgegangen, was hilfreich wäre.

    Was ich jetzt nicht einschätzen kann ist, ob die Ärzte es gut finden, wenn man etwas vorbereitet, an dem man sich dann entlang hangeln kann.

    Aber es geht ja schließlich um ADHS. Die Ärzte sollten ja ihre Pappenheimer kennen. Dieses "am Thema vorbei schwafeln und ein unvollständiges/falsches Bild abgeben" müsste doch eher ein Problem bei Nicht-Spezialisten sein.

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 53

    AW: Diagnose... oder doch vielleicht nicht

    Chao schreibt:

    Was ich jetzt nicht einschätzen kann ist, ob die Ärzte es gut finden, wenn man etwas vorbereitet, an dem man sich dann entlang hangeln kann.

    Also, ich habe mir vorgenommen, die Dinge, die mir so zwischendrin einfallen einfach mal aufzuschreiben, denn schließlich geht es ja um meine Diagnose und nicht um die der Ärztin... vielleicht hilft es ja doch. Ich weiß halt aber auch, dass ich Prozesse recht manipulieren kann und Systeme schnell durchschaue (sowas wie Fragen und Testfragen in Fragebögen...)

    Aber es geht ja schließlich um ADHS. Die Ärzte sollten ja ihre Pappenheimer kennen. Dieses "am Thema vorbei schwafeln und ein unvollständiges/falsches Bild abgeben" müsste doch eher ein Problem bei Nicht-Spezialisten sein.

    Ich habe es als sehr erleichternd erlebt, dass sogar die Assistentinnen ganz gelassen darauf reagieren, wenn ich mal wieder erst beim 2. oder 3. Anruf zurückrufe (weil ich es ständig vergesse) und auch mal endlos zu spät kam, weil ich mich verfahren hatte... das hat mich wirklich mehr entspannt und ich habe gemerkt, die kenne ihre "Pappenheimer" wirklich recht gut.

    .
    Hast Du denn schon einen Arzt gefunden?

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 55

    AW: Diagnose... oder doch vielleicht nicht

    Ja habe mich. Mir wurde die Spezialambulanz für ADHS im ZI Mannheim empfohlen (ich weiß nur nicht mehr von wem *g*). Mein Termin ist im Juni.

  5. #5
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 44

    AW: Diagnose... oder doch vielleicht nicht

    Ich war bis vor etwa einem Jahr in psychotherapeutischer Behandlung - wegen Depression -. Während der Therapie wurde mir immer klarer, dass "Depression" nur so halb gut passt und ADS wie angegossen. Wobei sich beides ja nicht ausschliesst. Ich hab das mit meinem Therapeuten besprochen und damals mit ihm zusammen beschlossen, mich erst mal nicht um den Aufkleber ADS zu bemühen, sondern die Therapie unabhängig vom diagnostischen Aufkleber, aber ausgehend von meinen konkreten Bedürfnissen weiterzuführen. Das war auch ganz gut so. Es geht mir heute, nach der Therapie, deutlich besser.

    Trotzdem hat mich damals meine eigene Einschätzung, ADS zu haben entlastet. Endlich klarer sehen, besser einordnen können. Und sich nicht mehr so schuldig, daneben, loosermäßig fühlen müssen.

    Seit einigen Wochen beschäftigt mich die Frage der Diagnostik (und möglichen Behandlung) wieder stärker. Alltag, Job und Familie - mit meiner (ebenfalls) adhs-betroffenen (diagnostizierten) Tochter überfordern mich immer wieder. Die Unruhe meiner Tochter und meine eigene Reizoffenheit sind gerade keine gute Kombination. Das wäre für mich der größte Anreiz, mich doch nochmal um diagnostische Abklärung zu bemühen. Bisher ist das auch in Berlin nicht ganz einfach. Die immer wieder angesprochene Spezialsprechstunde der Charite nimmt zur Zeit niemanden mehr auf.

    Ich wäre höchst erstaunt, und wahrscheinlich auch empört, wenn sich mein eigener Eindruck diagnostisch nicht bestätigen würde. Und mir würde ein weiterer potenzieller Rettungsanker fehlen, da ich immer mal wieder denke, dass eine (auch) medikamentöse Behandlung ja noch eine Option für mich sein könnte.

    Also letztlich ist es eine Frage des Leidensdruck, und der wird gerade wieder mehr ...

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 53

    AW: Diagnose... oder doch vielleicht nicht

    Cloudyhead, danke für die ehrliche Antwort. Vieles kommt mir vertraut vor... ich hoffe, Du findest jemand, der Dir eine Diagnose geben kann. Ich hatte echt Glück und habe sehr schnell einen ersten Termin bekommen. Ich hatte vorletztes Jahr eine tiefepsychologische Therapie begonnen, die "ganz nett" war, mich aber nicht richtig weitergebracht hatte... dadurch und durch ein paar Sitzungen bei einem Lebenscoach bzgl Eheproblemen, der einen Gestalttherapeutischen Ansatz nutzte bin ich auf den Trichter gekommen, dass Verhaltenstherpie besser passt. Und das auch im Blick auf ADS...

    Ich hoffe, das eine Diagnose mir genau diesen Weg ebnet, nämlich verhaltenstherapeutisch weiter arbeiten zu können... Würde mich mächtig annerven, wenn es keine eindeutige Diagnose geben würde, wo ich mir so so so sicher bin, dass ADS einfach passt (ähnlich wie bei Dir hatte ich auch schon Depression als Diagnose, was aber nicht so ganz richtig gesessen hat... so zu sagen)

    Ich wünsche Dir viel viel Erfolg bei der Suche nach einer Diagnose...

  7. #7
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 44

    AW: Diagnose... oder doch vielleicht nicht

    Liebe Unani,

    lass doch mal von Dir hören, wenn du dein Erstgespräch hattest.

    Ich selbst muss mir nochmal n Tritt geben, um mir über die Diagnose gezielte Unterstützung, in welcher Form auch immer, zu organisieren.

    9999999999999999999999999999 Grüße

  8. #8
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 1.209

    AW: Diagnose... oder doch vielleicht nicht

    Was ich jetzt nicht einschätzen kann ist, ob die Ärzte es gut finden, wenn man etwas vorbereitet, an dem man sich dann entlang hangeln kann.
    Da sind die Ärzte sicherlich sehr unterschiedlich. Ein guter Arzt wird um jeden Anhaltspunkt den der Betroffene geordnet vorträgt froh sein und dann tiefgehend nachfragen oder Stellung nehmen. Andererseits habe ich bei Ärzten auch schon sehr oft erlebt, dass sie sich in ihrer Kompetenz untergraben fühlen, wenn ein Betroffener mehr zum Thema weiß als sie selbst. Diese Ärzte neigen dann dazu alles anzuzweifeln was sich der Betroffene mühsam zusammengetragen hat.

    Das wichtigste ist, dass man sich als Betroffener nicht verunsichern lässt und auf das eigene Gefühl hört. Natürlich muss man auch kritisch gegen sich selbst sein und manche Gedanken der Ärzte auch mal sacken lassen um später nochmal darüber nachzudenken.

    Ich merke sogar im Gespräch für die Diagnose wie ich dauernd Sachen, die eigentlich wichtig wären, vergesse und dann das Gefühl habe, ich hätte ein unvollständiges Bild abgegeben...
    Das ist mit Sicherheit der Klassiker. Genauso ergeht es mir seit 7 Jahren. Obwohl die Diagnose bei mir mittlerweile als gesichert gilt, bin ich immer noch dabei die Symptome (für mich selbst und die Ärzte) zu sortieren.

    Fachleute sagen, dass auch die Unfähigkeit Gedächtnisinhalte dann abzurufen, wenn sie gebraucht werden ein Symptom der ADHS ist. Das kannst Du ja mal mit Deinem Psychoonkel ansprechen.

    Was mir geholfen hat bzw. hilft ist folgendes:

    1. Ich habe überall einen Notizblock oder nen Taschencomputer dabei. Damit notiere ich auch in unmöglichen Situationen (Toilette, im Supermarkt an der Kasse, etc.) Dinge auf die mir zu meiner Symptomatik einfallen. Später zuhause übertrage ich sie in eine ausführliche Selbstbeschreibung. Aber Vorsicht! Eine solche Selbstbeschreibung kann sehr lang werden.

    2. Zu Anfang meiner Behandlung / Diagnostik habe ich Fachliteratur genommen und alles mit Textmarker angestrichen was auf mich zutrifft. Das habe ich dann an meinen Psychiater übergeben. So konnte er in aller Ruhe nachfragen, wie sich die allgemeinen Beschreibungen in meinem Leben individuell auswirken.

    3. In Lebensläufen verzichte ich auf jede Chronologie. Da ich einfach ein besch.... Gedächtnis habe komme ich damit eh nur durcheinander. Ich schreibe mir Episoden auf, die mir zwischendrin so einfallen und sortiere sie nach Epochen (z.B. Jugend) ein. Soll doch der Psychiater mit all den Infos Puzzle spielen. Dafür wird er schließlich bezahlt.

    Und ganz ganz wichtig bleib Dir selber treu!!! Wenn Du beispielsweise Psychoanalyse Kacke findest musst Du auch keine machen, egal was Dir irgendein Arzt erzählt.

  9. #9
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 53

    AW: Diagnose... oder doch vielleicht nicht

    Cloudyhead schreibt:
    Liebe Unani,

    lass doch mal von Dir hören, wenn du dein Erstgespräch hattest.

    Ich selbst muss mir nochmal n Tritt geben, um mir über die Diagnose gezielte Unterstützung, in welcher Form auch immer, zu organisieren.

    9999999999999999999999999999 Grüße
    Erstgespräch und erste Testsitzung hatte ich schon... zweites Testgespräch kommt nächste Woche, dann noch einen Termin zur Auswertung. Werde hier ein update posten, wenn ich was rausbekomme...

  10. #10
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 80

    AW: Diagnose... oder doch vielleicht nicht

    mir ist es klar geworden, weil ich einen sohn habe, der ebenfalls betroffen ist. er ist wie ein spiegel von mir. allerdings ist er noch extremer. meine mutter hat mir früher schon gesagt, das ich ihrer meinung nach auch betroffen wäre, ich habe noch einen bruder mit ads, der ist mir auch sehr ähnlich.

    der sache auf den grund bin ich allerdings erst gegangen, als ich depressionen bekommen habe, die ich nicht in dne griff bekommen habe.

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