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Diskutiere im Thema So viel Negatives... Wo liegt das Postive des ADHS? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #141
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 2.435

    AW: So viel Negatives... Wo liegt das Postive des ADHS?

    hallo mj71 , mit geht es nicht ums forum.... ich glaube schon, dass sie aber sehr viel
    zeit in ihre "arbeit" und ihr studium investiert hat - so dass sie "zwischenmenschliches" einfach
    besser voraussehen müsste. ich empfinde es als "beleidigung" wenn man von mir was will (also meine zeit - meine hilfe - mein adhs)
    um dann das gefühl zu haben..... nicht "ernst" genug genommen zu werden - oder es nicht "wert" zu sein....

    eine voraussetzung (finde ich) wenn man psychologie studiert sich die zeit zu nehmen - für den mensch.... doch jetzt bin ich wieder sehr sehr hart...
    was hat mich so hart gemacht?

    (immer das gefühl - dass man selbst bei 200% einsatzt - nur 99% erreicht - und andere bei 99% einsatz - 100% erreichen....
    mein problem - meine schwierigkeit.... )
    Geändert von Smile (20.05.2013 um 17:01 Uhr)

  2. #142
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.456

    AW: So viel Negatives... Wo liegt das Postive des ADHS?

    Hallo smile,

    Diese erwartung an anderen, da sie sich zeit für mich nehmen, wenn sie etwas wollen, habe ich auch... Enttäuscht bin ich oft auch... Irgendwie kann es fast niemand mehr... Das leben ist hektisch geworden und alle sind am rumrennen wie hühner und nehmen andere menschen nicht mehr wirklich wahr... So meine eindruck...

    Auch ist mich passiert im restaurant dass jemand ungeduldig wird, weil ich langsam bin, oder am postschalter... Da konnte ich schon fauchen (laut einige menschen, fauche ich ehe zu viel!), weil ich wirklich beleidigend finde...

    Daher passt mit diese studentin so gut im bild, dass ich mich nicht mal besonders aufrege. Ich hätte natürlich gerne dass sie vielleicht die 3 erste seiten noch liest, da gibt es so viel und dass sie noch kurz antworte. Hat sie nicht gemacht... Irgendwie ist schon bei mich abgehackt.

    Sonst wegen einsatz: ich habe mal gelesen dass stinos eigentlich 75% einsatz geben un ihre ergebnissen zu haben und ADSler ehe 250% bringen mit eine ergebnis ist der manchmal bescheiden ist. Klar, wenn man so was spürt, ist sehr frustrierend! So was hat mich oft weh getan! Und tut mich auch immer wieder weh, wenn ich mich beinahe quäle und noch hören muss was ich doch noch berbessern kann Kann sein dass wir bei diese fragebogen auch dazu neigen 250% zu bringen und eben auch entsprechend auch rückmeldung erwarten? Naja, sie geht vielleicht von eine 75% einsatz aus...

    lg

  3. #143
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 384

    AW: So viel Negatives... Wo liegt das Postive des ADHS?

    Wenn ich sowas wie hier auflegen würde, wären für mich der Fragebogen Mittel zum Zweck.

    Ich würde den Thread und nicht die Fragebögen auswerten und dann hätte ich die Facetten von ADHS mal unverfälscht als Studienergebnis.

    LG
    Steve

    Sent with Tapatalk 2.

  4. #144
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 1.209

    AW: So viel Negatives... Wo liegt das Postive des ADHS?

    Es geht darin vor allem um die positiven Seiten von ADHS, da wie ich finde, viel zu sehr das Negative von ADHS betont wird.
    Ich habe den Fragebogen schon vor einigen Tagen gemacht, habe ich kein Problem.

    Aber ich hab ewig darüber nachgedacht ob ich ihn auch nen Kommentar abgeben soll. Jetzt möcht ich doch mal zu o.g. Zitat Stellung. Natürlich geb ich nur meine Sicht der Dinge wieder. Jeder erlebt die Krankheit ADHS anders, also kanns auch durchaus jemanden geben der daran positive Seiten erkennt. Ich gehöre nicht dazu.

    Seitdem ich mich aktiv mit meiner Erkrankung außeinandersetze, habe ich viele Eigenschaften an mir entdeckt, die ich allein dieser Erkrankung zuschreibe. Das bezieht sich auf die Gegenwart, aber auch auf die Zeit vor dem Wandel der Symptomatik.

    Rückblickend und aktuell kann ich sagen, dass mich diese Erkrankung mein ganzes Leben lang behindert (hat) und einchränkt (eingeschränkt hat). Mich so zu entwickeln wie es mir ohne die Erkrankung vielleicht möglich gewesen wäre, war und ist mir nicht vergönnt.

    Früher war ich ständig nur damit beschäftigt, die Dinge wieder halbwegs grade zu biegen die ich durch die Krankheit "verbockt" habe. Ich habe mir selbst viel kaputt gemacht, Menschen in meinem näheren Umfeld wehgetan (emotional) und habe nie irgendwo dazugehört.

    Ich habe aber dennoch eine Menge positiver Eigenschaften entwickelt, die mir letztendlich nach hartem Kampf ein Leben mit der Erkrankung ermöglicht haben. Dieses Leben hat trotz der Erkrankung auch seine schönen Seiten gehabt. Ich habe mich zusammengerissen, bin hartnäckig geblieben und habe nicht aufgegeben. Mit einem Schuß Glück habe ich es letztendlich auch zu etwas gebracht.

    Heute habe ich nur noch damit zu tun, dass was ich mir hart erarbeitet habe zusammenzuhalten und gegenüber der Erkrankung zu verteidigen. Ich erlebe die Welt so intensiv, dass es manchmal kaum auszuhalten ist, oder implodiere gedanklich, gefühlsmäßig und wahrnehmungstechnisch, wenn doch mal alles zu viel wird. Ich verstehe viele Dinge die in der Welt passieren nicht und die Welt versteht mich oft nicht. Meine Gedanken sind vielseitig. Manchmal so vielseitig, dass ich nur noch Brei im Kopf habe, mich selbst nerve und Kopfweh vom Nachdenken bekomme. Ich bin ständig angetrieben von einer inneren Unruhe, stehe unter Anspannung. Ich bin teilweise so verkrampft, dass ich die Kiefer so fest zusammenbeisse, dass meine Zähne davon Schaden nehmen.
    Entspannung kenne ich nur von Beschreibungen. Ich kann mir zwar vorstellen was Entspannung ist (ich gehe davon aus es ist das Gegenteil von dem was in mir rottiert), erlebt habe ich diese aber nie so wirklich. Ich bin jeden Tag meines ganzen Lebens damit beschäftigt mich zu bremsen, nicht alles auszusprechen und auszuagieren was aus mir herausdrängt, bin im Dauerkampf mit mir selbst. Das alles und noch sehr viel mehr kostet mich jeden Tag soviel Energie, dass ich abends oft denke ich falle in Ohnmacht.

    Und letztendlich stelle ich fest, dass ich am Ende alles verlieren könnte gleich wieviel ich mich anstrenge.

    Ich will nicht jammern, noch hab ich nicht aufgegeben.

    Aber ganz eindeutig muss ich sagen:

    Ich selbst habe positive Eigenschaften. Mein Leben hat viele schöne Seiten. Aber ADHS ist für mich eine chronische und bösartige Erkrankung.

  5. #145
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 24
    Forum-Beiträge: 764

    AW: So viel Negatives... Wo liegt das Postive des ADHS?

    Nietzsche schreibt:

    Ich selbst habe positive Eigenschaften. Mein Leben hat viele schöne Seiten. Aber ADHS ist für mich eine chronische und bösartige Erkrankung.
    Ohne jetzt jemanden angreifen zu wollen denkt aber auch niemand darüber nach, ob diese "schlechten" Eigenschaften nicht auch was mit der eigenen Person zu tun haben könnten.
    Nur ne Vermutung, da ich das ohnehin anders sehe, als du.

  6. #146
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 1.209

    AW: So viel Negatives... Wo liegt das Postive des ADHS?

    Ohne jetzt jemanden angreifen zu wollen denkt aber auch niemand darüber nach, ob diese "schlechten" Eigenschaften nicht auch was mit der eigenen Person zu tun haben könnten.
    Ich fühle mich schonmal nicht angegriffen. Doch, ich habe auch schlechte Eigenschaften, die ich mit selbst zuschreibe. Zu diesen stehe ich und versuche sie zu verbessern wo es geht. Der Mensch ist und bleibt ein duales Wesen. Aber in vielen Lebensbereichen behindert mich die Ktankheit, sodass es schwerer fällt an bestimmten Eigenschaften meinerseits zu arbeiten.

    Nur ne Vermutung, da ich das ohnehin anders sehe, als du.
    Und das ist ja auch gut so und völlig ok. Ich hab ja Eingangs erwähnt, dass ich ausschließlich für mich spreche.

  7. #147
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 384

    AW: So viel Negatives... Wo liegt das Postive des ADHS?

    Lihibra schreibt:
    Ohne jetzt jemanden angreifen zu wollen denkt aber auch niemand darüber nach, ob diese "schlechten" Eigenschaften nicht auch was mit der eigenen Person zu tun haben könnten.
    Nur ne Vermutung, da ich das ohnehin anders sehe, als du.
    Das muss am Alter liegen.
    Gott sei Dank wusste ich mit 20 noch nichts von ADS - und andererseits schade, dass ich es nicht wusste.

    Was sollte ich anders machen?
    Was sollte ich jetzt anders machen?

    Aufgeben will auch ich nicht.
    Zur Zeit bin ich etwas enttäuscht.


    Ich weiß, ich darf die Schuld nicht wo anders suchen. Muss an mir arbeiten.
    Aber wenn ich aktuell mitbekomme, was die Diagnose so mit sich bringt, könnte es mich schon wieder zerreißen.

    Da ist die Diagnose gerade mal 12 Tage her und ich bin auf der Suche nach einem Therapeuten, der mich auf Medis einstellen könnte und mir so was wie Körpertherapie oder Verhaltenstherapie empfiehlt und ich finde keinen.

    Der eine nimmt keine Kassenpatienten, der Andere sieht sich nicht als Therapeut sondern als Psychiater und verlangt, dass ich mich nach 12 Tage nach der Diagnose erneut testen lasse, damit er mich auf Medis einstellen kann.

    Ist meine Diagnose, diese wurde durchaus von einem Facharzt im Klinikum Isar Amper in Haar bei München durchgeführt nun nicht bei den Ärzten anerkannt?
    Oder gibt es diese Regel, dass nur auf Medikation eingestellt wird bei dem Arzt, der die Diagnose auch selbst durchgeführt hat?

    Wieso habe ich im Großraum München (Bayern ist wirtschaftlich sicher eines der führenden Bundesländer) nur eine Auswahl von 3 Ärzten?
    Warum erkennen die Therapeuten bei ADHS nicht, dass es sich um eine doch durchaus lohnende Nische handeln kann, gerade wenn es so wenig qualifizierte Ärzte dafür gibt?

    Tausend Fragen und keine Antworten.
    Was sagt das Bundesministerium für Gesundheit dazu?
    Was die Rentenversicherungsträger, die ja einspringen müssten, wenn 2-4% der Bevölkerung ab 40 nicht mehr arbeitsfähig einzustufen ist, weil sie mit ihren Symptomen nirgends gewollt werden?
    Wie viele der BurnOut Reha-Fälle wissen nichts von ihrer AD(H)S?
    Bin ich der Einzige, der aus dem Schemata heraussticht? <- Sicher nicht,, wie viele Forenbeiträge hier beweisen.
    Wann reagiert die Gesellschaft endlich darauf? <- Oder ist und bleibt für alle Zukunft jeder Betroffene seines eigen Glückes Schmid und wird damit auch weiterhin ausgegrenzt?
    usw. und so fort...


    Diese Fragen müsste man mal analysieren und die Deckung in der Bevölkerung überprüfen.
    Das betrifft ja nicht nur AD(H)S, das betrifft auch viele weitere Gebiete.

    Und wundert es, wenn das Sozialsystem von den dann noch wenig 'Normalen' nicht mehr stabil aufrecht erhalten werden kann?
    Was ist an unserem System denn noch sozial?

    Ich merke schon ^^ die Fragen sind falsch. Damit grenze ich mich selber aus.
    Ich sollte zu all dem was mich bewegt einfach schweigen und so tun bis an mein Lebensende, als beträfe es mich nicht - so wie die überwiegende Masse?

    Sorry, das kann ich nicht.

    LG,
    Steve

  8. #148
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 9

    AW: So viel Negatives... Wo liegt das Postive des ADHS?

    Hallo ihr lieben Befragungsteilnehmer



    Da meine Bachelorarbeit jetzt abgeschlossen ist, erkläre ich nun die Ziele und die Ergebnisse meiner Studie:
    Zuerst einmal tut es mir leid, dass ich einige von euch durch die Fragen zum elterlichen erziehungsverhalten verärgert habe. Ihr habt recht, dass ich darauf hätte hinweisen sollen, dass auch Fragen dazu kommen werden. Leider ist es in der Wissenschaft nicht möglich, einen eigenen Fragebogen mit Fragen zu kreiieren, die einem als passend erscheinen. Man muss hier auf fertige Fragebögen, die bereits auf Validität, Reliabilität und Objektivität geprüft wurden, zurückgreifen. Und da dies der einzige Fragebogen ist, der die "elterliche Unterstützung" erfasst, musste ich diesen eben nehmen, auch wenn die Unterstützung nicht nur durch die positive Skala "Emotionale Wärme der Eltern", sondern auch durch die negative Skala "Elterliche Strafe und Ablehnung" erfasst wurde. Diesen habe ich von meiner Bachelorarbeits-Betreuerin bekommen. Die Fragen zu elterlicher Bestrafung sind auch nicht deshalb gestellt worden, um, wie hier vermutet - nachzuweisen, dass hieraus eine ADHS entstanden sei, sondern vielmehr, ob eine hohe elterliche Unterstützung als Puffer/Schutzfaktor fungieren kann.



    Meine Bachelorarbeit handelt allgemein von den positiven Seiten der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung, die allzu oft in der Literatur und Forschung außer Acht gelassen werden. Hierzu zählen beispielsweise: Ideenreichtum, Neugierde, Sensibilität, Großherzigkeit, Tierliebe, Multitasking, Begeisterungsfähigkeit, die Fähigkeit sich schnell auf neue Situationen umzustellen, Gerechtigkeitssinn, blitzschnelle Reaktionen und Hilfsbereitschaft, um nur einige zu nennen.


    Mein Ziel war es nun, gezielt ein paar wenige Eigenschaften, von denen angenommen wird, dass sie bei Menschen mit ADHS besonders ausgeprägt sind, näher zu untersuchen. Dazu brauchte ich eine Experimentalgruppe mit ADHS und eine Kontrollgruppe ohne ADHS und ich verglich die beiden Gruppen hinsichtlich der Eigenschaften „Kreativität“ und der „Sportlichkeit“. Die Studie kam zu dem Ergebnis, dass Menschen mit ADHS tatsächlich kreativer, jedoch nicht sportlicher sind als Menschen ohne ADHS.



    Zusätzlich wurde noch der Grad an Impulsivität (gemessen anhand eines Fragebogens mit den beiden Skalen "Impulsivität im engeren Sinne", also handeln ohne vorher nachzudenken, und "Risikoverhalten", was eine Facette der Impulsivität darstellt) erfasst, um herauszufinden, ob eine erhöhte Kreativität bzw. Sportlichkeit der Gruppe mit ADHS auf die Impulsivität, ein Symptom der ADHS, zurückgeführt werden kann.

    In der Literatur gibt es zahlreiche Studien, die besagen, dass Impulsivität von Vorteil für die Kreativität und Sportlichkeit eines Menschen ist.
    Die Studie ergab, dass ein Zusammenhang zwischen dem Ausmaß an Impulsivität einer Person und einer Begabung für Kreativität bzw. Sportlichkeit besteht. Das heißt: je impulsiver eine Person ist, desto kreativer und sportlicher ist sie auch.


    Nun wollte ich noch untersuchen, ob der Zusammenhang zwischen dem Vorliegen einer ADHS und einer kreativen bzw. sportlichen Begabung durch eine erhöhte Impulsivität vermittelt wird. Dies konnte nicht bestätigt werden, was bedeutet, dass die Impulsivität nicht als Erklärung für eine erhöhte Kreativität/Sportlichkeit bei Menschen mit ADHS herangezogen werden kann.



    Daneben ergab die Studie, dass Menschen mit ADHS auch eine erhöhte Impulsivität aufweisen (was eigentlich selbsterklärend ist, da Impulsivität eines der drei Kernsymptome der ADHS ist, jedoch noch einmal als Grundstein für alle weiteren Berechnungen geklärt werden musste).

    Des Weiteren erfuhren Menschen mit ADHS in ihrer Kindheit signifikant weniger emotionale Wärme, dafür mehr Ablehnung und Strafe von ihren Eltern, also insgesamt eine geringere elterliche Unterstützung in ihrer Kindheit. Zusätzlich weisen sie einen niedrigeren Selbstwert auf als die Gruppe ohne ADHS. Die Erfassung elterlicher Unterstützung und des Selbstwertes diente dazu herauszufinden, ob eine gute elterliche Unterstützung oder ein hoher Selbstwert als Schutzfaktor in den oben genannten Fragestellungen fungieren und so die Schwierigkeiten, die sich durch eine ADHS ergeben können, kompensieren können. So untersuchte ich, ob die Impulsivität besonders gut in den Bereichen Kreativität und Sportlichkeit genutzt werden konnte, wenn man eine hohe elterliche Unterstützung erfuhr oder wenn man einen hohen Selbstwert trotz zahlreicher Schwierigkeiten aufbauen konnte. Dies konnte leider nicht bestätigt werden.



    Ich danke euch nochmal vielmals für die Teilnahme und wünsche euch noch eine schöne restliche Woche!

    E. - L. Hetzel

  9. #149
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: So viel Negatives... Wo liegt das Postive des ADHS?

    Hallo,

    als erstes natürlich Glückwunsch zu Deiner Bachelorarbeit!

    Wenn ich darf, würde ich dennoch eine Anmerkungen machen wollen:

    pantoufle schreibt:
    Mein Ziel war es nun, gezielt ein paar wenige Eigenschaften, von denen angenommen wird, dass sie bei Menschen mit ADHS besonders ausgeprägt sind, näher zu untersuchen. Dazu brauchte ich eine Experimentalgruppe mit ADHS und eine Kontrollgruppe ohne ADHS und ich verglich die beiden Gruppen hinsichtlich der Eigenschaften „Kreativität“ und der „Sportlichkeit“. Die Studie kam zu dem Ergebnis, dass Menschen mit ADHS tatsächlich kreativer, jedoch nicht sportlicher sind als Menschen ohne ADHS.
    Zzunächst mal der Verweis auf diesen Thread: Kreativität und ADHS - was uns die Wissenschaft sagt

    Wenn ich das richtig verstehe, basiert Deine Studie auf Self-Reports, also eigenen Angaben der Betroffenen (sowie nicht Betroffenen).
    Basierend auf dem Umstand, dass eines der Merkmale einer ADHS eine sich verzögernd entwickelnde Selbstwahrnehmung ist, sind solche sicherlich, zumindest bis zu einem gewissen Alter, unter Umständen nicht ausreichend reliabel.
    Und fairerweise muss man auch bedenken, dass gerade ADS'lern, welche therapeutisch betreut/ behandelt werden, immer wieder vorgebetet wird, dass sie kreativer seien, ... insofern muss auch hier gefiltert werden können, inwiefern hierdurch eine Beeinflussung des Self Reports gegeben sein könnte.

    Um nicht (wieder mal) falsch verstanden zu werden:
    Mir geht es nicht darum, etwas anzuzweifeln oder schlecht zu machen, aber ich hinterfrage halt schon, wenn ich sehe, dass etwas im deutlichen Widerspruch zu bisherigen Erkenntnissen steht.

    Liebe Grüße
    Fliegerlein

  10. #150
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 1.004

    AW: So viel Negatives... Wo liegt das Postive des ADHS?

    Hab's mal abgewogen: Gemessen an den anderen Vollschäden, haben wir den besten Knall abbekommen.
    Geändert von Loyola (29.01.2014 um 20:28 Uhr)

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