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Diskutiere im Thema ADS Probleme erst mit 30 so richtig gemerkt ? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #31
    pero

    Gast

    AW: ADS Probleme erst mit 30 so richtig gemerkt ?

    Diese Aussage interessiert mich sehr. Ist das wirklich so ? Ich dachte bis jetzt, dass man sich dann mit Medikamenten besser konzentrieren kann, also wenn man so will die Medikamente wenn man so will einen heilen und die Therapie begleitend gemacht werden muss, damit man sein angewöhnten Fehlverhalten in vielen Dingen erkennt und mit dem Therapeuten bespricht, was man machen sollte, um diese Fehler nach und nach nicht mehr zu machen. Fehler ist dabei nicht das richtige Wort, aber mir fällt gerade keine passendere Formulierung ein, ich hoffe ihr versteht trotzdem, wie ich es meine.
    Ich habe das bewusst so geschrieben, es ist aber natürlich im Einzelfall immer komplexer.

    MPH kann helfen die Konzentration zu verbessern, aber das alleine löst nicht alle Probleme.
    Gerade bei "älteren" AD(H)Slern gibt es sehr oft weitere Probleme, oft mit Depression und Selbstwertproblematiken.

    Bei mir wirkt MPH auch stimmungsstabilisierend, das wirkt aber nicht bei allen, daher werden oft neben MPH auch weitere Antidepressiva gegeben.

    Für jede Therapie ist es notwenig das der Patient daran glaubt das die Therapie ihm helfen kann. In einer Depression fehlt meist diese Zuversicht, daher ist es sehr oft hilfreich die akute Depression durch Medikamente zu behandeln um bei dem Patienten die negative Grundstimmung zu reduzieren.

    Solange man denkt "Das hat doch alles keinen Sinn" wird keine Therapie etwas ändern können.

    Mit den MPH ist es ähnlich. Dadurch das die aktuelle Situation erleichtert wird, wird ein Freiraum geschaffen um mit den Problemen anders umgehen zu können. Auch bei ADHS ist eine Änderung des Verhaltens und ggf. auch des Umfelds sinnvoll und das kann durch die Reduktion des aktuellen Leidensdrucks unterstützt werden.

    Die beste Lösung für ADHSler ist es ein Umfeld zu schaffen das ihm das Leben erleichtert und einen persönlichen Weg zu suchen mit seinen individuelle Problemen umzugehen.
    Dazu muss man aber zunächst sehr genau sehen was die Probleme sind und woher sie kommen um im 2. Schritt zu sehen wie man sie reduzieren kann. Vielleicht muss man dafür Medikamente nehmen und vielleicht das auch lange, aber das ist eben nicht sicher, das ist individuell ebenso unterschiedlich wie auch die Probleme sehr unterschiedlich sein können.

    Das wichtigste ist jedoch das nur ein Mensch Deine Probleme angehen/lösen kann und das bist Du selbst.
    Ärzte, Therapeuten und Medikamente können es erleichtern Deinen Weg zu finden, ABER GEHEN MUSS DU IHN SELBST.

    LG
    pero

  2. #32
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 116

    AW: ADS Probleme erst mit 30 so richtig gemerkt ?

    Danke .

    @Pero, gebe ich dir vollkommen Recht, den Weg muss jeder selbst gehen!

    Mein Therapeut erinnert mich immer wieder daran und auch an die Dinge, die er mit mir geübt hat, denn er hat im Laufe der Zeit auch gemerkt, dass ich diese Stimulation (ich nenne es jetzt mal so) immer wieder brauche. Es macht mir was aus, andererseits, war ich auch schon immer so und es ist ein Teil meiner Gewohnheit oder "Schwäche" gerade wichtige Schritte oder Entscheidungen, die mir helfen könnten nicht ernstgenug nehmen zu können bzw. ich schaffe es kaum, Dinge in meinen Alltag zu integrieren. Auch das Aufschreiben oder regelmäßig ins fitnessstudio zu gehen, schaffe ich über einen kurzen Zeitraum und dann is es wieder wie vorher. Gleiches gilt für meine Weiterbildung, ich wollte unbedingt was für meinen Kopf tun und dann hab ichs nicht geschafft dran zu bleiben, zu lernen, habe das interesse schnell verloren, das Einzige was mal ein kleiner Fortschritt war, ich habs bis zum Schluss durchgezogen... normalerweise, wenn etwas schwierig wird, geb ich vorher auf ohne es überhaupt versucht zu haben (vielleicht aus Angst vorm Scheitern ??) und wenn ich Scheitere so wie jetzt, bin natürlich durchgefallen, dann bestätigt mich dass nur mal wieder einmal mehr, nix auf die Reihe zu kriegen...

    Habe ich irgendetwas, was mein Interesse geweckt hat und ich will es haben, dann liege ich evtl. Personen so lange in den Ohren, bis ich es bekomme (als Kind war ich da sehr schlimm) oder es mir selbst kaufe und dann erfreue ich mich 1 Tag daran, wenn überhaupt und es verschwindet in einer Ecke oder im Keller bis ich es eines Tages ausmiste usw....
    Ich könnte mehrere Sprachen mittlerweile perfekt, wenn ich dran geblieben wäre, aber bei keiner einzigen konnte ich es

    Und das macht jede Therapie schwierig, denn ich kann die Dinge nicht umsetzen, manchmal denke ich, ich bin untherapierbar, weil ich auch so unglaublich stur bin. Kritik kann ich nicht konstruktiv betrachten, sondern nehme sie sofort persönlich und bin "verletzt". Jeder Versuch mit mir selbst oder an mir selbst zu arbeiten ist bisher gescheitert - wie fast alles, was ich im Leben bisher unternommen habe, der Klinikaufenthalt war für mich genauso eine Farse, wie neue Beziehungen oder neue Arbeitsstellen. J

    Ich kann meinem Therapeuten keinen Vorwurf machen und er ist nicht jemand, den ich als Wunderheiler betrachte, sondern auch nur ein Mensch. Klar er ist Experte, aber sogar Experten können mit jemanden der immer "Dagegenschießt" oder "rebelliert" wenig ausrichten = Kampf gegen Windmühlen. Er war gegen die Pillen, hat aber mich damit erstmal unterstützt, beobachtet und kam irgendwann zu dem Schluss, dass die bei mir nicht wirken.

    Mittlerweile möchte ich von mir aus Medis nehmen, die mir helfen können, meine Grundstimmung zu verbessern und dann hoffentlich eine neue Therapie anzuwenden, die ich tatsähclihc umsetzen kann. Deshalb gehe ich jetzt zu einem Neurologen der eben auf ADS spezialisiert ist vorallem bei Erwachsenen und ich habe einen kleinen Silberstreifen am Horizont gesehen, dass dies die richtige Entscheidung war. (Ich bete, dass es so ist)

  3. #33
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.418

    AW: ADS Probleme erst mit 30 so richtig gemerkt ?

    Hallo Gismo,

    Medikamenten helfen sich zu konzentrieren und daher einiges neues zu lernen... Aber sie verwandeln keine ADS in eine stinos! Ich nehme seit 5 jahren medis und arbeite an mich. Ich bin immer eine ADSlerin, vieles geht bei mich irgendwie anders als bei stinos. Min ziel ist sogar nicht mehr "normal" zu sein, aber das beste aus mich zu machen und dort habe ich grosse vorschritten gemacht! Notizen, plänen, routine brauche ich immer noch... Verwirrt bin ich immer noch sehr rasch... Reizoffenheit bleibt eine thema und impusivität wie stimmungschwankungen auch. Aber damit gehe ich immer besser um.

    lg

  4. #34
    pero

    Gast

    AW: ADS Probleme erst mit 30 so richtig gemerkt ?

    @Gismo

    Das hört sich doch nach einem guten Plan an.
    Aus eigener Erfahrung kann ich sagen das MPH wirklich nicht alle Probleme löst, aber es wird leichter wenn so 3-5 Probleme dadurch deutlich kleiner werden.
    Dennoch ist Geduld das wichtigste und das was mir besonders schwer fällt.

    LG
    pero

  5. #35
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 116

    AW: ADS Probleme erst mit 30 so richtig gemerkt ?

    Liebe m71,

    ich glaube auch nicht daran, dass ich geheilt werde oder davon befreit werde, aber ich wünsch mir etwas Erleichterung , ich hoffe die spürt man auch, wie is das bei Dir bzw. bei Euch ? Hilft es Dir auch einwenig besser zu verstehen, was da abläuft in Dir und kannst Du es ein wenig besser kontrollieren? Ich will halt nich mehr mit Depressionen rumlaufen, denn wie eine Freundin von mir gestern gesagt hat Depressionen sind Zeitverschwendung und da gebe ich Ihr vollkommen Recht, das Leben ist dafür viel zu kurz um andauernd Trübsal zu blasen ( wie ich) is doch wirklich schade...

    @Pero, ja Geduld ist etwas, was ich leider auch kaum besitze "Seufz"

  6. #36
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.418

    AW: ADS Probleme erst mit 30 so richtig gemerkt ?

    Hallo gismo,

    Ja, einiges hat sich geändert, aber nicht alles auf ein tag... Es braucht auch geduld, war nicht gerade unsere stärke ist. Aber mit motivation, kann man auch vorwärts kommen, auch wenn es mal zu viel sein kann...

    Besser verstehen hat mich sicher geholfen, aber vor allem, mich so anzunehmen. Es ist eine lange prozess... Menschen die mich verstehen und mich annehmen wie ich bin, helfen dabei.

    Dann hilft es auch ADS zu behandeln, mit medis und alle andere massnahmen um sein alltag besser im griff zu haben. Tut auch die stimmung gut, eigentlich...

    Depression kann man auch behandeln... Bei mich steht es auch als diagnose (leichte depression) aber ob ich immer die diagnosekriterien entspreche, bin ich mich nicht mehr sicher... Weil es mich wirklich besser geht! Mich hat es auch geholfen meine depression zu annehmen... Depris ist nicht angenehm, aber es ist auch ein zeichen dass etwas krum läuft in mein leben und daher lohnt es sich dort zu schauen... Irgendwas tut weh... Hinten meine depris war eine vergessene, verdrängte trauma, obwohl ich wahrscheinlich auch nicht die diagnosekriterien eine PTBS damals erfühlt hatte. Nur um deutlich zu zeigen dass depression auch ein sinn und bedeutung hat...

    Um mein leben zu verbessern, habe ich immer dort angesetzt wo es am meistens mich stört und wo ich eine änderung als möglich und wirksam sehe. Am anfang war organisation im alltag wichtig, heute ist mehr emotionenmanagement und kommunikation wichtig geworden...

    lg

  7. #37
    pero

    Gast

    AW: ADS Probleme erst mit 30 so richtig gemerkt ?

    Bei mir wirkt MPH auch stimmungsstabilisierend, daher sind Depressionen für mich derzeit kein Thema.
    Mir hilft es zu verstehen das es tatsächlich gute Gründe für meine Probleme gibt. Dadurch sind sie nicht weg, aber oft erkenne ich was gerade abläuft und kann dann darauf (mit ganz viel Humor) reagieren.
    Es hilft mir auch meine Probleme zu sortieren. ADHS ins eine Regal, Selbstwertprobleme ins andere Regal und dann schauen wir mal was da noch liegen bleibt. Und die sehen wir uns jetzt mal in aller Ruhe an. Dadurch wird der Problemberg überschaubar und ich fühle mich auch nicht so hilflos...

    Um mein leben zu verbessern, habe ich immer dort angesetzt wo es am meistens mich stört und wo ich eine änderung als möglich und wirksam sehe.
    Das ist ein ganz wichtiger Hinweis.
    Also erst mal Probleme sammeln, anschauen, bewerten und überlegen welche Möglichkeiten es zur Lösung gibt. In Fachkreisen nennt man das "Psychotherapie".

    Und dann ein Problem nach dem anderen angehen und dabei akzeptieren das alles seine Zeit braucht.

    Für mich sind aktuell die Ungeduld und das Gefühl der Getriebenheit meine größtes Probleme. Die hängen zusammen. Daher versuche mir immer wieder zu vergegenwärtigen das ich vieles nicht beschleunigen kann, das es mir schadet wenn ich mich darüber ärgere oder aufrege.

    LG
    pero

  8. #38
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 116

    AW: ADS Probleme erst mit 30 so richtig gemerkt ?

    @pero und @mj71 da seid Ihr beiden schon soviel weiter als ich. Ja die Geduld ist etwas, was ich nicht absolut nicht habe ...

    Mein Psychologe kennt dasThema ADS scheinbar extrem gut, er hat nicht gesagt, dass er selbst betroffen ist (aber meine Vermutung) und er hat mich hart darauf hingewiesen, dass mir auch die Diagnose oder Medikamente vermutlich wenig helfen werden, denn wenn ich immer nur nach den Ursachen forsche, aber sonst nicht verstehe, dass ich selber auch mal was tun muss, dann bringt mir Hilfe von aussen gar nix. Medikamente helfen auch nur solange man sie nimmt, deshalb ist er mit der Einnahme eher vorsichtig, weil er sagt, wenn man selber etwas dazu tut, dann benötigt man Medis nicht unbedingt - irgendwie bin ich ja derselben Meinung, aber andererseits stehen die postiven Berichte von Betroffenen wieder dagegen?

    Ich hab halt irgendwie immer bei anderen gesehen und gehört, dass es scheinbar wunder gewirkt hat, aber dass die verstanden haben worum es dabei geht, hab ich nich gesehen. Erst war ich tödlich beleidigt, weil ich es nicht verstand, aber jetzt, nach gemeinen hitzigen Diskussionen auch mit meiner Mutter, muss ich beiden Recht geben. Mein Problem is immer, dass ich eigentlich will, aber im gleichen Atemzug sage ich Kann nicht und dann nehm ich mir jegliche Chance und Möglichkeit dazu einen Schritt vorwärtszukommen... Kennt ihr das?

    Wer kann mir mal sagen, wie ich meinen Glaubenssatz diesbezüglich ändern könnte und leicht in meinem Alltag unterbringen kann. Was hilft euch dabei?

    LG Gismo

  9. #39
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.418

    AW: ADS Probleme erst mit 30 so richtig gemerkt ?

    Hallo Gismo,

    Medis sehe ich nur als mögliche hilfe unten vielen anderen... Es gibt ADSler die mit andere massnahmen klar kommen. Ich habe auch einiges anders probiert und es hilft schon. Es wird auch empfohlen zuerst mal schauen was ohne medis möglich ist. Wenn der ergebnis nicht genug befriedigend ist, wenn es irgendwie doch nicht klappt, dann mal mit medis.

    Ich habe einige monaten ohne medis probieren wollen, und als ich im job wieder überfordert war, hatte ich mich für medis entschieden.

    Manchen nehmen medis nur eine weile... Monaten, oder jahren und dann brauchen sie nicht mehr... Anderen nehmen einfach weiter...

    Man kann durchgehend nehmen, oder nur gezielt wenn es schwierig wird, oder nur für der arbeit oder...

    Es stimmt schon dass keine medis deine problemen allein lösen... Aber wenn du etwas ändern willst in dein leben, dann wirst du, wenn du medis nimmst es auch ändern wollen und vielleicht wird es dich besser mit medis gelingen... Schon dass du der weg genommen hast zu diagnose zeigt dass du etwas ändern will und es reicht schon! Der weg wird sich ergeben, wenn der ziel da ist...

    Wie es bei dich mit medis ist, kannst du nur wissen in dem du selber probierst! Wenn es ohne gut geht, wirst du wahrnscheinlich auch nicht probieren wollen und so ist auch gut.

    Wollen und nicht können gehört zu ADS... So oft habe ich gehört, ich sollte doch an mich glauben. Vielleicht kannst du doch schauen ob du wirklich unsicher bist und daher dich nichts zutraut, oder ob du wirklich genau weiss dass du einiges nicht kannst! Es gibt sachen, egal ob man dran glaubt oder nicht: wir schaffen es nicht!

    @ Pero: der enscheid was ändern habe ich oft aus der bauch getroffen, nicht um kopf... Besser ist schon darüber schlafen und nach 1-2 tagen èberprèfen ob immer so ist, aber ich hatte nie sehr lange gegrübelt und war rasch dran... Es ist auch passiert dass ich mich etwa impulsiv in etwas gestürtzt bin (eben, änderungen sind auch projekten und zielen die man anfangen kann ohne fertig damit zu werden) um dann nach eine woche mich etwas anders zu wenden... Ich habe sogar so sehr lange gemacht und... Es klappt auf dauer auch! Wenn etwas wirklich toll war, hatte ich länger durchgehalten damit sich etwas wirklich ändert und dann gab es immer abwechslung...

    Ich habe aufgegeben mit meine projekten und zielen wie stinos zu machen: ich mache immer noch recht spontan (mit der regel 1-2 mal darüber schlafen zuerst) und dann weiss ich dass es so auch vorwärts geht.

    Mit der zeit weiss ich dass je stärker der anfangbegeisterung ist, je länger werde ich durchhalten... Ich merke mit der zeit wie ich ticke, und was gut klappt. Oft ist auch was mit begeistert auch was mich am bestens hilft...

    lg

    Was mich dabei geholfen hatte, weil nur durch erfahrung kann ich wisse wo meine grenzen liegen. Ich sage mich innerlich: "Ich probiere es aus, es wird eine erfahrung und wenn nicht klappt, ist kein drama". Ich überlege mich ein plan B wenn es nicht klappt, wie frühzeitig hilfe holen. Damit fahre ich gut...

  10. #40
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 46

    AW: ADS Probleme erst mit 30 so richtig gemerkt ?

    mj71 schreibt:
    Es stimmt schon dass keine medis deine problemen allein lösen... Aber wenn du etwas ändern willst in dein leben, dann wirst du, wenn du medis nimmst es auch ändern wollen und vielleicht wird es dich besser mit medis gelingen... Schon dass du der weg genommen hast zu diagnose zeigt dass du etwas ändern will und es reicht schon! Der weg wird sich ergeben, wenn der ziel da ist...
    Das finde ich eine sehr wichtigen Satz, dass mit dem Ziel. ADS "bekämpfen"/besser damit umgehen kann ja nicht das Ziel sein im Leben.
    Man hat das eben und dass stört möglicherweise dabei gewisse Ziele zu erreichen. Das muss man aber trennen.

    Mit der gelegentlichen VH (manchmal habe ich einfach keine Lust) bin ich viel besser darin geworden meine inzwischen eher realistischen
    Ziele auch umsetzen zu können. Dass gibt Selbstvertrauen und relativiert die negativen Seiten der ADS-Konfiguration. Außerdem tragen
    viele Menschen viele vergangene, ungelöste Probleme mit sich herum. Nicht alles ist ADS, nicht alles die eigene Schuld. Auch da ist bei
    vielen Leuten mit "Kopfproblemen" nicht immer eine Bereitschaft diese Trennung ehrlich zu vollziehen. Für das charakteristische Verhalten
    in Beziehungssituationen etwa hat der Kopf vielleicht weniger Schuld als dein Herz oder Bauch

    Manchmal gibt es eben Probleme oder Verhalten die schnell den gesamten Arbeits-Fokus übernehmen können. Jeder Küchentischpsychologe
    weiß, dass es schnell dazu führen kann dass man gewisse Probleme gar nicht mehr "wirklich lösen" will, sondern als Beschäftigung rum laboriert.

    Das ist einer der Gründe, warum ich etwa nicht mehr in große Gruppentreffen gehe. Da wirkt das manchmal wie eine Waschmaschine die nie
    zu Ende wäscht.

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