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Diskutiere im Thema ADHS " Musterklärung" von mir erstellt im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    Comicus Divinius

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.200

    ADHS " Musterklärung" von mir erstellt

    Wie findet ihr sie ? Wenn sie gut ist, darf sie gerne weiter verwendet werden.

    --------------------------------------------------------------------

    Ad(hs), kurz und knapp erklärt
    ADHS steht für das Aufmerksamkeits-Defizit-/Hyperaktivitäts-Syndrom.
    Ads ist keine Krankheit, Moralische Schwäche oder eine Faule Ausrede, sie ist etwas, das 5 % der Bevölkerung von Geburt an haben, sie werden so geboren. Sie ist genetisch bedingt. Das Gehirn entwickelt sich anders, als bei „ Normalen Menschen“. Diese Entwicklung bedeutet weder das ein Adsler Klüger oder Dümmer ist wie andere, sondern lediglich anders.
    Ad(h)s wurde lange nur bei Kindern erkannt und tatsächtlich verliert ein Drittel der Kinder im Laufe des Erwachsenen Werdens, ihr Ads. Bei einem weiteren Drittel verringern sich die Symptome und doch ein Drittel bleibt Betroffen. Hauptmerkmale von ADHS sind Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität und Impulsivität. Im Erwachsenenalter treten als typische Merkmale Desorganisation und emotionale Dysfunktion hinzu. Ich habe dir daher einmal einen Groben Überblick geschrieben:

    Organisation/Denkstruktur: Fehlendes Zeitgefühl, Hang zu Aufschieberitits, auffällige Ordnung oder Unordnung, jeweils im Extrem. Desorganisation, vor allem wenn mehere Aufgaben gleichzeitig zu erledigen sind:
    Aufmerksamkeitsstörun: Unbeständiges Arbeit mit Hoch und Tiefs, Fehlende Aufmerksamkeit.
    Arbeitsgedächtnis: Vergeßlichkeit, Flüchtigkeitsfehler, Zahlendreher.
    Gesteigerte Wahrnehmung: Starke Sinneseindrücke. Oft intuitiv begabt, kreaktiv und inteligent. Stimmung Leistung hängt stark von äußeren Faktoren ab
    Geringe Stress und Frustatrionstoleranz: Übertriebenes Ruhebedürfnis bei Überforderung. Probleme sich auf neues einzustellen, neigen zum Grübeln.
    Impulsivität: Erst handeln, dann denken, Erhöhte Unfallneigung, Missachtung von Regeln und Vorschriften.
    Über Aktivität/Unfähigkeit zur Entspannung: Innere Ruhelosigkeit, Bewegungsdrang daher. Starker Rededrang, Schweifen sehr gerne ab

    Es erfordert viel Willenstärke und Kraft, die Dinge hin zu bekommen, die für nicht Betroffene Selbstverständlich sind. Deswegen sind Menschen mit Ad(h)s zu Hohen Leistungen fähig, während sie einfache Dinge nicht hinbekommen. Aufgrund dieser Mängel wie oben beschrieben, entwickeln Ad(h)sler das Gefühl nicht Richtig zu sein, Falsch zu sein, das sie Versager sind. Oft wird Ihnen das auch von der Umwelt eingeredet, Depressionen, Süchte und andere Pyschische Erkrankungen können dazu kommen. Anderseits hat Ad(h)s auch Vorteile, so sind Menschen mit ihm oft Gerechtigkeitsliebend, Mitfühlend, Kreativ, Fantasievoll, Einfühlsam, Treu und Neugierig.
    Adhsler verfügen über den sogenannten Hyperfokus, wenn sie etwas Interesiert, können sie sich völlig in diesem Vertiefen, für Bill Gates waren es die Computer, für Edison seine Erfindungen. Beethoven, Churchill, Edison, Einstein, die Brüder Wright haben trotzdem die Welt verändert trotz ihres Ads. Aber auch heute berühmte Persönlichkeiten wie Otto Walkes, Eckhart von Hirschhausen, Tom Cruise oder Will Smith, haben einen Weg gefunden, damit um zu gehen.
    Daher stellt Ad(h)s die Betroffenen, ihr Umfeld und ihre Famiele oft vor große Herausforderungen, aber daran wächst man.

  2. #2
    Gibt´s Kaffee ?

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 1.610

    AW: ADSH " Musterklärung" von mir erstellt

    Insgesamt finde ich die Zusammenfassung ok, vielleicht darf ich ein wenig mit meiner Meinung ergänzen...?!?

    Tetrian schreibt:
    ADHS steht für das Aufmerksamkeits-Defizit-/Hyperaktivitäts-Syndrom.
    Das ist falsch, ADHS ist kein Syndrom, sondern eine Störung, die "frühere Bezeichnung dessen", HKS, wurde als Syndrom bezeichnet.

    Ads ist keine Krankheit, Moralische Schwäche oder eine Faule Ausrede, sie ist etwas, das 5 % der Bevölkerung von Geburt an haben, sie werden so geboren. Sie ist genetisch bedingt. Das Gehirn entwickelt sich anders, als bei „ Normalen Menschen“. Diese Entwicklung bedeutet weder das ein Adsler Klüger oder Dümmer ist wie andere, sondern lediglich anders.
    AD(H)S ist eine neurologische Stoffwechselstörung, die die Entwicklung bzw. das Wachstum der Synapsen auf den Neuronen, die (soweit ich das verstanden habe) die neuronalen Vernetzungen bilden, beeinflußt.

    Ad(h)s wurde lange nur bei Kindern erkannt und tatsächtlich verliert ein Drittel der Kinder im Laufe des Erwachsenen Werdens, ihr Ads. Bei einem weiteren Drittel verringern sich die Symptome und doch ein Drittel bleibt Betroffen. Hauptmerkmale von ADHS sind Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität und Impulsivität. Im Erwachsenenalter treten als typische Merkmale Desorganisation und emotionale Dysfunktion hinzu.
    Unaufmerksamkeit bzw. die Ablenkung, die m.E. in der Verbindung zwischen erhöhter Reizoffenheit und mangelnder Impulskontrolle entsteht, ist sicherlich ein Leitsymptom, genauso wie die Impulsivität.

    Aber Hyperaktivität und motorische Unruhe kann sich m.E. bei einer AD(H)S auch "nach innen wenden", sodass sie von aussen nicht erkennbar ist. Menschen mit dieser "Verarbeitungsstruktur einer AD(H)S-Grundsymptomatik" werden nach diesem Kriterium aufgrund ihrer "Introvertiertheit" nicht richtig diagnostiziert.


    Organisation/Denkstruktur: Fehlendes Zeitgefühl, Hang zu Aufschieberitits, auffällige Ordnung oder Unordnung, jeweils im Extrem. Desorganisation, vor allem wenn mehere Aufgaben gleichzeitig zu erledigen sind:
    Aufmerksamkeitsstörun: Unbeständiges Arbeit mit Hoch und Tiefs, Fehlende Aufmerksamkeit.
    Arbeitsgedächtnis: Vergeßlichkeit, Flüchtigkeitsfehler, Zahlendreher.
    Gesteigerte Wahrnehmung: Starke Sinneseindrücke. Oft intuitiv begabt, kreaktiv und inteligent. Stimmung Leistung hängt stark von äußeren Faktoren ab
    Geringe Stress und Frustatrionstoleranz: Übertriebenes Ruhebedürfnis bei Überforderung. Probleme sich auf neues einzustellen, neigen zum Grübeln.
    Impulsivität: Erst handeln, dann denken, Erhöhte Unfallneigung, Missachtung von Regeln und Vorschriften.
    Über Aktivität/Unfähigkeit zur Entspannung: Innere Ruhelosigkeit, Bewegungsdrang daher. Starker Rededrang, Schweifen sehr gerne ab
    Das ist größtenteils eine passende Beschreibung von Auswirkungen der AD(H)S. "Starke Sinneseindrücke" (im Sinne einer erhöhten Emotionalität, Aktivität im Angstzentrum und Reizoffenheit) und Impulsivität (im Sinne von Handlungs- und Reizkontrollverlusten) gehören nach meiner Meinung zu den Grundsymptomen, die auf der Stoffwechselebene ablaufen. (Ich lasse mich gerne korrigieren, wenn ich da falsch liege, ich bin ja auch auf der Suche nach dem Wissen)

    Es erfordert viel Willenstärke und Kraft, die Dinge hin zu bekommen, die für nicht Betroffene Selbstverständlich sind.
    Es sind Dinge, die so selbstverständlich sind, dass sie von "Stinos" gar nicht als kontrollbedürftig wahrgenommen werden, deshalb können sie unsere Anstrengungen auch gar nicht nachvollziehen, ebenso wie ein AD(H)S'ler, der sein "Störungsbild" nicht kennt, nicht nachvollziehen kann, warum andere das so locker hinkriegen..... weil es bei ihm (und aus seiner Sicht auch bei anderen) völlig normal ist, über "innere Abläufe" redet man ja im Allgemeinen nicht wirklich, dazu muss man sich das ja auch erstmal bewusst machen..

    Deswegen sind Menschen mit Ad(h)s zu Hohen Leistungen fähig, während sie einfache Dinge nicht hinbekommen.
    Ich glaube, dass das eher mit dem Hyperfokus zusammenhängt, wenn mich was interessiert, dann bin ich nicht zu bremsen...
    (Ich habe zurzeit ein enormes Wissensbedürfnis zum Thema AD(H)S aus einer kombinierten neurologisch, psychologischen und pädagogischen Sicht, da kann ich Sachbücher (zurzeit die deutsche Barkley Übersetzung) lesen, obwohl der Fernseher läuft....ansonsten lese ich nur mit Ohropax in den Ohren)

    Aufgrund dieser Mängel wie oben beschrieben, entwickeln Ad(h)sler das Gefühl nicht Richtig zu sein, Falsch zu sein, das sie Versager sind. Oft wird Ihnen das auch von der Umwelt eingeredet, Depressionen, Süchte und andere Pyschische Erkrankungen können dazu kommen.
    Aufgrund unverstandener Reaktionen anderer auf einen selbst (Diskrepanz zwischen Selbstwahrnehmung und Aussenwirkung), aufgrund des Gefühls, dass andere alles viel leichter hinbekommen, aufgrund der eigenen inneren Selbstbewertung, die die Grundlage für unser Selbstvertrauen ist, können z.B. o.g. Gefühle und Gedanke aufkommen, es gibt auch AD(H)S'ler, die die Welt um sich herum als falsch definieren...
    Psychische Erkrankungen, Verhaltensauffälligkeiten etc können sich z.B. aufgrund "schädlicher Kompensationsstrategien" entwickeln.

    Anderseits hat Ad(h)s auch Vorteile, so sind Menschen mit ihm oft Gerechtigkeitsliebend, Mitfühlend, Kreativ, Fantasievoll, Einfühlsam, Treu und Neugierig.
    Ich glaube da schon an die Evolutionstheorie, dass unsere Qualitäten, und das, was heute als "unnormal" oder auffällig angesehen wird, früher überlebensnotwendig für die Gemeinschaft war (es müssen eben unterschiedliche Charaktere zusammenkommen, die sich in ihren Stärken und Schwächen ergänzen).... Heute entsprechen die Anforderungen an die Menschen eher einem "Einheitsbrei" und wer nich so funktioniert ist eben auffällig.
    Da stellt sich dann die Frage, wer krank ist, wir oder die Gesellschaft, weil sie sich ihrer Vielfalt beraupt?

    MPH hilft, sich diesen "vorgegebenen Strukturen" soweit anzupassen, dass die Gesellschaft uns nicht weiter krank macht, dass wir in diesen Strukturen trotzdem unseren Weg finden können.


    Adhsler verfügen über den sogenannten Hyperfokus, wenn sie etwas Interesiert, können sie sich völlig in diesem Vertiefen, für Bill Gates waren es die Computer, für Edison seine Erfindungen.
    Beethoven, Churchill, Edison, Einstein, die Brüder Wright haben trotzdem die Welt verändert trotz ihres Ads. Aber auch heute berühmte Persönlichkeiten wie Otto Walkes, Eckhart von Hirschhausen, Tom Cruise oder Will Smith, haben einen Weg gefunden, damit um zu gehen.
    Nur werden heute viele "Forschungsbereiche" einfach nicht finanziert, in einem System, wo der Mensch auf das Geld verdienen mehr denn je angewiesen ist, können viele AD(H)S'ler ihrer Passion nicht nachgehen, um überhaupt neue und bahnbrechende Erkenntnisse zu entwickeln.
    Dazu werden sie heutzutage viel zu sehr von der Gesellschaft "in feste Formen" gepresst, die eigentlich nicht passen, das kann doch nur zu Unsicherheit, Unzufriedenheit etc. führen...
    Wer das Glück hat, "seine Passion" leben zu können, kann nach wie vor Großes leisten, dazu wird eben die passende Nische benötigt...

    Daher stellt Ad(h)s die Betroffenen, ihr Umfeld und ihre Famiele oft vor große Herausforderungen, aber daran wächst man.
    Genau, wer sich aufgrund einer "psychischen Problematik" intensiv mit sich selbst beschäftigt, sich selbst besser kennenlernt, ist viel reflektierter.....

    Ich hoffe ich war jetzt nicht besserwisserisch, ich hatte einfach den Impuls, das zu kommentieren, schimpft mit mir, wenn es falsch 'rüberkommt...

    LG Tanja

  3. #3
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 909

    AW: ADSH " Musterklärung" von mir erstellt

    Tanja und Tetrian - danke euch für die Gemeinschaftsarbeit.

    Endlich mal ein positiv-Beispiel für mich für "Gruppenarbeit"... hab ich IMMER gehasst. Aber so - echt schön.

  4. #4
    Comicus Divinius

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.200

    AW: ADSH " Musterklärung" von mir erstellt

    CT heißt Chaostanja, Tet, bin ich:


    CT: Das ist falsch, ADHS ist kein Syndrom, sondern eine Störung, die "frühere Bezeichnung dessen", HKS, wurde als Syndrom bezeichnet.
    Tet: Ich wollte nur das Wort erklären, aber du hast recht, es ist eine Störung, sollte man vielleicht dahinter schreiben.

    CT: . AD(H)S ist eine neurologische Stoffwechselstörung, die die Entwicklung bzw. das Wachstum der Synapsen auf den Neuronen, die (soweit ich das verstanden habe) die neuronalen Vernetzungen bilden, beeinflußt.
    Tet: Wollte es bewußt nicht zu wissenschaftlich schreiben, das auch einfacheres gemüter es verstehen können, aber kann man sicher so reinschreiben.

    CT: Aber Hyperaktivität und motorische Unruhe kann sich m.E. bei einer AD(H)S auch "nach innen wenden", sodass sie von aussen nicht erkennbar ist. Menschen mit dieser "Verarbeitungsstruktur einer AD(H)S-Grundsymptomatik" werden nach diesem Kriterium aufgrund ihrer "Introvertiertheit" nicht richtig diagnostiziert.
    Tet: Du meinst vor allem Mädchen, die Ads haben. Innere oder Äußere Unruhe sollte man vielleicht statt dessen schreiben.

    Beim Rest hast du ja nur ergänzt

  5. #5
    Gibt´s Kaffee ?

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 1.610

    AW: ADSH " Musterklärung" von mir erstellt

    Tetrian schreibt:

    CT: Das ist falsch, ADHS ist kein Syndrom, sondern eine Störung, die "frühere Bezeichnung dessen", HKS, wurde als Syndrom bezeichnet.
    Tet: Ich wollte nur das Wort erklären, aber du hast recht, es ist eine Störung, sollte man vielleicht dahinter schreiben.
    Auch in dem Wort heißt es Störung und nicht Syndrom, deswegen auch die Ad(H)S und nicht das...


    CT: Aber Hyperaktivität und motorische Unruhe kann sich m.E. bei einer AD(H)S auch "nach innen wenden", sodass sie von aussen nicht erkennbar ist. Menschen mit dieser "Verarbeitungsstruktur einer AD(H)S-Grundsymptomatik" werden nach diesem Kriterium aufgrund ihrer "Introvertiertheit" nicht richtig diagnostiziert.
    Tet: Du meinst vor allem Mädchen, die Ads haben. Innere oder Äußere Unruhe sollte man vielleicht statt dessen schreiben.
    meine Tochter und ich sind beide ADHS'ler, diese geschlechtsspezifische Differenzierung halte ich für falsch, es gibt auch genügend hypoaktive männliche ADS'ler...
    Ich persönlich glaube, dass die Hyper und Hypoaktivität "nur" Auswirkungen der Grundsymptome sind, einige ziehen sich z.B. aufgrund der Reizüberflutung und Handlungsunfähigkeit zurück, andere "platzen damit nach aussen"...... Diese "Trennung" bezieht sich m.E. nur auf die "von aussen sichtbaren (Re-)Aktionen", ich glaube nicht wirklich daran, dass "als hypoaktiv diagnostizierte ADS'ler" keine "innere Unruhe" verspüren, sie zeigen es eben nicht...

    BARKLEY schreibt:
    Was wir mittlerweile wissen, ist, dass Hyperaktivität häufiger bei Kindern als bei Erwachsenen mit ADHS auftritt; mit zunehmendem Alter nimmt die Hyperaktivität erheblich ab, oder sie äußert sich anders als in der Kindheit. Oft bleibt von der Hyperaktivität nur ein Gefühl von Ruhelosigkeit zurück, und das Bedürfnis, ständig etwas zu tun.
    Vielleicht können mir die "hypoaktiven" hier im Forum da weiter helfen...

    LG Tanja
    Geändert von Chaostanja (13.04.2013 um 15:24 Uhr) Grund: Quote vergessen

  6. #6
    Comicus Divinius

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.200

    AW: ADSH " Musterklärung" von mir erstellt

    ich sagte ja" vor allem" ich bsp habe eine Mischform aus Ads und Adhs und täte sagen, ich bin ein Mann. Man beobachtet Ads hauptsächlich bei Mädchen und Adhs bei Jungen, warum auch immer, möglich das es auch nur was damit zu tun hat, das man Mädchen einredet, das sie brav sein sollen.

  7. #7
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: ADSH " Musterklärung" von mir erstellt

    Tetrian schreibt:
    ich sagte ja" vor allem" ich bsp habe eine Mischform aus Ads und Adhs und täte sagen, ich bin ein Mann. Man beobachtet Ads hauptsächlich bei Mädchen und Adhs bei Jungen, ...
    Ich wusste es, ... ich bin ein Mädchen ... wieder mal ...

    Aber es ist nicht korrekt, die jüngsten Studien, vor allem die Langzeitstudien zeigen, dass es keine geschlechtsspezifischen Unterschiede gibt.
    Vielmehr scheint es sich um unterschiedliche Schweregrade zu handeln und dazu kommt, dass die meisten Betroffenen im Laufe des Lebens sich in allen drei Typen wiederfinden, was unterschiedliche Gründe hat.
    Da wäre zum Einen die Tatsache, dass sich die Störung in immerhin fast einem Viertel bis zu einem Drittel der Fälle tatsächlich mit dem Erwachsenwerden auswächst.
    Dann kommt dazu, dass die Diagnosekriterien im Ursprung für Kinder gemacht wurden und die Veränderung der Symptome mit dem Älterwerden nicht berücksichtigt werden.
    Das bedeutet in Konsequenz, dass man nicht die Störung, sondern die Diagnosekriterien sozusagen auswächst.
    Erwachsene springen nicht mehr auf Möbeln rum oder rutschen in Kofferschalen die Treppen runter.
    Stattdessen macht sich die von Tanja zitierte innere Unruhe breit, dieses Gefühl getrieben zu sein, ständig beschäftigt sein zu müssen.
    Der Grund dafür fand sich bei einigen Langzeitstudien, in denen auch Scans gemacht wurden.
    Es war erkennbar, dass der Bereich des Gehirnes, der für die Motorik zuständig ist, sich schneller entwickelt, als es bei Nichtbetroffenen der Fall ist.
    Daher kommt die Hyperaktivität.
    Ebenfalls ließ sich erkennen, dass die Bereiche, die für die Selbstkontrolle zuständig sind, sich verzögert entwickeln.
    Eine eher suboptimale Konstellation, denn ich habe zum Einen einen stärkeren Bewegungsdrang, zum Anderen aber gar nicht die Fähigkeit, diesen auch nur ansatzweise zu kontrollieren, nicht mal einen normal entwickelten, geschweige denn den zu stark entwickelten.

    Mit zunehmendem Alter aber beginnt sich das anzugleichen.
    Die Motorikbereiche haben irgendwann ihren "Endstand" erreicht, der Selbstkontrollbereich hat aufgeholt.
    Aber beide kommen bei Erwachsenen mit ADS nicht an die Bereiche, wie sie bei Nichtbetroffenen zu finden sind.
    Bestenfalls bleibt die innere Unruhe, meist aber auch eine äußere.
    Nur haben wir gelernt, sie etwas besser zu unterdrücken.
    Viele AD(H)S'ler erkennt man schnell daran, dass sie immer was in den Fingern haben, mit dem sie rumspielen.
    Es ist nur dezenter geworden.

    Demzufolge ist ADHS auch nicht nur eine reine Stoffwechselstörung, sondern auch eine Entwicklungsverzögerung, sowohl einiger Bereiche des Gehirnes, als auch der exekutiven Funktionen.

    Ich fürchte, dass es nicht so einfach ist, diese Störung in kurzen Worten auf einige wenige Sätze herunterzubrechen, so wünschenswert das auch ist.
    Aber dafür ist sie einfach viel zu komplex.
    Geändert von Fliegerlein (13.04.2013 um 17:43 Uhr) Grund: Fehlerkorrektur

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