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Diskutiere im Thema Intelligenz als Kompensation im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #11
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 4.257

    AW: Intelligenz als Kompensation

    Meine Tochter ist so ein Fall der ADHS mit Intelligenz "überdeckt" ... das geht. Bis zu einem gewissen Punkt.


    ---
    Zwischen Angel und Tür: Per Telefon und Tapatalk.

  2. #12
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 241

    AW: Intelligenz als Kompensation

    Ich denke auch, dass ich mit dem Intellekt, den ich habe, mich bisher sehr gut habe anpassen können. Zu gut, wie sich beim Erstgespräch für eine Adhs-Diagnosestellung gezeigt hat. Der gesprächsführende Psychiater sah mich nach dem einstündigen Gespräch etwas entgeistert an, wie ich darauf käme, Adhs zu haben. Tja, was soll ich sagen, ich kann aus meiner Haut nicht raus und stelle mich nach außen hin anders dar, als ich nun mal bin Möchte aber nicht erst auf den großen Zusammenbruch warten, um dann klar zu zeigen, dass ich anders bin.

  3. #13
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 351

    AW: Intelligenz als Kompensation

    Sayuri schreibt:
    Ja, ich hab eine schnelle Auffassungsgabe, die gottseidank kompensieren konnte, dass ich nie sehr lange wirklich LERNEN konnte, ich brauchte es auch einfach nicht. Und ja, ich hab mich mit viel Köpfchen auch durch alle sozialen Herausforderungen der Schulzeit schlagen können, war zwar irgendwo immer anders, aber schien für alle anderen doch nie Außenseiterin zu sein.
    Das betrifft auch mich aber das ist niemandem aufgefallen. Ich wurde nie als besonders intelliegent wahrgenommen, genauso wie meine mangelne Aufmerksamkeit und Konzentration.

    Andicool schreibt:
    Anpassung u Kompensation über Adaptieren von Stimmungen u z.B. Verhaltensweisen von anderen. Sehr gute Leistungen. Zusammenbruch. Mal stärker mal schwächer.
    Ich habe in sehr streng organisierten Umfeld gelebt. Später, in eigenem Haushalt wurde ich von äußerlichen Umständen gesteuert, was mich aber viel Kraft gekostet. Sehr gute Leistungen habe ich nicht gebracht. Ich habe trozdem Abi und Studium geschafft.
    Auch in der Arbeit ist niemandem aufgefallen, dass ich morgens mindestens 2 Stunden (montags mehr) brauchte, um mit der Arbeit zu beginnen. Es sei denn - jemand wollte was von mir. Das hat mir zum Start geholfen.

    Als meine Kinder ausgezogen sind, sind auch die äußere Strukturen weggefallen. Ich mußte NICHTS und ich konnte NICHTS. Es folgten Kliniken und ambulante Therapien. Medikamente halfen nicht und es wurde immer schlimmer. Ich habe unzählige Diagnosen bekommen. Eine Therapeutin hat allerdings bei mir hohe Intelligenz vermutet und hat mir ein IQ-Test untergeschoben. Es ist aber kein Fachmensch auf die Idee gekommen, dass ich einfach ADHS habe. Das habe ich selbst rausgefunden und durch dieverse Test bestätigt bekommen.

    Bis jetzt muss ich immer nach Begründung suchen, warum ich irgendetwas machen soll. Begründung, dass ich das für mich tue gilt noch nicht wirklich.


    LG Surre

  4. #14
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 499

    AW: Intelligenz als Kompensation

    Clown schreibt:
    Kann das sein ? Ein Psychiater hatte vor einigen Jahren zu mir gesagt hat , dass ich durch meine Intelligenz das ADS lange Zeit kompensieren konnte . Das war in der Zeit der 5 Klasse . Die Grundschule lief fast ohne lerne super . Andererseits denke ich , dass zum Beispiel Unordung und emotionale Instabilität dadurch doch eigentlich nicht beeinflusst werden können ?
    Ja, hat man mir auch gesagt. Den ganzen schulischen Kram kann man damit sicher ganz gut kompensieren, für das andere bringt's einem IMO erst mal nicht so viel. Außer man postuliert jetzt, dass intelligentere Leute sich bessere Strategien erarbeiten können, mit dem AD(H)S fertig zu werden, aber das scheint ja bei weitem nicht immer der Fall zu sein.

  5. #15
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 499

    AW: Intelligenz als Kompensation

    Andicool schreibt:
    Durch ein sehr gutes Examen stehen mir einige Türen offen ( dieser Kraftakt hat mich leider auch für Monate aus dem Verkehr gezogen).
    Ich war nach meinem Abschlussexamen auch ewige Zeiten platt. Konnte einfach nicht direkt danach anfangen zu arbeiten und war fast ein dreiviertel Jahr danach zu Hause. Theoretisch hätte ich im Januar 2009 anfangen können zu arbeiten, angefangen habe ich aber erst im August 2009. (Wieder verschwendete Zeit quasi, aber wer weiß wofür's gut war...)

    Ich hoffe, es klingt nicht nach Prahlerei. Will leistungsmäßig nicht auf die Kacke hauen.
    Das Problem haben viele Leute vermutlich immer (ich auch), wenn man über eigene Leistungen spricht. Aber ich muss schon sagen, dass mir steile Lernkurven, ein relativ gutes Gedächtnis und ein Gefühl dafür, was beim Lernen relevant ist, regelmäßig den Arsch gerettet haben. Gelernt habe ich für die beiden großen Examina mit Medikinet. In 18 Monaten steht eine weitere große Prüfung an - ich mache mich wohl mal auf die Suche nach jemandem, der mir das wieder verschreibt. Im Moment komme ich eigentlich ganz gut klar, aber arbeiten ist eben was anderes, als sich nach Feierabend über einen Stapel Bücher zu beugen.

  6. #16
    Gibt´s Kaffee ?

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 1.610

    AW: Intelligenz als Kompensation

    Ich glaube, inwieweit ein AD(H)S'ler seine "erhöhte Intelligenz" "äußerlich sichtbar" nutzen kann, liegt daran, wieviel er zu kompensieren hat, bzw. ob und welche Komorbiditäten sich entwickeln/entwickelt haben...
    Wer frühzeitig gute Strategien entwickelt, läuft weniger Gefahr, in negative Bewertungsschemata zu geraten... Ich glaube, dass es einer Menge Intelligenz bedarf, diese zu kompensieren, da bleibt beispielsweise für die Aufmerksamkeitssteuerung in der Schule kaum was übrig...

    Intelligenz kann nur bedingt an Schulnoten gemessen werden, weil die "innen verbrauchte Intelligenz" von aussen derzeit nicht messbar ist...

    LG Tanja

  7. #17
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    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 351

    AW: Intelligenz als Kompensation

    Ich wurde als Kind wegen meiner Emotionen sehr stark kritisiert. Ich habe unbewusst gelernt, meine Emotionen zu unterdrücken, bevor sie eigentlich entstanden sind, oder bevor ich sie ausdrücken konnte. So wurde ich nach außen ruhig und geduldig. Bis zur bestimmten Grenze dann bin ich ausgerastet. Auch diese Ausraster habe ich versucht zu verstecken, was mir manchmal gelungen ist.

    Ich war Leistungssportlerin und konnte das "H" ausleben. In der Schule wurde auf einiges ein Auge zugedrückt.

    Trotzdem war ich immer unzufrieden mit mir, dass ich nicht so sein konnte, wie von mir erwartet.


    LG
    Surre

  8. #18
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 227

    AW: Intelligenz als Kompensation

    Ich denke auch mit Intelligenz lässt sich kompensieren.

    Aber nicht dauerhaft und es kostet den hier vielfach angesprochenen hohen Preis.

    Bei mir hat sich meine damalige Therapeutin gefragt, warum ich immer wieder in depressive Zustände hineingerate, die aussahen wie eine bipolare Störung. In ihrer Intensität aber eher an Anpassungsschweirigkeiten erinnerten.

    Meine Erklärung heute, ich kompensiere, wie hier auch angesprochen, bis zum Zusammenbruch, dann brauche ich 2-3 Tage bis ich wieder aufstehen kann und das Karussel dreht sich von Neuem.

    Auf Dauer ist das mehr als ungesund und funktioniert in meinen Augen auch nur, wenn tatsächlich keine unvorhergesehen Ereignisse das Kompensationssystem aus dem Lot bringen, will sagen, diese Kompensation ist sehr anfällig und rigide, was Störungen angeht.

  9. #19
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 351

    AW: Intelligenz als Kompensation

    xyberlin schreibt:
    Bei mir hat sich meine damalige Therapeutin gefragt, warum ich immer wieder in depressive Zustände hineingerate, die aussahen wie eine bipolare Störung. In ihrer Intensität aber eher an Anpassungsschweirigkeiten erinnerten.

    Meine Erklärung heute, ich kompensiere, wie hier auch angesprochen, bis zum Zusammenbruch, dann brauche ich 2-3 Tage bis ich wieder aufstehen kann und das Karussel dreht sich von Neuem.

    Auf Dauer ist das mehr als ungesund und funktioniert in meinen Augen auch nur, wenn tatsächlich keine unvorhergesehen Ereignisse das Kompensationssystem aus dem Lot bringen, will sagen, diese Kompensation ist sehr anfällig und rigide, was Störungen angeht.
    Einige Therapeuten haben mich schon mehrfach gefragt, wie ich das mache, dass ich immer wieder aus der scheinbaren bodenlosen Tiefe aufstehe. Ich habe immer geantwortet - irgendwie, das funktioniert irgendwie.

    Aber ich muss dazu sagen, dass einige unvorhergesehene Ereignisse haben mich zeitweise sehr stark aus der Lot gebracht und ich weiss nicht, ob ich damals ohne Hilfe aufstehen könnte.


    LG
    Surre

  10. #20
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.625

    AW: Intelligenz als Kompensation

    Ich bin auch so ein Fall. Bis ich 15 war, gehörte ich zu den besten Schülern in meiner Klasse. Ich musste weder in der Grundschule noch auf dem Gymi großartig was für meine guten Noten tun. Meine Mutter musste mich auch niemals während der Hausaufgaben beaufsichtigen. Wenn ich mittags von der Schule nach Hause kam, gab es ziemlich bald Mittagessen. Danach gönnte ich mir eine halbe Stunde Pause und machte mich dann selbständig an die Hausaufgaben. Das habe ich mir schon als 7jährige Erstklässlerin angewöhnt. Liegt wohl auch daran, dass meine Mutter in manchen Dingen sehr streng war und ich grundsätzlich nicht mit anderen Kindern draußen auf der Straße spielen durfte. Dann war es mir ganz Recht, dass ich erst meine Pflichten erledigte und mich anschließend meinen privaten Büchern oder dem Fernsehprogramm widmen konnte.

    In den Mittelstufe kam ich in den naturwissenschaftlichen Fächern nicht mehr mit. Meine Noten in den Geisteswissenschaften waren immer vom jeweiligen Lehrer abhängig (ebenso wie in Kunst und Musik), während ich in den Fremdsprachen mit Ausnahme von Übersetzungen immer sehr gut war. Zum Thema Sport sag´ ich lieber nix... .

    Trotzdem war ich auch schon vor dem Beginn der Probleme mit Mathe und Co. kein einfaches Kind. D. h. ich war kein Zappelkind, das nicht still sitzen konnte und als kleines Mädchen eher ruhig. Aber ich hatte ein ausgeprägtes Harmoniebedürfnis und konnte sehr aggressiv werden, wenn ich gehänselt wurde... und das passierte mir öfters. Die emotionale Instabilität war sehr auffällig. Solange mich andere in Ruhe mein Ding machen ließen, war ich pflegeleicht. Aber wehe jemand ärgerte mich wegen meines Übergewichts, meiner Unsportlichkeit, etc., dann rastete ich aus. Unordnung war auch so ein Thema. Von außen war mein Kinderzimmer wie aus dem Ei gepellt, meine Mutter ist noch heute eine extreme Sauberkeitsfanatikerin. Aber die Schränke sahen von innen manchmal echt wüst aus. Sie hat dann während meiner Schulstunden mehrmals aufgeräumt, obwohl ich das nicht wollte, weil das für mich ein Eingriff in meine Privatsphäre war. Das hat sie aber ebenso wenig interessiert wie meine Mitschüler, die 2x meinen vermüllten Schulranzen vor der Klasse ausgeleert und Ordnung geschaffen haben.

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