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Diskutiere im Thema 10jähriges Jubiläum mit Psychiatier - komisches (Abhängigkeits)verhältnis? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 89

    10jähriges Jubiläum mit Psychiatier - komisches (Abhängigkeits)verhältnis?

    Hi,
    bald werden es 10 Jahre, die ich nun mit meinem Psychiater gemeinsam bestreite. Einerseits habe ich das Gefühl ihn nicht mehr zu brauchen - aber dann ist da so ein komisches Abhängigkeitsverhältnis, welches mir irgendwie nicht erlaubt "Ciao" zu sagen... - ...kennt ihr das auch bzw. wie geht / seid ihr damit umgegangen...

    ...zudem stellt sich bei mir auch die Frage, warum er mir nicht einmal die Brücke legt zu gehen? Und ich schaffe es auch irgendwie nicht.

    lg pocoloco

  2. #2
    N o r d f r a u

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 62
    Forum-Beiträge: 8.213

    AW: 10jähriges Jubiläum mit Psychiatier - komisches (Abhängigkeits)verhältnis?

    Hallo Pocoloco,

    warum willst du dich von ihm trennen?

    Ich hatte meinen ersten Frauenarzt 25 Jahre, bis er in den Ruhestand ging,
    hab ihn halt ab und zu gebraucht, weil die Pille konnte ich mir nicht selbst verschreiben,
    Geburten (und Fehlgeburten) erforderten auch seinen Einsatz und ab uns zu mal
    nachsehen, ob alles okay ist, war auch ganz nett.

    Mit meinem Neurologen/Psychiater werde ich kein Jubiläum feiern, weil er etwa mein
    Alter hat. So hoffe, dass sich irgend ein netter junger finden lässt, denn je älter desto mehr ADHS.

    Alles Gute
    Gretchen

  3. #3
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 89

    AW: 10jähriges Jubiläum mit Psychiatier - komisches (Abhängigkeits)verhältnis?

    Liebes Grechtchen...

    ...gute Frage von dir - ...es ist für mich dann doch etwas anderes als die Beziehung zu einem "anderen" Facharzt...-...inzwischen sind unsere Themen nur noch das Reden über gemeinsame Bekannte, Hobbies, Politik oder über seinen Beziehungswirrwarr o.ä. .

    Ich finde es einfach total überzogen, dass ich seit so langer Zeit alles 4-6 Wochen bei ihm bin und mir wirklich nichts mehr Sinnvolles einfällt über das wir reden könnten. Zumal die Termine immer 1 bis 2 Stunden dauern... ...naja, und irgendwie fühle ich mich von ihm abhängig: Sowohl ganz praktisch gesehen einerseits von seinem Rezeptblock und andererseits (psychisch gesehen) ist er so etwas wie ein "Vaterersatz" für mich. Das ist doch völlig krank, oder nicht?... - ...den Schritt von ihm wegzugehen, schaffe ich aber auch nicht. Und das ärgert mich. ...Evtl. "blockiert" es mich sogar?

    Jedenfalls ist dieses Abhängigkeitsverhältnis inzwischen zum Problem für mich geworden, weil ich jegliche Form von Abhängigkeit verabscheue und auch nicht zulassen möchte...

    Andererseits habe ich mir hartnäckig (auch das "Sie") während der gesamten Zeit bewahrt... (...ich habe zwar des Öfteren bemerkt, dass er die Schiene auf eine freundschaftlichere Basis legen möchte, habe dies aber immer mit vorgetäuschter Naivität ignoriert)

    Es gab Zeiten, über die er mich wirklich getragen hat und er mich (auch aktiv) unterstützt hat und dafür werde ich ihm auch immer dankbar sein... - ...allerdings ist gerade diese halb-professionelle Basis unserer Beziehung für mich inzwischen zum Problem geworden. [Ich kenne schon fast seine ganze Lebensgeschichte... - ....manchmal habe ich das Gefühl, dass sich die "Therapie" schon umdreht ... - naja, er ist dann doch um 25 Jahre älter als ich und hat mehr zu erzählen...

    Ich hoffe, ich konnte meine problematische Ambivalenz jetzt etwas deutlicher ausdrücken?


    lg pocoloco

  4. #4
    N o r d f r a u

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 62
    Forum-Beiträge: 8.213

    AW: 10jähriges Jubiläum mit Psychiatier - komisches (Abhängigkeits)verhältnis?

    Hallo Pocoloco,

    werden die Ärzte in Österreich so gut entlohnt oder liebt er dich einfach besonders?

    Ehrlich gesagt, ich habe so ein Verhältnis mit meiner Zahnärztin, das war schon mit der letzten so
    und mit der neuen läuft's ebenso.

    Mit meinem Hausarzt bin ich, nach Jahren in einer anderen Runde außerhalb der Praxis bekannt bis
    befreundet geworden. Manchmal überlege ich mir, ob ich mir nicht einen anderen suche, da er mich
    immer nur angrinst, wenn ich ihm meine ernsten Probleme schildere. Und er ist um einiges jünger
    als ich, also wird es nicht durch seinen Ruhestand aus der Welt geschafft. Andererseits wäre er
    wahrscheinlich echt verletzt und für die wirklichen Probleme gibt's ja genügend Fachärzte, zu denen
    er mich auch gerne schickt.
    Vielleicht nehmen sich die Profis, die hier im Forum unterwegs sind, deines Problems an.

    LG Gretchen

    Sorry, ich bin etwas doof, ich habe nämlich gar nicht gescheit geschaut,
    du bist ja ein Mädchen. Bin leider mit 57 immer noch naiv.
    Geändert von Gretchen ( 2.04.2013 um 23:38 Uhr) Grund: P.S. angefügt

  5. #5
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 89

    AW: 10jähriges Jubiläum mit Psychiatier - komisches (Abhängigkeits)verhältnis?

    Gretchen schreibt:
    Hallo Pocoloco,

    werden die Ärzte in Österreich so gut entlohnt oder liebt er dich einfach besonders?
    Neee, das ist in dem Fall sicher auch nicht - weder "gut entlohnt" noch "liebt" - ...ich bin mir über meine "Funktion" nicht im Klaren. Leider weiß ich aber auch, dass ich irgendeinen Facharzt haben muss wg. dem Ritalin. Und ich glaube, dass ich dann wieder das ganze Prozedere von vorne durchlaufen muss. Habe schon die Erfahrung gemacht, dass Diagnosen nicht besonders gerne übernommen werden und jeder Arzt sich sein eigenes Bild machen möchte. Darauf habe ich auch keine Lust - ...ich bin einfach von dem ganzen etwas müde und hätte gerne etwas mehr Distanz.

    glg pocoloco

  6. #6
    m-s


    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 296

    AW: 10jähriges Jubiläum mit Psychiatier - komisches (Abhängigkeits)verhältnis?

    Was spricht dagegen die Termine alle alle 8 Wochen auszudehnen und dann zu verkürzen auf 30 Minuten.
    Das kannst Du doch so vorschlagen.

    Oder spricht einfach direkt mit ihm darüber.
    Wenn Du Dich bewusst verhältst um das eine oder andere zu erreichen oder eben nicht (Beispiel "Du") versteht er vielleicht auch nicht wirklich was Dich bewegt.

    Zum Thema Abhängigkeit habe ich mit meinem Arzt schon beim dritten Termin gesprochen.
    Ich hasse das wie die Pest, aber mein Arzt ist sehr entspannt und mittlerweile gehe ich das quasi ohne dieses Gefühl hin.

  7. #7
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 89

    AW: 10jähriges Jubiläum mit Psychiatier - komisches (Abhängigkeits)verhältnis?

    Das "Ausdehen" der Terminabstände funktioniert nur wenn ich selbst anrufe, den Termin absage und verschiebe...- ...wenn ich mit ihm einen Termin ausmache, tut er immer so als hätte er sonst keinen Termin mehr anzubieten... - ...das "Verschieben" ist auch schon eine meiner Varianten

    Das "Verkürzen" würde er glaube ich persönlich nehmen. Wenn ich so nachdenke, habe ich Angst ihn zu verärgern. Danke für eure Fragen und Anregungen... - ...dadurch komme ich mehr und mehr dahinter "wie eigenartig" das eigentlich ist. Irgendwie habe ich jetzt wirklich schon das Gefühl eine "freundschaftliche" Funktion bei ihm auszufüllen, da wir ja fast nur über ihn reden... Außerdem würde ich wieder dazu neigen, ihm zu sagen, dass ich es eilig hätte od. ähnl. -...ich bringe es nicht übers Herz bzw. kann einfach nicht so ehrlich sein, dass es mir in erster Linie um seine ärztliche Betreuung / insbesond. Medikament geht und ich eigentlich die Quatscherei für ziemlich unnötig halte. Oder mit anderen Worten ausgedrückt: Ich bin zu feig, um das anzusprechen, weil ich Angst habe, dass er es nicht annehmen kann und ich dann einen neuen Psychiater suchen muss.

    Achja, zur Anmerkung: Ich habe das schon mal probiert und war dann immer wieder dankbar um "meinen alten" ;-). Nur hätte ich gerne eine professionellere Form. Ujeee - ich bin mir gerade bewusst geworden wie ich mich im Kreis drehe

    lg pocoloco

  8. #8
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 1.650

    AW: 10jähriges Jubiläum mit Psychiatier - komisches (Abhängigkeits)verhältnis?

    Hallo pocolo,

    es ist schwer das zu ändern wenn es sich schon so eingeschliffen hat. Ich kann verstehen, dass dir das was ausmacht- 1h Termin so häufig finde ich auch sehr ungewöhnlich-ich habe diese Abstände zwischendurch auch, aber von mir ausgehend und nur wenn was anliegt, ansonsten könnte ich auch 6 Monate fernbleiben (was aber wegen Rezept ja nicht geht)-und länger als 30 min. hätte meiner auch überhaupt keine Zeit,bin ja nicht die einzige...

    ich finde es auch sehr merkwürdig, dass es in den Gesprächen um ihn geht.Hört sich für mich unprofessionell an. Ihm liegt anscheinend einiges an dir.

    Vielleicht überlegst du für dich ob du damit leben könntest dich von ihm zu verabschieden (einen neuen zu suchen, was natürlich aufwändig sein könnte) oder ihn darauf anzusprechen, ob das ihr Themen die über smalltalk hinausgehen nicht auf kaffeetrinken gehen verlagert, aber nur wenn du das willst, und eigentlich dürfte er als Psychiater nicht darauf eingehen. Aber damit würdest du das Thema ans Licht bringen. Ich hatte sowas mal mit meinem HNO-Arzt....bin dann aber umgezogen und damit hatte sich das zum Glück erledit.

    Oder du dehnst eben die Abstände aus und dann nimmt er es halt persönlich-du hast jedenfalls Anrecht auf die ärztliche Betreuung, das muss er verkraften.

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