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Diskutiere im Thema Zahlen und zählen - ADHS-typisch? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #11
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 38

    AW: Zahlen und zählen - ADHS-typisch?

    Ok, sehr interessant, dass alles zu lesen. An die Strukturierung durch Zahlen und zählen hatte ich noch gar nicht gedacht. Spannende Sache!

  2. #12
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 42

    AW: Zahlen und zählen - ADHS-typisch?

    Das klingt noch recht harmlos. Allerdings kann so etwas auch eskalieren und schädliche Ausmaße annehmen. Da ich jahrelang eine schwere Zwangsneurose hatte, kann ich davon ein Lied singen.

    Bei mir fing es schon im Kindesalter an, dass ich Dinge immer mehrfach tun musste, weil ich Angst hatte bei bestimmten Zahlen zu stoppen. Z.B. Immer 3 x das Bettkissen ausschütteln, da die Zahlen 1 und 2 schlechte Zahlen, bei denen ich die Befürchtung hatte, dass etwas schlimmes passiert, waren. Irgendwann hab ich immer in einem 1 2 3 4 Schema gezählt, und dann mir noch gemerkt, in der wievielten Runde ich bin.

    Also 1 2 3 4 1 2 3 4 1 2 3 4 Damit war ich dann bei Zahl 4 Runde 3.

    Das sich das immer mehr verschlimmert hatte, war irgendwann die Zahl 3 nicht mehr gut, nur noch die 4. Irgendwann war auch die 4 böse. Dann hab ich immer weiter gezählt. Zahl für Zahl, Runde für Runde... bis es sich okay angefühlt hatte und irgendwann gab es dann kaum noch sichere Zahlen/Runden und ich hatte ewige Handlungsschleifen...

    Angst vor bestimmten Zahlen hatte ich auch immer. 13. 666 usw...

    Wenn man merkt, dass man da bisschen Probleme bekommt, einfach gleich gegensteuern und die bösen Zahlen auch Mal nutzen. Aber solange es einen nicht groß belastet, man keine große Ängste dabei hat, und es eher spielerisch ist, dann ist es ja nicht wild.

    Gruß
    Kaktus85

  3. #13
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 683

    AW: Zahlen und zählen - ADHS-typisch?

    Kaktus85 schreibt:
    Das klingt noch recht harmlos. Allerdings kann so etwas auch eskalieren und schädliche Ausmaße annehmen. Da ich jahrelang eine schwere Zwangsneurose hatte, kann ich davon ein Lied singen.

    Bei mir fing es schon im Kindesalter an, dass ich Dinge immer mehrfach tun musste, weil ich Angst hatte bei bestimmten Zahlen zu stoppen. Z.B. Immer 3 x das Bettkissen ausschütteln, da die Zahlen 1 und 2 schlechte Zahlen, bei denen ich die Befürchtung hatte, dass etwas schlimmes passiert, waren. Irgendwann hab ich immer in einem 1 2 3 4 Schema gezählt, und dann mir noch gemerkt, in der wievielten Runde ich bin.

    Also 1 2 3 4 1 2 3 4 1 2 3 4 Damit war ich dann bei Zahl 4 Runde 3.

    Das sich das immer mehr verschlimmert hatte, war irgendwann die Zahl 3 nicht mehr gut, nur noch die 4. Irgendwann war auch die 4 böse. Dann hab ich immer weiter gezählt. Zahl für Zahl, Runde für Runde... bis es sich okay angefühlt hatte und irgendwann gab es dann kaum noch sichere Zahlen/Runden und ich hatte ewige Handlungsschleifen...

    Angst vor bestimmten Zahlen hatte ich auch immer. 13. 666 usw...

    Wenn man merkt, dass man da bisschen Probleme bekommt, einfach gleich gegensteuern und die bösen Zahlen auch Mal nutzen. Aber solange es einen nicht groß belastet, man keine große Ängste dabei hat, und es eher spielerisch ist, dann ist es ja nicht wild.

    Gruß
    Kaktus85

    Wenn ich das jetzt lese, dann werde ich eigentlich nur bestätigt. Es ist das verlässliche, die Sicherheit. Aber es scheint dann auch hier ein schmaler Grad zwischen Sicheheit geben (ohne einschränkung) und zwanghaft.
    Das war bei mir nie so, zum Glück würd ich da mal sagen. Aber mir hat es in der Schule halt auch geholfen, da es wenigstens ein Fach gab was ich konnte und auch keine Probleme mit der Konzentration hatte. Und beruflich bin ich auch in die Richtung gegangen.

    Also, würd ich mal sagen. Es ist für deinen Sohn (oder war es Tochter?) so ok, aber du solltest es im Auge behalten, das es nicht zu einer krankhaften Störung wird.

  4. #14
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 2.632

    AW: Zahlen und zählen - ADHS-typisch?

    Japp, hat mit ADHS nix zu tun, ist eine autistische Verhaltensweise. Ausnahme: Es handelt sich um eine Zwangsstörung, klingt aber in diesem Falle nicht danach.

  5. #15
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 3.178

    AW: Zahlen und zählen - ADHS-typisch?

    Ich hab da auch ein paar Zahlen-Marotten. Wenn ich z.B. beim Sport aus der Flasche oder von einem Wasserhahn trinke, sind es immer gleichviele Schlucke.

    Früher bevorzugte ich für Vieles die Zahl 4. 3 ging gar nicht.

    Ich muss mal überlegen, es war da noch einiges mehr mit Zahlenticks, vielleicht kommt es mir wieder in den Sinn.

    Wenn ich den Wecker oder eine Uhr einstelle, muss der letzte Dreh immer vorwärts sein, nie rückwärts. Sonst drehe ich zuviel rw damit ich noch vw drehen kann. Das andere bringt Unglück. Natürlich weiss ich, dass das nicht so ist... Dabei behaupte ich immer, nicht abergläubisch zu sein :o

    Wenn ich mich drehe, möglichst rechts herum. Früher musste ich nach einer Linkswendung mind. 2 Rechtsdrehungen machen, um die "falsche" Drehung aufzuheben (wie peinlich ist denn das). Es waren noch mehr Ticks, aber dann sah ich im TV eine Sendung über Zwangsneurosen, und da wurde mir erst so richtig bewusst, was sich bei mir so an Zw.N. ansammelte, und ich begann gegen zu steuern, teilweise mit Erfolg.

  6. #16
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 683

    AW: Zahlen und zählen - ADHS-typisch?

    So schlimm habe ich es nicht. Habe wohl meine Lieblingszahlen und ich mag halt auch gerne alles was mit Zahlen zusammenhängt. Aber die Struktur, die ich darin finde ist eher die verlässlichkeit.

    Nicht das ich irgendetwas in einer bestimten Menge machen muss. Einfach nur die Konstante. Alles besteht aus Zahlen. Die komplette EDV ist auf Zahlen aufgebaut. Die Zeit besteht aus Zahlen.

    Wenn du mich in 10 oder in 100 Jahren fragst, wieviel 2+2 ist dann kann ich dir immer sagen 4. IMMER!

    Wenn dir jemand sagt ich hab dich gern, dann weisst du aber nicht, ob es morgen auch noch so ist. Das ist es was es bei mir ausmacht. Hat nix mit Autismus oder Neurosen zu tun. Weiss nicht ob ich mich klar ausdrücke.

    Was für mich da aber auch wichtig ist sind Farben. Farben in Kombi mit Formen und Zahlen, da habe ich Spass dran.

  7. #17
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 53
    Forum-Beiträge: 243

    AW: Zahlen und zählen - ADHS-typisch?

    Personen, die sich einem Raum befinden, oder die Bouletten in der Pfanne, bei jedem wenden, zähle ich auch schon mal, oder Treppenstufen, aber ich denke, es ist nicht zwanghaft.
    Ich konnte mir nie irgendwelche Jahreszahlen z.B. im Geschichtsunterricht merken und Mathe war auch nicht gerade mein Lieblingsfach, aber ich kann mir gut Geburtsdaten merken, von Leuten, mit denen ich eigentlich gar nicht viel zu tun habe, manchmal auch Hochzeitsdaten von Bekannten. Meine Tochter muss schon lachen, wenn ich ihr sage, wer "heute" Geburtstag hat...

  8. #18
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Alter: 34
    Forum-Beiträge: 66

    AW: Zahlen und zählen - ADHS-typisch?

    Hallo daspony,

    das ist krass, ich kenne das von mir selber sehr gut. Ich arbeite im Medienbereich und kann es beispielsweise überhaupt nicht haben, wenn ich Videos erzeugen muss, deren Pixelformat in Höhe und Breite nicht durch 16 teilbar ist.

    1, 2 und 4 gehen garnicht, 8 zur Not, aber besser wären mind. 16, 32 ist aber immer noch viiiieeeel besser.

    Ich habe früher viel aus dem Fernsehen aufgezeichnet und mir dann immer AVI-Videos draus gemacht. Mein Lieblingsformat war: 512x288

    512 x 288 = (32x16) x (32x9) <= schön

    Im Kinderhort habe ich immer gerne gezählt. Da ich aber ständig durch irgendwas abgelenkt wurde, hab ich dann aber auch häufig wieder von vorne angefangen und hab selten die 100 erreicht.

    Später hab ich dann immer versucht, zeitlich Dinge abzupassen. Wenn ich zum Beispiel auf dem Weg zur Bahnhaltestelle war, hab ich immer versucht die Zeit abzupassen, fing dann beispielsweise bei 40 an zu zählen und versuche bei 0 an der Haltestelle zu sein. Keine Ahnung ob ich geschummelt habe, aber meistens ging es immer auf. Das geht auch mit Schritten, endete am Ende aber meistens mit sehr beherzten Schritten.

    Das hat sich aber inzwischen gelegt.
    Geändert von Kopfkino (27.03.2013 um 11:35 Uhr)

  9. #19
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 227

    AW: Zahlen und zählen - ADHS-typisch?

    @Kopfkino

    Wann hat sich das Verhalten mit dem Zählen gelegt?

    Zählst du heute gar nicht mehr?

  10. #20
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Alter: 34
    Forum-Beiträge: 66

    AW: Zahlen und zählen - ADHS-typisch?

    Hallo xyberlin,

    ich kann's nicht auf den Tag genau sagen. Während meiner Zeit auf dem Gymnasium war ich noch ziemlich tief in mich versunken, bin in den Pausen allein über den Schulhof geschlendert, habe auf den Boden geschaut und bin im Geiste mit Fahrattraktionen gefahren, die ich mir selber ausgedacht habe. In der Zeit hab ich noch viel vor mich hingezählt, wenn es sich anbot, habe versucht, in allem ein System zu entdecken, das einfach auf geht.

    Während meiner Zeit auf der Hauptschule hat sich dann einiges verändert. Ich war gezwungen, mich auf andere Menschen mehr einzustellen. Vielleicht hängt das auch damit zusammen, dass ich das mit dem Zählen dann irgendwann nicht mehr gemacht habe. Während der Zeit gingen mir ganz andere Dinge durch den Kopf.

    Viele Grüße!

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