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Diskutiere im Thema Wo endet unsere Persönlichkeit und "beginnt" das AD(H)S? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    Simply me

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 37
    Forum-Beiträge: 2.266

    Wo endet unsere Persönlichkeit und "beginnt" das AD(H)S?

    Ich hab dieses Thema vorhin im Chat angestoßen und denke, das der Austausch darüber sehr interessant ist.

    Vor einem Jahr erhielt ich die Diagnose ADHS. Bis dahin war ich was meine Persönlichkeit anging, einfach nur ich. Macken, Eigenschaften usw waren ein natürlicher Teil von mir hin und ich brauchte keine Gründe dafür, warum ich so bin wie ich bin.

    Dann bekam ich die Diagnose.

    Seitdem bemerke ich oft, das ich unbewußt analysiere und mir denke: "Die Eigenschaft xy kommt vom ADHS".

    Es ärgert mich, den Ursprung für dieses oder jenes Verhalten im ADHS zu suchen, mich fast schon zu klassifizieren. Auch, weil das Risiko besteht, mich immer mehr über das ADHS zu definieren, weshalb ich es nicht mehr tun will.

    Ich möchte die Ansicht beibehalten, das ich diverse Eigenschaften/Macken/Wesenszüge einfach besitze, sie schon immer zu meiner Persönlichkeit gehört haben. Ich weiß nun woher sie zum Teil kommen, wodurch sie geprägt wurden. Deshalb will ich meine Persönlichkeit in Zukunft aber nicht mit anderen Augen sehen, Wesenszüge in typisch-ADHS sowie nicht-typisch-ADHS unterteilen oder mich wie ein anderer Mensch fühlen. Mich kritisch beäugen, um weitere ADHS-Eigenschaften zu enttarnen. Und dem ADHS damit mehr Raum in meinem Leben zugestehen, als ihm zusteht.

    Ich habe die Diagnose ADHS bekommen und sie ist ein Teil meines Lebens. Mehr soll sie aber auch nicht sein.

    Wie geht es euch mit diesem Thema?
    Geändert von Seraphim (18.03.2013 um 14:14 Uhr)

  2. #2
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 3.179

    AW: Wo endet unsere Persönlichkeit und "beginnt" das AD(H)S?

    Hallo Seraphim

    Mir geht es ähnlich wie Dir. Seit dem Verdacht und noch mehr seit der Diagnose studiere ich dauernd, was ist bei mir "normal" und was ADHS?

    Wie finde ich heraus, wie es in einem "Stino-Kopf" aussieht? Hats dort auch solche Gedankenkarussells? Hätte ich diese oder jene Verhaltensweise auch ohne ADHS? Ich verbrauche sehr viel Zeit und Energie mit diesen Fragen.

    Welche meiner Macken und Verhaltensmustern gehören zum ADHS und welche nicht?

    Ich muss allgemein oft alles ganz genau wissen und "kategorisieren" (auch wegen ADHS?), und das geht mir in Bezug auf mich das ADHS genau so. Das macht mich manchmal fast verrückt.

    Gruss Carla

    Gesendet von meinem GT-I9100 mit Tapatalk 2

  3. #3
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 222

    AW: Wo endet unsere Persönlichkeit und "beginnt" das AD(H)S?

    Es gibt kein Anfang und Ende. ADHS ist Teil der Persönlichkeit. ADHS hat man nicht. Man ist ADHS.

    just my 2 cents

    Rauschen

  4. #4
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 4.257

    Wo endet unsere Persönlichkeit und "beginnt" das AD(H)S?

    Ich hab mir darüber auch eine Weile den Kopf zerbrochen und seh das inzwischen pragmatisch: Das was mir schadet, was ich schon seit Jahren versuche zu ändern, was schon immer Probleme macht und ich nicht in den Griff bekomme - das ist ADHS. Der Rest bin ich.

    Und deswegen ist man eben nicht ADHS.



    ---
    Zwischen Angel und Tür: Per Telefon und Tapatalk.

  5. #5
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 222

    Wo endet unsere Persönlichkeit und "beginnt" das AD(H)S?

    Wildfang schreibt:
    Ich hab mir darüber auch eine Weile den Kopf zerbrochen und seh das inzwischen pragmatisch: Das was mir schadet, was ich schon seit Jahren versuche zu ändern, was schon immer Probleme macht und ich nicht in den Griff bekomme - das ist ADHS. Der Rest bin ich.

    Und deswegen ist man eben nicht ADHS.
    Du hast schon Recht, es gibt Eigenschaften die man gerne ändern oder zumindest verbessern möchte. Trotzdem ist die Eigenschaft ein Teil von mir, und wenn ich diese verbessert habe habe ich mich weiterentwickelt, was super ist.

    Aber ich denke zu trennen, was bin ich und was ist ADHS ist nicht zielfuhrend

    Erst wenn ich mich im Ganzen akzeptiere und zur Persönlichkeit mache, kann ich mich weiterentwickeln.

    ADHS ist man was nicht heisst das dies ein Showstopper ist sich weiter zu entwickeln.

    just my 2 cent

    Rauschen

  6. #6
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 4.257

    AW: Wo endet unsere Persönlichkeit und "beginnt" das AD(H)S?

    Ja, das stimmt blöderweise alles auch irgendwie. Mir klingelt da aber immer meine Therapeut in den Ohren: "Du bist nicht ADHS"....

    Ich denke halt es ist ganz pragmatisch besser zu trennen denn sonst kann man ja seine Probleme nicht in den Griff bekommen - denn wenn etwas mein "ich" ist kann ich es ja schlecht ändern.

  7. #7
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 795

    AW: Wo endet unsere Persönlichkeit und "beginnt" das AD(H)S?

    Ich bin auch ständig am Überlegen, was bist jetzt noch Du und was ist ADHS. Ich denke ich kann es erst während und nach der Therapie sortieren.

  8. #8
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 222

    Wo endet unsere Persönlichkeit und "beginnt" das AD(H)S?

    Meine Therapeutin sagt wir sind ADHS. Immer die Experten, frag 3 und du bekommst 4 verschiedene Meinungen..lool...


    Sent from my iPhone using Tapatalk

  9. #9
    Prinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 37
    Forum-Beiträge: 826

    AW: Wo endet unsere Persönlichkeit und "beginnt" das AD(H)S?

    Ich mache für mich keinen Unterschied. Weder bin ich ADHS, noch ist das ADHS ich.

    Ich habe ein Problem im Hirn, das ist organisch. Das macht es mir schwerer bestimmte Dinge zu sortieren oder zu verarbeiten. Klar, kann man hingehen und alles was die eigene Persönlichkeit ausmacht auf ADHS reduzieren. Bringt aber nichts, denn das würde ja bedeuten das eben alles nur auf diese Hirnstörung reduziert werden würde.

    Ich bin aber sehr viel mehr als *nur* ADHS. Ich bin ein Mensch mit Fehlern, Macken, Stärken, Schwächen, liebenswürdigen Seiten, Temperament,... Das alles bin ich.

    Es fällt mir schwer das in Worte auszudrücken, was ich genau meine. Ich schicke es aber trotzdem ab in der Hoffnung das mich einer versteht

  10. #10
    Gibt´s Kaffee ?

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 1.610

    AW: Wo endet unsere Persönlichkeit und "beginnt" das AD(H)S?

    Klar gehört sie zu mir und meiner Persönlichkeit, weil sie eben ein Teil von mir ist, sie wird wohl eher nicht irgendwann plötzlich verschwinden.
    Ich denke, dass die "Erkenntnis über die ADHS" bei mir daür gesorgt hat, mich selbst innerlich neu zu bewerten.

    Viele "komische", für mich nicht erklärbare Reaktionen meines Umfeldes kann ich jetzt verstehhen, wo ich früher immer nach meinen Fehlern gesucht habe und diese ständig ändern wollte (wie denn, wenn ich das gar nicht, oder anders wahrnehme?)

    Heute kenne ich diese "Fehler", weiß, dass sie nicht mit "Charakterschwäche" o.ä. zu tun haben und kann dadurch viel sachlicher damit umgehen. Das Wissen um die ADHS, ihre Symptome und Auswirkungen schwächt die emotional-negative Seite meiner Selbstbewertung ab. Dadurch werden Energien frei, die ich zum Aufbau von (persönlichen) Komensationsstrategien nutzen kann.
    Ich kenne meine "Fehler" und meine "Grenzen", weiß heute, wann und wo ich "Unterstützung von aussen" brauche und kann akzeptieren, dass es immer wieder (eine Menge) Menschen gibt, die mir das nicht geben können bzw. wollen, da passt es eben nicht....

    LG Tanja

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