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Diskutiere im Thema Wo endet unsere Persönlichkeit und "beginnt" das AD(H)S? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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  1. #41
    Gibt´s Kaffee ?

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 1.610

    AW: Wo endet unsere Persönlichkeit und "beginnt" das AD(H)S?

    'Michi schreibt:
    Ich weiss nicht, wie das geht, das teilweise Zitieren.
    oot:
    Am Anfang des Zitats schreibst Du QUOTE oder QUOTE=NAME in eckige Klammern, am Ende schreibst Du /QUOTE in eckige Klammern.


    Im allgemeinen Sprachgebrauch wird der Norm abweichend als krank, gestört angesehen.
    Das Normale, der Norm entsprechende gilt als gesund.

    Deshalb nehme ich hier so konkret Stellung gegen Begriffe wie
    nicht normal, krank, gestört ....
    Mir geht es nicht darum, was soziologisch und/oder medizinisch darunter verstanden wird,
    in einem Aufsatz einer psychologischen oder medizinischen Fachzeitschrift,
    sondern was es bedeutet .... emotional.........
    was es mit mir, uns macht,
    aber auch wie die Gesellschaft uns sieht,
    wenn wir uns selbst als unnormal, krank und gestört,
    aber auch psychiatrisch "so" bezeichnet werden.

    Auch wenn wir es sind.

    Ach ja, Syndrom ist auch nur ein medizinischer Euphemismus,
    der diesem emotionalen Aspekt Rechnung trägt.
    Die AD(H)S birgt den Begriff Störung schon im Namen (AufmerksamkeitsDefizitHyperak tivitätsStörung). (Wenngleich der ganze Name nicht mehr zu den heutigen Erkenntnissen der "Störung" passt.)
    Tatsache und auch neurologisch nachweisbar ist, dass manche Hirnregionen bei uns weniger aktiv sind, als bei anderen, oder umgekehrt: Die Amygdala ist z.B. im Bereich des Angstzentrums bei uns generell aktiver (Angst kann auch die Angst vor sozialer Zurückweisung sein)

    Man kann sich natürlich darüber streiten, ob man das nun Störung oder "anders-funktionierend" nennt.


    LG Tanja

  2. #42
    Simply me

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 37
    Forum-Beiträge: 2.266

    AW: Wo endet unsere Persönlichkeit und "beginnt" das AD(H)S?

    Ich danke euch für eure Beiträge, doch möchte ich darauf hinweisen, das es in diesem Thread um "Wo endet unsere Persönlichkeit und wo "beginnt" das AD(H)S?" ging. In den meisten Beiträgen geht es hauptsächlich um die Definition und Auswirkungen von AD(H)S beziehungsweise die Akzeptanz in der Gesellschafft. Also eher allgemeine Themen, die an dem vorgegebenen vorbeigehen. Vielleicht könnten wir zum Ursprung zurückkehren. Danke.

  3. #43
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 908

    AW: Wo endet unsere Persönlichkeit und "beginnt" das AD(H)S?

    Wildfang schreibt:
    Ich hab mir darüber auch eine Weile den Kopf zerbrochen und seh das inzwischen pragmatisch: Das was mir schadet, was ich schon seit Jahren versuche zu ändern, was schon immer Probleme macht und ich nicht in den Griff bekomme - das ist ADHS. Der Rest bin ich.

    Und deswegen ist man eben nicht ADHS.



    ---
    Zwischen Angel und Tür: Per Telefon und Tapatalk.
    der meinung bin ich auch hast du gut geschrieben

  4. #44
    Gibt´s Kaffee ?

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 1.610

    AW: Wo endet unsere Persönlichkeit und "beginnt" das AD(H)S?

    Wildfang schreibt:
    Ich hab mir darüber auch eine Weile den Kopf zerbrochen und seh das inzwischen pragmatisch: Das was mir schadet, was ich schon seit Jahren versuche zu ändern, was schon immer Probleme macht und ich nicht in den Griff bekomme - das ist ADHS. Der Rest bin ich.

    Und deswegen ist man eben nicht ADHS.
    Ist das nicht etwas einfach? Das klingt wie: "Eigentlich könnte ich alles, aber was ich eben nicht hinbekomme, ist eine Folge AD(H)S" (krass formuliert)

    Die AD(H)S ist untrennbar mit mir und meiner Persönlichkeit verbunden.

    Ich bin vielleicht impulsiver, aber der "externe Auslöser" dessen ist bei jedem ein anderer, dass ist dann eine Persönlichkeitsfrage.

    Ich bin emotionaler, als andere, aber was mich emotional bewegt, ist Sache meiner Persönlichkeit

    Ich habe eine andere Wahrnehmung als andere, aber wie ich sie bewerte, das ist meine "persönliche" Entscheidung

    Ich kann extrem hyperfokussieren, aber in welche Richtung, entscheidet meine Persönlichkeit...



    Es ist nicht wirklich zu trennen, es gehört zusammen und je mehr ich darüber nachdenke, scheint etwas an der Evolutionstheorie dran zu sein.....
    (Jäger und Sammler, Bauern und Händler.... unterschiedliche Charaktere und Fähigkeiten, um gemeinsames Überleben zu sichern)

    Na ja, ist auch oot,

    LG Tanja
    Geändert von Chaostanja (20.03.2013 um 13:05 Uhr) Grund: Änderung

  5. #45
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 2.435

    AW: Wo endet unsere Persönlichkeit und "beginnt" das AD(H)S?

    Seraphim schreibt:
    Ich danke euch für eure Beiträge, doch möchte ich darauf hinweisen, das es in diesem Thread um "Wo endet unsere Persönlichkeit und wo "beginnt" das AD(H)S?" ging. In den meisten Beiträgen geht es hauptsächlich um die Definition und Auswirkungen von AD(H)S beziehungsweise die Akzeptanz in der Gesellschafft. Also eher allgemeine Themen, die an dem vorgegebenen vorbeigehen. Vielleicht könnten wir zum Ursprung zurückkehren. Danke.
    Hallo Seraphim

    Weil dies zusammen hängt?

    Was ist die Persönlichkeit?

    Der Ursprung, soweit ich es verstanden habe.... die Persönlichkeit wird aus dem Gebildet was "da" ist... und was dazu kommt.... man entwickelt sich...
    das was da oder nicht da ist.... die Basis (Gene).... da ist die ADHS drinnen...

    Auf die Anfrangsfrage zurück, so glaube ich, gibt es keine klare Trennung.

    Ein Paradoxum an sich.... was ich nicht ändern kann.... ist, die ADHS-Dispositon.... Was ich tun kann..... sicherlich vieles für mich Positives für MEINE
    Persönlichkeitsentwicklung.

    Sorry, darum bin ich wohl vom Thema abgekommen.... ich für mich kann es nicht trennen....
    schwierige Frage sowohl es auch verschiedene Thesen zu Pers.entwicklung gibt...


    lg
    Geändert von Smile (20.03.2013 um 14:47 Uhr)

  6. #46
    Simply me

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    Alter: 37
    Forum-Beiträge: 2.266

    AW: Wo endet unsere Persönlichkeit und "beginnt" das AD(H)S?

    Hallo Smile,
    für mich gehts in der Frage darum, wie sehr man sich nach seiner Diagnose ständig analysiert und zum Beispiel diverse Eigenschaften ständig mit AD(H)S etikettiert. Ich möchte mich nicht mehr beurteilen und mir ständig denken "Dieses kommt vom ADHS, jenes kommt vom ADHS.". Sondern einfach so weiterleben und meine Macken, Eigenarten und Persönlichkeit genauso "normal" betrachten wie vorher. Als etwas Selbstverständliches, dessen einzelne Elemente ich nicht ständig unter die Lupe nehmen und irgendetwas zuordnen muß. Mir ging es also eher um die Selbstanschauung, nicht um das Große Ganze an sich, aus dem unsere jeweils eigene Welt durch ADHS geprägt wurde.

  7. #47
    Ist hier zuhause

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    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 2.435

    AW: Wo endet unsere Persönlichkeit und "beginnt" das AD(H)S?

    @Seraphim

    ach so.
    das habe ich anders erlebt. nach der diagnose hatte ich eher das gefühl - hey, du bist nicht "falsch" so wie du bist ist o.k.

    analysieren tue ich - damit ich was FÜR MICH ändern kann - damit es MIR besser geht.

    ich definiere mich (person) nicht über adhs.

    ist ja so.... für einige bin ich spotan/flexibel - für andere sprunghaft/chaotisch... ich bin halt so.
    lg

  8. #48
    Simply me

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    Alter: 37
    Forum-Beiträge: 2.266

    AW: Wo endet unsere Persönlichkeit und "beginnt" das AD(H)S?

    Hallo smile,
    ja, die Analyse zur Verbesserung deiner Situation ist ok. Aber du hast nicht begonnen zu überlegen, welche Eigenschaft von dir woher kommt (also vom ADHS oder nicht). Das ist der springende Punkt. Ich finds bei mir unglaublich lästig das ich mir denk was daher kommt oder nicht. Ich möchte wieder meine Persönlichkeit als Ganzes betrachten können und nicht zerteilt in die Lager "Kommt von mir Selbst" und "Kommt vom ADHS".

  9. #49
    Ist hier zuhause

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    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Wo endet unsere Persönlichkeit und "beginnt" das AD(H)S?

    Seraphim schreibt:
    Hallo smile,
    ja, die Analyse zur Verbesserung deiner Situation ist ok. Aber du hast nicht begonnen zu überlegen, welche Eigenschaft von dir woher kommt (also vom ADHS oder nicht). Das ist der springende Punkt. Ich finds bei mir unglaublich lästig das ich mir denk was daher kommt oder nicht. Ich möchte wieder meine Persönlichkeit als Ganzes betrachten können und nicht zerteilt in die Lager "Kommt von mir Selbst" und "Kommt vom ADHS".
    Das ist in der Tat eine interessante Sache, denn ja, .. die ständige Frage ob das nun von der ADHS kommt oder nicht, ist wirklich sehr lästig.

    Aber im Laufe der Zeit wird sich das geben.

    Insgesamt ist das schwer zu trennen.
    Seit ich von der Diagnose weiß, habe ich mir Unmengen an Informationen darüber angelesen, je mehr ich darüber weiß, desto besser kann ich die Dinge voneinander trennen.

    Allerdings habe ich dabei nicht wirklich versucht, meine Persönlichkeit und die ADHS voneinander zu trennen.
    Mein Fachwissen sagt mir, ich bin mitnichten faul oder desinteressiert, ich komme zu spät, weil ich kein Zeitgefühl habe.

    Ich frage eher nicht danach, was bin ich um es von meiner Persönlichkeit zu trennen, sondern um zu sehen, wie der Umgang damit erfolgen kann.

    Dinge, die zu meiner Persönlichkeit gehören, kann ich (meistens) ändern, wenn ich das denn will.
    Das stimmt natürlich nicht immer, man kann seinen Charakter nicht von Grund auf ändern, aber wenn jemand zum Beispiel keinen Ordnungssinn hat, das aber weiß und ändern könnte, aber nicht will, dann könnte der das immerhin, aber es ist seine Entscheidung.

    Meine Zerstreutheit, Vergesslichkeit, Zeitblindheit etc. sind nicht meinen Entscheidungsprozessen unterworfen.
    Das gehört definitiv nicht zu meiner Persönlichkeit.

    Aber es macht Sinn, herauszufinden, was zu meiner Persönlichkeit gehört und was zur ADHS, aus einem einfachen Grund:
    Der Umgang damit ist dann ein anderer.

    In mehrfacher Hinsicht.
    Eine Zeitblindheit kann ich weitgehend managen, mit dafür ausgerichteten Kalendern, die mir die Zeit visualisieren und entsprechenden Erinnerungsfunktionen etc.

    Wenn meine "Persönlichkeit sagt", "ich bleib hier sitzen, der Termin ist mir egal" ... das ist das eine, eben eine bewusst getroffene Entscheidung, die ich auch anders hätte treffen können.

    Aber wenn ich den Termin einfach vergesse, weil ich mich in der Zeit verloren habe, dann wollte ich den ja eigentlich wahrnehmen, bin aber in den Symptomen der ADHS untergegangen.

    So gesehen könnte man vielleicht sagen, dass die Persönlichkeit an der Stelle aufhört und die ADHS anfängt, an der ich keine eigene "Entscheidungsbefugnis" mehr habe.

    Aber so lästig und nervig diese Hinterfragerei auch ist, ich denke sie ist wertvoll und wichtig und wird sich im Laufe der Zeit auch wieder geben.
    Man könnte sagen, es ist eine Art von "Sich komplett neu kennenlernen" und um das zu können, stellt man viele Fragen .

    Liebe Grüße
    Fliegerlein

  10. #50
    Simply me

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 37
    Forum-Beiträge: 2.266

    AW: Wo endet unsere Persönlichkeit und "beginnt" das AD(H)S?

    Fliegerlein schreibt:
    Insgesamt ist das schwer zu trennen....
    .....Allerdings habe ich dabei nicht wirklich versucht, meine Persönlichkeit und die ADHS voneinander zu trennen.
    Hallo Fliegerlein,
    Danke für deinen interessanten Beitrag.

    Genau das ist der Punkt. Sich auch nach der Diagnose wieder/weiterhin als Einheit zu sehen und nicht zu sagen "A,b,c bin ich. D,e,f ist das ADHS". Das was ADHS mit sich bringt, ist definitiv ein Teil von uns, aber es sollte doch das Ziel sein, auch diese Teile wieder als die normalen, zugehörigen Fragmente unseres Ich´s anzusehen, die sie vor der Diagnose waren und nicht als hervorspringende Elemente zu betrachten, die uns ständig ins Auge stechen. Das kann zum einen verunsichern, zum anderen eben die Selbstwahrnehmung verändern. Besonders bei selbstkritischen Leuten kann das dann zu einem ständig "Das kommt nur von... das liegt nur an....etc" führen.

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