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Diskutiere im Thema Wo endet unsere Persönlichkeit und "beginnt" das AD(H)S? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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  1. #91
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 382

    AW: Wo endet unsere Persönlichkeit und "beginnt" das AD(H)S?

    Hallo Ihr Lieben!

    Smiles unterer Beitrag unterstreicht, um was es mir geht.
    Jedoch nicht ganz. Ich gehe noch einen Schritt weiter!!!!!


    Smile schreibt:
    @Habitbraker

    ich glaube .... Störungen "Reizfilterschwäche z.b." und die daraus resultierenden "Symptome"....
    sind zwei verschiedene Dinge.

    Unser Wahrnehmungsstil, zu dem z.B. diese sogenannte Reizfilterschwäche gehört,
    hatte zu anderen Zeiten an anderen Orten einen VORTEIL und das ist auch heute noch so.
    Ein Beispiel aus meiner Familie: Mein Vater ist sein ganzes Berufsleben lang als Außendienstmitarbeiter
    viel Auto gefahren und auch immer wieder dieselben Strecken.
    Als er schon Rentner war, ist er einmal mit meinem Bruder zu Bekannten gefahren,
    eine ihm bekannte Strecke auf dem Land. Plötzlich hat er nach der Wahrnehmung meines Bruders
    ohne ersichtlichen Grund hart gebremst. Just in diesem Moment querte ein Kind mit dem Fahrrad die Straße.
    Als mein Bruder meinen Vater fragte, woher er das hätte wissen können, gab er zur Antwort,
    er habe ein Aufblitzen hinter der Hecke wahrgenommen, wie wenn Licht von einem Schutzblech reflektiert wird.
    Außerdem wusste er, dass hinter der Hecke ein Fahrradweg verläuft und dann in die Straße mündet.
    Meines Vaters "Reizfilterschwäche" hat diesem Kind das Leben gerettet.

    Zu anderen Zeiten hat diese Reizoffenheit dazu geführt, dass wir Bewegungen wahrgenommen haben,
    die sonst niemand wahrnahm......... vor allem rechtzeitig wurde(n).... Jagdwild, Feinde usw..... entdeckt
    - ein immenser Vorteil diese Reizoffenheit und die daraus resultierende impulsive Reaktionen:

    Mein Vater bremste schon, bevor ihm seine Erklärung bewusst wurde......


    Die von "Anderen" bezeichnete "Störungen" gehört zu MIR.... ich weiss nicht wie andere denken/fühlen/verarbeiten.... und
    die anderen, nicht wie ich "ticke"..... so ist es meine Normalität.

    So ist es und diese Normalität hat auch ihre Vorteile, nicht nur Nachteile.
    Allen Reizen dieselbe Aufmerksamkeit schenken wird heute in erster Linie als hohe Ablenkbarkeit gesehen.
    Das scheinbar Unwichtige kann jedoch sehr wohl lebenswichtig sein.


    Die Symptome.... das ist das, was man "zeigt".... und da stosse ich auf "Ungereimtheiten" im Vergleich zu Anderen.

    Mir war lange nicht Bewusst - dass z.b. Andere so anders Wahrnehmen.... eher für mich im Positiven.... merkt ihr das nicht?
    seht ihr das nicht?... ist euch nicht aufgefallen?..... hallo?... *gg*

    Was wir wahrnehmen können, oft als intuitiv bezeichnet, ist unserem reizoffenen Wahrnehmungsstil geschuldet.

    Also ich empfinde mich nicht als Falsch oder Nicht-Normal.... wenn man ganz ehrlich ist, so haben auch "stinos" komische
    Macken... (Schwächen).... soooo streng sollten wir jetzt auch nicht mit uns umgehen.... - finde ich

    In der Meditationspraxis gibt es zwei Formen von Wahrnehmungsübungen: die des Fokussierens und die des offenen Gewahrseins.
    Ich mag das offene Gewahrsein sehr; es fällt mir leichter als das Fokussieren: einfach nur wahrnehmen, was da ist:
    das Ticken der Uhr, der Atemzug, der Luftzug an den Zehen, das Zwitschern der Vögel, der Gedanke an was auch immer,
    das Kribbeln im Ohr usw. Für die meisten ist diese Mediationspraxis schwieriger als das Fokussieren.

    Beim Meditieren wird jedoch die eine Praxis nicht über die andere gestellt.
    Beide Übungen unterstützen den Praktizierenden für sein Leben.


    lg


    Nun der Zusammenhang zum Thema:
    Mein Wahrnehmungsstil beeinflusst meine Wahrnehmung von dem, was mir begegnet und meine
    Wahrnehmung von mir selbst.
    Meine Persönlichkeit entwickelt sich daraus, wie ich die Welt und mich darin wahrnehme und wie mir dies von anderen
    gespiegelt wird und wie ich es dadurch bewerte.
    Durch das Spiegeln z.B. der Reizfilterschwäche als hohe Ablenkbarkeit und die daraus resultierende Schwierigkeit
    des Fokussierens als Mangel beeinflusst meine Bewertung von mir selbst.
    Auch wie meine impulsiven Reaktionen bewertet werden, hat großen Einfluss darauf, wie ich mich selbst sehe
    und so auf meine Persönlichkeit.

    Persönlichkeit ist nichts Statisches, gebunden an bestimmte Fähigkeiten, Verhaltensweisen oder Eigenschaften.
    Persönlichkeit entwickelt sich, verändert sich.... in Abhängigkeit zu meiner sich verändernden Beziehung
    zur Welt
    zu anderen
    zu mir.


    Gruß
    Michi

  2. #92
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 2.435

    AW: Wo endet unsere Persönlichkeit und "beginnt" das AD(H)S?

    Lysander schreibt:
    Menschen ähneln sich immer irgendwie, haben ähnliche Verhaltensweisen, trotz aller Individualität, ob nun mit oder ohne AD(H)S.
    Gruppendynamik.... die ähnlichen Verhaltensweisen sind "anerzogen".... Aktion, Reaktion.... schon kleine Kinder erkennen, mit welchem Verhalten sie "Anerkennung" bekommen....
    Hier! Haben Adhsler aber einen schwierigeren Stand..... weil man hier im direkten Vergleich steht.

    Das fängt im Kindesalter an..... und bis ins Erwachsenenalter muss man viele Strategien angeeignet haben....!

    Wutausbruch... z.b. das Kind rastet aus unerklärlichem Grund aus..... Hintergrund, Hunger / zu viel Eindrücke / Übermudet (da ein Kiga Vormittag mehr Energie verbraucht)....
    es rastet nicht aus.... weil es die falsche "krazende" Hose anziehen sollte.... sondern aus einen für die Aussenstehenden nicht offensichtlichen Grund.

    Was Aussenstehe stört.... ist die Überreaktion.... nach dem Warum fragt niemand.

    Zurück zu Persönlichkeit.... man hat immer die Wahl, was man von sich zeigt.

    Ich für meinen Teil.... (Wahrnehmung)..... war mir schnell mal bewusst.... welche Teile ich "verbergen" musste um nicht negativ aufzufallen....
    daher die "Maske" drauf.... immer freundlich, fröhlich, nett..... also schauspielern kann ich gut. Aus Eigennutz?!?

    Frage? Ist es wirklich so, dass adhsler es schwerer haben dieses Zusammenspiel zu erkennen.... oder ist es ihnen bewusst....
    doch sie können nicht anders?
    (also, wenn ich immer gleich ausraste... z.b..... ist es doch klar, dass viele sich von mir abwenden.... wenn ich immer zu spät komme... ist es klar...
    das man mich nicht mehr so ernst nimmt.... u.s.w.?)

    lg

  3. #93
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 2.435

    AW: Wo endet unsere Persönlichkeit und "beginnt" das AD(H)S?

    Habe eine Frage?
    Persönlichkeit..... Persönlichkeitsstörung?

    Um nicht aufzufallen, um gut da zu stehen, um "richtig" zu sein.... um wertschätzung zu bekommen... hatte ich angefangen
    mein "Gegenüber" zu "lesen" - und mich so zu "verkaufen" wie ich vermutete, das dies gewünscht war.... um im Sympathie zu gewinnen.

    Also nicht falsch verstehen.... für mich war es kein Gewinn... es ist kein Gewinn - wenn man sich selbst nicht sein darf, also schlussendlich
    gar nicht weiss wer man in wahrheit ist, weil man sich ja immer anpasst.

    nur so ein Gedankengang:

    das Paradoxe.... wer seine ADHS Disposition und die daraus resultierenden "Auffälligkeiten", ein Stück weit "leben" kann/ darf.... der ist sich
    seiner Person (ICH) näher als der, der es "verbirgt/vertuscht/anpasst" und gegen Aussen eben NICHT auffällt?

    Versteht man was ich meine?

    Die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit verläuft bei "Auffalndem (nicht Norm) Verhalten" - wirklicher als bei Unauffälligen?

  4. #94
    Gibt´s Kaffee ?

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 1.610

    AW: Wo endet unsere Persönlichkeit und "beginnt" das AD(H)S?

    Lysander schreibt:
    Viele ADSler merken zum Beispiel nicht, welchen Gesichtsausdruck sie gerade haben. Beispiel: ein ADSler kommt, gestresst vom Berufsverkehr ins Büro und dieser Stress spiegelt sich noch in seiner Mimik. Das können die Kollegen aber nicht wissen. Sie sehen einen Kollegen mit einem missmutigen Gesicht, der sich grußlos auf seinen Platz setzt, womöglich noch den Kaffeebecher umstößt und flucht. Der ADSler aber wundert sich, warum die Kollegen heute mit einer gewissen Distanz begegnen und fühlt sich missverstanden. Ein Stino-Kollege hätte den Stress im Berufsverkehr abtrennen und immer noch freundlich lächelnd grüßen können. Wahrscheinlich hätte ihn der Berufsverkehr noch nicht einmal so sehr gestresst wie den ADSler.

    Das soll nur ein Fallbeispiel sein und nicht heißen, dass es jedem von uns passiert.
    @Lysander: Ich bin dann eher "auf den Verkehr schimpfend" ins Büro gekommen, dann wissen die anderen auch Bescheid..

  5. #95
    Gibt´s Kaffee ?

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 1.610

    AW: Wo endet unsere Persönlichkeit und "beginnt" das AD(H)S?

    Es wurde soviel spannendes geschrieben, dass ich das jetzt einfach mal abarbeite, ich versuche das möglichst übersichtlich...

    vorab fasse ich mal zusammen, was ich denke, was die AD(H)S auf der "Stoffwechselebene" ist:

    -Störung der/andere Selbstwahrnehmung

    - Störung der/andere Fremdwahrnehmung

    - Störung der/andere emotionale/n Wahrnehmung

    - Reizoffenheit, Störung der/andere Reizverarbeitung

    - Störung der/andere Selbstregulation

    - erhöhte Aktivität im Angstzentrum in der Amygdala




    #88/#89
    @Lysander:

    Ich glaube, dass diese Symptome zu individuellen Verhaltensweisen und Reaktionen führen..

    In Deinem "Bürobeispiel" die "andere" Selbst- und Fremdwahrnehmung, m.E. in Kombination mit dem aktiveren Angstzentrum.

    Lottchens Beispiel dazu finde ich ganz passend:

    Situation: andere lachen
    Bewertung: Die lachen über mich. (Angstzentrum, Angst vor Nichtakzeptanz)
    Ergebnis: Selbstzweifel, Unsicherheit

    #90:
    Ich finde nicht, dass AD(H)S "Verhalten" ist, das Verhalten scheint mir eher die individuelle Reaktion auf die Grundsymptomatik zu sein, die oft sehr ähnlich, in einigen Punkte vielleicht sogar gleich ist.

    #91:
    @Michi: Genau!!!

    #92:
    @smile:
    Die Verhaltensweisen zu unterscheiden: Was bedingt die AD(H)S? Was ist eher "kindliche Grenztestung"?, ist die "große Kunst" in der Erziehung von "AD(H)S-Kindern"

    Genauso, zu erkennen, was die AD(H)S eigentlich mit mir macht?
    Sich zu "maskieren" halte ich für eine "schädliche Kompensationsstrategie"

    Besser ist, glaube ich,

    "die Wurzel" zu erkennen (mit Hilfe von "Spiegeln von aussen" und/oder Medis, die mir den Weg zu "meiner Wahrnehmung" öffnen)
    annehmen und akzeptieren, dass diese Wurzel zu mir gehört und ich sie nicht "'rausreißen" kann,
    und einen Umgang damit lernen.

    Dazu ist es nötig, sich und seine "Vergangenheitserfahrungen " intensiv zu reflektieren und auf Basis des Wissens über die AD(H)S neu zu bewerten. Sehr hilfreich ist dabei ein Psychologe, der diese "Erkenntnisse anleiten" kann.

    #93:
    "Wir" haben grundsätzlich erstmal keine Persönlichkeitsstörung, sondern eine Stoffwechselstörung, aufgrund der Grundsymptomatik können sich aber im Laufe eines Lebens viele andere "Störungen, Erkrankungen etc entwickeln.

    (Das "S" bei AD(H)S steht für Störung, nicht für Syndrom, das war das HKS)

    LG Tanja

  6. #96
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 382

    AW: Wo endet unsere Persönlichkeit und "beginnt" das AD(H)S?

    Liebe Tanja,

    würde mich so gerne mit dir auf einen Kaffee treffen und mal genau herausarbeiten,
    wo denn unsere "Differenzen" liegen.
    Frage mich gerade, warum ich an den Begriff "Störung" so anhafte......

    Für mich und für alle, die sind wie ich, wünsche ich mir die Anerkennung des Anderssein,
    nicht die der Störung.

    Es geht nicht darum zu wissen, zu verstehen, warum die Haut des einen dunkler ist als die des anderen.
    Es geht darum, das Anderssein als ebenso "normal" anzuerkennen wie das eigene Sein.

    Letztlich geht es mir um Mitgefühl, Verständnis und Milde für einander.
    Egal jetzt ob Stino, AD(H)S oder was auch immer
    uns in der Interaktion mit uns selbst und anderen beeinflusst.

    Zu verstehen, wer und wie ich bin, ist dabei der Anfang.

    Gruß
    Michi

  7. #97
    Gibt´s Kaffee ?

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 1.610

    AW: Wo endet unsere Persönlichkeit und "beginnt" das AD(H)S?

    Lieber Michi,

    Die "Störung" ist m.E. die ursprüngliche (meinetwegen) Andersartigkeit des Stoffwechsels im Hirn,

    neurologische, z.T. nachweisbare, von der Norm abweichende elktro-biologisch-neurologische Auffälligkeiten.
    Eine Störung deswegen, weil man davon ausgeht, dass die Dopaminsynapsen "fehlerhaft" sind bzw. arbeiten, also "eine Störung im System" vorliegt.
    Um es mal "männlich" auszudrücken: Wenn die Stromzufuhr zischen dem Schalter für den elektrischen Fensterheber und dem "Antrieb des Fensters" an der Beifahrertür unterbrochen ist, ist das eine Störung, die kann ich aber ausgleichen, weil an der Fahrertür auch ein Schalter für das Fenster ist...

    Das "Anderssein" bezieht sich nicht direkt auf diese Störung (aufgrund der gestörten "Transmitter-Synapsen-Kommunikation"), sondern auf das individuelle Verhalten, was jemand aufgrund dieser anderen "Wahrnehmuns- und Verarbeitungsart", entwickelt.

    Die zugrunde liegenden Symptome sind bei (ich behaupte mal ganz frech) allen gleich,

    einges am Verhalten ist ähnlich, weil die Wurzeln dieselbsen sind,

    vieles äußert sich unterschiedlich, weil wir unterschiedliche Persönlichkeiten haben.

    Kaffee ist immer gut......
    woher kommst Du denn?

    LG Tanja

  8. #98
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Wo endet unsere Persönlichkeit und "beginnt" das AD(H)S?

    'Michi schreibt:
    Es geht nicht darum zu wissen, zu verstehen, warum die Haut des einen dunkler ist als die des anderen.
    Es geht darum, das Anderssein als ebenso "normal" anzuerkennen wie das eigene Sein.
    Da liegt m.E. ein Knackpunkt, an dem viele so ihre Probleme haben.

    Eine andere Hautfarbe bringt keine funktionalen Einschränkungen mit sich, genauso wie die Farbe einer Blume keine Einschränkungen ihrer Funktion bedeutet.
    Eine ADHS bringt aber sehr wohl einschränkungen mit sich und wenn eine Diagnose vorliegt, sind das auch deutliche Einschränkungen.
    Der Begriff Störung stößt deshalb vielen auf, weil viele ihn automatisch bewerten.
    Es ist aber nur eine Definition, es wird nur ein Sachverhalt geschildert.

    Das ist, wie gesagt, in meinen Augen (und nicht nur meinen) der Punkt, an dem die ADHS, eben die Störung beginnt und die Persönlichkeit aufhört.

    Es ist nichts schlimmes, eine solche Störung zu haben.
    Das ist bei Diabetes und vielen anderen Krankheiten ja auch nicht so.
    Nur haben wir den Hang, diesen Begriff zu bewerten und ja, mir ist klar, dass dies von Anderen auch so gemacht wird, wenn z.B. gesagt wird, dass Jemand "gestört" ist.

    Aber das ist ja nicht das, was tatsächlich gemeint ist.

    Natürlich ist Annerkennung und Akzeptanz von Außen elementar wichtig und ich sehe es auch so, dass man uns trotz der ADS als, in unserem Sinne ebenso normal anerkennen sollte, wie man ds mit z.B. Rollstuhlfahrern und Menschen mit anderen Einschränkungen genauso tun sollte.

    Aber das ändert nichts am eigentlichen Sachverhalt als solchen, denn die Störung beginnt da, wo die Einschränkungen, die Beeinträchtigungen beginnen.

    Liebe Grüße
    Fliegerlein

  9. #99
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.455

    AW: Wo endet unsere Persönlichkeit und "beginnt" das AD(H)S?

    Hallo alle,

    Ich frage mich manchmal ob wir uns anders wahrnehmen als wie andere wahrnehmen, nur weil wenn 95% der umfled stinos sind, sind sie mit unsere verhalten verwirrt und interpretieren vieles ganz anders als was es wirklich ist... So diese gefühl nicht verstanden zu werden kenne ich gut.

    Ich habe erfahren unten ADSler, dass man oft intuitiv weiss wieso einer plötzlich gereizt wird oder eine lange gesicht macht...

    Wegen störung: Ich steife mich nicht so stur darauf... Die meinstens menschen sind irgendwo eingeschränkt. Aber wenn jemand unkreativ ist, wird er in unsere gesellschaft wohl doch schaffen, besser als jemand der ablenkbar ist... Wir sind eine packet mit stärken und schwächen, einschränkungen und begabungen... Manche fähigkeiten kommen als kompensation von einschränkungen, wie blinden menschen die oft andere sinnen mehr entwicklen haben und sich damit orientieren oder der rollschufahrer der an seine armen und händen mehr kraft entwicklet, damit er sich fortbewegen kann. Ich hatte mal so eine gesehen einsteigen in eine S-Bahn... Er macht es auch sehr geschickt, hat eben viel übung damit.

    lg

  10. #100
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 171

    AW: Wo endet unsere Persönlichkeit und "beginnt" das AD(H)S?

    Jaja (*seufz) wer wär ich denn, ohne mein ADHS?

    Angenommen, ich könnte mein ADHS einfach abstreifen wie ein Kleid, was bliebe da von mir übrig?
    Ich und meine mitmenschen, würden mich gar nicht erkennen.

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