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Diskutiere im Thema Medikinet und ich ...die Geschichte einer neuen Beziehung im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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  1. #11
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 32
    Forum-Beiträge: 40

    AW: Medikinet und ich ...die Geschichte einer neuen Beziehung

    Ewyn schreibt:
    ich hab mich auch beömmelt
    Süße art zu schreiben )
    ich hatte mich auch gewundert, wegen derr dosierung. Ich denke was heike meint ist, dass bei fast allen, medikinet langsam eingeschlichen wird..sprich:
    1 woche 10mg
    2 woche 20 mg
    3 woche 30 mg und 10 mg am nachmittag.....vorzugsweise 6 std nach der ersten.
    Frag doch den arzt nochmal danach
    Ist die sogenannte einstellungsphase....
    Was mir auch noch einfällt...sollte ich meinen beziehungsstatus bei facebook vielleicht ändern in Ist in Beziehung mit Medikinet?
    Hm, okay? Natürlich habe ich die Anweisungen meiner Ärztin nicht hinterfragt, warum auch? Und natürlich halte ich mich brav an ihre Angaben. Fragen kann ich sie eh nicht, sie wird nämlich heute aufgeschlitzt!!! Also operiert und fällt kurzzeitig aus

    Mir ist noch Rita eingefallen - von Ritalin - viel zu unkreativ. Das kann ich besser!

    Und Beziehungsstatus mit Medikinet? Öhm, nee, da hab ich meinen Mann doch viel lieber ♥.

  2. #12
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 795

    AW: Medikinet und ich ...die Geschichte einer neuen Beziehung

    Moin, Edi wär in Medikinet enthalten.

  3. #13
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 32
    Forum-Beiträge: 40

    AW: Medikinet und ich ...die Geschichte einer neuen Beziehung

    Wer nennt sein Medikinet schon Edi???


  4. #14
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 795

    AW: Medikinet und ich ...die Geschichte einer neuen Beziehung

    Einen noch: Medikinchen???

  5. #15
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 32
    Forum-Beiträge: 40

    AW: Medikinet und ich ...die Geschichte einer neuen Beziehung

    Ich weiß wirklich nicht ob Du es bist oder die Arbeit... Aber heute klappt es irgendwie nicht mit uns beiden. Ich habe Kopfweh und mir ist dauerschlecht. Blubbern tust Du seit gut zwei Stunden.
    Leider kann ich mich auch wirklich schlecht konzentrieren, was blöd ist, weil ich hier dringend ein Projekt fertig machen muss. Und abgelenkt bin ich auch dauernd.
    Heute willst Du mich wohl nur leiden lassen? Ich bin mal auf die nächsten zwei / drei Stunden gespannt....!

  6. #16
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 32
    Forum-Beiträge: 40

    AW: Medikinet und ich ...die Geschichte einer neuen Beziehung

    Wir werden heute echt keine Freunde mehr... gerade mal zwei kopfschmerzenfreie Stunden hast Du mir heute vergönnt... Seit dem Du seit 2 Stunden am abklingen bist, leide ich Erst war mir total übel, was ich mit Joghurt und ganz viel Wasser in den Griff bekommen habe... Aber die Dauerkopfschmerzen, muss denn das wirklich sein?

    Mein Projekt konnte ich heute in der Pfeife rauchen, morgen muss es aber doch fertig sein! Morgen hast Du allerdings brav zu sein, kapiert? Sonst bekomm ich Ärger mit dem Cheffe...

  7. #17
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 466

    AW: Medikinet und ich ...die Geschichte einer neuen Beziehung

    Gibst du dem Medikinet nicht ein bisschen viel "Macht", indem du ihm eine eigene Persönlichkeit zugestehst?

    Wer von euch ist der Chef?
    Wird das so bleiben, oder wird es sich manchmal ändern? Wann und wie? Wer hat DANN das Sagen? Gebauchst du es, oder erlaubst du ihm, dich zu bewegen wie ein Fähnchen im Wind?

    Wieviel Eigenleben gestehst du ihm zu?
    Was wirst du tun, wenn du dich ihm hin und wieder ausgeliefert fühlst? Hast dann DU noch die Fäden in der Hand?

    Wie wird es sich weiterentwickeln? Zur Zeit scheint es jedenfalls unberechenbar. Was ist, wenn es beginnt, ein Eigenleben zu führen - und das wird es, denn du räumst ihm diesen Platz ein?

    Wer ist der Chef?

    Erlaub ihm nicht, mit dir zu spielen, dein Leben ist DEIN ""Spiel"", gib das nicht aus der Hand!

    Liebe Xemi, du brauchst mir keine meiner Fragen zu beantworten, wenn du magst, beantworte sie dir selber.
    Und - sorry - ich wollte dich auch bestimmt nicht irgendwie bremsen.

    Das waren nur die Gedanken, die mir so spontan durch den Kopf schossen.

    Lieben Gruß und eine gute "Partnerschaft" euch
    zammel

  8. #18
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 30
    Forum-Beiträge: 72

    AW: Medikinet und ich ...die Geschichte einer neuen Beziehung

    @zammel: Ich glaube das Cheffe ist auf den realen Chef auf der Arbeit (der mit dem Projekt) bezogen. Aber ich finds interessant, wie sie schreibt, so ungefähr hab ich das erste Mal auch meine Tablette angeschaut: "Du bist das also und was auch immer du da in mir machst...mach es richtig!"

    Liebe Xemi.

    Deine Art zu schreiben gefällt mir echt gut. Das mit dem Namen find ich irgendwie interessant. Hab mir auch schon sowas überlegt, weil jedesmal, wenn ich meine Tabletten nehme oder wild in der Bude rumrenne und mein Mitbewohner fragt, was ich mache, ist Medikinet irgendwie zu lang. Und Methylphenidat auch. ^^
    Daher verwende ich seit ein paar Wochen nur noch Medik (in Anlehnung an den Team Fortress Sound []Team Fortress 2 Sounds | Heavy: Medic! natürlich ohne diese krasse Betonung) oder halt schlicht "meine Drogen".

    Meine Dosierung wurde mit Methylphenidat eingestellt.Hatte meine Ärztin vorgeschlagen. Musste ich zwar aus eigener Tasche zahlen, aber es fängt relativ rasch an zu wirken und die Wirkdauer ist sehr begrenzt, so dass eventuelle Abklingwirkungen unter Beobachtung auftreten konnte. Bin dafür 2 Wochen, Montags bis Mittwochs (letztes Semester hatte ich vormittags noch Zeit) zu meiner Ärztin. Sollte mir immer was zum Arbeiten mitnehmen und saß dann im EEG-Raum. Ablauf war dann immer der gleiche. Ich sollte ihr sagen, was ich machen muss und sie hats dann danach kontrolliert und sich mir erklären lassen, was und wieviel ich geschafft habe.
    Beim ersten Mal hab ich gar nix bekommen, am Folgetag dann 5mg und das wurde dann jeden Tag in 5er Schritten gesteigert. Jedes Mal vorher gesagt, was ich vorhabe zu machen, dann die Tablette und 2 Stündchen später hat sie kontrolliert, was ich geschafft habe und wie weit sich mein Arbeitspensum gesteigert hat.
    So war meine Dosierung ziemlich schnell eingestellt.

    Das erste Mal war ich genauso überrascht wie du. Nach 15-20 Minuten war eine Wirkung da, dass hab ich aber erst 10 Minuten später gemerkt, als mir aufgefallen ist, dass ich schon die ganze Zeit am Stück lese, ohne nach jedem zweiten Wort woanders hin zu schauen. Die 15mg Grenze war die potentiell am wirkungsvollsten. Wir sollten in einem Projekt verschiedene Entwurfsansätze zu ner Platzgestaltung entwickeln und ich hab binnen 15 Minuten in einer Mindmaparbeit eine komplette Entwurfsausarbeitung mit Herleitung, Hintergrundgedanke und Storyline stehen gehabt.
    Hab wie im Rausch gearbeitet. War vielleicht auch größtenteils die Euphorie, dass es klappt, die mich antrieb, immer weiter zu arbeiten.
    Lief ja so ab bei mir: Tag 1 - keine Tablette; Tag 2 - 5mg; Tag 3 - 10mg; Tag 4 - 15mg (der Arbeitsflash); Tag 5 - 15mg (Vergleich zum Vortag); Tag 6 - Erstes Rezept für Medikinet erhalten

    Die Dosierung unter Medikinet war da wieder was anders. Ich fing erst mit 10mg morgens an. Die Methylphenidattabletten wirken zwar schneller, aber sind nicht retadiert. Nach 2 Stunden hört die Wirkung schon wieder auf. Medik wirkt bei mir 5 Stunden und braucht aber auch erstmal 30 Minuten zum loslegen.
    Die Wirkdauer und Startdauer sind aber variabel und meines Wissens nach bei jedem. Bei manchen hält die Wirkung länger oder kürzer an oder wirkt später...ist glaube ich abhängig, wie der Körper das aufnimmt. Es schwankt auch bei jedem. Wichtig ist, dass man gegessen hat oder grade isst. Laut meiner Ärztin wird der Wirkstoff so besser gebunden und verarbeitet.
    Das hab ich selber schon gemerkt, dass, wenn ich Mittagessen mal ausfallen lasse, weil ich keine Zeit habe und nur ein kleines Frühstück und warmes Abendbrot habe, die Wirkung über Mittag nahezu in die Tonne kloppen kann.

    Da ich als Student eigentlich einen 24h-Job habe und irgendwie immer wieder über den ganzen Tag verteilt arbeite, hat sich meine Dosierung in den letzten Monaten wie folgt eingestellt.
    20-15-10(-5)
    Die 5mg Abends hat meine Ärztin mir freigestellt. Je nachdem, wie lange mein Arbeitstag ist, wann ich morgens aufwache und die Erste nehme und wann ich schlafen gehe.
    Im Moment steh ich immer ziemlich früh auf: 6 Uhr - 20mg; 11 Uhr - 15mh; 16 Uhr - 10mg; 21 Uhr - 5mg

    Das ist natürlich nicht für jeden geeignet. Das, genau wie das Folgende ist jetzt nur, wie das bei mir abläuft und bitte AUF KEINEN FALL als Ratschlag oder Tipp oder sonstwas zu verstehen. Ist nur meine Erfahrung mit Medik.
    Habe in den letzten Monaten ein sehr gutes Vertrauensverhältnis zu meiner Ärztin aufgebaut. Sie ist Neurologien, Psychiaterin und Psychologin und auf AD(H)S spezialisiert. Von daher hat sie auch viele Patienten, die Scheiße mit dem Medikament bauen, weil manche ADHS'ler sehr "experimentiertfreudig sind. Deswegen macht sie die Dosierungseinstellung auch nur unter Beobachtung und mit dem kurzwirkenden Medikament.
    Daher wars am Anfang nicht einfach, ihr zu beweisen, dass ich schon recht verantwortungsbewusst sein kann. Was ich von Anfang an (und das kann man ruhig als Tipp betrachten) wichtig fand, ist, meiner Ärztin alles im Zusammenhang mit dem Medikinet zu sagen. Ob ich jetzt Mist gebaut habe oder was auch immer. So das sie halt merkt, dass man mir vertrauen kann und ich nichts verheimliche.
    Am Anfang hab ich mal nen ziemlich großen Fehler gemacht: Hab das erste Mal mit meiner Freundin bei ihren Eltern übernachtet. Ich war morgens so nervös, dass ich mich auf gar nix konzentrieren konnte und ich auch keinerlei Wirkung verspürte. Nervös, fahrig, unkonzentriert und geredet wie ein Wasserfall. Mittags wollte meine Freundin ihre beste Freundin und deren Mann treffen. Auch das erste Treffen für mich. Dachte nur, scheiße, heute morgen schon so vergeigt und gleich bestimmt auch. Hatte morgens schon 15mg drin gehabt, mittags die normale 10mg Dosis genommen und dachte mir, vielleicht hilft viel auch viel. Hab dann nochmal 10 genommen und hatte noch 2 5er von dem reinen Methylphenidat (dem schnell wirkenden) über, die ich auch noch nahm. Ergo hatte ich dann kurzfristig über 30mg im Blut, was eine totale Überdosierung war. Wusste ich da aber noch nicht.
    Im Endeffekt hatte ich echt krasse Nebenwirkungen. Ich hatte enormen Druck auf der Brust, konnte kaum atmen, spürte meinen Puls im Hals, hatte anscheinend echt hohen Blutdruck, Rauschen auf den Ohren, Schwindelgefühl, Übelkeit, verschwommen gesehen und wegen dem allen eine gewaltige Panikattacke. Und das alles während dem Treffen.
    Hab danach meiner Ärztin davon erzählt. Sie war natürlich nicht begeistert, aber meinte, solche Experimente würden viele machen.
    Ganz falsch ist die Annahme, viel hilft viel. Wenn man nämlich zuviel nimmt, kippt die Wirkung wieder und kann halt zu enormen Nebenwirkungen führen.
    Das war mir definitv ne Lehre. Soviel Schiss hatte ich noch nie. Hatte zeitweise das Gefühl, dass ich auf dem Sofa der besten Freundin meiner Freundin kollabiere. Hatte mich da sogar nichtmal getraut, aufzustehen um auf Toilette zu gehen.

    Ne andere Sache, die ich meiner Ärztin auch erzählt habe, war, dass ich mal auf eigene Faust ne zeitlang meine Dosis um 5mg pro Einnahme erhöht habe. Auch meine Erfahrung, dass es am ersten Tag total gut lief und am zweiten und dritten Tag so beschissen war, dass ich wieder zu meiner Ausgangsdosierung zurück bin. War sie auch nicht sooo angetan von, aber meinte, wenn ich das selber gemerkt und eingesehen hab, dass die Dosierung so gut ist, dann ists ja auch in Ordnung.
    Wie gesagt, es bedarf einiger Zeit und vor allem Offenheit um eine Vertrauensbasis aufzubauen, welche ich zwischen Arzt und Patient für enorm wichtig halte.
    Deswegen lässt sie mir zum Beispiel auch freie Hand darüber, zu entscheiden, wie oft ich am Tag meine Tabletten nehme und das die vierte Runde rein optional und nach Bedarf ist, weil sie weiß, dass ich das selber einschätzen kann.
    Auch was den Rebound angeht. Wenn ich die Folgerunde zu früh einnehme, sagen wir mal, ich hab vergessen und 15mg statt um 11 erst um halb 12 genommen und die 10mg werf ich ganz normal um 16 Uhr rein, hab ich ne halbe Stunde Überscheidung in welcher ich ziemlich nervös und überdreht bin. Ergo, nicht so gut und lass ich nach der Selbstbeobachtung auch sein.
    Bei mir wirkt es nämlich ziemlich konstant. Halbe Stunde bis es wirkt und eine nahezu schwankungslose Wirkdauer von 5 Stunden, vorrausgesetzt ich hab genug gegessen. Und auch kleinere Schwankungen von 10 Minuten und sind mir recht egal. Dann geh ich halt in der Zeit rauchen oder trink in Ruhe nen Kaffee und arbeite dann weiter.

    Um morgens auch besser in die Puschen zu kommen hab ich meine eigene Strategie entwickelt. Aber wie schon gesagt, für mich ist sie gut, obs für andere auch so ist, keine Ahnung. Daher NICHT für eine Nachahmung empfohlen. Morgens ief es bisher so ab, dass ich aufgestanden bin und meinen Wecker immer wieder mal 10 Minten weitergestellt hab, von wegen, ach 10min gehen noch, packste immer noch. Hab so immer mal wieder Vorlesungen verschlafen und bin, wenn ichs dann endlich ausm Bett geschafft habe, kopflos in der Wohnung herumgerannt, bis ich mal nen roten Faden gefunden hab.
    Seit 2 Wochen stell ich mir den Wecker auf 6 Uhr, steh auch, nehm die erste Tablette, leg mich nochmal ne halbe Stunde hin und wenn der zweite Wecker um halb 7 schellt, ist die Wirkung auch da. Dann steh ich richtig auf, mach erst den PC an, geh in die Küche, setz Kaffee auf, geh zurück ins Zimmer, mach Musik an (ohne kann ich einfach nicht ^^), wieder in die Küche und Toast rein, wenn der fertig ist, ist auch schon eine Tasse Kaffee durch gelaufen, geh mit Toast und Kaffee ins Zimmer, Musik aus, irgendwas bei Youtube an (im Moment Spots von Kalkoffes Mattscheibe, ist nicht anspruchsvoll, aber ganz witzig) und hab um 7 dann bereits gefrühstückt und geh dann duschen. Halb 8 ausm Haus und in die Uni.
    Mein morgendliches Ritual. Finde ich ziemlich wichtig, weil ich klare und sich wiederholende Strukturen brauche um mich daran auszurichten und zu orientieren.
    Aber wie gesagt...weiß nicht wie es bei anderen aussieht.

    Eine Nebenwirkung ist ja auch, dass man schlechter schlafen kann. Bei mir ists nicht so, deswegen auch die vierte Runde Abends noch. Ich kann unter Medikinet komischerweise besser einschlafen, als ohne Wirkung. Fand meine Ärztin zuerst auch ganz komisch, weil sie sowas noch nie gehört hat oder zumindest keiner ihrer Patienten das bei sich beobachtet hat (bin da eh glaube ich eine Ausnahme, dass ich mich ständig selber beobachte und die Wirkungen/Verhaltensweisen so analytisch zusammentrage und ihr erzähle).

    Und was den Rebound angeht, wie gesagt, nehm ich meine Tabletten immer im 5-Stunden-Takt. Wenn ich die halbe Stunde Anlaufzeit nämlich mitberechne, so hört die vorrangegangene Dosis nämlich genau dann auf, während die folgende grade anfängt zu wirken, so dass ich einen nahtlosen Übergang habe.
    Auch wenn manche jetzt sagen würden, so wäre ich ja den ganzen Tag über unter Wirkung. Im Prinzip stimmt das auch. Aber ich vergesse auch oft genug mir einen Wecker zu stellen, wann ich die nächste Dosis nehmen muss, daher bin ich auch oft genug wieder "nur" ich. Wenn man das überhaupt sagen kann.

    So das waren meine Erfahrungen mit dem Zeugs. Sry, dass das so ne Menge ist. Wollte jetzt auch nicht dein Tagebuch kontaminieren.
    Aber ich finde deine Story enorm interessant und sehe da viele Parallelen zu meiner.

    Deswegen würde ich dir gerne abschließend noch ein paar Sätze dazu schreiben:
    Medikinet ist kein Allheilmittel. Es negiert das AD(H)S nicht. In keinster Weise. Es unterstützt dich nur, wenn du am Arbeiten bist, auch eine längere Zeit am Stück dran zu bleiben.
    Bei meiner Anfangsdosierung hatte ich auch mal, dass ich 4 Stunden am Stück am arbeiten war. Das ist sogar ein paar meiner Kommilitoninnen aufgefallen, die meinten, Gott, so kennen wir dich ja gar nicht. Krass, was du für ein Arbeitstier bist.
    Hab selbst, wegen mangelndem Zeitgefühl auch gar nicht gemerkt, wie lange ich da gearbeitet hatte. Hab auch vergessen zu trinken und auf Klo zu gehen. Nicht unbedingt gut.

    Umso ernüchternder war es daher an Tagen, an denen gar nix ging. Ich mich nicht zum Arbeiten aufraffen konnte, nicht wusste, wo ich anfangen soll und irgendwie auch nichts lief wie es sollte, so wie bei dir. Aber daran kannst du nicht dem Medikament die Schuld geben, es hätte dich im Stich gelassen.
    Das Medikament wirkt schon.
    Du kannst da gar nix die Schuld dran geben. Manchmal hat man halt Tage, an denen nichts funktionieren will. Die haben "normale" Menschen auch. Jeder.
    Aber das ist auch nicht schlimm. Auch wenn der Arbeitgeber das gerne sehen würde, niemand kann immer arbeiten. Man braucht auch mal ne Ruhephase um den Kopf klar zu bekommen, sich zu regenerieren, den Akku aufzuladen.
    Grade in deiner Anfangsphase geht dir bestimmt auch vieles durch den Kopf und machst dir Gedanken drüber und alles. Es ist neu, ein neues Gefühl und so.

    Ich hab am Anfang gedacht, boah geil, jetzt bin ich endlich normal und ticke/denke wir normale Leute.
    Das ist aber, was ich mittlerweile erkannt habe, ein Trugschluss. Ich denke immer noch so wirsch, bin ablenkbar, mache Gedankensprünge und alles. Daran hat sich nichts geändert und wird wohl auch nie. Das einzige was anders ist, ist, dass ich, wenn ich mich zum arbeiten aufraffen kann, dann auch konzentriert am Stück arbeiten kann. Und das gibt mir im Moment mehr, als irgendwas anderes in den letzten Jahren.
    Das Gefühl, ich kann wirklich was leisten oder wenn ich mir anschaue, was ich in den letzten Stunden erarbeitet habe, wo ich früher bestimmt nen ganzen Tag für gebraucht hätte, ist toll.
    Son bischen wie bei dem Film Cast Away tom hanks - YouTube.
    Bin dann stolz wie Oskar und das fühlt sich toll an.

    Aber wie gesagt. Das wird noch häufiger kommen, dass man auch mal nix schafft, weil einfach grade rein gar nix geht. Aber die Durchhänger hat jeder und das ist auch ganz normal.
    Auch wenn ich mal ne Runde am PC zocke und nach 2-3 Stunden denke, na toll, jetzt haste gar nix geschafft, danke ADHS.
    Stimmt auch nicht. Das ist der innere Schweinehund und gegen den ist sogar Medikinet machtlos.
    Der Schweinehund ist allmächtig. ^^
    Aber wenn ich den mal überwunden habe, dann läuft es auch. Aber den hat jeder. Von daher, nicht verzweifeln oder niedergeschlagen sein.

    Ich hoffe du bist mit deinem Projekt vorgestern erfolgreich fertig geworden.
    Weiter so und ich finde deine Geschichte enorm interessant.

  9. #19
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 466

    AW: Medikinet und ich ...die Geschichte einer neuen Beziehung

    Hm, ja, ich hatte das "Chef" jetzt nur auf die "Beziehung" bezogen, ohne mir vorstellen zu können, dass es da ein Missverständnis geben könnte.
    Eyvn, den Unterschied sah ich da, wie sehr sich das vertieft und verselbständigt.

    Und ich hatte auch schon ein ganz schlechtes Gewissen, weil sie gar nicht weitergeschrieben hat.

    Liebe Xemi, abgesehen von meinen Bedenken, fand ich die Art zu schreiben auch nicht ganz unspannend, und fand auch nichts dabei, als meine Freundin vor Jahren ihrem ersten Auto einen Namen gegeben hat.

    Wenn du gleichzeitig die notwendige Distanz hast zu deinem (zweiten) "Beziehungspartner", lass dich bitte nicht von meinem Beitrag ins Bockshorn jagen, das täte mir leid.

    Alles Liebe
    zammel

    (ich muss auch nicht unbedingt weiter mitlesen und sag nix mehr dazu )

  10. #20
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 30
    Forum-Beiträge: 72

    AW: Medikinet und ich ...die Geschichte einer neuen Beziehung

    Ach so. Ok, dann hab ichs wohl falsch interpretiert oder in die falsche Richtung gedacht.
    Mensch...woher kommt das nur, dass ich immer so verquer denke...

    Joa, Distanz ist schon wichtig, man sollte sich nicht von einem Medikament abhängig machen lassen, weder physisch noch psychisch.
    Da stimme ich voll und ganz zu.

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