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Diskutiere im Thema Tun sich ADHSler mit dem Abnehmen schwerer??? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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  1. #41
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 596

    AW: Tun sich ADHSler mit dem Abnehmen schwerer???

    eigentlich schon komisch....so unruhige zipfel wir sind, wir müssten doch die dopplte energie verbrauchen...somit besseren stoffwechsel, somit schlank ohne ende sein.

    ich habe erst seit dem ich die 4 vor meinem alter habe, so extreme probleme mit dem abnehmen, früher war das immer total einfach, vor allem bei stress, da habe ich kaum was gegessen und die kilos sind nur so gepurzelt. abgesehen davon, das ich immer mal eine phase hatte, wo ich tagelang nichts gegessen habe, ruckzuck waren die kilos wieder runter. jetzt nicht mehr, egal ob ich nichts oder wenig esse.

    was diäten angeht....no go....schaffe ich nicht, habe einfach nicht die disziplin, das durchhaltevermögen und die lust dazu.

    aber ich denke auch, das liegt nicht am adhs, so geht es vielen menschen.

  2. #42
    Katie

    Gast

    AW: Tun sich ADHSler mit dem Abnehmen schwerer???

    Hallo!

    Also grundsätzlich muss ich mich den anderen anschließen, denn das Durchhalten ist das Problem...
    Mich wundert es, daß viele ADHS´ler übergewichtig sein sollen, keine Ahnung.

    Mir geht es so, daß ich durch meinen Bewegungsdrang schon ein Verbrennungswunder bin...
    Allerdings hatte ich auch das Problem, schleichend immer schwerer zu werden, obwohl ich von Natur aus immer sehr schlank war.
    Bevor das ins Übergewicht ausartet, habe ich die Bremse gezogen.

    Ich habe, weil ich eh nur hop-oder top kann, eine 10 Wochen crash Diät gemacht und zum ersten Mal in meinem Leben Kalorien gezählt und mich quasi runtergehungert.
    Denn so war das Ende absehbarer und leichter zu erreichen. 10kg waren es.

    Wenn es jetzt Kommentare hagelt, wie ungesund das sei und jojo etc-
    ich habe nicht einseitig gegessen und danach mit joggen und langsam wieder normal essen weiter gemacht um zu probieren, was vertrage ich jetzt, ohne wieder zuzunehmen.

    Ganz wichtig- Alkohol war der Fettmacher. Regelmässig abends-tödlich!
    Hindert die Fettverbrennung und hat nat. sau viel Kalorien. Hunger machts meistens auch noch...
    Ich trinke fast keinen Alkohol mehr.

    Tipps, was ich so gefuttert habe, kann ich gerne geben.

    Mittlerweile sind 2 Jahre vergangen-ich koche und backe übrigens leidenschaftlich gerne und esse auch gerne-habe das Gewicht gehalten und in der Zeit gelernt, nicht über den Hunger hinaus zu essen, was ich vorher immer getan hab. Bis der Bauch wehtat.

    Das ist eine Ultra Beherrschungssache, aber eben in der "kurzen" Zeit umsetzbar. V.a. wenn man immer schlank war und sieht, daß es immer mehr wird.
    Der Wille bei bestimmten Sachen versetzt auch bei oder grad bei ADHS´lern Berge.

    Wenn es aber nicht "klick" macht und man nur jammert (egal bei was), dann nützt alles nix.
    Habe genug Bereiche, wo ich das nicht schaffe, Dinge, die mir nicht gefallen, zu ändern. Doch das hat funktioniert.

  3. #43
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 929

    AW: Tun sich ADHSler mit dem Abnehmen schwerer???

    also bei mir ists so, dass ich eher ein hypo also ads ohne h bin...das nächste.. meine mutter hat uns früher gezwungen immer Zwei volle Teller leerzu essen...hatte als säugling schon essstörung...schilddrüse...k onnte/wollte nicht essen...naja...auf jedenfall hat mir eine ernährungsberaterin mal gesagt, das meine fettzellen in der kindheit schon angelegt wurden, und es schwer wird das runter zu bekommen. dann kam schilddrüsenunterfunktion dazu, depressionen, alkoholexsesse.....und diätenwahn bis bulimie hin.......nun versuche ich es auf die sanfte tour. ich gratuliere jedem dazu, der schlank ist und auch rechtzeitig auf die bremse treten kann......aber es gehört immer noch oft ein gewisser hintergrund dazu...und krankheitsgeschichte.....nicht alle sind nur verfressen und jammern dann rum......ist nich bös gemeint...nur meine meinung dazu

  4. #44
    Katie

    Gast

    AW: Tun sich ADHSler mit dem Abnehmen schwerer???

    @Ewyn-Das stimmt auf jeden Fall!
    Da ich immer schlank war ist es eine ganz andere Ausgangsposition als für jmd, der schon immer Probleme hatte-ganz egal aus welchem Grund!

    Als hyp-O sowieso was ganz anderes.

  5. #45
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 1.096

    AW: Tun sich ADHSler mit dem Abnehmen schwerer???

    Ich denke, dass es noch eine andere Problematik gibt, wenn man ADHSler ist, bei mir auf jeden Fall, denn ich bin weder Stress- noch Frustesser, sondern kann eigentlich IMMER essen.
    Was ich festgestellt habe, ist dass ich erste Gewichtsprobleme bekam als ich mit 12 Jahren aufhörte Sport zu treiben; d.h. die äußere Unruhe, die sonst mit Motorik ausgeglichen wurde, hat sich auf innere Unruhe übertragen, und die wurde dann mit Essen kompensiert.
    Das heißt bei mir hat Essen nicht mit Hunger, Appetit, Frust oder Lust zu tun, sondern ist einfach eine Tätigkeit und keine einfache Nahrungsaufnahme wie es denn richtig wäre.

    VG Amn

  6. #46
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.625

    AW: Tun sich ADHSler mit dem Abnehmen schwerer???

    Leute, ich weiß wirklich sehr gut, wie es funktioniert und könnte euch einen Plan aufstellen, der sich garantiert positiv auf euer Gewicht auswirken würde. Nur leider hapert es bei mir an der Umsetzung. Mir fehlt es an Streicheleinheiten, ich würde so gerne wieder öfters mit jemandem kuscheln... und als Ersatzbefriedigung werfe ich eine Pizza in den Backofen, mache mir Nudeln mit Tomatensoße und Käse oder nasche was Süßes. Auf Bewegung habe ich generell selten Lust, und seit die Hallenbäder bei uns so extrem teuer geworden sind, gehe ich nur noch ca. 2x im Monat hin.

  7. #47
    Chaoten-Weib

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 53
    Forum-Beiträge: 2.544

    AW: Tun sich ADHSler mit dem Abnehmen schwerer???

    Oooooohhhhhh jetzt hab ich Hunger auf Pizza bekommen......echt jetzt ohne Mist.....

    Tja abends, wenn das MPH nicht mehr wirkt, kriege ich auch gute Fast-Fress-Attacken, die ich aber noch ganz gut im Griff habe. Zumindest besser als vor der Einnahme von MPH. Ich habe wieder ein Sättigungsgefühl. Das war in den letzten Jahren völlig weg. Und so, wie Amneris schon sagte....ich esse einfach, weil es so ist. Ohne grossartigen Hunger zu haben oder weil andere essen....ich esse ohne zu überlegen. Das ist total bescheuert.

    So wie bei Ewyn MUSSTE ich meinen Teller leer essen, ansonsten war ich mit dem Gesicht drin. Mein Bruder nicht, nur ich. Weil ich ja die Kranke war mit meinem Diabetes. Ich war eher viel zu dünn, wegen meiner hohen Blutzuckerwerte, die ich ständig hatte und durch die Ketoazidose, mit der ich auch ständig durch die Gegend lief, nahm ich immer ab. Ich war dürr.
    Meine Mutter tat natürlich genau das Falsche.....sie wollte mich füttern mit Kohlenhydraten. Dabei muss mein Blutzucker haushoch gewesen sein und durch die Kohlenhydrate noch viel höher ging.
    Vor 47 Jahren war die Kontrolle des Blutzuckers und die Insulininjektionen nicht so wie heute. Gar kein Vergleich.

    Mit 18 bin ich von zuhause weg und da fing es an, dass ich das aß worauf ich Hunger hatte. Und das schmeckte hm.....
    Ich durfte tatsächlich bis zu meinem 18. Lebensjahr mich nicht dabei erwischen lassen, dass ich "draussen" etwas aß. Sobald ein Nachbar oder mein Bruder mich "erwischten", hatte ich eine hängen.

    Und nun nahm ich zu.....aus Kleidergrösse 176 für Kinder wurde Konfektionsgrösse 44-46. Nun begann ja für mich die richtige Blutzuckerkontrolle mit Selbstbestimmung und ich hatte so einigermassen normale Werte. Also kein Insulinmangel mehr. Das Insulin war mein Verhängnis, denn im Laufe der Jahre wurde die ehemals dürre Heike eine....naja dicke Heike, wobei knapp 90 Kilo bei 1,72 m auch nicht soooo dick ist....oder doch???

    Dann in den Jahren von 28 - 36 (glaube es war in dieser Zeit) hatte ich einen Diätenwahn mit Slim-Fast. War ja damals echt Mode mit dem Zeugs. Hat mir noch nicht mal schlecht geschmeckt.
    Und ich fing mit Sport an.....aber exessiv. Weil ich merkte, dass die Kilos nur so purzelten. Also hatte ich meine Belohnung und habe innerhalb eines Jahres ca. 35 Kilo abgenommen. Ich wog nun stolze 55 Kilo.....und war am verhungern. Aber ich war stark. Der Hunger hatte mich nicht im Griff. Ich ging sogar noch weiter runter auf 49 Kilo. Aber da stand ich kurz vor dem Umkippen.

    Da brauchte ich nur einen Salat am Tag essen und ich habe zugenommen. Heute ist mir das klar. Sport war auch nicht mehr möglich, da ich zu schwach war. Und ich ging wieder rauf auf 55 Kilo, da war ich wieder leistungsfähiger. Das Gewicht hielt ich glaube ich 2 Jahre. Wie ich das geschafft habe.....keine Ahnung. Ich war bei ca. 500 Kalorien am Tag. Ich fühlte mich stark.

    Aber der Hunger war dann doch irgendwann stärker und ich wog wieder 60 kg. Ein absolut ideales Gewicht bei 1,72 m......aber ich war schon zu "krank" im Kopf und kam auf eine glorreiche Idee....ich bekam Bulimie und war wieder total stolz, auf diese Idee gekommen zu sein. 6 Monate lang alles wieder ausgeko.....und Sport dabei gemacht bis zum Umfallen. Und dann einfach umgekippt.

    Danach wurde ich schon "gemästet" auf der Krankenhaus-Station.....ich bekam Fressanfälle. Mit meiner Beherrschung war es endgültig vorbei und ich habe knapp 30 Kilo in einem Jahr wieder drauf gehabt. Mir jeden Tag vorgenommen, dass ich morgen wieder anfange mit Disziplin. Heute ist es noch egal, komm Heike, die Tafel Schoki geht noch rein. 4 Wochen Molke-Fasten, 2 Wochen nur Almased-Drinks, Appetitzügler missbraucht, Low Carb, Weight-Watchers (lach hier hab ich sogar noch zugenommen, da Obst ja erlaubt war, soviel man wollte).....ich habe alles durch. Und immer hat es geklappt. Mit Low Carb sogar in 8 Monaten - oh Gott jetzt weiss ich die Kilozahl gar nicht mehr, die ich abgenommen habe...ich glaube es waren 10 Kilo? - naja auf jeden Fall war das nicht schlecht. Aber wie hier schon jemand schrieb (sorry hab den Namen vergessen)....allein 3 Gummibärchen machten alles zunichte. Man bekam Fressanfälle auf Kohlenhydrate......auf einen Schlag. Wie ein Verhungerter. Und dann der Gedanke, dass es nun schon eh zu spät ist, nun kann man auch die ganze Tüte Gummibärchen aufessen....morgen macht man ja weiter mit Low Carb. Meine Güte was war ich dumm.

    Und seitdem quält mich jeden Tag der Gedanke - 24 Stunden am Tag - doch endlich wieder abzunehmen. Ich wiege heute 78 kg bei 1,72. Ich fühle mich nicht wohl. Mein Schatz findet mich schön. Er mag keine "dünnen" Frauen. Das tröstet mich ein bisschen. Ich will nicht, nur weil ich bald 50 werde, aussehen wie eine Fett-Matrone. Ich will nicht so aussehen, wie viele der 50-jährigen Frauen, die draussen herum rennen. Die sich gehen lassen und mit ihren kurzen grauen Haaren.
    Neeeeee
    Könnt ihr das verstehen?

    Mit dem MPH vor 3 Monaten haben die Fressanfälle aufgehört. Nun habe ich wieder ein Sättigungsgefühl. Das tut gut, wenn der Bauch nicht mehr so sehr schmerzt, dass ich mich nicht mehr bewegen kann.

    Mist....wieder so lang geworden. Dabei wollte ich heute früh schlafen gehen. Aber mein Schatz hatte noch Arbeit und da sass ich nun vor dem PC und habe mir Chilli-Reisscracker gegönnt....eine ganze Tüte. Na toll.

    lg Heike

  8. #48
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 929

    AW: Tun sich ADHSler mit dem Abnehmen schwerer???

    wenn ich könnte würde ich dir mehr danke geben liebe heike. Dein bericht hat mich an sovieles erinnert, wie es bei mir anfing.....hab sogar fast geweint....weil mir das wieder vor augen führt, wie quasi alles angefangen hat.
    Und auch wenns auch für dich teilweise echt nicht schön war...ist es tröstlich für mich zu wissen, dass da jemand ist, der fast das gleiche erlebt hat wie ich. Abgesehen von deiner diabetes und naja meinen dunklen punkten in der kindheit...deckt sich das so ziemlich.....vor allem diese extreme.....
    also drück ich dich mal dolle und danke dir
    achja...und dein gewicht ist ansich echt ok.....
    Überlege doch mal, ob du vielleicht mit etwas anderem unzufrieden bist, und es nur auf dein Gewicht projezierst?

  9. #49
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 54

    AW: Tun sich ADHSler mit dem Abnehmen schwerer???

    Ich habe früher nie verstanden, wie manche Menschen zu leckerem Essen Nein sagen konnten. Auch so etwas wie "Ich bin satt." habe ich nie verstanden. Oder wie man nach 10 Gummitierchen aufhören kann, wenn man eine ganze Tüte vor sich hat. Jetzt - mit MPH - ist mir das auf einmal völlig klar.

    Ich war als Kind schon eher moppelig, aber nicht dick. Durch sehr viel Sport hielten sich die Pölsterchen in Grenzen, aber richtig zufrieden war ich mit mir vor allem ab der Pubertät nicht mehr. So ab ca. 15 fing's dann mit dem Jojo-Effekt an. 10 Jahre später war ich durch irrsinnige Crash-Diäten, Frust- und Stressessen sowie einfach ungesundem Zeug schließlich bei 75 kg bei 1,62 cm. Optisch war ich unzufrieden, aber vor allem hat es mich gestört, dass ich nicht mehr so fit war und z.T. schon Gelenkschmerzen hatte.

    Im letzten Jahr hat es dann irgendwie "Klick" im Kopf gemacht und ich habe meine Ernährung umgestellt. Verboten habe ich mir nichts, weil das sofort dazu führt, dass ich nur noch an das Verbotene denken muss. Aber ich habe ungesunde Belohnungen wie z.B. Gummitierchen zwischendurch reduziert und durch Gemüse- und Obstschnipsel oder mal einen Joghurt zwischendurch ersetzt. Ich nehme mir mindestens einmal am Tag Zeit, um zu kochen oder zumindest mein Essen sehr bewusst und liebevoll zusammenzustellen. Als Kontrollfan - ADHS lässt grüßen - finde ich Kalorien zählen toll. Dafür habe ich eine App, in die ich alles eintragen oder einscannen kann, was ich zu mir nehme. Auf der anderen Seite habe ich einen recht guten Schrittzähler, der mir am Ende des Tages u.a. ausspuckt, wie viele Kalorien ich verbraucht habe. So ein Schrittzähler kann - je nach Modell - übrigens total motivierend sein. Für mich ist das ein richtiger Spaß- und Spielfaktor, wenn ich am Ende des Tages noch nicht genügend Schritte gemacht habe (das Ziel kann man sich selbst einstellen), dann noch schnell eine extra Runde mit dem Hund drehe und mich dann total freuen kann, wenn die "richtige" Zahl auf dem Zähler steht. Da einige Freunde zufällig das gleiche Gerät haben, stehen wir dann manchmal da und vergleichen, das motiviert. Lange Rede, kurzer Sinn: Ich kann also jeden Tag eine Energiebilanz aufstellen und darauf achten, dass ich weder zu viel, aber auch nicht zu wenig (Hungerstoffwechsel!) esse.

    Für mich persönlich war es außerdem ganz wichtig, dass ich wieder eine Bewegungsform gefunden habe, die mir unheimlichen Spaß macht. Joggen u.ä. finde ich nämlich ziemlich doof. Generell bringt mir kein Sport auf Dauer etwas, zu dem ich mich zwingen muss. Ich bin jedenfalls wieder zum Tanzen gekommen, was den Vorteil hat, dass es nicht nur Bewegung bedeutet, sondern auch sozialen Kontakt. Inzwischen ist die "Szene" für mich so etwas wie eine kleine Familie geworden. Nach 11 Monaten sind 17 kg runter. Ein paar Kilos sollen noch purzeln und dann ist's auch gut.

    Vor dem MPH, dass ich jetzt seit einer Woche nehme, hatte ich z.T. ein richtiges Craving nach Essen generell oder bestimmten Lebensmitteln. Egal, wie sehr ich mich zusammenriss, irgendwann scheiterte ich doch am "Schweinehund" und ging los, um mir Produkt XY zu kaufen. Oder aß irgendwas, obwohl ich vorher schon wusste, dass ich mich wenig später total darüber ärgern würde. Erst das MPH macht mir jetzt klar, wie sehr mein Leben bisher vom Zusammenreißen geprägt war, auch in Hinsicht auf meine Ernährung. Ich habe einen so klaren Kopf, dass ich wirklich abwägen überlegen kann, ob, was und wie viel ich jetzt essen will. Ich kann auf einmal Nein sagen, wenn mir etwas angeboten wird, was ich nicht essen möchte oder ich keinen Hunger habe. Davor dachte ich immer, dass meine Selbstdisziplin halt einfach nicht ausreicht. Das MPH wirkt bei mir zum Glück nicht so stark, dass ich gar keinen Appetit mehr hätte, aber es gibt mir durch die erhöhte Impulskontrolle wieder mehr Entscheidungsgewalt über mein eigenes Handeln.

    Fazit für mich: Vor allem das Impulsive und Spontane hat mir das Abnehmen immer sehr erschwert und zu Selbstvorwürfen geführt, wenn ich es "wieder mal nicht geschafft hatte". Ich brauche sicher noch ein wenig mehr Erfahrung mit dem Medikament, ob es selbst den Appetit unterdrückt oder ob es tatsächlich mein Kopf ist, der da meinen Willen steuert. Im Moment bedeutet es für mich einfach eine große Erleichterung, nicht ständig ans Essen und Nicht-Essen denken zu müssen.

  10. #50
    Katie

    Gast

    AW: Tun sich ADHSler mit dem Abnehmen schwerer???

    Genau die APP hatte ich auch im Einsatz und konnte mich nach einer Weile wieder davon trennen und es klappt nun ganz alleine ohne Kontrolle.
    Das ist wirklich sehr zu empfehlen, denn man kann wirklich alles essen, statt ner halben Tafel zum Nachtisch trägt man eben nur ne halbe Reihe ein.
    Es dauert ein wenig, aber es ist wirklich so, daß sich der Körper umstellt, und man will irgendwann gar keine Tafel mehr. Ist nach dem Abnehmen nochmal ein Prozess, der sich dann von alleine einstellt.

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