Umfrageergebnis anzeigen: Kann uns der Behindertenbegriff des Sozialgesetzbuchs eine Hilfe sein?

Teilnehmer
20. Du darfst bei dieser Umfrage nicht abstimmen
  • Ja

    7 35,00%
  • Nein

    4 20,00%
  • Kommt drauf an

    9 45,00%
Seite 7 von 14 Erste ... 23456789101112 ... Letzte
Zeige Ergebnis 61 bis 70 von 137

Diskutiere im Thema ADHS u. der Behinderungsbegriff des Sozialgesetzbuchs im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #61
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.444

    AW: ADHS u. der Behinderungsbegriff des Sozialgesetzbuchs


  2. #62
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 1.004

    AW: ADHS u. der Behinderungsbegriff des Sozialgesetzbuchs

    2 Wettbewerbe seh ich grad
    a) Unesco
    b) Aktion Mensch e.V.

    1.
    KURZFILMWETTBEWERB ZUR INKLUSIVEN BILDUNG BEWERBUNGEN BIS ENDE AUGUST EINREICHEN Ab sofort können sich Studierende von Film- oder Medienhochschulen mit einem Kurzfilmkonzept zur inklusiven Bildung bei der Deutschen UNESCO-Kommission bewerben. Es soll das Thema in kreativer Weise – humorvoll, nachdenklich oder aufrüttelnd – umsetzen. Das Genre ist frei wählbar. Einsendeschluss ist der 30. August 2013. Das beste Konzept wird von einer Fachjury ausgewählt und mit professioneller Unterstützung produziert. Präsentiert wird der Kurzfilm im Rahmen des Gipfels "Inklusion – Die Zukunft der Bildung", den die Deutsche UNESCO-Kommission am 19. und 20. März 2014 in Bonn ausrichtet.

    Kooperationspartner des Gipfels sind
    1. die Aktion Mensch,
    2. die Bertelsmann Stiftung,
    3. das Bildungs- und Förderungswerk der GEW,
    4. das Deutsche Institut für Menschenrechte,
    5. die Heidehof Stiftung,
    6. die Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft und
    7. die Stadt Bonn.
    8. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und
    9. die Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland unterstützen die Konferenz.

    Partner des Filmwettbewerbs ist die Hochschule für Film und Fernsehen "Konrad Wolf" Potsdam. Seit 2009 ist Deutschland verpflichtet, inklusive Bildung umzusetzen.

    Damals trat die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen in Deutschland in Kraft. Das völkerrechtlich verbindliche Abkommen sieht unter anderem einen gemeinsamen Unterricht von Kindern mit und ohne Behinderung vor. Inklusive Bildung ist ein zentrales Anliegen der UNESCO und soll allen Menschen weltweit eine qualitativ hochwertige Bildung ermöglichen – unabhängig von besonderen Lernbedürfnissen, körperlichen Beeinträchtigungen, Geschlecht, sozialen und ökonomischen Voraussetzungen. Das Konzept wurde 1994 von der UNESCO in der Salamanca-Erklärung festgelegt und 2008 auf der UNESCO-Weltbildungsministerkonferenz erneut bestätigt. Bewerbungen bis zum 30. August 2013 an: Deutsche UNESCO-Kommission Frau Sabine Luft Langwartweg 72 53129 Bonn Email: luft@unesco.de Startseite* - Deutsche UNESCO-Kommission
    Aktion Mensch

    2.
    Aktion Mensch: Inklusion

    3.
    Förderung von Einrichtungen, Institutionen, Vereinen etc., die Inklusion betreiben (aus: http://www.aktion-mensch.de/foerderu...erprogramm.php )

    "Förderprogramm Inklusion


    http://www.aktion-mensch.de/img/pool...lusion_200.jpg

    Die Aktion Mensch unterstützt mit ihrem Förderprogramm Inklusion Projekte und Initiativen, die vor Ort unterschiedliche Akteure aus allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens vernetzen. So soll das Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention ermöglicht und damit Inklusion in den regionalen Lebensweltbezügen umgesetzt werden. Ziel des Förderprogramms ist die Schaffung von Vernetzungsstrukturen. Die Handlungsfelder sind


    • Arbeit
    • Bildung
    • Freizeit
    • Wohnen
    • Barrierefreiheit

    Den Flyer Förderprogramm Inklusion als PDF-Download

    Vorlauf- und Planungsaktivitäten

    Vorlauf- und Planungsaktivitäten werden mit bis zu 15.000 Euro gefördert. Sie dienen dazu, im Rahmen der Planung und Vorbereitung eines Inklusionsprojektes z.B. die passenden Partner zu finden, das Interesse für Inklusion vor Ort zu wecken und Wissen auszutauschen. Ziel ist die Entwicklung eines gemeinsamen Konzepts und die Vorbereitung eines Kooperationsvertrages zur lokalen Umsetzung von Inklusion. Der Förderzeitraum für Vorlauf- und Planungsaktivitäten umfasst maximal 12 Monate. Inklusionsprojekte können jedoch auch ohne durch die Aktion Mensch geförderte Vorlauf- und Planungsaktivitäten beantragt werden.


    Fördervoraussetzungen für die Vorlauf- und Planungsaktivitäten sind:


    • Ansatz und Anliegen des späteren Inklusionsprojektes sind erkennbar.
    • Ein frei gemeinnütziger Antragsteller plant eine Kooperation mit mindestens zwei feststehenden oder potentiellen Partnern, die benannt werden und bei denen grundsätzlich Interesse besteht; davon einer außerhalb der Behindertenhilfe.
    • Die Vorlauf- und Planungsaktivitäten – z.B. Zukunftskonferenz, Vernetzungsforen usw. – verfolgen die Idee des späteren Inklusionsprojektes. Die eingesetzten Mittel und Methoden müssen erläutert sein.
    • Die Ziele beziehen sich auf mindestens eines der Handlungs- und Themenfelder Arbeit, Wohnen, Bildung, Freizeit, Barrierefreiheit. Mindestens ein Themenfeld muss fokussiert werden.
    • Region und Einzugsbereich sind soziologisch konkret beschrieben.
    • Die Teilnahme von Menschen mit Behinderung an der Planung, Durchführung und Nachbereitung ist gesichert.
    • Das geplante Projekt ist für die avisierte Zielgruppe barrierefrei umzusetzen.


    Inklusionsprojekte

    Das Förderprogramm Inklusion beginnt am 1.Januar 2012. Ziel ist es, Vernetzungsstrukturen konkret zu schaffen und Aktivitäten in den Themenbereichen Arbeit, Wohnen, Bildung, Freizeit, Barrierefreiheit anzustoßen und zu realisieren. Die Zusammenarbeit von Organisationen, die aus der Behindertenhilfe kommen und solchen Initiativen z.B. aus dem Sozialwesen, Wirtschaft oder Sport, die bislang in diesem Bereich nicht tätig waren oder sind, ist eine wesentliche Voraussetzung für eine Förderung durch die Aktion Mensch. Freie gemeinnützige Organisationen können Anträge stellen. Hierfür stehen pro Projekt bis zu 250.000 Euro über maximal drei Jahre zur Verfügung.

    Fördervoraussetzungen:


    • Beteiligung von Menschen mit Behinderung an Planung, Durchführung und Auswertung des Projekts
    • Die durch das Projekt geförderten Arbeitsplätze sind für Menschen mit und ohne Behinderung zugänglich zu machen
    • Barrierefreiheit hinsichtlich der baulichen, sprachlichen und medialen Zugänglichkeit
    • Neben dem Antragsteller sind mindestens zwei Kooperationspartner einzubinden, davon mindestens ein Partner außerhalb der Behindertenhilfe
    • Entwurf eines Kooperationsvertrages zwischen den beteiligten Projektpartnern
    • Stellungnahme durch den lokalen Behindertenbeirat und/oder einer Fachbehörde auf lokaler Ebene zum Projekt und seinem regionalen Bedarf
    • Region und Einzugsbereich sind soziologisch konkret beschrieben.

    Merkblatt "Förderprogramm Inklusion" als PDF-Dokument





    "


    Bitte ansehen, Meinung bilden u wenn möglich machen
    Lg
    L.
    Geändert von Loyola (10.07.2013 um 01:03 Uhr)

  3. #63
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 1.004

    AW: ADHS u. der Behinderungsbegriff des Sozialgesetzbuchs

    SPARZWANG


    Kassen bedrängen psychisch Kranke
    Es ist die hässliche Seite des deutschen Gesundheitssystems: Eine Kasse verweigert einer schwer depressiven Frau Krankengeld und Versicherungsschutz, weil sie nicht rechtzeitig zum Arzt konnte. Solche Fälle häufen sich, sagen Experten. Von Christian Teevs mehr...

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...-a-915323.html
    Geändert von Loyola ( 8.08.2013 um 15:26 Uhr)

  4. #64
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 795

    AW: ADHS u. der Behinderungsbegriff des Sozialgesetzbuchs

    Das kann ich nur bestaetigen. Jahrelang zahlt man Beitraege, wendet seine Kraft auf um sich den Anforderungen anzupassen und wenn dann die Keule kommt (oder mehrere) folgen Anrufe und der Verweis auf den MDK. Heute bekam mein Doc so ein nettes Schreiben.

    Gesendet von meinem GT-S6810P mit Tapatalk 2

  5. #65
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.444

    AW: ADHS u. der Behinderungsbegriff des Sozialgesetzbuchs

    Ich habe es gelesen und finde es einfach zu . Schon wieder wird auf die schwächesten gehaut wie wenn sie mit ihre krankheit und alltag nicht schon genug um die ohren hat... Wer arbeitsunfähig ist, hat auch wenig energie für solche behördernkampf!

    In der CH ist leider nicht besser... Nur anders, mit andere schickenen, aber der gleiche zielgruppe...

    lg

  6. #66
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 28

    AW: ADHS u. der Behinderungsbegriff des Sozialgesetzbuchs

    Zumindest bei Kindern schein sich was zu tun:

    OVG Münster: Beschluss vom 19.09.2011 - 12 B 1040/11

    "Die Antragsgegnerin wird im Wege der einstweiligen Anordnung verpflichtet, dem Antragsteller vorläufig bis zu einer rechtskräftigen Entscheidung in dem unter dem Aktenzeichen 19 K 2998/11 beim Verwaltungsgericht Düsseldorf anhängigen Hauptsacheverfahren Eingliederungshilfe gem. § 35a SGB VIII durch Übernahme wahlweise der Kosten für den Besuch der M.-Privatschule in W. oder der I.-Privatschule in N. zu gewähren. Sollte der Antragsteller inzwischen bereits die M.-Privatschule in W. besuchen, sind ab Beginn des Schuljahres 2011/2012 die diesbezüglichen Kosten zu übernehmen."

    Ob das auch bei Erwachsenen so ergehen würde wage ich zu bezweifeln. Zumindest wurde hier eine seelische Behinderung bejaht.

    Leider weiss ich nicht, wie das Hauptsacheverfahren ausgegangen ist.



  7. #67
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 1.004

    AW: ADHS u. der Behinderungsbegriff des Sozialgesetzbuchs

    1.
    Die Antidiskriminierungsstelle des Bundestags bietet Hilfe gegen Diskriminierung an (Antidiskriminierungsstelle - Hilfe bei Diskriminierung) und schreibt für positve Beispiele einen Inklusionspreis aus. ( Antidiskriminierungsstelle - Inklusionspreis ) Nutzen.


    2.
    MENSCHEN MIT BEHINDERUNG: THEORETISCHE INKLUSION
    REUTERS (Q: SPON, http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...-a-916280.html )

    Welche Leistungen gibt es für Behinderte?
    http://www.spiegel.de/gesundheit/dia...-a-911475.html

    Was sind Persönliches Budget und Grad der Behinderung?
    http://www.spiegel.de/gesundheit/dia...-a-911475.html

    Was steht in der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung?
    http://www.spiegel.de/gesundheit/dia...-a-911475.html

    3.
    a) http://www.inklusion-online.net/index.php/inklusion (Ztschr. F Inklusion)
    b) http://www.inklusion-als-menschenrecht.de/ (online Handbuch Inklusion)
    c) http://bildungsserver.berlin-branden...inklusion.html (Inklusion Berlin - Brandenburg )
    d) etc.

    lg
    Geändert von Loyola (13.08.2013 um 17:19 Uhr)

  8. #68
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 1.004

    AW: ADHS u. der Behinderungsbegriff des Sozialgesetzbuchs

    1. Fachtagung der ADS zu Inklusion in Alltag und Arbeitsleben


    Rund 100 Teilnehmende aus Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft diskutierten im Juni die Ergebnisse von Studien der ADS zur Inklusion behinderter und chronisch kranker Menschen. Die Tagung ist zentraler Bestandteil des ADS-Themenjahres "Selbstbestimmt dabei. Immer".
    Antidiskriminierungsstelle - Aufgaben - 5. Fachtagung der ADS zu Inklusion in Alltag und Arbeitsleben


    2. Pflicht zur Fürsorge oder Diskriminierung?
    Von Michael Richter
    Im Gegensatz zu Diskriminierungen aufgrund anderer Merkmale im Sinne des AGG treffen Menschen mit Behinderungen bei ihrer Freizeitgestaltung oder auch im Alltag oftmals nicht auf Benachteiligungen aus Motiven der inneren Ablehnung, sondern auf solche, die zwar ebenfalls aufgrund von Vorurteilen, aber eher einer eigentlich positiv gemeinten überbordenden Fürsorge entspringen. Das Resultat ist jedoch das Gleiche, denn Menschen mit Behinderungen werden daran gehindert, für andere Menschen selbstverständlich zugängliche Angebote in Anspruch zu nehmen.
    Antidiskriminierungsstelle - Aufgaben - Pflicht zur Fürsorge oder Diskriminierung? Von Michael Richter


    3. ADS aktualisiert Rechtsprechungsübersicht
    Neue Urteile deutscher Gerichte zum Antidiskriminierungsrecht: Eine aktuelle Übersicht bietet einen Blick auf ausgewählte Entscheidungen in der Rechtsprechung.
    Antidiskriminierungsstelle - Aufgaben - 1. ADS aktualisiert Rechtsprechungsübersicht

    4. Unterrichtsmaterial für Workshops zum Thema Antidiskriminierung
    Was ist Diskriminierung, was Inklusion? Wie fühlt es sich an, ausgegrenzt zu werden? Diesen Themen gingen Schülerinnen und Schüler aus 7. und 9. Klassen in Workshops der Antidiskriminierungsstelle nach. Interessierte Lehrkräfte können sich jetzt die Dokumentation sowie eine PowerPoint-Präsentation zu den Kursen herunterladen.
    Antidiskriminierungsstelle - Aufgaben - 2. Unterrichtsmaterial für Workshops zum Thema Antidiskriminierung

    5. Welches Gericht ist zuständig?
    Eine Übersicht über die zuständige Gerichtsbarkeit in AGG-Fällen
    Antidiskriminierungsstelle - Aufgaben - Welches Gericht ist zuständig?

    6. Diskriminierung im Bildungsbereich und im Arbeitsleben:
    Zweiter Gemeinsamer Bericht der Antidiskriminierungsstelle des Bundes und der in ihrem Zuständigkeitsbereich betroffenen Beauftragten der Bundesregierung und des Deutschen Bundestages
    Antidiskriminierungsstelle - Aufgaben - Diskriminierung im Bildungsbereich und im Arbeitsleben:

    7. Nachhaltige Hilfe für Menschen mit Beeinträchtigungen angemahntArbeit und Soziales/Unterrichtung
    Berlin: (hib/CHE) Menschen mit Beeinträchtigungen leben häufiger allein und seltener in festen Partnerschaften, sie erfahren seltener Hilfe und Unterstützung durch Familie, Freunde oder Nachbarn und sie verbringen ihre Freizeit häufiger allein als Menschen ohne Beeinträchtigungen. Zu diesem Ergebnis kommt der Teilhabebericht der Bundesregierung über die Lebenslagen von Menschen mit Beeinträchtigungen, der nun als Unterrichtung (17/14476) vorliegt. Der Bericht unterscheidet zwischen Beeinträchtigung und Behinderung und untersucht die Lebenslagen von Menschen, die aufgrund von Besonderheiten von Körperfunktionen und -strukturen beeinträchtigt sind und die Behinderungen durch ihre Umwelt erfahren. Aus dem Bericht geht hervor, dass mehr als sieben Millionen Menschen in Deutschland als schwerbehindert gelten und rund 17 Millionen Menschen im Alter über 18 Jahren mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen oder chronischen Krankheiten leben, die sie in ihrem täglichen Leben einschränken. Das ist jeder Vierte.
    Die Bundesregierung stellt außerdem fest, dass jedes fünfte Kind mit Beeinträchtigungen mit nur einem Elternteil – meist der Mutter – zusammenlebt und selten der Meinung ist, „dass in seiner Familie alle gut miteinander auskommen“. Vor dem Hintergrund dieser Befunde sei es nötig, Familien und familiäre Strukturen nachhaltig zu stärken. Diesem Ziel dienten nicht nur unterschiedliche Formen der Selbst- und Nachbarschaftshilfe wie zum Beispiel die durch ein Bundesprogramm geförderten Mehrgenerationenhäuser. Auch könne es sinnvoll sein, für Kinder und Jugendliche mit Beeinträchtigungen eine „Große Lösung“ im SGB VIII zu finden, in der die Leistungen unter dem Dach der Kinder- und Jugendhilfe zusammengeführt werden, schreibt die Regierung. Derzeit werde darüber mit den Ländern, Verbänden und kommunalen Praktikern gesprochen, heißt es in dem Bericht weiter.

    Die gesellschaftliche Teilhabe und Lebensqualität der Betroffenen, auch das ein Befund des Berichts, hängt wesentlich davon ab, ob die eigene Wohnung zugänglich ist und die Infrastruktur und der öffentliche Raum nutzbar sind. Hier stellt die Bundesregierung noch erheblichen Verbesserungsbedarf fest: So würden vielfach Wohnungen nicht barrierefrei erreichbar sein, auch Straßen, Plätze, öffentliche Toiletten oder Bildungseinrichtungen seien nur teilweise oder mit hohem Aufwand nutzbar. 71 Prozent der Bahnhöfe der Deutschen Bahn und nur 60 Prozent der Züge des Schienennahverkehrs seien barrierefrei. Nicht zuletzt aufgrund einer älter werden Gesellschaft müsse also die barrierefreie Gestaltung von Wohnungen und Wohnungsumfeld „zentraler Ansatzpunkt“ für einen Sozialraum sein, der eine selbstbestimmte Lebensführung „so lange wie möglich“ garantiert. Denn für viele Menschen könnten andernfalls Teilhabebeschränkungen in die Isolation führen beziehungsweise sie tun dies schon jetzt: „Je höher der Grad der Behinderung ist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass Menschen – ob gewollt oder ungewollt – ihre Freizeit allein verbringen.“

    7. Im Bundestag notiert: Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention
    Arbeit und Soziales/Kleine Anfrage
    Berlin: (hib/CHE) Für die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland interessiert sich die Fraktion Die Linke. Die Abgeordneten haben dazu zwei Kleine Anfragen gestellt. In einer ersten Kleinen Anfrage (http://dip.bundestag.de/btd/17/144/1714498.pdf ) geht es vor allem darum, inwiefern die Bundesrepublik die in der UN-Konvention vorgesehene internationale Zusammenarbeit zur Durchsetzung der Ziele der Konvention umsetzt. In einer zweiten Kleinen Anfrage (17/14503) verlangt die Fraktion allgemein Auskunft zur Umsetzung der UN-Konvention in Deutschland in der 17. Wahlperiode.
    Lg
    L.
    Geändert von Loyola (22.08.2013 um 14:09 Uhr)

  9. #69
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 1.004

    AW: ADHS u. der Behinderungsbegriff des Sozialgesetzbuchs

    "Alle reden darüber, wie man Inklusion möglich machen kann, wir wollten mal zeigen, wo sie verhindert wird", sagt indessen Anne-Dore Stein. Sie behauptet gar, "dass es eine verdeckte, aber gleichwohl systematische Blockade von inklusivem Lernen gibt".
    Vgl.
    Schwarzbuch Inklusion: Menschenrechte behinderter Kinder verletzt - SPIEGEL ONLINE

    lg.
    Geändert von Loyola ( 5.09.2013 um 16:18 Uhr)

  10. #70
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 1.004

    AW: ADHS u. der Behinderungsbegriff des Sozialgesetzbuchs

    Kennt jemand die "einzige" (?) "Sonderschule für Hochbegabte Minderleister" in Offenbach?
    Nell-Breuning-Schule Offenbach: "Genialität gibt es hin und wieder" | Offenbach*- Frankfurter Rundschau

    [...]
    Was kennzeichnet diese Verhaltensauffälligkeit?
    Sie alle haben massive Brüche bis hin zu einem Scheitern in ihrer Schulbiografie. Sie litten an Unterforderung in der Regelschule, hatten massive Schwierigkeiten mit den Lehrern, hinzukommen Probleme in der Familie - oftmals ist die mit der Erziehung solcher Kinder überfordert." [...]
    Geändert von Loyola ( 7.09.2013 um 22:28 Uhr)

Seite 7 von 14 Erste ... 23456789101112 ... Letzte

LinkBacks (?)


Stichworte

Thema: ADHS u. der Behinderungsbegriff des Sozialgesetzbuchs im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
©2017 ADHS bei Erwachsenen Forum