Umfrageergebnis anzeigen: Kann uns der Behindertenbegriff des Sozialgesetzbuchs eine Hilfe sein?

Teilnehmer
20. Du darfst bei dieser Umfrage nicht abstimmen
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Diskutiere im Thema ADHS u. der Behinderungsbegriff des Sozialgesetzbuchs im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #11
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 2.410

    AW: ADHS u. der Behinderungsbegriff des Sozialgesetzbuchs

    Schau mal bei der ADHS-Muenster auf der Homepage nach. Die hatten mal so was als Projekt. Was daraus geworden ist, hab ich nicht mehrauf dem Schirm.

  2. #12
    Simönchen

    Gast

    AW: ADHS u. der Behinderungsbegriff des Sozialgesetzbuchs

    Loyola schreibt:
    Weißt Du oder jemand, ob es so etwas schon irgendwo gibt, z.B. in den USA?
    Lg
    L
    Hey Loyola,

    leider hab ich mich mit der Materie noch nicht wirklich auseinandergesetzt, ich wurde erst durch deinen Post darauf aufmerksam und äußerte lediglich meine Gedanken dazu.

    Was das Gefühl betrifft, plötzlich "behindert" zu sein und dementsprechende Hilfe (therapeutischer Art zum Beispiel) oder auch finanzielle Zuwendung von Was-Weiß-Ich-Für-Ämtern oder Vereinen oder Hilfswerken zu beanspruchen, so denke ich, dass es für stark betroffene sicherlich keinen leichten Weg darstellen wird. Das Wort "Behinderung" ist leider immer noch viel zu negativ behaftet, auch wenn ich mir (schon durch meinen therapeutischen Beruf) sehr sicher bin, dass fast jedes Individuum in irgendeiner Art und Weise "behindert" ist, sei's körperlich, mental oder seelisch.

    Meiner Meinung nach müsste schon von Staatswegen und Hilfsorganisationen (die es ja glaub' ich mittlerweile zu Hauf gibt) Aufklärungsarbeit -und das nicht minder- betrieben werden, um den Betroffenen die Angst davor zu nehmen, sich mit den Begriffen Behinderung oder Einschränkung zu befassen und sie auch für sich selbst anzunehmen. Da liegt der Ansatz, meines Erachtens.

    Klar ist:

    sowas dauert. Man sieht ja leider immer noch, wie unglaublich negativ vor allem ältere Generationen mit den Begriffen "Psychologe", "Psychotherapie", "Gruppentherapie" usw. umgehen, obwohl immer mehr Menschen unglaublich davon profitieren. Leider ist die landläufige Meinung zu diesem Thema ja immer noch "ich bin doch nicht deppert, wozu sollte ich also so etwas brauchen. Ich komme doch gut durch's Leben." Najaaaaa. Da passiert viel Ablehnung, die einfach Fehl am Platze ist.

    Man müsste, mit welchen Mitteln auch immer, den Menschen die Angst davor nehmen. Dass viele Einschränkungen haben, die sie in vielen Bereichen "behindern" oder im schlimmsten Falle sogar in die Arbeitsunfähigkeit treiben, ist nicht von der Hand zu weisen.

    Sollten diesbezüglich Aufklärungsarbeit und jegliche Art von Hilfestellung geleistet werden sollen, bin ich gerne mit dabei, als aktives Mitglied.

    Ganz liebe Grüße und danke dir nochmal Loyola, dass du dieses heikle Thema ansprichst.

    Simönchen

  3. #13
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.426

    AW: ADHS u. der Behinderungsbegriff des Sozialgesetzbuchs

    Hallo Loyola,

    Finde ich eine gute idee! Nun, ich denke, wenn dort auch ADSler geben die recht gut kompensieren können, kann es für alle eine hilfe sein: sie helfen solche die mehr mühe haben, mit verständnis und nützliche tips.

    Es kann eine erholsam insel zu sein, wo man von seine alltag zurückziehen kann.

    Aber... ADSler sind auch reizbar, also bei zoff kann es heftig werden und brauche rückzug... Da wieder, wenn viel verständnis gibt unten einander ein einigen die eben sich damit seit langem befassen, kann es gut gehen.

    Ideal wäre schon eine sehr gemischte gruppe, von alterstufen her, aber auch von "erfahrung" mit ADS, damit es wirklich gegenseitig unterstützung geben kann.

    Ich erlebe bei selbsthilfegruppe (dabei sieht man sich wenig) wie schön es ist, aber es ist auch toll dass wir gemischt sind und die leiterin eigentlich serh gut schaut dass jeden zu wort kommt und sie macht es sehr nett.

    Also, wenn nur ADSler die sich nicht um griff haben in so eine WG leben, kann es nicht gehen... Es muss ein anteil dabei haben die gut kompensieren können und unterstützung geben können.

    Verständnis tut es oft ADSler so gut und kann sogar viel motivieren wenn es gerade schwierig ist... So was kann in eine WG geben.

    Sonst denke ich dass in familien wo alle von ADS betroffenen sind schon zeigt wie es sein kann: schwierig wenn alle überfordert sind, aber kann auch schön sein...

    lg

  4. #14
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 1.004

    AW: ADHS u. der Behinderungsbegriff des Sozialgesetzbuchs

    Trine schreibt:
    Schau mal bei der ADHS-Muenster auf der Homepage nach. Die hatten mal so was als Projekt. Was daraus geworden ist, hab ich nicht mehrauf dem Schirm.
    hier der Link: AD(H)S Selbsthilfe Münster - Aktuelles
    Lg

  5. #15
    Simönchen

    Gast

    AW: ADHS u. der Behinderungsbegriff des Sozialgesetzbuchs

    Merci, Loyola.

    Gleich mal reinschmökern.

    Angenehme Nachtruhe...

    S.

  6. #16
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 1.004

    AW: ADHS u. der Behinderungsbegriff des Sozialgesetzbuchs

    Leider gibts die ADHS-Wg nicht mehr... AD(H)S Selbsthilfe Münster - Wohnprojekt ADHS Weiß sonst jemand was?

  7. #17
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 54

    AW: ADHS u. der Behinderungsbegriff des Sozialgesetzbuchs

    Irgendwie finde ich das Thema AD(H)S-WG doch interessant, aber irgendwie schreckt es mich persönlich auch etwas ab (da ich nicht soooooo positive Erfahrungen gemacht habe, als ich in einer WG lebte). Aber ich denke das es dennoch ein sehr nützliche Einrichtung seien kann für manche AD(H)S'ler. Muss mich mal mehr mit dem Thema befassen...und mir Gedanken darüber machen.

  8. #18
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 1.004

    AW: ADHS u. der Behinderungsbegriff des Sozialgesetzbuchs

    Liebe Freunde, es gibt interessante Nachrichten aus dem Bundestag (http://dip.bundestag.de/btd/17/127/1712712.pdf ). Bitte um Mithilfe, das durchzugehen u. fragen, was fehlt uns dabei? 1. im Bundestag setzten sich jetzt die Grünen f. die Umsetzung von Art 25 der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) so ein, das es in unserem Sinn sein könnte... Auch soll das 1., 2., 5. Buch Sozialgesetzbuch (SGB) dahingehend modifizert werden. Auch psychische Beeinträchtigungen bekommen dabei einen Stellenwert. Menschen mit "anderem Verhalten", "anderer Sprache". Spezielle Angebote sollen garantiert werden u erschinglich sein. 2. a) Der Text beklagt, dass Dissense zwischen "Krankenkassen, anderen Rehabilitationsträgern und Leistungserbringern" die gesetzlichen Regelungen oft ins Leere laufen lassen. Das können wir konkret benennen?!? b) Ferner wird die Tendenz kritisiert, dass mehr "Symtome" anstelle von "Ursachen" behandelt werden, womit unter anderem geeint ist, dass die langfristige Situation des Betroffenen aus dem Blick gerät... Die Frage ist dran, was hilft uns wirklich? c) Es wird kritisiert, dass im Studium von Gesundheitsberufen zuwenig Kenntnisse f. den Umgang mit geistiger Behinderung vermittelt werden (e). d) Es git´bt zu wenig adäquate Versorgungsangebote... e) Ferner wird beklagt: "Zur Vermeidung von behinderungsbedingten Folge- und Begleiterkrankungen benötigen Menschen mit Behinderung in vielen Fällen Medikamente, deren Kosten nicht von der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) übernommen werden." i) "i) Die Heilmittelversorgung gestaltet sich in manchen Regionen sehr restriktiv, da zu viele niedergelassene Ärztinnen und Ärzte schlecht über die Ausnahmen bei Richtgrößen zur Heilmittelverordnung informiert sind." j) Forderung von Fristen, die der Gesetzgeber vorgeben soll, damit Defizite nicht so schleppend behoben werden! 3. Es werden bessere Kommunkationskompetenzen gefordert, um Menschen kommunikativen Einschränkungen angemessen begegnen zu können (2b). Die Forderungen an die Bundesregierung lauten so: "Der Bundestag fordert die Bundesregierung auf, die Gesundheitsversorgung im Sinne der Artikel 25 und 26 des Übereinkommens über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (UN-BRK) umzugestalten. Insbesondere ist es hierzu erforderlich, 1. alle Gesetze, Verordnungen und Verwaltungsvorschriften, die Leistungsansprüche und die Organisation der Gesundheitsversorgung regeln, prüfen u. Widersprüche zum SGB IX und zur UN-BRK zu überprüfen und identifizierte Widersprüche im Sinne der Menschen mit Behinderungen beseitigen. 2. [...] 3. einen Gesetzentwurf vorzulegen, durch den Krankenkassen im SGB V die Möglichkeit zu eröffnet wird, ihren Versicherten vertragsärztliche Leistungserbringer zu empfehlen, die in baulicher und fachlicher Hinsicht für eine barrierefreie gesundheitliche Versorgung von Menschen mit Behinderungen geeignet sind. 4. darauf hinzuwirken, dass die für das Gesundheitswesen zuständigen Bundesbehörden sowie andere Anbieter barrierefrei erreichbare Informationen zu Gesundheitsleistungen einschließlich Präventionsangeboten nach dem Zwei-Sinne-Prinzip und in Leichter Sprache bereitstellen. 5. ein ausreichendes Angebot von Maßnahmen der Primär-, Sekundär- und Tertiärprävention, das sich an den besonderen Bedarfen von Menschen mit Behinderung orientiert, sicherzustellen. 6. die besonderen Behandlungs-, Unterstützungs- und Betreuungsbedarfe von Menschen mit Behinderungen (stärker) in den Ausbildungscurricula aller Gesundheitsberufe zu verankern und entsprechende Fortbildungsangebote zu schaffen. In den Verträgen nach §73b SGB V (Hausarztzentrierte Versorgung) ist hierzu die Verpflichtung zur ärztlichen Fortbildung zum fachlichen Umgang mit behinderten Menschen vorzusehen. 7. darauf hinzuwirken, für besondere medizinische und psychologische bzw. psychotherapeutische Versorgungsbedarfe von erwachsenen Menschen mit geistigen und/oder mehrfachen Behinderungen regionale Spezialambulanzen zu schaffen, die im entsprechend qualifizierten multiprofessionellen Team die erforderlichen Maßnahmen abstimmen und koordinieren und in einem gestuften Versorgungsmodell die normale haus- und fachärztliche Versorgung der Betroffenen ergänzen. Bei der Entwicklung der Angebote ist insbesondere darauf zu achten, bereits be- stehende Versorgungsstrukturen zu nutzen bzw. auf diesen aufzubauen. 8. die medizinische Versorgung von Menschen mit Behinderungen, so auch Pflegebedürftigen, wirksam zu verbessern, insbesondere durch die Stärkung und Förderung integrierter Versorgungsmodelle und der Kooperation von Einrichtungen mit ambulant tätigen Leistungserbringern in interdisziplinärer Arbeitsteilung. 9. In allen in Frage kommenden Sozialgesetzbüchern klarzustellen, dass auch die Versorgung mit Hilfsmitteln zum mittelbaren Behinderungsausgleich dem Teilhabeanspruch nach UN-Behindertenrechtskonvention hinreichend Rechnung tragen muss und sich nicht auf die Bewältigung der für die Deckung des physischen Existenzminimums notwendigen Aktivitäten beschränken darf. 10. [...] 11. gemeinsam mit den Ländern im Rahmen der Aufsicht über die Krankenkassen darauf hinzuwirken, dass bei Hilfsmittelverträgen nach §127 Abs. 1 und Abs. 2 die gesetzlichen Vorgaben insbesondere zur notwendigen Beratung der Versicherten sowie zur wohnortnahen Versorgung umgesetzt werden. 12. zu prüfen, ob die langfristige Verordnung von Heilmitteln (nach GKV-Versorgungstrukturgesetz) durch die neu getroffene Vereinbarung nun unbürokra- tisch und bedarfsgerecht umgesetzt wird und ansonsten Regelungen zur Abhilfe zu treffen. 13. beim Gemeinsamen Bundesausschuss darauf hinzuwirken, dass die Ausnahmeliste der OTC-Medikamente, die in bestimmten Fällen die Verordnung von im Regelfall nicht zu Lasten der GKV verordnungsfähigen Arzneimitteln regelt, auf mögliche Ergänzungen um Präparate zur Behandlung von Folge- und Begleiterscheinungen von Behinderungen überprüft wird. 14. dem Bundestag einen Vorschlag für eine gesetzliche Regelung für eine präventive zahnmedizinische Leistung gezielt für kognitiv und motorisch eingeschränkte Menschen vorzulegen, mit deren konkreter Ausgestaltung auf dem aktuellen evidenzbasierten Stand der zahnmedizinischen Wissenschaft der Gemeinsame Bundesausschuss zu beauftragen ist. 15. bei Krankenhäusern und Kostenträgern darauf zu dringen, dass das Entlassmanagement nach § 39 SGB V flächendeckend zu einem funktionierenden Fallmanagement beim Übergang vom Krankenhaus in die ambulante Versorgung ausgebaut wird, damit frühzeitig die notwendigen Leistungsanträge formuliert werden und keine Versorgungslücken beim Übergang vom Krankenhaus in die ambulante Versorgung entstehen. 16. die Regelungen des Assistenzpflegebedarfsgesetzes , die Menschen mit Behinderungen berechtigen, sich durch eigene Assistenzpflegekräfte in Krankenhäusern und stationären Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen unterstützen zu lassen, über den Personenkreis hinaus auszuweiten, der Assistenzpflegekräfte nach dem Arbeitgebermodell beschäftigt. 17. Regelungen zur wirkungsvollen Umsetzung des Prinzips „Rehabilitation vor Pflege“ zu treffen. 18. Haushaltsmittel bereit zu stellen, um die Versorgungsforschung über die medizinische/gesundheitliche und pflegerische Versorgung speziell von Menschen mit Behinderung zu fördern. 19. im Rahmen der Einführung einer Bürgerversicherung mittelfristig die Zuzahlun- gen nach § 61 SGB V abzuschaffen." Herzlich grüßt L.

  9. #19
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.426

    AW: ADHS u. der Behinderungsbegriff des Sozialgesetzbuchs

    Hallo loyola,

    Kannst du bitte absätzen einrichten in deine text, es ist wirklich für mich fast unleserlich so... Sonst habe ich heute auch keine zeit, aber ich schaue mich es am wochende mal durch...

    lg

  10. #20
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 1.004

    AW: ADHS u. der Behinderungsbegriff des Sozialgesetzbuchs

    Liebe Freunde, aktuell gibt es eine Initiatve in Bayern, ADHS Kinder in der Schule besser zu fördern. http://www.bayern.landtag.de/ElanTex...0000010505.pdf Dieses Kernthema sollten wir mit Interesse u. ggf. Engagement begleiten. Lg L.

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