Hallo Leute!
Ich kenne das Problem auch, früher noch Schlimmer! Oftbeim Radeln oder nach erlebnisreichen Tagen. Fühle mich dann zum einen zum Bersten angefüllt mit Ideen (und will alles gleich rausplautzen) aber entweder ich bin von einem Kontextwechsel oder einer Begegnung so abgelenkt, dass alles sofort weg ist, oder aber es wird spätestens dann Mist, wenn ich es versuche zu formulieren und in Reih und Glied zu zwingen.
Ich glaube, das Problem ist wie immer vor allem der Umgang damit. Unser Hirn ist nunmal "anders", ist eine assoziative Chaoswolke voller Kreativität - wenn wir verlangen dass da etwas klar geordnet und definiert von vorn bis hinten eingereiht herausmarschiert, haben wir den Salat (Blockade, leerer Kopf). Mir persönlich geht es besser, seitdem ich mir das alles eher wie eine lebendige Energie vorstelle und nicht unbedingt erwarte, dass es als klar greifbare Sätze aus mir herauskommt (Sprache ist schon eine erste Beegnung), sondern es eher als Kreativitätspotential nehme, das sich in Reaktionen auf meine Umwelt/Probleme dann austoben kann.
Äh...das war jetzt wohl nicht so verständlich, tut mir leid!

Außerdem hat mir immer der Satz sehr geholfen: Auch in der Natur wird nicht jeder Same ein Baum! Alles kann, nix muss!

Lasst euch nicht von den Ideen und Gedanken stressen, die noch namenlos wie verrückt in eurem Kopf rammeln und raus wollen. Wenn wir was genug (zu viel) haben, sind es Ideen. Davon können wir nichtmal nen Bruchteil denken oder gar ausführen. Geht also ruhig etwas verschwenderisch/gelassen damit um, und lasst es zu, dass auch einige entfleuchen oder verschwinden. Ironischerweise wird es dann leichter, doch die eine oder andere zu fassen.
Mir geht es jedenfalls besser seitdem ich das Loslassen mal eine Weile (mühsam) trainierte. Ich weiß ja: einmal mein Maschinchen mit Feuerholz gefüttert und angedreht, kann ich immer wieder tausend tolle neue Ideen produzieren

viele liebe Grüße in den Abend
Porcupine