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Diskutiere im Thema Aufraffen im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #31
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.455

    AW: Aufraffen

    Gegen der schweinhund habe ich kein rezept der immer perfekt funktionniert, aber einiges hilft mich:

    Wenig auf todoliste
    Belohung planen und auch zeit zu ausruhen
    Wecker auf 10 minuten. Bei sehr unbeliebte arbeiten (so wartet wieder so eine auf mich...) sogar 5 minuten...
    Noch andere ideen bekommen, die ich mal probieren kann:
    Wenn aufstehen um etwas tun, zuerst PC runterfahren... Es braucht dann mehr aufwand es wieder aufstarten um wieder rein zu kucken was doch noch gibt.
    Wenn es wirklich nicht geht, wenn es mal eine schlechte tag gibt, auch mal zulassen und sich so annehmen. Solche tagen gibt es immer wieder bei ADSler, egal seit wie lange sie üben und dagegen kämpfen.
    Oder auch, kurze zeit am pflicht und dann kurze pause etwas anders...

    lg

  2. #32
    bizzylizzy

    Gast

    AW: Aufraffen

    Dieser Thread ist echt klasse - dass es so viele gibt, die genauso ticken wie ich ...
    Da ich selber noch am lernen und ausprobieren bin, kann ich keine Tipps reinschreiben,
    aber folgendes habe ich im www gefunden und dieser website entnommen: Die 3-Minuten-Regel von Managern gegen Aufschieberitis - Aufschieben, aber richtig!


    Als Daumenregel kann helfen, von dem, was man sich intuitiv vornehmen würde, fünfzig Prozent abzuziehen. Wichtig sind auch Pausen und Belohnungen, denn so kann man pro erfolgreicher Einheit eine Murmel in ein Glas legen, wobei der Anblick motiviert und man bei zwanzig Murmeln sich einen Kinobesuch ohne Gewissensbisse leisten kann. Wichtig ist auch ein adäquater Umgang mit Ablenkungsquellen und negativen Gefühlen, wobei meist eine systematische Veränderung der Arbeitsgewohnheiten notwendig ist. In den Behandlungen wird Prokrastination durch systematisches Üben von alternativen Arbeitsverhaltensweisen abgebaut und das Erlernen neuer Arbeitsgewohnheiten gefördert.

    Die 3-Minuten-Regel von Managern gegen Aufschieberitis


    Setzen Sie sich ein Zeitlimit für Aufgaben, die Sie sofort erledigen können. Die Regel lautet: Wenn ich die für die Aufgabe erforderlichen Informationen innerhalb von drei Minuten bekomme, erledige ich die Arbeit sofort. Das spart eine Menge Stress im Studienalltag. In drei Minuten kann man eine Menge schaffen: Jemand anrufen, ein Word-Dokument mit den benötigten Infos suchen, im Internet recherchieren, eine KollegIn fragen. In drei Minuten kann man viele Aufgaben auch selbst erledigen, die zu delegieren meist mehr als drei Minuten kosten würde. So spart man nicht nur die Zeit, die das Delegieren kostet, sondern auch die Zeit, die Sie sonst für das Nachhaken brauchen würden. Auch viele Entscheidungekann man innerhalb von drei Minuten treffen, dazu braucht man nur ein wenig Mut zur Lücke. Schließlich sind die Informationen, die man für eine wirklich gesicherte Entscheidung brauchen, oft kaum mehr überschaubar. Daher gibt es keine absolut richtigen oder falschen Entscheidungen. Aufgeschobene Aufgaben lähmen und machen unzufrieden. Eine getroffene Entscheidung dagegen sorgt sofort für Zufriedenheit und setzt Energien frei, so dass man die nächsten Aufgaben angehen kann.



  3. #33
    Celestis

    Gast

    AW: Aufraffen

    rank1 schreibt:
    O Mag Chillout und das macht nicht grade wach...
    Neee nicht wirklich , aber wenn man chillen will ist das ganz gut zum endspannen

  4. #34
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 968

    AW: Aufraffen

    sylvie schreibt:
    Es gibt allerdings Studien, die belegen, dass wenn sich die Aufschieberitis bis um von morgens bis um 14:00 durchgezogen hat, dann schafft man auch den Rest des Tages nichts mehr.

    (Sollte Dich jetzt nicht entmutigen, sondern nur aufzeigen, dass man sich nur eine bestimmte Zeit zwingen kann, und sich nur eine bestimmte Zeit sagen kann, dass man sich eben motivieren muss und anfangen müßte... nach ein paar Stunden sinkt einfach die Wahrscheinlichkeit, dass es klappt rapide ab...
    Ich würde mal sagen JEIN

    Klar, die Tage vor ich vor 14 Uhr was gemacht habe, waren eindeutig die produktiveren Tage.. Aber gerade diese Überlegung, dass ab Mittag der Tag sowieso vorbei ist und das ich ihn mir mal wieder versaut habe wie alle anderen Tage, sorgt dafür, dass ich überhaupt nichts mehr mache, obwohl da noch volle 6-8 Stunden sind, die ich hätte Nutzen können.

    Also ich kann mir gut vorstellen, dass sowas gut beobachten kann (und das Studien bestätigen).. würde auch meinen eigenen Erfahrungen entsprechen.. aber trotzdem ist so ein Gedanken nur absolut schädlich für mich... weil er micht blockiert, meine späterten Arbeitszeiten zu nutzen... denn ich habe nochmal eine gute Zeit so von ca. 19 Uhr bis 22 Uhr... wo ich auch noch oft die wichtigsten bzw. unbedingt zu erledigen ToDos reinquetsche .. (aber auch wenn ich die dann noch alle schaffe, mache ich mir dann selbst immer Vorwürfe, dass ich sie erst so spät mache und nur das unbedingt nötige geschafft habe und somit mache ich mir mein Erfolgserlebnis madig..)

    Überhaupt habe ich das Problem, dass ich die Zeit nach meine Mittagstief (ca. 15 Uhr bis 19 Uhr) aufgrund meiner negativen Gedanken und Bewertungen nicht nutzen kann (also Tag wieder vergeudet, Du kannst Dich zusammenreissen, Du bist unfähig usw..)

    -> Wenn man das zusätzlich noch weiß, dann fängt man noch schneller an (Das weißte jetzt vielleicht für's nächste Mal, Stichwort 14:00.)
    Das klappt leider garnicht.. Ich versuche jetzt seid Jahren morgens früh anzufangen.. weil ich ja weiß, dass dort meine produktivste Zeit liegt.. es klappt nie, ich bin frustriert und mache mir Vorwürfe und der Tag bleibt dann versaut...

    Lange Rede - kurzer Sinn.. ich denke, ich würde viel mehr schaffen, wenn ich mich endlich von der Erwartung/Anforderung trennen könnte, die ToDos früh machen zu wollen...





    Ich vermute, dass bei mir ist das Hauptproblem beim Nichtaufraffen, meine Bewertung, Anforderungen und Erwartungen an mich selber sind. Und deshalb versuche ich auch an der Ecke zu arbeiten..



    Ansonsten helfen mir noch solche Sachen gut :
    je nach Aufgabe kann immer eine andere Methode passender sein
    1. Mit jemand was zusammen machen (aber schwer zu finden, wenn man nicht zufällig so jemanden schon hat)
    2. Musik (laut nur mit Kopfhörer)
    3. "Planen" - kann auch nach hinten losgehen, aber das Gefühl bekommen, dass die Aufgabe beherrschbar wird, sie in kleine, weniger 'gefährlich' erscheinden Teilaufgabe zu zerlegen und diese dann erstmal zu machen um dann genug Motivation zu bekommen, die schwierigere Teile zu machen
    4. gerade für Programmierproblemen halfen mir Wenn-Dann / Fehleranalyse handschriftlich geschrieben gut - Beantwortung folgender Fragen :
      Was ist mein (Teil-)Ziel? Was ist mein aktueller Stand? Wo könnte es Probleme geben?
      Wie könnte ich diese Probleme lösen? Welche Alternativen gibt es?
    5. Negative Gedanken direkt angegehn (indirekt mache ich das bei Punkt 3.) - welcher Gedanke hindert mich gerade an Erledigung dieser Aufgabe - wie realistisch ist er? Übertreibung negativer Folgen z.B. 'und wenn Fall z auftritt geht die Welt unter' , Motivation für diese Aufgabe in Erinnerung rufen, bewußt machen z.b. ich muss die jetzt machen, weil sie zu jedem anderen Zeitpunkt des Tages mit einer anderen Aufgabe kollidieren würde
    6. Schöne Arbeitsmaterialien zu legen z.B. Stifte mit denen ich ganz besonders gut schreiben kann, schöne Hefter, oder bunter Wischeimer.. ist natürlich immer nur etwas begrenzt anwendbar, da man sich nicht ständig neuen krempel holen kann

  5. #35
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 32

    AW: Aufraffen

    Rina Oka schreibt:


    Ansonsten helfen mir noch solche Sachen gut :
    je nach Aufgabe kann immer eine andere Methode passender sein
    1. Mit jemand was zusammen machen (aber schwer zu finden, wenn man nicht zufällig so jemanden schon hat)
    Das funktiioniert bei mir erstaunlich gut und ich greife nur selten auf diese Möglichkeit zurück und auch nur, wenn das Chaos zuhause mal wieder ganz schlimm ist oder ich was größeres wie z.B. Tapezieren und Malern oder ähnliche vor habe. Ich frage dann immer meine Mutter, ob sie mal wieder für ein Wochenende vorbei kommt. Es geht nicht darum, dass sie die ganze Arbeit macht, sondern dass jemand da ist und ich mich selber motivieren kann und mich nicht ablenken lasse. Bevor meine Mutter zu mir kommt, ist der Druck auch groß genug, wenigstens das Schlimmste aufzuräumen und etwas zu putzen. :-)

    Meine Mutter legt dann meist meine Wäsche zusammen, die schon ewig sauber auf einem riesigen Haufen legt, bügelt Blusen oder so und kümmert sich um das Essen. Ich kümmer mich dann um das, was ich mir vorgenommen hatte, ohne dass es mir schwer fällt. Wäre ich alleine, wäre kaum daran zu denken, dass ich mit der Aufgabe überhaupt starten würde.

    Ist schon drollig, ich bin 38 Jahre alt, aber ich brauche immer mal wieder meine Mutter, um größere Aktionen in Angriff nehmen zu können.

    Leider kann ich das nur mit meiner Mutter machen, die kennt mich eben. Freunde zu fragen, könnte ich nicht, wäre mir unangenehm, zuzugeben, dass ich die Gesellschaft brauche, um mich zu motivieren.

    Hab schonmal überlegt, mir eine Putzhilfe zuzulegen. Nicht damit die dann alles macht, sondern um genug Druck aufzubauen, um selber putzen können. Wäre mir nämlich peinlich, dass jemand anderes mitbekommt, wie es bei mir immer aussieht. Klingt bescheuert, oder?

    Freunde einladen hilft mir auch, nur werde ich immer nur auf den letzten Drücker fertig und meist gibt es noch Bereich, wo ich aus Zeimangel eher die Vertuschungstechnik (z.B. Sachen im Backofen oder auf dem Balkon verstecken o.ä.) anwenden konnte. Bis die Freunde dann endlich da sind, bin ich unter Vollstreß.

  6. #36
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 968

    AW: Aufraffen

    Surrogat schreibt:
    Das funktiioniert bei mir erstaunlich gut und ich greife nur selten auf diese Möglichkeit zurück und auch nur, wenn das Chaos zuhause mal wieder ganz schlimm ist oder ich was größeres wie z.B. Tapezieren und Malern oder ähnliche vor habe. Ich frage dann immer meine Mutter, ob sie mal wieder für ein Wochenende vorbei kommt. Es geht nicht darum, dass sie die ganze Arbeit macht, sondern dass jemand da ist und ich mich selber motivieren kann und mich nicht ablenken lasse. Bevor meine Mutter zu mir kommt, ist der Druck auch groß genug, wenigstens das Schlimmste aufzuräumen und etwas zu putzen. :-)
    Ja, genau ist es bei mir auch - der andere muss nicht viel machen nur alleine die Anwesenheit reicht aus, dass ich dran bleibe. Wobei das jetzt nicht für alle Aufgaben geht z.B. Haushalt sehr gut, aber für Uni lernen schlecht.
    Meine Mutter würde das auch machen und bietet es mir auch immer wieder an... aber das lehne ich ab... ist immer Stress für mich.. und jemand anderes suchen fällt auch schwer.. Ich hatte mal Clutter-Buddys (gegenseitige Aufräumehilfe) gesucht und festgestellt, dass mich dann immer der Gegenbesuch total schafft...

  7. #37
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 32

    AW: Aufraffen

    Wie gesagt, meine Mutter fragen, mache ich nur sehr selten bei größeren Sachen. Hab dann immer die Befürchtung, dass sich meine Mutter zu sehr in mein Leben reindrängen könnte...

    Das mit den Clutter-Budies finde ich interessant. Hab hier im Forum nichts weiter dazu gefunden. Magst du ein bißchen mehr erzählen?

  8. #38
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.455

    AW: Aufraffen

    Wegen putzhilfe: wenn es finanziell drin liegt, wieso nicht? Dann wäre eine frau ehe froh damit ein bisschen geld zu verdiennen... Dass du gleichzeitig etwas machst ist sicher auch kein problem.

    Was bei mich auch klappt: haushalt während ich mit meine beste freundin skype (sie lebt weit weg von hier). Meine wohnung ist klein und irgendwas fummeln während ich mit ihr plaudere ist noch angenehm. Sogar vor der "termin" schaffe ich oft im letze drücker dass zu machen was bei skypen eben nicht geht, wie staubsaugen, oder mail schreiben...

    Ich kenne auch ADSlerinen die gerne haushalt machen während sie am telefon mit eine freundin sind.

    lg

  9. #39
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 683

    AW: Aufraffen

    Schaffe im moment nicht soviel nachzulesen. Aber zu der Putzhilfe kann ich nur sagen, das ist eins der nächsten Dinge die ich bekomme. Denn selbst Stinos haben eine.

    Und ich hatte am WE Besuch von meiner Cousine => Stino. Die ist alleine ohne Mann und Kinder und hat auch eine, weil sie Beruflich so eingespannt ist.

    und was sie ganz klar als Vorteil sieht. Für Sie ist es ein Ansporn wenn dir Putzfrau kommt, dann wenigstens alles aufgeräumt zu haben. So hat man dann beides einen Grund zum Aufräumen und eine saubere Bude....

Seite 4 von 4 Erste 1234
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