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Diskutiere im Thema Sichtweisen zur AD(H)S Fortsetzung einer Diskussion im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
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    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 1.610

    Sichtweisen zur AD(H)S Fortsetzung einer Diskussion

    So nach ewigen Diskussionen, wo das denn jetzt hingehört, habe ich jetzt einen neuen thread dazu geöffnet. Ich hoffe, alle Beteiligten sind mit dem Titel und den kopierten Beiträgen (zum ins Thema kommen) einverstanden, sonst brauchen wir doch noch admin Hilfe (meine Güte ist das alles kompliziert)

    Also für meine Person fasse ich nochmal kurz zusammen (mal gucken, ob das so gut klappt

    AD(H)S ist aus meiner Sicht eine Krankheit, wie andere auch, nur leider nicht anerkannt. Das bringt uns AD(H)S´ler in die Situation, uns immer erklären zu müssen, wenn wir wollen, dass wir wirklich verstanden werden.

    LG Chaostanja

    Wer sich einlesen möchte, sollte das von hinten nach vorne machen


    Hallo Tanja,

    bevor "die Breite Masse" sich über ADHS und andere Störungen informieren sollte, würden mir mindestens 1.000 Dinge einfallen, die für diese wichtiger wäre...angefangen mit Lesen, Rechnen und Schreiben




    http://adhs-chaoten.net/images/style...quote_icon.png Amneris schreibt: http://adhs-chaoten.net/images/style...post-right.png

    Hallo Tanja

    Warum muss die "breite Masse" über ADHS denn Bescheid wissen? Dann muss sie es auch über alle anderen exisierenden psychischen Krankheiten/Störungen, oder ist man als ADHSler doch jemand, der eine Extrawurst verdient hat?

    VG Amn
    Ich will das nicht nur auf die AD(H)S beziehen, insgesamt sollte die "Breite Masse" besser über psychische Krankheiten informiert werden.

    Leider wird gerade hinsichtlich der AD(H)S ziemlich viel Unsinn verbreitet, der uns das Leben schwer macht.

    Bitte versteht mich nicht falsch, ich will nichts besonderes sein, ich will nur, dass meine Störung des Hirnstoffwechsels als Erkrankung anerkannt wird. Genau wie bei anderen psychischen Störungen auch sind mit der AD(H)S mehr oder weniger starke Einschränkungen verbunden, wie gesagt, wenn das MPH "alles abstellt" ist das toll, das hätte ich auch gerne

    Beispiel Schwerbehinderung: Bei einer Depression gibts ca. 30% GdB, AD(H)S wird gar nicht berücksichtigt, beides beeinträchtigt aber.

    Sagst Du jemandem aud der breiten Masse, dass Du eine Depression hast, versteht er Dich, sagst Du du hast AD(H)S, denkt er bestenfalls an das zappelige Kind, dass sich nicht konzentrieren kann, oder er tut es direkt als "Modediagnose" ab.

    LG Tanja


    @Sascha: weil das hier ein öffentlicher Austausch sein soll und andere, die vielleicht auch was dazu sagen möchten, die Chance haben, den Hintergrund der Diskussion zu verstehen... Für alle, die da mitdiskutieren wollen, Thema hat sich in nem anderen Thread entwickelt

    W: Fragen über Fragen


    http://adhs-chaoten.net/images/style...quote_icon.png sascha36 schreibt: http://adhs-chaoten.net/images/style...post-right.png
    Kann das mit den Freunden nicht nachvollziehen, ADHS ler neigen dazu Menschen zu nutzen, das heißt so lange sie einem was geben sind sie interessant , ist dies nicht mehr der fall so lässt man die Menschen fallen. Auch akzeptieren sie keine andere Meinung, was die Freundschaft sehr unter Spannung setzt , extrovertiertheit, selbstverliebtheit und mittelpunktssuche sind typische ADHS ler Probleme ,



    Das was Du da beschreibst, ist das was die Aussenwelt von einem AD(H)S´ler wahrnimmt

    Diese "Selbstverliebtheit und Mittelpunktsuche", die Du beschreibst, wurde mir auch oft vorgehalten.

    "Warum?" habe ich mich gefragt.... Der Hintergrund meines Verhaltens war starke Unsicherheit, ob mich die anderen akzeptieren, oder nicht. Also versuche ich meine guten Seiten herauszustellen, damit sie mich wahrnehmen und mögen....
    dass die anderen das als selbstverliebt oder mittelpunktsuchend gesehen haben, habe ich gar nicht wahrgenommen (und auch nicht vermißt, weil ich das ja gar nicht mitgekriegt habe)

    ich habe mich nur gewundert und eben noch mehr versucht, den anderen zu gefallen, was dann natürlich noch nerviger für die war, ich aber immer noch nicht gemerkt habe....

    Weil mir das immer wieder passiert ist, habe ich irgendwann gedacht, dass wohl mit mir was falsch sein muss...
    Es hat mich Jahre gekostet, überhaupt rauszufinden, dass ich Wahrnehmungsstörungen habe, weil ich das ja nicht gemerkt habe,

    erst als ich auf Menschen getroffen bin, die den Mut hatten, mir das zu spiegeln (aber eben wohlwollend, nicht angreifend) erkannt ich das und brauchte noch eine lange Zeit der Selbstreflektion, bis ich in der Lage war, sowas erkennen zu können und darauf zu reagieren, indem ich mich erkläre.

    Ich glaube nicht, dass alle AD(H)S´ler pauschal andere Meinungen nicht akzeptieren (schau dich mal im Forum um...), das ist allgemein eine Persönlichkeitsfrage. Ich kenne genügend "Stinos", die in dem Punkt viel extremer sein können....

    Fazit: Das was vom AD(H)S´ler aussen ankommt, ist nicht das, was er von innen meint (genau das ist das Problem der breiten Masse, kaum einer versteht , was in einem AD(H)S´ler wirklich vorgeht und schließt voreilige Schlüsse




    http://adhs-chaoten.net/images/style...quote_icon.png sascha36 schreibt: http://adhs-chaoten.net/images/style...post-right.png
    ich kann die Menschen gut verstehen wenn sie sich lieber Menschen suchen bei denen sie normal sein können. Ob eine Freundschaft funktioniert hängt von zwei Seiten ab und das kann nur gutgehen wenn man sich nicht mit Erwartungen überhäuft und dem gegenüber Raum gibt.



    Ich habe nie gesagt, dass ich andere mit Erwartungen überhäufe... aber die "Störung" wird bei mir durch MPH sehr gelindert und hilft mir, an mir zu arbeiten, sie stellt sie aber nicht ab.
    Freundschaft ist ein Geben und Nehmen und vor allem geht es darum, Verständnis für einander zu haben.
    Jeder Mensch (ausnahmslos) hat Macken, Freundschaft bedeutet, dass ich mit den Macken des anderen umgehen kann....

    LG Tanja
    AW:

    AW: Fragen über Fragen

    Ich hab dich mit meinem Post nicht persönlich gemeint, ich beziehe das auch auf mich , ich war so. Ach was war ich individuell, empathisch, zu gut für die Welt, selbstlos , zuvorkommend etc
    in Wahrheit war es dann eher so : empathisch - klar so muss ich mich nicht mit mir auseinandersetzen
    individuell - hatte von nichts ne Ahnung wollte aber überall der beste sein
    zu gut für die Welt - ich war das Opfer, Schuld waren die anderen und ich war ja immer verkannt
    zuvorkommend - hatte Angst das mich andere nicht mögen , wollte nicht abgelehnt werden

    Ehrlich gesagt tut die Wahrheit mir sehr gut , besser als diese verblendete Sicht meiner selbst.



    AW: Fragen über Fragen

    Abgesehen davon das mit der Außenwelt ist auch mal ein fehldenken , was sind wir denn dann bitte ? Die Innenwelt ? Die die die Matrix als einzigste verstanden haben ? Ne, danke. Ich bin ein Teil von allem, da gibt es kein außen oder innen, womit ich mich über andere stellen kann.



    AW: Fragen über Fragen

    Hallo Sascha36,

    Ich fühle mich nicht angegriffen,
    ich wollte Dir lediglich meine Sichtweise zu den von Dir als typische AD(H)S Symptome beschriebenen Aspekte darlegen

    nach wie vor, ein AD(H)S´ler ist alles andere als selbstverliebt...... (eher zerfressen von Zweifeln und Unsicherheiten, weil er seine Umwelt nicht versteht)

    Das mit dem Aussen und innen beziehe ich nicht auf irgendwelche Gesellschaftsbereiche sondern ich meine die eigene innere (was denke ich? wie fühle ich? wie nehme ich wahr? wie interpretiere ich?) und äussere Welt (wie wirke ich auf andere? was stelle ich nach aussen dar? )

    Ich denke nicht, dass ich die einzige AD(H)S´lerin bin, die mit dieser inneren und äusseren Zerissenheit kämpft.

    aber eigentlich gehört diese Diskussion in deinen Thread (ads ist nichts besonderes,) und nicht in die Vorstellung von Mariano, wenn dann sollten wir da weiter diskutieren

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 207

    AW: Sichtweisen zur AD(H)S Fortsetzung einer Diskussion

    Ewige Diskussion ? Naja ich sag mal danke .

  3. #3
    Gibt´s Kaffee ?

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 1.610

    AW: Sichtweisen zur AD(H)S Fortsetzung einer Diskussion

    wofür?

    Schade, durch dieses ganze organisatorische Hin- und Her bin ich gar nicht mehr so richtig im Thema, kannst Du mir "den Ball zuwerfen"?

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 207

    AW: Sichtweisen zur AD(H)S Fortsetzung einer Diskussion

    Danke für die Thread Eröffnung.
    ich halte mich aufgrund ADHS nicht für besonders, weiß es seit 8 Monaten und hab jetzt Erklärungen und somit eine Chance mein leben anzugehen. Kein Selbstmitleid, kein Opfer sein, keine schuldzuweisungen, keine Entschuldigungen , kein Mittelpunkt mehr sein, kein " ach was bin ich doch individuell, kein " die Außenwelt versteht mich nicht " , kein " hoffen, wünschen , träumen". Dafür Realität, ich bin mein eigener Architekt, suche zuerst die Schuld bei mir, medikinet , Konzentration, wenig vergessen, wenig Scheitern, nicht mehr Sklave meines Wirren Kopfes. Das mal im kurzen, such dir was aus .

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 60

    AW: Sichtweisen zur AD(H)S Fortsetzung einer Diskussion

    Hallo Tanja,

    vielen Dank für Deine Mühe^^

    bezüglich dem hier:
    Beispiel Schwerbehinderung: Bei einer Depression gibts ca. 30% GdB, AD(H)S wird gar nicht berücksichtigt, beides beeinträchtigt aber.

    Sagst Du jemandem aus der breiten Masse, dass Du eine Depression hast, versteht er Dich, sagst Du du hast AD(H)S, denkt er bestenfalls an das zappelige Kind, dass sich nicht konzentrieren kann, oder er tut es direkt als "Modediagnose" ab.
    Nach mein AU musste ich unverzüglich zum Sozialen Dienst von der AOK, die Sozialarbeiterin hat mir gleich einen ausgefüllten Erstantrag nach §69 (SGB) ausgehändigt. Darin ist
    1.Depression
    2.ADHS
    3.Alkoholabhängigkeit
    4.Anpassungsstörung
    5.Spondylolyse
    6.HWS-Distorision, Kreuzschmerz
    aufgezählt. Sie meinte das ich für jeden einzelnen Punkt, jeweils Prozente bekomme!?

    Irgendwie schäme ich mich, solch einen Antrag abzugeben. Ist das die übliche Praxis der Krankenkasse, was für Vorteile haben die dadurch?

    Also das die breite Masse der "normalen" eher eine Depression als AD(H)S deuten bzw. legitimiert, ist mir ehrlich gesagt fremd. Beides ist für unbelastete Personen eher "böhmische Dörfer" und wer das nicht selbst schon erlebt hat, besitzt in der Masse auch kein Vorstellungsvermögen was sich hinter diesen Problematiken verbirgt.

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 207

    AW: Sichtweisen zur AD(H)S Fortsetzung einer Diskussion

    Danach richtet sich dein Krankengeld bzw die Dauer und Unterstützung der Kasse , so war es be mir jedenfalls. Abgesehen davon ist es bei der Beantragung eines Schwerbehindertenausweises auch von Wichtigkeit, ADHS gibt da schon über 20 % was bei erforderlichen 50 - 60 ganz gut ist.

  7. #7
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
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    Forum-Beiträge: 1.096

    AW: Sichtweisen zur AD(H)S Fortsetzung einer Diskussion

    Sascha & Mariano, der Grad der Behinderung wird aber nicht kumuliert, d.h. die Krankheit/Störung mit dem höchsten GdB ist maßgeblich bzw. es wird nach den Einschränkungen im Gesamtpack geschaut, aber wie bereits gesagt, addiert wird nicht.

    VG Amn

  8. #8
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    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 60

    AW: Sichtweisen zur AD(H)S Fortsetzung einer Diskussion

    Ja aber das Krankengeld wird doch aus den letzten 3 Gehaltsabrechnungen berechnet? Desweiteren gibts doch nur die Abspruchsdauer von 78Wochen minus der 6Wochen Endgeldfortzahlung durch den AG=72Wochen muß die Kasse zahlen und danach kann wohl jeder froh sein, wenn er gesund ist, oder?

    Was hat das mit dem Behindertenausweis zutun? Wie schaut die Sache mit der BU Versicherung aus, angenommen ich werde auf ADS diagnostiziert und werde auf Medis eingestellt, die das Arbeiten an Maschinen bzw. das Führen von Kfz untersagen, wie geht das dann weiter?

  9. #9
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 60

    AW: Sichtweisen zur AD(H)S Fortsetzung einer Diskussion

    Amneris schreibt:
    Sascha & Mariano, der Grad der Behinderung wird aber nicht kumuliert, d.h. die Krankheit/Störung mit dem höchsten GdB ist maßgeblich bzw. es wird nach den Einschränkungen im Gesamtpack geschaut, aber wie bereits gesagt, addiert wird nicht.

    VG Amn
    Besten Dank, aber die Sozialarbeiterin meinte auch das würde addiert... Naja, egal. Solch ein Antrag stelle ich nicht. So behindert fühle ich mich zum Glück noch nicht:-)

  10. #10
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 1.096

    AW: Sichtweisen zur AD(H)S Fortsetzung einer Diskussion

    Hallo Mariano,

    kannst du hier auch gerne nachlesen

    Grad der Behinderung - Soziales & Recht - betanet

    VG Amn

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