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Diskutiere im Thema Sichtweisen zur AD(H)S Fortsetzung einer Diskussion im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #31
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 207

    AW: Sichtweisen zur AD(H)S Fortsetzung einer Diskussion

    @ an meinen Vorposter
    Ich komme deinem Wunsch gerne nach und versuche es mal in einfache Worte zu fassen was ich erlebt habe :

    Ich denke das es jedem Adhs ler hilft einmal in seinem Leben einen Neustart zu machen, alte Festplatte löschen und wegschmeissen und sich dann eine neue zulegen mit neuem Arbeitsprogramm.
    In den letzten Monaten war das bei mir so und ich habe mir einen Satz zum Motto gemacht : DU BEKOMMST IMMER DIE WELT DIE DU DIR DENKST.
    Das was uns passiert, mir passiert ist und ich kann sagen das das viel war, wird sich nicht mehr ändern und ich kann daran auch nichts ändern. Ich kann mir aber vergeben, neu anfangen und meine negative Grundeinstellung zum Leben und zu andren ( Aussenwelt, andere Menschen sind doch so langweilig, mich versteht ja keiner, das Leben ist so ungerecht, keiner versteht mich usw ) überdenken.
    Diese Gedanken nähren nur meine negative Welt und den meisten sind diese Gedanken auch gar nicht zu verdenken, da sie ja auch das eigene ( negative ) Weltbild nähren und einem so Sicherheit und Bestätigung in der Depression bieten.
    Hab ich die letzten 35 Jahre gemacht, was hat es gebracht ? Nichts ausser : Ständiges scheitern, Ärger im Job, Mobbing, immer wieder kaputte Beziehungen, fehlendes Selbstvertrauen, Ängste, Stress, Vorurteile, beschränkte Weltsicht, fast Hartz 4, ein Leben am Rand der Gesellschaft, nie wirklich viel Geld, Depressioen, immer nur denken was man nicht hat usw
    Jetzt habe ich mich von den großen Träumen, Wünschen, Erwartungen und Zielen verabschiedet, mich davon befreit immer wieder zu scheitern, Dinge und Zustände akzeptiert, die Schuld bei mir erst selber gesucht, keine Menschen bewertet, keine Verurteilt, mich über meinen eigenen Reichtum (Freunde, Gesundheit, Sicherheit, Familie, Hobbys, Leben) gefreut, erst an mich gedacht und dann an andere und es geht mir zum ersten Mal in meinem Leben dauerhaft gut.
    Ich schreibe niemand vor wie er sein Leben leben soll, jeder hat ein Recht auf Fehler und daraus seine Erfahrungen zu machen, das will ich niemanden nehmen. Ich berichte nur darüber wie ich die Zeit seit meiner Diagnose erlebt habe und das ist alles.
    Geändert von sascha36 (12.02.2013 um 11:15 Uhr)

  2. #32
    Gibt´s Kaffee ?

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
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    AW: Sichtweisen zur AD(H)S Fortsetzung einer Diskussion

    @Sascha: Jetzt sagst Du in:

    ADHS Erwachsene MedikamenteMedikamente, müssen die sein und warum? Wieso bin ich plötzlich "krank??"

    selbst, das AD(H)S ein defekt ist. Ich würde einen Defekt auch als eine Krankheit definieren.
    Wahrscheinlich definieren wir nur die Begriffe anders. Ich finde Deine Umgangsweise mit dem "Defekt" nach wie vor beneidenswert, so wie du kann ich das für mich nicht verinnerlichen, dazu ist das einfach zu präsent bei mir....

    Mir ging es gestern hauptsächlich um die allgemeine Anerkennung der AD(H)S als Krankheit.... (damit z.B. die Auswahl des MPH Produktes nicht von der Kassenzulassung abhängt und (für einige) notwendige Hilfen wie z.B. Coaching gefördert werden.
    GLG Tanja

  3. #33
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 207

    AW: Sichtweisen zur AD(H)S Fortsetzung einer Diskussion

    Ob Krankheit oder Defekt halte ich für Wortklauberei, ich sage Defekt weil krankheit heilbar ist, Adhs ist nicht heilbar sondern bleibt ein Begleiter bis zum Lebensende.
    Da kann ich es machen wie viele bei einer Depression und wehre mich tunlichst dagegen oder ich nehme den Defekt als gegeben hin und richte mein Leben danach aus.
    Ob das jetzt bewundrnswert ist weiss ich nicht und will ich auch nicht behaupten, für mich ist es nur ein logischer Schluss in einer Kausal erklärbaren Kette.

  4. #34
    Gibt´s Kaffee ?

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
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    AW: Sichtweisen zur AD(H)S Fortsetzung einer Diskussion

    Dann habe ich deine Beiträge wohl falsch interpretiert (Habe ich mich gestern so zum Affen gemacht?)

    Ich habe dich so aufgefasst, dass die AD(H)S mit der Medikation aufhört und man dann ein ganz normales Leben führen kann...
    Wobei "normales Leben" ja auch relativ ist, ich ecke zumindest immer noch (zu) häufig an und wenn ich mich nicht erkläre, denke ichschnell (habe ich das Gefühl?) dass die anderen mich (wie schon so oft) als aufdringlich, distanzlos, rücksichtslos etc. empfinden. (Das bin ich aber nicht und ich versuche jeden Tag, gegen diese Sch... Impulsivität, Unsicherheit... anzukämpfen, was mir mal mehr und mal weniger gelingt.

    Mit beneidenswert meine ich, dass Du scheinbar entweder keine Komorbiditäten entwickelt hast, oder diese sehr gut verarbeiten konntest...
    LG Tanja

  5. #35
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    AW: Sichtweisen zur AD(H)S Fortsetzung einer Diskussion

    Adhs Diagnose befreit dich ja nicht von dem Chaoten in dir , es erklärt nur, auch Medikamente zu nehmen befreit nicht, es erleichtert nur. Man nimmt den Chaoten an und versucht sich mit ihm anzufreuden, erst wenn man das schafft wird der Schreihals im Kopf immer ruhiger und meldet sich nicht mehr . Wenn er sich dann meldet dann überleg mal ob er gerade recht hat oder er nur wieder dein leben bestimmen möchte.

    Man nennt das auch : Dem inneren kind ein Zimmer einzurichten .

    Aufdringlich, distanzlos, rücksichtslos etc sind für andere sehr anstrengend und man kann nicht von jedem erwarten das er damit gut umgehen kann. Man sollte sich aber bei Kritik dann darüber klar sein, das diese Kritik einen nicht im Gesamten meint sondern lediglich ein Verhalten was man für richtig hält aber oft nicht richtig ist.
    Geändert von sascha36 (12.02.2013 um 12:29 Uhr)

  6. #36
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    AW: Sichtweisen zur AD(H)S Fortsetzung einer Diskussion

    sascha36 schreibt:
    Adhs Diagnose befreit dich ja nicht von dem Chaoten in dir , es erklärt nur, auch Medikamente zu nehmen befreit nicht, es erleichtert nur. Man nimmt den Chaoten an und versucht sich mit ihm anzufreuden, erst wenn man das schafft wird der Schreihals im Kopf immer ruhiger und meldet sich nicht mehr .
    Dann sind wir uns doch einig,
    nur leider wird "mein Schreihals" nicht dauerhaft ruhiger, die Erkenntnis über die Symptome des "Defekts" haben mir aber geholfen, mein negative Selbstbewertung zu verringern. Früher habe ich alle meine Fehler immer als Charakterschwäche gesehen, als persönliches Defizit und war hilflos gegenüber der Aufforderung an mir zu arbeiten.
    Heute weiß ich welche Ursachen das hat und komme so viel besser an mein "Innerstes" und kann daran arbeiten.

    sascha36 schreibt:
    Wenn er sich dann meldet dann überleg mal ob er gerade recht hat oder er nur wieder dein leben bestimmen möchte.

    Man nennt das auch : Dem inneren kind ein Zimmer einzurichten .
    Wenn ich es gerade merke, das der "Schreihals" kommt, dann geht das, aber was ist dann, wenn ich es nicht merke (also die Symptomatik mich überrollt)?

    sascha36 schreibt:
    Aufdringlich, distanzlos, rücksichtslos etc sind für andere sehr anstrengend und man kann nicht von jedem erwarten das er damit gut umgehen kann. Man sollte sich aber bei Kritik dann darüber klar sein, das diese Kritik einen nicht im Gesamten meint sondern lediglich ein Verhalten was man für richtig hält aber oft nicht richtig ist.
    ich warne die Leute davor, dass ich ein anstrengender Mensch bin und bitte sogar darum, mir meine "Fehler" aufzuzeigen, damit ich dadurch lernen kann. Heute weiß ich auch, dass damit nicht meine ganze Person gemeint ist (wenn ich nicht gerade mal wieder in "bedrückter Stimmung" bin).
    Du hast Recht, ich kann von niemandem erwarten, dass er mit meinen Fehlern umgehen kann, dann muss ich dass eben auch akzeptieren, wenn sich Leute von mir zurückziehen. So ganz kann ich nicht aus meiner Haut.
    Und als Beispiel, wenn ich meiner besten Freundin zuviel werde, dann sagt sie mir, dass sie eine Tanja Pause braucht und dann sehen wir uns auch mal 2 Wochen nicht...

    Diese Ehrlichkeit gehört mit zur Akzeptanz und zum Umgang mit mir. Und Ehrlichkeit ist für mich ein sehr wichtiger Aspekt in einer Freundschaft...

    LG Tanja

  7. #37
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    AW: Sichtweisen zur AD(H)S Fortsetzung einer Diskussion

    @Sascha: ich beschränke mich mal auf eine Thread: Wenn Du dich vorstellst, musst Du manuell von den Admins als vorgestellt freigeschaltet werden, dann hast Du auch Einsicht in die Bereiche mit der 2 am Ende, so wie nur registrierte Mitgleider den Bereich mit der 1 am Ende sehen. Nach der Freischaltung kannst Du aber auch persönliche Nachrichten an vorgestellte Mitglieder und Freundschaftsanträge versenden und bekommen.

  8. #38
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    AW: Sichtweisen zur AD(H)S Fortsetzung einer Diskussion

    Zitat von Chaostanja : Ich warne die Leute davor, dass ich ein anstrengender Mensch bin und bitte sogar darum, mir meine "Fehler" aufzuzeigen, damit ich dadurch lernen kann. Heute weiß ich auch, dass damit nicht meine ganze Person gemeint ist (wenn ich nicht gerade mal wieder in "bedrückter Stimmung" bin).
    Du hast Recht, ich kann von niemandem erwarten, dass er mit meinen Fehlern umgehen kann, dann muss ich dass eben auch akzeptieren, wenn sich Leute von mir zurückziehen. So ganz kann ich nicht aus meiner Haut.
    Und als Beispiel, wenn ich meiner besten Freundin zuviel werde, dann sagt sie mir, dass sie eine Tanja Pause braucht und dann sehen wir uns auch mal 2 Wochen nicht...

    Diese Ehrlichkeit gehört mit zur Akzeptanz und zum Umgang mit mir. Und Ehrlichkeit ist für mich ein sehr wichtiger Aspekt in einer Freundschaft...
    Zitat Ende

    Warum soll ich allen sagen was ich hab, warum soll ich andere damit konfrontieren, warum muss ich damit Aufmerksamkeit auf mich ziehen ?

    Ich finde es doch viel wichtiger einfach so wie andere zu sein, es reicht doch wenn ich selber eine Erklärung für mein Verhalten habe.

  9. #39
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    AW: Sichtweisen zur AD(H)S Fortsetzung einer Diskussion

    Das hat nichts mit Aufmerksamkeit auf mich ziehen zu tun.....

    Viele FReunde von mir haben mir schonmal gesagt, für mich spiele die Zeit, beim ersten Kennenlernen kommt häufig der Rückzug (meine Güte redet die viel, die geht ja gar nicht...)
    Erst wenn man mich besser kennt, erkennt man meine Qualitäten...
    Vielleicht warne ich, aus Angst, dass die Leute sich nicht die Zeit nehmen.

    Das mit dem "sich outen" kann man aus zwei Richtungen sehen, warum soll ich mich mit meinem "Defekt" verstecken?
    LG Tanja

  10. #40
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    AW: Sichtweisen zur AD(H)S Fortsetzung einer Diskussion

    Ich hab früher viel geredet und das in erster Linie auch nur um die Meinung anderer gar nicht erst hören zu müssen, was natürlich zwangsweise auch bald zur Isolation geführt hat.
    Heute rede ich wenig, höre zu und habe gemerkt das es gut ist sein gegenüber Ausreden zu lassen, man kann so viel mehr erfahren als wenn man nur kurze Sprechpausen Zeit gewährt.

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